Media Monday #470

Wie, es ist schon wieder eine Woche rum? Ich merke, ich bin im (Fach-)Abitur-Korrektur-Modus – wie üblich bleibt da wenig Muße – und Muse – für Aktivitäten auf meinem Blog. Etwas beschämend, dass ich noch immer nicht der Geburtstagsaktion einen gebührenden Beitrag beschert habe… Ich habe eure lieben Grüße wirklich nicht vergessen! ❤

Apopos Liebe: Schaut die Tage unbedingt mal bei meinem Freund, dem Stepnwolf vorbei: Er hat mal wieder bei den abc.Etüden mitgemacht (war diesmal der Wortgeber) – und seine Geschichte ist wieder so spannend, dass man direkt mehr erfahren möchte über diese futuristische Welt! Nicht versäumen, die zwei vorherigen Teile (sind in seinem Beitrag verlinkt) auch zu lesen! Stepnwolf, ich will ein Buch von dir! ❤

So, genug Werbung für jemand anderen 😀 – jetzt kommen MEINE Gedanken zum heutigen Media Monday:

1. Die besondere Faszination von Animationsfilmen ist für mich immer wieder, wie die Macher es schaffen, dass gezeichnete – egal ob per Hand oder digital – Figuren wie z. B. Roboter (Wall-E) oder Fische (Finding Nemo) so viel Leben eingehaucht bekommen, dass du mit ihnen leidest und dich für sie freust. Das ist für mich wahre Kunst.

2. Der Unterschied zwischen einem guten Buch und einem guten Film ist, dass man vom Buch länger etwas hat. Dafür schaut man einen guten Film vielleicht häufiger an, als man ein gutes Buch liest.

3. Der Hype um Produktionen wie Tenet geht zwar weitgehend an mir vorbei, aber gespannt bin ich schon auf den neuen Film von Christopher Nolan (und wann er denn nun tatsächlich anlaufen wird).

4. Die britische Theaterindustrie finanziell zu stützen, wäre mal eine lohnende Investition (für die britische Regierung), denn sie bringt tatsächlich dem Staat jede Menge Steuern ein.

Sam Mendes schreibt in den Financial Times (Direktlink endet leider vor einer Paywall…), wo er der Regierung vorschlägt, wie der Staat in das „Theatergeschäft“ einsteigen könnte, statt „Almosen“ zu vergeben, was aber in folgendem Zitat nicht das Thema sein soll; mir geht es hier um die Zahlen:

In 2018 alone, theatre across the UK played to a collective audience of 34m people — approximately the same number that attended Premier League and English Football League matches. During that time, theatre venues generated ticket revenue of £1.28bn, and the cultural sector contributed £32.3bn to the UK economy — an astonishing increase of 21.9 per cent since 2010. Last year, theatre brought in £133m in VAT in London alone. In short, theatre and the arts are a giant economic growth engine. That is not because the arts keep us alive (thank you to the NHS for that) but because they give us something worth staying alive for.

Natürlich verdient es auch der Kultursektor in Deutschland, unterstützt zu werden, hier sind es insbesondere die freischaffenden Künstler*innen und Musiker*innen, die gerade in prekärer Lage sind – viele Theater sind ja subventioniert, sodass es sich das Residenztheater in München z. B. leisten kann, vor 100 Leuten (Ticketpreis 32 €) zu spielen. Undenkbares Szenario bei Theatern/Veranstaltern, die sich komplett selbst finanzieren müssen!

5. Normalerweise ist es ja selten von Erfolg gekrönt, wenn Fans gegen die Absetzung von Serien protestieren, aber die lautstarken Fans von Lucifer haben es nicht nur geschafft, dass Netflix die Serie für eine 5. Staffel gerettet hat – nun wurde bereits noch eine weitere 6. Season von Netflix bestätigt, BEVOR die 5. überhaupt gelaufen ist. Um ehrlich zu sein: Ich mag ja die Serie auch, und habe ja auch schon einen Teil des unglaublich sympathischen Casts live erlebt, aber mich macht das irgendwie sauer. Serien von anderen Sendern/Plattformen retten, aber den qualitativ hochwertigsten (inhaltlich UND von der Produktion her) eigenen Serien keine 3. Staffel gönnen… 😦 Und ja, natürlich rede ich von Sense8, The OA, One Day At A Time & mehr…

6. Mein ausgewiesenes Steckenpferd ist es ja seit einiger Zeit, Fotoreihen auf meinem Blog erst regelmäßig einzuführen – und dann in stressigen Zeiten zu vernachlässigen. 🙄 Sind es schon zwei Wochen Himmel, die uns fehlen? 😳

7. Zuletzt habe ich das Theaterstück Die Drei Musketiere (SEHR, sehr frei nach nach Alexandre Dumas in einer Bearbeitung von Antonio Latella und Federico Bellini) im (ja, IM!) Residenztheater, zusammen mit Adoring Audience und weiteren 98 Zuschauer*innen erlebt und das war ein Abend voller sorgloser Heiterkeit, weil die Inszenierung und die vier Schauspieler, die diese zelebrieren, herrlich absurd, mitunter völlig abgedreht und albern, und kein bisschen altbacken oder anstrengend waren. Wie sehr habe ich das kollektive Lachen und Applaudieren vermisst! Sorglos fühlte ich mich aber auch, weil das Theater ein sehr gutes Hygienekonzept hat: Am Eingang bekommt man als erstes einen Spritzer Desinfektionsmittel in die Hände. Dann wird man einzeln bzw. in den Gruppen, in denen man zusammensitzen will/darf, von „Platzanweiser*innen“ (sagt man das noch? Hier trifft es sehr gut!!) in den Saal begleitet, wo man dann so platziert wird, dass immer zwei Sitzplätze daneben frei bleiben. Außerdem wurde jede zweite Sitzreihe entfernt, sodass das Vorbeiquetschen an den schon Sitzenden wegfällt. Die ersten drei Reihen direkt vor der Bühne blieben leer (manch Schauspieler*in hat ja durchaus eine feuchtere Aussprache 😉 ). Auch an den Toiletten stand jeweils eine „Aufsicht“, die nur je zwei Personen gleichzeitig hineinließ (von vier Waschbecken waren zwei abgesperrt) und beim Rausgehen wiederum Desinfektionsmittel in die Hände schüttete (in diesem Fall VIEL zu viel). Nach dem Ende des Stücks wurde man wieder einzeln nach draußen begleitet, sodass es eben nicht zu Kontakten zwischen den Zuschauer*innen kam. Das klingt so schwarz auf weiß total übertrieben, aber ich finde es absolut richtig und äußerst beruhigend, dass mit so viel Vorsicht vorgegangen wird, damit es nicht zu Ansteckungen kommen kann. Die Tickets waren im Übrigen natürlich auch personalisiert, mit Angabe von Telefonnummer. Ach ja, und es musste durchgehend Mund-Nasen-Schutz getragen werden – auch am Platz und auch von den Schauspielern, wenn sie in den Publikumsraum gingen. Die Aluhut-Fraktion würde jetzt sicher empört rufen: „Unter SOLCHEN Bedingungen gehe ICH nicht ins Theater! Freiheit!“ ICH dagegen bin sehr beruhigt und fühle mich nicht als „Spreader“, wenn ich demnächst vielleicht wieder so ins Theater gehen sollte. Ein Weg zurück ins öffentliche, kulturelle Leben! ❤


8 Gedanken zu “Media Monday #470

  1. Keine Zeit für ein Buch. Obwohl natürlich jeder Blogger im Herzen darüber nachdenkt, mal ein Buch zu schreiben. Aber danke für die Werbung. Mein kleiner, aber feiner Blog mag das. 😉

Indem du die Kommentarfunktion nutzt, erklärst du dich mit der Verarbeitung deiner angegebenen Daten durch Automattic, Inc. sowie den Dienst Gravatar einverstanden.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.