Media Monday #527

Mein Beitrag kommt spät, denn ich war gestern noch in der Heimat und bin heute erst zurückgefahren. Mehr erfahrt ihr im Media Monday unten.

1. So langsam kommt die Maschinerie Kino wieder ins Rollen und ich gehe wieder regelmäßig ins Kino. So schön! 🙂 Let‘s enjoy it while it lasts…

2. Im Duell Streaming- gegenüber Kino-Auswertung derweil hat bei mir leider das Kino im Falle von Godzilla vs. Kong verloren, weil ich ihn leider verpasst habe – dabei wirkt die Action bestimmt nur im Kinosaal so, dass man über die Schwächen bei der Handlung hinwegsehen kann. Ich werde ihn mir nun wohl aber doch auf Sky im Heimkino ansehen.

3. Warum kommt es mir manchmal so vor, dass ich mit meinen 51 Jahren irgendwie noch nichts von Substanz vorweisen kann? Ich habe am Wochenende ein Album meines Vaters entdeckt, in das er Fotos von seinen großen Geburtstagsfeiern zum 50sten und 60sten, Glückwünsche, diverse Gedichte von seinen Gästen, etc. eingeklebt hat. Ich hatte dieses Album noch nie gesehen – und es hat mich in zweierlei Hinsicht umgehauen: Erstens die Tatsache, dass er die ganzen Glückwünsche (auf Karten oder in Gedichtform; eine „Zeitung“ von meinen Cousins war auch dabei) auf diese Art künstlerisch zusammengestellt und aufbewahrt hat.

Und zweitens die schiere Menge an Menschen, die ihm gratuliert und ihn gefeiert haben: Arbeitskolleg*innen, verschiedene Freundeskreise, Verwandtschaft… Mein Vater hatte zu dem Zeitpunkt eine Familie mit vier Kindern, ein Haus (samt zweitem, kleinen Anbau) mit riesigem Garten, eine leitende Stellung mit Verantwortung über viele Mitarbeiter*innen, war nebenher leidenschaftlicher „Hobbygärtner“ (wer den Garten kennt, weiß, dass „Hobby“ dem nicht gerecht wird), Skifahrer und Künstler (u.a.). Das alles auch schon beim 50. Geburtstag, den ich – zwar auch dank Corona, aber trotzdem! – schlussendlich gar nicht groß gefeiert habe.* Da kommt mir mein Leben im Vergleich heute irgendwie so bedeutungslos vor… Aber es kann auch am Ferienanfangstief liegen, dass mich das heute so mein Wirken auf diesem Planeten in Frage stellen lässt…

* Lieber Stepnwolf, du hast mir natürlich einen wundervollen Geburtstag zu zweit in Quedlinburg geschenkt! ❤ ❤ ❤

4. Von den anstehenden Veröffentlichungen der kommenden Woche(n), freue ich mich zuerst auf The Suicide Squad, den ich am Donnerstag ansehen werde. Und dann fiebere ich auch schon Dune entgegen, der ja nun noch vor dem neuen James Bond anläuft.

5. Die Serie This Is Us ist tendenziell natürlich schon eher etwas, das mich emotional immer wieder sehr stark berührt. (Und so bin ich schon wieder bei Folge 11, nachdem die 4. Staffel endlich bei Prime inklusive ist.)

6. Ließe man mir die freie Wahl zwischen einem voll ausgestatteten Heimkino und einer Dauerkarte fürs Lieblingskino, würde ich nach wie vor die Dauerkarte vorziehen, weil ich das gemeinschaftliche Erlebnis einfach sehr schätze. Außerdem zwingt mich der Kinosaal auch dazu, mich ganz auf den Film zu konzentrieren – zu Hause schiele ich doch immer wieder mal aufs Handy, hole mir noch was zu trinken oder unterbreche den Film für den Sonnenuntergang oder Mondaufgang… 😉

7. Zuletzt habe ich mit meiner Kirchenband das erste Mal wieder in einer Kirche bei einer dreifachen Taufe Musik gemacht und das war für mich sehr frustrierend, weil meine Stimme einfach nicht mehr so „funktioniert“ wie vor Corona. Ich muss unbedingt mal zum HNO und dann zur Stimmbildung. Wahrscheinlich hat die Gemeinde das nicht mal gemerkt, aber ich hätte am Ende heulen können… 😥 Trotzdem war es schon auch schön, wieder zusammen zu musizieren, aber ein Hochgefühl kam nicht auf.


13 Gedanken zu “Media Monday #527

  1. Man sollte sich nicht unbedingt mit anderen Leuten vergleichen, vor allem mit denen, die in einer anderen Lebenssituation sind oder waren. Als mein Vater 40 (so als wie ich jetzt) wurde hatte er einen 14jährigen Sohn und eine (fast) 10jährige Tochter und war der Chef eines kleinen Unternehmens. Natürlich packt mich manchmal auch so eine Sehnsucht bzw. so ein Gefühl wenig erreicht zu haben, aber man sollte nicht darin verweilen. Am Ende des Tages hat fast jeder in seiner Zeit viel erreicht, nur eben in unterschiedlichen Bereichen.

    Ich weiß gar nicht, ob ich schonmal einen Film für Sonnenuntergang oder ähnliches unterbrochen habe.

    Was habt ihr denn auf der Taufe so gespielt, nur geistliche Lieder?

    1. Ja, rational betrachtet weiß ich das ja alles. Ich werde sicher nicht allzulange in diesen Gedanken verweilen, aber heute hatten sie mal die Oberhand.

      Wir haben nur geistliche Lieder gespielt, ja.

  2. Oh, danke für den Tipp mit der 4. Staffel von „This Is Us“ — das werde ich direkt als nächstes angehen… 🙂

    Ja, Vergleiche mit anderen Lebenssituationen sind immer. Hmm. Schwierig. Trotz Familie und Haus habe ich oft ähnliche Gedanken. Durch diese muss man dann in der jeweiligen Situation einfach durch. Wenn ich es rational betrachten kann, dann wird klar, dass es oft ein Fall von „the grass is always greener…“ ist. Aber das gelingt mir auch nicht immer.

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