Nachgedacht meets Himmel #15: Frohe Ostern!

Auferstehung feiern.

Irgendwie sehnen sich doch alle heute danach – egal, ob gläubig oder Atheist. Ein Licht am Ende des Tunnels sehen, gesund sein/werden, rausgehen, Freunde und Familie umarmen, angstfrei sein, zur Schule gehen, arbeiten wie gewohnt, gemeinsam mit anderen Essen gehen, Konzerte, Filme und Theater nicht mehr auf der Couch erleben, sondern live vor Ort… Normalität. Doch ist ja Auferstehung auch irgendwie mehr als das. Etwas Neues beginnt, auf einer anderen Ebene. Ganz abgesehen davon, dass am heutigen Ostersonntag eben noch keine „Auferstehung“ im Sinne einer Überwindung des Virus gefeiert werden kann, wird auch das „Leben nach COVID-19“ bzw. mit COVID-19-Impfstoff/Durchseuchung der Bevölkerung ein wenig anders sein (müssen). Von schneller fortschreitender Digitalisierung in der Bildung bis hin zur Frage, ob wir nicht die „systemrelevanten“ Arbeitnehmer grundsätzlich besser bezahlen müssten.

Aber für mich geht es heute auch um ganz persönliche Dinge, sozusagen um meine ganz persönliche Auferstehung. Manches Positives hat ausgerechnet der Coronavirus schon bewirkt. So ist mir z. B. durch die Schulschließung bewusst geworden, dass das Unterrichten vor der Klasse – bei allen Nerven, die mich das auch immer wieder kostet – doch etwas ist, das ich nicht missen möchte. Und egal, wie stressig auch das Online-Unterrichten war/ist und wie viele Mails ich beantworten muss/te, ich habe mich über jede Rückmeldung gefreut, eine Verbindung gespürt. Das bringt etwas Licht und Klarheit in meine Überlegungen dazu, wie mein berufliches Leben weitergehen soll.

Außerdem bringt auch das temporäre Zusammenleben mit meinem Freund einiges ans Licht – wir merken, wo wir Freiräume brauchen bzw. bei dauerhaftem Zusammenleben bräuchten. Wir stellen fest, dass es OK ist, wenn wir mal einen Abend „medial getrennt“ voneinander verbringen (wenn ich z. B. über Youtube ein Theaterstück ansehen möchte), aber merken auch, wie schön es ist, gemeinsam zu essen und zu kochen, und freuen uns darüber, dass wir gar nicht so viel vor der Glotze sitzen.

Es gibt aber auch einen Bereich, wo ich mir so sehr „Auferstehung“ wünsche, die aber noch nicht in Sicht ist. Meine Migräne und Spannungskopfschmerzen habe ich momentan ganz gut im Griff (*toitoitoi*), dafür feiern meine Verdauungsprobleme von früher wieder ein Comeback (ganz im Sinne von „back with a vengeance“), die mir schlaflose Nächte (teilweise kann ich erst um 5 oder 6 Uhr früh einschlafen) bescheren. Ins Detail will ich hier nicht gehen, aber ich habe schon Bammel davor, wie das werden soll, wenn die Schule dann doch wieder losgeht. Das einzige Mittel, das – als unbeabsichtigte Nebenwirkung! – mir in den vergangenen Jahren Linderung verschafft hatte, war das Medikament, das ich zur Migräneprophylaxe genommen und vor Weihnachten abgesetzt (und durch ein anderes ersetzt) habe, weil es mir für den Kopf nicht mehr geholfen hat… Nun geht es dem Kopf besser, dafür kann ich aus anderen Gründen ganze Nächte lang kein Auge zutun. Ich will das endlich loshaben!

Ich weiß nicht, welche „Auferstehungswünsche“ ihr habt – raus aus der Isolation, zum Beispiel, Gesundheit, Klarheit bei einer Entscheidungsfindung, finanzielle Sicherheit – ich wünsche euch, dass sich ein Licht, wie im Foto die Sonne, seinen Weg durch die (dunklen) Wolken bahnt und ein Neubeginn möglich ist – oder zumindest Besserung in Sicht ist.

Frohe Ostern! 🙂

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6 Gedanken zu “Nachgedacht meets Himmel #15: Frohe Ostern!

  1. Frohe Ostern auch dir, deiner Familie und deinem Freund! 🙂

    Du machst dir da schöne Gedanken. Auch ich bin gespannt, wie es weitergehen wird, befinde mich aber aktuell in einer Art Limbo, so dass ich gar nicht sagen kann, was wohl kommen wird. Für deine Gesundheit wünsche ich dir aber, dass es auf jeden Fall aufwärts geht!

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