Media Monday #491

Ich bin nun für längere Zeit (noch 3 1/2 Wochen) krankgeschrieben und hoffe, dass ich in dieser Zeit meine Migräne besser in den Griff bekomme (u. a. durch regelmäßige Bewegung, Entspannungsübungen, etc.) und gleichzeitig gute Strategien entwickle, um eine bessere Work-Life-Balance halten zu können, wenn ich dann wieder unterrichte. Es fühlt sich seltsam an – in unserer Gesellschaft ist es ganz normal, wenn jemand wegen eines Beinbruchs oder etwas ähnlichem mehrere Wochen arbeitsunfähig ist, aber wegen solch „unsichtbaren“ Leiden wie Migräne und Depression… da ist irgendwie immer noch ein Stigma da, da gilt man dann als „nicht belastbar“. Schwierig, das auch für mich selbst zu akzeptieren…

So, mehr soll dazu jetzt aber auch gar nicht gesagt werden – wenden wir uns lieber dem Media Monday zu, der sich heute allerdings kaum um Medien bei mir dreht.

1. Man meint ja immer, mit dem „Lockdown light“ hätten wir alle viel mehr Zeit zum Spielen, Fernsehen, Lesen etc., wobei ich sagen muss, dass der „Lockdown light“ (LL) bei mir ohnehin hauptsächlich den gelegentlichen Kinobesuch weggenommen hat. Ansonsten hat sich mein Verhalten jetzt im LL, im Vergleich zu vor dem LL, aber eben immer noch während der Corona-Pandemie nicht so wesentlich verändert. Ja, ein paar Mal war ich noch Essen mit dem Stepnwolf oder im Theater mit Adoring Audience, aber so viel hat sich jetzt nicht geändert. Ich persönlich nehme mir gerade wieder mehr Zeit zum Fotografieren – das tut aber einfach auch meiner Seele gut (siehe 7.)

2. Sollte mir ein gutes Angebot begegnen, könnte ich mir durchaus vorstellen, diese Woche endlich das Fotobuch mit den Schwarz-Weiß-Fotografien, das mwj in meiner Geburtstagsaktion gewonnen hat, zusammenzustellen. Asche auf mein Haupt! 😳

3. Was ich mir schon lange wünsche, aber bislang nicht gegönnt habe, ist ein ausgiebiges Bad. Das will jetzt gleich nachholen, deswegen halte ich nächsten Antworten kürzer. 😉

4. Der riesige Hype um die neue Playstation 5 ist mir sowas von egal…

5. Der hoffentlich bald vorhandene Impfstoff gegen Covid-19 ist mal wirklich verlockend, weil ich hoffe, dass dadurch auf der Welt so langsam wieder eine Normalität einziehen kann.

6. Konsum und Schnäppchenjagd schön und gut, aber wäre es nicht auch mal toll, wenn es nicht nur immer um Konsum und Schnäppchenjagd ginge?

7. Zuletzt habe ich eine kurze Spazierrunde mit Fotoapparat gemacht und das war ein Genuss, weil der Himmel sich mal wieder ins Zeug gelegt hat – und ich doch ein paar sehr hübsche Fotos machen konnte. Zur Zeit teile ich meine (fast) täglichen Aufnahmen eher auf Twitter:


32 Gedanken zu “Media Monday #491

  1. Schöne Fotos!
    Zum Stigma, dass mit v.a. Depressionen einhergeht – schade, dass das immer noch so ist, schließlich ist das oft das Ergebnis eines chemischen Ungleichgewichts bzw generell ist das Gehirn eben ein Organ wie jedes andere und Teil des Körpers und kann genauso Probleme verursachen. Ich hoffe jedenfalls, dass du dich in den nächsten Wochen erholen kannst und es dir bald besser geht. 🙂

    1. Ich danke dir! 🙂 Wobei ich das mit dem Stigma tatsächlich noch viel mehr auf mich selbst bezogen habe – es fällt mir schwer, das selbst zu akzeptieren, v. a. wenn es mir dann mal einen Tag lang gut geht; dann plagt mich gleich wieder ein schlechtes Gewissen…

      1. 🙂
        Ah ok! Wobei ja wahrscheinlich die generelle Einstellung der Gesellschaft dazu das mit begründet? Aber klar, verstehe ich. Vielleicht hilft es ja, das mit so etwas wie längeren Krankheiten wie Problemen mit dem Rücken zu vergleichen? Da hat man ja genauso Tage, an denen es eben einfach mal besser ist und gerade nicht so wehtut, aber das heißt ja noch lange nicht, dass das Problem nicht trotzdem da ist.

        1. Ja, klar, die gesellschaftliche Einstellung in unserer Leistungsgesellschaft ist ja eher so: Augen zu und durch. Sobald du wieder einigermaßen fit bist, geht’s wieder rein in die Tretmühle. Mit so einer chronischen Krankheit wie Migräne, was machst du da: Du ballerst dir Medikamente rein, damit du auf der Arbeit funktionieren kannst. Und wenn das mal einen Tag nicht reicht, dann muss es aber spätestens am nächsten Tag wieder gehen. Klar, gerade in meinem Job hängen halt so viele Menschen mit dran, und mir tut’s auch echt um meine Klassen Leid, aber eigentlich bräuchte ich nach einem Migränetag noch einen Tag zum Wiederaufbau, insbesondere weil ich ja Unterricht vorbereiten muss etc. Wenn ich mir erlaube, an einem Tag mit Migräne tatsächlich nichts für die Schule zu machen, gehe ich halt am nächsten Tag ohne große Vorbereitung in die Klasse…

          1. Jap… da müsste sich eigentlich grundlegend was dran verändern… Ich hab zwar auch keinen Lösungsvorschlag, aber so kanns ja nicht funktionieren, die Gesundheit (körperlich und seelisch) eines jeden Einzelnen muss einfach einen höheren Stellenwert einnehmen, als sie es momentan tut.

  2. Zuerst mal von mir ein paar Genesungswünsche. Migräne ist etwas, das ich niemandem wünsche, und was Depressionen anrichten, konnte ich bei meinem Vater jahrelang miterleben. Das können sich Menschen, die nicht betroffen sind, gar nicht vorstellen.

    Was die Reaktionen der anderen angeht, stimmt… wenn ich so drüber nachdenke, habe ich selbst niemandem außer meiner engsten Freundin gesagt, warum ich wirklich für ein paar Wochen krankgeschrieben war. Die Diagnose „depressive Verstimmung“ nach einem Nervenzusammenbruch verschweigt man lieber Chef und Kollegen.

    @6:
    Was nützen mir Rabattaktionen, wenn ich den Kram gar nicht brauche oder wenn andere mir wegen eines dämlichen Black Friday alles in der Folgewoche weggekauft haben. Auch blöd.

    LG
    Ulrike

    1. Herzlichen Dank für deine Genesungswünsche und Gedanken! Tatsächlich habe ich eine Schulleitung und Kolleginnen, die da hinter mir stehen. Man hatte mir ja auch angesehen, dass ich am Limit war. Trotzdem gibt es bei der periodischen dienstlichen Beurteilung tatsächlich so eine Kategorie, wo es um die Belastbarkeit geht. DAS finde ich mehr denn je unmöglich…

      In meinem konkreten Fall geht es mir vielmehr drum, dass ICH ein Problem damit hatte/habe, es fühlt sich ein bisschen wie Versagen an… ABER: Es wird schon besser, Tag für Tag.

  3. Ich finde es gut, dass du dich länger hast krankschreiben lassen und wünsche dir von Herzen, dass du die Migräne in dieser Zeit in den Griff bekommst.

    Schöne Fotos machst du da stets, freue mich immer wieder, wenn ich deine Werke auf Twitter sehe. 🙂

  4. Mit Konsolen habe ich es auch nicht so.
    Ich bin meine Migräne auf „schlechtem“ Wege losgeworden. Nach dem Herzinfarkt kam sie nie wieder.

      1. Das glaube ich dir blind.
        Aber vielleicht solltest du mal ein Screening der Halsschlagadern machen lassen. Ist ja per Ultraschall und somit schmerzfrei 😉

  5. Ganz wichtig, erhol dich gut, aber ja das Stigma der psychischen Probleme bleibt bestehen und das obwohl sie in der beschleunigten Welt immer häufiger auftreten.

  6. Auch auf die Gefahr hin, bei manchem Leser Kopfschütteln auszulösen: Ich habe seit einigen Jahren auch (zum Glück nur gelegentlich) Migräne bekommen. Seit ich mir angewöhnt habe, täglich zwischen 2,5 bis 3 Liter zu trinken, ist es allerdings deutlich seltener geworden. Keine Ahnung, ob Zufall oder ob das Eine mit dem Anderen wirklich was zu tun hat…

    1. Ich weiß schon lange, dass ich viel trinken und regelmäßig essen muss, von daher: das ist sicher kein Zufall. Manchmal kann ich auch durch Trinken und/oder Essen eine aufziehende Migräne noch im Keim ersticken. Aber da ich häufig schon nachts oder frühmorgens mit einer ausgeprägten Migräne aufwache, ist es dann schwierig.

  7. Weiterhin gute Besserung! Nutzt die Zeit, um dich neu wieder aufzuladen.

    Und zu 2. Kein Stress. Wie ich bereits schonmal erwähnte, habe ich selbst Mitte Januar 2021 (17.) einen runden Geburtstag, zu welchem ich mich über das Fotobuch besonders freuen würde 😉

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