Highlight(s) der Woche(n) 2020: KW 15 – 20 #1 (Film)

Tja. Im Grunde genommen kann ich ja stolz drauf sein, dass ich immerhin 14 Wochen durchgehalten habe, wöchentlich ein Highlight mit euch zu teilen… Trotzdem enttäuschend, dass doch immer wieder „das Leben“ dazwischen kommt, und ich an meinen Plänen nicht festhalte(n kann). Wir sind jetzt am Ende der dritten Woche nach der Öffnung der Fachoberschulen für die Abschlussklassen. Und ich funktioniere soweit ganz gut, auch wenn mir oft der Kopf schwirrt: Präsenzunterricht, Online-Unterricht (für die 11. Klassen) und der ganze organisatorische Kram (erst Ersatzprüfungen, nun die Vorbereitung für die mündliche Gruppenprüfung in Englisch), dazu noch Videokonferenzen – mit dem Klassenteam, mit der Englisch-Fachschaft, mit allen Kolleg*innen. Dazu dieses Gefühl, dass das mit dem Infektionsschutz an der Schule nur so halb läuft… Naja.

Anyway, Schreiben als Freizeitbeschäftigung fällt mir gerade etwas schwer. Denn meine Tage sind kaum weniger voll als sonst. Aber: Es gab in den letzten Wochen trotzdem einige Highlights, über die ich jetzt doch gerne mal schreiben möchte. Ich fange mal mit Film an (habe ich mich jetzt doch zu einzelnen Beiträgen entschlossen).

Als ich bei meinem Freund war, haben wir doch etliche Filme angesehen (siehe auch seine Flimmerkiste-Beiträge für März und April) – was ich zu Hause alleine bei mir seltener mache. Und einige stachen dabei hervor:

Größte Überraschung: Game Night (John Francis Daley, Jonathan Goldstein, USA 2018)

Wir wollten was Leichtes, Lustiges. Und das haben wir bekommen. Bei manchen Szenen haben wir wirklich Tränen gelacht und kriegten uns kaum mehr ein. Vielleicht kein Film, den man gesehen haben MUSS, aber wenn man ihn sieht, macht er richtig viel Spaß!

Schönste Rewatches: The Man Who Killed Don Quixote (Terry Gilliam, Spanien/UK etc. 2018) & Rocketman (Dexter Fletcher, UK/USA/CAN 2019)

Der Stepnwolf hatte die Filme noch nicht gesehen – und ich war nur allzu bereit, sie ein zweites Mal anzusehen. Und beide Filme – so unterschiedlich sie sind – haben mir wieder genauso gut gefallen, wie beim ersten Mal. Rocketman ist ein Instant-Lieblingsfilm mit tollen Musical-Einlagen und für Gilliams schräges Werk schlägt mein Herz auch. Wie schön, dass es meinem Freund da ähnlich erging! ❤

Wegen der Männer: Kopfplatzen (Savas Ceviz, D 2019) mit Max Riemelt & The King (David Michôd, UK/Ungarn etc. 2019) mit Timothée Chalamet

Kopfplatzen wäre eigentlich jetzt in die Kinos gekommen, statt dessen konnte man ihn für 4,99 € auf Vimeo ausleihen. Der Film zeigt zwar meinen deutschen Lieblingsschauspieler in der Hauptrolle, allerdings fällt einem das Anschmachten etwas schwer, denn er spielt einen Pädophilen. Und doch kann man auch eine gewisse Sympathie für ihn hegen, weil ihn diese Neigung sehr quält und er sie gerne loswerden will. Man schwankt immer etwas zwischen Abscheu und Mitleid. Bisher hat er „nur“ fotografiert – aus der Ferne. Bis er eine neue Nachbarin mit Sohn kennenlernt… Was mir an diesem Film sehr gut gefallen hat, ist, dass er nicht effekthascherisch ist, nicht sensationslüstern. Er ist statt dessen relativ neutral und ruhig erzählt. Nicht meine Lieblingsrolle von Max, aber ein guter Film, und sehr gut gespielt.

The King stammt aus der Feder von Joel Edgerton (Co-Autor mit dem Regisseur), den ich sowohl als Schauspieler, als auch als Autor und Regisseur schätze, und ist eine Mischung aus einem Historienfilm über Henry V. und einer Shakespeare-Verfilmung. Es taucht nämlich Sir John Falstaff (Joel Edgerton) auf, der eine Erfindung Shakespeares ist. Schön und gut, der Grund, warum ich den Film sehen wollte, war Timothée Chalamet, der nicht nur einer der vielversprechendsten, talentiertesten Jungschauspieler ist, sondern auch unfassbar gutaussehend mit seinen dunklen Locken (seit Call Me By Your Name bin ich ihm ein bisschen verfallen, ist mir doch egal, dass er halb so alt ist, wie ich… 😳 😛 ). Leider trägt er nicht die ganze Zeit die längeren Haare. 😥 Als Bonus spielen hier u. a. auch noch Ben Mendelsohn als Henry IV. und Sean Harris mit – und als französischer König Robert Pattinson (wunderbar abgedreht!). Auf jeden Fall sehenswert, auch wenn sich wenig so richtig ins Gedächtnis eingebrannt hat.

Bester 80er-Jahre Fantasy-Film: The Dark Crystal (Jim Henson/Frank Oz, UK/USA 1982)

Nachdem wir die Netflix-Serie The Dark Crystal: The Age of Resistance abgeschlossen hatten, wollten wir die Vorlage auch sehen (haben wir fast zeitgleich getan, aber örtlich getrennt). Und ich muss sagen, ich war doppelt beeindruckt: Erstens, davon wie fantastisch dieser Film an sich schon für die Entstehungszeit war, und, zweitens, wie detailgetreu die serielle Version sich der Figuren (z. B. hat Simon Pegg den Chamberlain ganz ähnlich gesprochen, wie das im Film schon gemacht worden war) und der gesamten Optik des Films angenommen hat. Da die Serie ja ein Prequel zum Film ist, war es auch sehr spannend zu sehen, wie die Geschichte von Thra ausgeht. Endlich zu wissen, wie das aussieht, wenn die Skeksis sich wieder mit den Mystics vereinen! 😮 Nun hoffe ich allerdings noch mehr darauf, dass die Serie weitergeht, um die riesige Lücke zwischen Serie und Film aufzufüllen.

Beste Doku: The Crystal Calls – Making the Dark Crystal: Age of Resistance

1 Stunde 22 Minuten Movie Magic! Absolut faszinierend, einen Einblick darin zu bekommen, wie sich die Macher am Film von 1982 orientiert haben und das Ganze dann noch so verbessert haben, dass die Welt von Thra wirklich eine ganz eigene ist. Die Technik, die Detailgenauigkeit, die Anstrengung, die Liebe, die in diesem Projekt stecken!!! Danach wollte ich umgehend mit einem Rewatch beginnen, um nochmal mehr auf die kleinen Dinge zu achten, die mir vorher vielleicht entgangen sind. ❤

Weitere Filme, die ich gesehen habe:

  • 80er-Jahre Fantasy: Conan the Barbarian
  • Western: The Sisters Brothers und The Hateful 8
  • Horror: Us

5 Gedanken zu “Highlight(s) der Woche(n) 2020: KW 15 – 20 #1 (Film)

    1. Ach, irgendwie lässt mein Interesse an Tarantino etwas nach… War OK, aber bin nicht direkt euphorisch. Hab das Gefühl, seine Filme richten sich immer mehr an männliche Zuschauer.

      Die Doku ist auch auf Netflix zu sehen!

      1. Ich mag auch nicht alles von ihm aber als alter Westernfan war ich angetan von den Hateful 8 und natürlich von Django.

        Dann hab ich die tatsächlich übersehen bei Netflix.

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