Media Monday #496

Der letzte Media Monday in diesem Jahr, das nun wirklich endgültig weg kann…

1. In filmischer Hinsicht war 2020 bis Mitte März durchaus spannend – von den oscarnominierten Filmen 1917, Jojo Rabbit und Little Women über einen durchaus vergnüglichen The Personal History of David Copperfield, den ich noch in London gesehen hatte, bis hin zu den recht gefälligen Sneak-Filmen, wie z. B. The Gentlemen, Richard Jewell oder Emma. Aber seitdem gab es eigentlich nur einen großen Blockbuster im Kino zu sehen: Tenet. Immerhin war der so „mind-bending“ und verwirrend, dass ich ihn gleich zweimal im Kino gesehen habe (ich mag ihn übrigens sehr!). Zu Zeiten der Lockdowns habe ich in der Tat dann auch mehr Filme im Stream gesehen, aber dieses Jahr ist einfach nicht vergleichbar mit „normalen“ Jahren…

2. Das (zunehmende) Angebot an Streaming-Inhalten macht es leichter, Rewatches von Filmreihen zu unternehmen. Dank Disney+ sind der Stepnwolf und ich inzwischen mit den Star-Wars-Prequels, Solo, Rogue One und der Original-Trilogie durch (Rezensionen folgen noch). Ja, es mag eine Schande sein, dass keiner von uns diese Filme eh komplett auf DVD oder Blu-ray hat, aber so war es nun doch recht einfach. Gerade bei einer Fernbeziehung ist es ganz praktisch, denn wenn dann die DVD gerade dort liegt, wo man sich gerade nicht befindet, ist es doch ärgerlich.

3. Begrenzte Ausgehmöglichkeiten und eingeschränkte Außer-Haus-Beschäftigungen haben sich bei mir dahingehend bemerkbar gemacht, dass mir Theater, Kino und Konzerte inzwischen wirklich fehlen – diese Erlebnisse sind einfach auch für meine seelische Gesundheit wichtig.

4. Mit Fotografie konnte ich mich ja wunderbar auch daheim beschäftigen und diese mit ausgedehnten Spaziergängen verknüpfen. Im Frühjahrs-Lockdown habe ich die Fotos von den Spaziergängen in Halle auch mit euch geteilt.

5. Mitunter größte Hilfe gegen drohende Langeweile war für mich in den vergangenen Wochen und Monaten, dass es nie zu Langeweile kam. Etwas mehr Langeweile hätte vielleicht dazu geführt, dass ich mich nicht wegen ständiger Kopfschmerzen und Stress ausgebrannt gefühlt hätte… Und während meiner Krankschreibung habe ich mich auch nie gelangweilt, trotz der Einschränkungen.

6. Nicht nur zu den Feiertagen hat sich eine gewisse Entschleunigung breitgemacht, die bei mir dazu geführt hat, dass ich entspannter bin.

7. Zuletzt habe ich mit meinem Freund – trotz Corona – Weihnachten bei meiner Familie verbracht und das war genau die richtige Entscheidung, weil mein Vater dann – glücklich, nochmal alle seinen Lieben gesehen zu haben – am 2. Weihnachtsfeiertag gestorben ist. Ich habe ihm meinen letzten Himmel-Beitrag des Jahres 2020 gewidmet, werde aber sicher noch einen extra Nachruf-Beitrag schreiben.


4 Gedanken zu “Media Monday #496

  1. Ja, das mit der Langweile. Wie immer angenommen wird, man würde sich momentan langweilen. Dabei war das letzte Jahr so stressig wie selten.

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