Media Monday #560

Eigentlich steht alles Wichtige unten im Media Monday – also, los geht’s!

1. In rund einer Woche stehen tatsächlich die Oscars wieder an und ich bin etwas hin- und hergerissen, ob ich Benedict Cumberbatch (The Power of the Dog) oder Andrew Garfield (Tick, tick,… BOOM!) den Oscar für die beste männliche Hauptrolle wünschen soll… Beide sind hervorragend in ihren Rollen (und zwar wie immer!), aber wohl wird ein Musical hier mal wieder keine Chance haben. Aber natürlich würde ich es Benedict auch SEHR gönnen. Wahrscheinlich wird es wohl aber ohnehin Denzel Washington (The Tragedy of Macbeth) oder Will Smith (King Richard) werden, deren Performances ich aber noch nicht beurteilen kann.

2. Ich weiß, dass Eminem nicht unbedingt den besten Ruf genießt, aber „Lose Yourself“ gehört einfach zu meinen absoluten Lieblingssongs. Wenn dieses Lied mal irgendwo auftaucht (oder: wie bei den letztjährigen Academy Awards, wenn ER völlig unerwartet auftaucht), gehe ich ab, ey. 😎

3. Max Herre – neben Lin-Manuel Miranda oder Eminem – vermag es, dass ich das Gefühl habe, dass es OK ist, „in meinem Alter“ (immer noch) auf Hip Hop zu stehen (wenn auch nur sehr ausgewählt). Ich war am Samstag Abend auf einem Konzert von Max Herre mit dem MIKIs Takeover! Ensemble (ein Sextett, bestehend aus Violine, Viola, Cello, Kontrabass, Harfe und Klarinette), inkl. der Sängerin Ray Lozano – und es war einfach nur großartig. Viel zu lange habe ich Max Herre vernachlässigt… Und dabei war ich doch Fan der ersten Stunde. Ich habe Freundeskreis vor ihrem großen Durchbruch auf dem Open-Air-Burgfest auf Burg Feuerstein (einem Jugendhaus in der Fränkischen Schweiz) erlebt – leider weiß ich das genaue Jahr nicht mehr, tippe auf 1997/1998. Ein paar hundert Menschen waren damals im Publikum; und bei mir schlug Max ein wie ein Blitz. Überhaupt – eine Hip-Hop-Band, die mit Live-Band auftrat, nicht einfach nur mit zwei Djs an den Turntables, das hat mich schwer beeindruckt. Und Max – mit seinen dunklen Locken und seinem Sprechgesang – hat einen nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen. ❤ Jahrelang tauchte er immer wieder in meinen Träumen auf… Mein Vater hat mir sogar mal ein kleines Aquarellbild von ihm gemalt. 😀

4. Ich mag ja theoretisch Rap und Hip Hop sehr gerne, aber verfolge eigentlich schon seit längerem nicht wirklich, was es so aktuell in dem Genre gibt. Aber, damn, jetzt habe ich gerade (endlich!) die Half-time Show vom Superbowl 2022 angesehen – und da sind die ganzen „Alt-Rapper“ (aus den 90ern/frühen Nuller-Jahren) mit ihren alten Songs aufgetreten: Dr. Dre, Snoop Dogg, 50 Cent, Eminem plus Mary J. Blige und Kendrick Lamar. Wenn ich Influencerin wäre, hätte ich euch ein Reaction-Video gedreht davon, wie ich absolut ausflippe. Holy shit – was für eine geile Show!!!!!! Wenn ihr mich (noch) besser kennenlernen wollt, schaut euch die Show an. 😉 Verdammt, ich muss wieder körperlich fitter werden, damit ich zu so’ner Mucke wieder richtig auf der Tanzfläche abgehen kann!

5. Wenn ich die Wahl hätte, einen Film nie gesehen zu haben, ich würde Taken (96 Hours) auswählen, weil ich dann Liam Neeson nicht mehr mit dieser Reihe verbinden müsste.

6. Das „Monster-und-Dinosaurier-Genre“ ist dramaturgisch eigentlich so haarsträubend, dass man sich einfach nur zurücklehnen sollte und Spaß an der Action haben sollte. Trotzdem gelingt mir das nicht immer, v.a. wenn nicht nur die Dramaturgie haarsträubend ist, sondern sich auch die Charaktere haarsträubend blöd verhalten…

7. Zuletzt habe ich ein äußerst kulturreiches Wochenende erlebt und das war wohltuend, weil es nicht nur Ablenkung bot, sondern auch Rückbesinnung auf in der Vergangenheit Erlebtes. Donnerstag und Freitag Abend war ich mit Adoring Audience und einer weiteren Freundin in der deutschen Erstaufführung des Stücks Das Vermächtnis – Teil 1 & 2 (The Inheritance), das ich 2018 in London bereits gesehen hatte. So war es sowohl spannend, die deutsche Übersetzung und Inszenierung anzusehen, als auch mich an den bewegenden Tag zurückzuerinnern, als ich mit Schauwerte beide Teile hintereinander gesehen hatte. Das Erlebnis hier im Residenztheater war nicht ganz so emotional wie damals in London, aber trotzdem würde ich die Inszenierung als sehr gelungen bezeichnen und auch weiterempfehlen! Am Freitag konnte ich in der Pause dann auch noch den Mond direkt über dem Theater einfangen (ja, ich hatte meine Kamera zu diesem Zweck dabei 😎 ).

Am Samstag – beim Konzert mit Max Herre (siehe 3.) – reiste ich auch ein Stück weit in die Vergangenheit, weil ich zurückdachte an das erste Freundeskreis-Konzert und auch das Solo-Konzert in Erlangen, bei dem ich ganz weit vorne an der Bühne stand und auch den ein oder anderen Blick von Max erhaschen konnte… ❤ Zuletzt habe ich dann heute (am Sonntag Nachmittag) The Batman im Kino geschaut – und diesbezüglich kann ich in der Kürze nur sagen, dass das der beste Batman-Film seit The Dark Knight ist. Robert Pattinson, der leider auch – wie Kristen Stewart – von vielen immer nur auf seine Rolle als Edward in den Twilight-Filmen reduziert wird, ist fantastisch, sein Batman (und vor allem sein spärlich auftretender Bruce Wayne) völlig anders als die vorherigen Inkarnationen, irgendwie realistisch, mit wenig technisch-futuristischem Schnickschnack. Sehenswert!


9 Gedanken zu “Media Monday #560

  1. Im Original von THE INHERITANCE war Vanessa Redgrave dabei? Und du hast ein Autogramm von ihr? Da bin ich jetzt mal vier Jahre später eweng neidisch. 😉

    Aber ich kann mich der Empfehlung uneingeschränkt anschließen, auch wenn es bei Teil2 ein paar Abzüge in der B-Note wegen Unkonzentriertheit gab. 🙂 Aber das Bühnenbild ist im Vergleich zur spartanischen Londoner Inszenierung schon echt ein Hingucker. Allein schon dieses überdimensionale Werbeschild oder der Baum… Ich habe absolut keine Ahnung, wie ich das in Worte fassen soll. Ich glaube, an dieser Kritik sitze ich etwas länger.

    Falls du das Stück nochmal schauen magst (vielleicht ein bißchen mittiger), wäre ich wieder dabei. Vielleicht kommt’s ja auch nochmal im Abo dran. Ich drück‘ uns mal die Daumen.

  2. Lose Yourself habe ich damals rauf und runter gehört. 🙂
    Für das „Leichte zwischendurch“ habe ich Max Raabe für mich entdeckt. Mein Junior findet den auch cool.

  3. Also mit Hip Hop konnte ich weitgehend nichts anfangen, während um mich herum viele Leute meines Alters und auch meine vier Jahre jüngere Schwester das gerne gehört haben. Wobei ich die Fugees zu ihren Hochzeiten durchaus mochte und damals sogar zwei CDs von ihnen hatte.

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