Fotografie: Lost Places #6 – Verlassene Häuser in einem Bördedorf (Sachsen-Anhalt)

So richtig „lost“, im Sinne von „aus den Augen verloren“ sind die Häuser, die ich am Ostersonntag fotografierte, nicht, denn sie stehen mitten in einem Dorf in Sachsen-Anhalt. Von daher passt hier der Begriff „abandoned places“, der in der „internationalen Szene“ verwendet wird, eigentlich eher: verlassen, nicht verloren.

Das erste Objekt (ein früherer landwirtschaftlicher Hof) habe ich nicht so intensiv erkunden können, weil auf einer Seite die Türen versperrt waren (inklusive „Betreten verboten“-Schild), und sich auf der anderen Seite zwar ein offener Zugang befand, mir aber die Decke nicht sicher genug erschien, weswegen ich nur aus dem Türrahmen hineinfotografiert habe.

Ein paar Details…

Die andere Seite:

Ein Blick in den Raum links des Turms:

Daneben stand noch ein Haus, das offenbar früher zum Schulgelände (Schule schon lange abgerissen) gehörte.

Anschließend haben wir noch eine Reihenhausreihe entdeckt, in der alle Türen offenstanden und einluden, sich das Innere anzusehen. Naturgemäß – bei offenen Türen – war allerlei Müll, alte Fernseher etc., dort abgeladen worden und ansonsten auch viel demoliert, aber ich fand es trotzdem reizvoll, mir vorzustellen, wie es mit den alten DDR-Tapeten und -Plastikdecken wohl vorher so ausgesehen haben muss. Es waren recht kleine Wohnungen mit ganz winzigen Bädern, die nur aus einem Waschbecken und einem Klo bestanden.

Das Untergeschoss des ersten Hauses (hier etliche rein dokumentarische Bilder, ohne großen künstlerischen Anspruch):

Hier wagten wir uns auch in den zweiten Stock:

Hier fand ich die Wände, von denen die Tapeten abgezogen worden waren, fast attraktiver als diejenigen mit Tapete…

Noch ein paar Highlights aus den Nachbarhäusern:

Mein Lieblingsbild: ❤


3 Gedanken zu “Fotografie: Lost Places #6 – Verlassene Häuser in einem Bördedorf (Sachsen-Anhalt)

  1. Also ich bin ehrlich ! Das Gehöft hat mir jetzt nicht so gefallen ! Die Häuser aber um so mehr ! Ja hier lebten Menschen und was wohl aus denen geworden ist ? Deinem Lieblingsbild kann nich nur zustimmen !
    Was mir auch aufgefallen ist, sind die Decken ! Ich vermute mal dass dies keine Holzdecken sind sondern so quadratische Deckenteile die man in Baumärkten ect. bekommen kann. Sie sind aus Styropor und können angeklebt werden.

    1. Danke für dein Feedback!
      Genau, mein Freund hat mir auch schon erklärt, dass das Styropor-Deckenteile sind – ich kannte die so noch nicht. Ultra hässlich, aber war wohl – zumindest in der DDR? – mal in.
      Speziell aus diesem Ort (trifft bestimmt auch auf andere zu) sind viele (junge) Menschen seit dem Mauerfall weggezogen, viele Häuser stehen leer und verfallen, obwohl es tatsächlich auch eine kleine Neubausiedlung gibt. Es gibt halt nichts mehr in diesem Ort, keine Lebensmittel, keine Grundschule, keine Restaurants…

      1. ja einfach nur verlassen ! Ja genau diese Teile meinte ich ! Ich hatte mal früher eine Mietwohnung wo die im Wohnzimmer an der Decke auch angebracht waren ! Schlimm ist die jemals wieder wegzubekommen !!!!

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