Das Werk zum Wort (33)

Ähem. Naja, also… Ich nehme heute zum zweiten Mal an Stepnwolfs wöchentlicher Reihe statt teil, eigentlich ein Armutszeugnis. :-/ Aber blogtechnisch war dieses Jahr ohnehin kein Traum, obwohl ich immer noch davon träume, jeden gesehenen Film, jede Theaterinszenierung und jede Serie zu besprechen… Dream on.

Ein Jahr lang jede Woche ein Wort. Dazu ein Werk. Musikalisch, filmisch, literarisch. Alles geht. Alles darf. Solange sich das Werk dem Wort widmet. Und einige Worte zum Werk entstehen. Mitmachen darf jeder. Eine Woche lang. Bis zum nächsten Wort. Einfach in den Kommentaren euer Werk zum Wort verlinken. Und hier jede Woche das nächste Wort erwarten.

Wort: Traum

Werk: A Midsummer Night’s Dream (William Shakespeare)

Das erste Werk, das mir eingefallen ist, als mir Stepnwolf, der hier neben mir auf seiner Couch sitzt, das heutige Wort zum Werk genannt hat, war das schmalzige Lied „Dreams Are My Reality‟ (Richard Sanderson, aus dem Film La Boum – die Fete, 1982). Und irgendwie passt der Titel ja auch zu mir. Denn zum einen träume ich tatsächlich nachts sehr viel bzw. erinnere ich mich auch fast jeden Morgen an mindestens einen (meist wirren) Traum, zum anderen lebe ich in gewisser Weise auch meine Träume, z. B. indem ich inzwischen nicht mehr nur in meinen nächtlichen Träumen irgendwelche Stars treffe (von Michael & Janet Jackson über Max Herre bis zu Benedict Cumberbatch im Zug in Richtung meiner Heimatstadt), sondern durch Cons und Theaterreisen auch „in reality‟.

Doch wie kriege ich jetzt die Kurve zu dem letztlich hier angegebenen Werk? Nun, die Produktion des Bridge Theatre hat die von Puck mit seinem Liebeszauber eingeleiteten Ereignisse im Wald mit verschiedenen Pärchenwechseln als Traum von Theseus inszeniert, sodass der „Traum‟ Einflüsse auf das Handeln von Theseus am Ende des Stücks hat. Dazu kommt, dass in dieser Inszenierung nicht Oberon den Liebeszauber anordnet und damit Titania eine heiße Liebesnacht mit dem „Esel‟ Bottom verbringt, sondern Titania die Fäden in der Hand hat. So ändert Theseus (im Traum war er Oberon, der ganz schrecklich in den Esel verliebt war) seine Haltung und wird weicher gegenüber Hippolyta und dem jungen Liebespaar Hermia und Lysander. „Dreams are his reality‟, könnte man also schließen.

Und nun wieder der Bogen zu meinem Leben: Lebe ich meinen Traum, werden meine Träume wahr? Ich habe manchen Traum aus der Jugend aufgegeben, bin weder Hollywood-Schauspielerin noch Musical-Darstellerin oder Sängerin geworden. Lehrerin zu sein, war sicher nicht direkt mein „Traumjob‟ – mal abgesehen davon, dass ich während der Ferien häufig Albträume von der Schule habe – , aber ich konnte und kann viele meiner Träume in irgendeiner Form ausleben (von Auftritten im Fernsehen als Backgroundtänzerin über Auftritten in der Philharmonie in München als Teil des Herr-der-Ringe-Chores bis hin zu meinem Einbringen ins musikalische Leben der Schule und in die Theatergruppe), und A Midsummer Night’s Dream im Bridge Theatre fühlte sich ebenso wie ein Traum an – ein Traum, der mich verzauberte!

Das nächste Wort: Urlaub

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4 Gedanken zu “Das Werk zum Wort (33)

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