Media Monday #538

Nicht viel Zeit für Einleitungsgeschwafel – Montag und Dienstag sind meine „Großkampftage“, deswegen geht es gleich los mit dem Media Monday.

1. Grundsätzlich ist es schon schön, dass es mittlerweile die Möglichkeit für „Zivilisten“ gibt, ins Weltall zu reisen – wenn auch nur für wenige Minuten, wie vor kurzem der Flug der Blue Origin mit William „Captain Kirk“ Shatner an Bord. Zu sehen, wie bewegt Shatner nach dem kurzen Ausflug ins All war und seine Worte zu hören, hat mich schon berührt, zumal das auch ein Traum meines Vaters gewesen wäre. Andererseits ist es aber irrsinnig, wie viel Geld und Energie da für ein wenige Minuten dauerndes Erlebnis verbraten werden…

2. Wenn es ein Drehbuch gibt, das mich jüngst mit Einfallsreichtum und Esprit begeistert hat, dann das zu der Miniserie Midnight Mass (Netflix) von Mike Flanagan. Reine Horrorfans mögen nicht so angetan sein von der sich langsam entwickelnden Story – ja, die Serie ist „slow burn“. Dafür aber sind die behandelten Themen von Schuld und Sühne, Hybris und Opferbereitschaft, religiöser Fanatismus und Verlust (u. a.) so vielfältig, dass es diese Zeit braucht, um diese eingehend zu beleuchten. Dazu sind außerdem die Dialoge und Monologe so unfassbar gut, dass die dort geäußerten Gedanken (z. B. gibt es eine fantastische Unterhaltung über den Tod und was danach kommt) noch lange in meinem Kopf nachhallten. Wirklich sehenswert!

3. Timothée Chalamet spielt im Grunde ja auch immer wieder in vielen verschiedenartigen Filmen mit, aber das ist auch gut so, denn er ist für mich einfach eins dieser seltenen menschlichen Wesen, die irgendwie nicht von dieser Welt zu sein scheinen (andere Beispiele: Tilda Swinton, David Bowie). Ihn auf der Leinwand zu sehen, ist wie eine Offenbarung… Und laut dem Porträt im TIME Magazine hat er wohl mal folgenden Tipp bekommen von einem seiner Vorbilder: Keine harten Drogen und keine Superheldenfilme.

4. Eine hervorragende Besetzung ist zwar hilfreich, am Ende aber auch nur die halbe Miete. Schön zu sehen bei/in der Neuverfilmung von Murder on the Orient Express (2017). Hammer Cast, aber der Film war sterbenslangweilig. Death on the Nile soll ja nun auch 2022 rauskommen (wieder von Kenneth Branagh und mit toller Besetzung), aber besonders gespannt darauf bin ich nicht wirklich…

5. Kann es bitte bald mal wieder so einen richtig geilen Soundtrack geben wie den von Howard Shore für die LotR-Trilogie?! Dagegen verblasst so vieles… Ich könnte aber auch leicht parteiisch sein, weil ich zwei Teile davon selbst schon gesungen habe. 😉 ❤

6. Manche Wörter verwechsle ich ja gern schon einmal mit anderen, einfach weil ich offenbar alt werde bzw. mein Gehirn nicht mehr alles richtig verlinkt… 🙄

7. Zuletzt habe ich von meinem Bruder erfahren, dass das Lyric Video zu seinem ERNST Song „Porno Storno“ schon 10.000 Aufrufe auf YouTube hat, und das war witzig, weil offenbar doch viele Leute auf YouTube nach „Porno“ suchen und dann bei seinem Lied gelandet sind. 😀 Well played, brother!

Schaut es doch auch mal an – und lasst ein Like dort, wenn es euch gefällt. Das Lied hat 100% Ohrwurm-Garantie! Passt vielleicht ein wenig auf, wo ihr den Refrain laut vor euch hinträllert… 😳 😀


12 Gedanken zu “Media Monday #538

  1. ich liebe ja solche Songs mit Texten, die sich auf den ersten Blick wie purer Nonsens anhören – die Melodie dazu hat sowas leichtes, fluffiges, sommerliches.

  2. Zu 3. Der Bub ist meiner Ansicht nach etwas überhypt.

    Zu 4. Die Neuverfilmung war einfach unnötig und hat abgesehen von ein paar tollen Kamerafahrten wenig Neues geboten. Die Geschichte haben sie auch nicht verständlich/organisch hinbekommen. Ich werde mir die neue Version von „Tod auf dem Nil“ dennoch ansehen, allein wegen der illustren Besetzung.

    1. Zu 3.: Nein. 😜
      Zu 4.: Im Kino schaue ich mir den neuen Film eher nicht an – vielleicht irgendwann später, wenn er bei irgendeinem Streaming-Portal inklusive ist.

  3. Nachtrag zu 7.
    Dein Bruder ist nicht nur ein Marketinggenie und ein guter Musiker, er beherrscht auch die zotige Poesie! Herrlich.

      1. Mist, auf falsche Taste gedrückt: Also, in DIESEM Fall war der Titel vielleicht gutes Marketing, aber leider hat mein Bruder ansonsten so gar kein Marketinggeschick… Sonst würden seine Songs im Radio laufen… Aber ja, dichten kann er! Musikalisch mag ich ja YOUR CARELESS SPARK lieber, aber die Texte von ERNST sind einfach immer wieder grandios! Danke – ich geb’s weiter! 🙂

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