Media Monday #407

Ich sitze im Zug von Basel nach München, während ich dies mit der Hand vorschreibe.

Ich habe meine Osterferien gleich ordentlich eingeläutet – mit Theater, was sonst?! Diesmal aber nicht in London, sondern mit Adoring Audience in Basel. Ob sich der Kurztrip (Samstag bis Sonntag) gelohnt hat, lest ihr auch hier im Media Monday.

1. Die Entscheidung, mir einen bestimmten Film ansehen zu wollen, fällt meistens nach den mitspielenden Schauspieler*innen, oft auch nach dem Regisseur und/ oder dem Franchise/Thema, und manchmal nach Trailern und Empfehlungen von Freunden, meiner Blogosphäre oder Twitter-Timeline.

2. Serien, von denen bereits zig Staffeln existieren, zu betrauern, wenn ihr Ende bekannt gegeben wird, finde ich – gelinde gesagt – übertrieben. Wer 15 Staffeln Supernatural bekommen hat, oder 8 Staffeln Game of Thrones, der sollte dankbar sein, dass es ihm nicht wie Fans von frühzeitig und abrupt abgesetzten Serien wie (u.a.) Firefly (14 Folgen), Moonlight (17 Folgen), Flashforward (23 Folgen), Sense8 (2 Seasons plus Finale) geht. Außerdem sollte sich der wahre Fan auch einfach darüber freuen, dass die Schauspieler jetzt neue Charaktere erforschen können.

3. ____ hätte ich mir ja durchaus spannender/besser vorgestellt, denn ____ . Ich verweise hier auf die Antwort von Adoring Audience – mir fällt gerade kein aktueller Fall ein.

4. Ich kann gar nicht genau sagen, wann ich das letzte Mal ein so persönliches Theatererlebnis hatte, wie das vom Samstag. Ich präzisiere: Ich hatte noch kein solches Theatererlebnis.

5. Das Residenztheater in München könnte für mich durchaus das nächste große Ding werden, was Theatergänge betrifft, schließlich gibt es eine gewisse Chance, dass Michael Wächter mit seinem derzeitigen Intendanten Andreas Beck ans Resi wechselt. Das wäre toll, denn…

6. Gerne würde ich ja (wieder) häufiger etwas von oder mit Michael Wächter sehen, aber so lange er am Schauspielhaus in Basel bleibt, kann ich ihn nicht in jedem Stück sehen, in dem er mitspielt. Deswegen hoffe ich auf 5.

7. Zuletzt habe ich Michael Wächter über Köpfhörer dabei gelauscht, wie er den Monolog „Die Nacht kurz vor den Wäldern“ (Bernard-Marie Koltés, 1977) gesprochen hat und bin ihm dabei, zusammen mit Adoring Audience und weiteren ca. 15 Personen, durch das abendliche Basel auf Schritt und Tritt gefolgt, und das war ein einzigartiges, intensives und förmlich intimes Erlebnis, weil ich durch die Kopfhörer – und gelegentliche Blicke – das Gefühl hatte, der Protagonist spricht direkt zu mir, und nur mir.  Mehr dazu in meinem Review. Doch schon hier tausend Dank an Adoring Audience, die dieses Stück für uns entdeckt hat. ❤

Wir haben am Sonntag einige Stationen nachgestellt – hier eine davon:

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17 Gedanken zu “Media Monday #407

  1. Dieser Walk durch Basel klingt spannend.

    Ärgerlich finde ich das auch, wenn man bei einer Serie feststellen muss, dass es nur eine Staffel oder zwei gibt

  2. Ad 2: Wer sich vor allem für die Figuren interessiert, dem ist es herzlich egal, ob die Schauspieler neue Charaktere erforschen können. Dementsprechend kann man es auch beweinen, wenn eine Serie nach X Staffeln leider nun doch endet. Wobei ich auch finde, dass die meisten Langlebigen ihren Zenit jeweils überschritten haben.

    1. Das hab ich vielleicht falsch formuliert. Natürlich darf man traurig sein, selbst ich werde vermutlich beim Ende von Supernatural ein paar Tränen verdrücken, wenn sie’s nicht verkacken. Aber lautstark zu beklagen, dass diese Serie doch bitte nie zu Ende gehen soll… Das finde ich doof. Nicht nach so vielen Staffeln.

  3. Mich ärgert es jetzt ein bißchen, dass wir nicht noch den Montag drangehängt haben. Dann hätten wir am Sonntagabend noch „Die drei Musketiere“ sehen können und da wäre dann auch die Chance auf ein Gespräch höher gewesen als bei „Die Nacht…“

    Ts, ts, ts. Ist er einfach weggerannt. Was sind das denn für Manieren? 😉 Ich hoffe, er freut sich über unsere Briefe. 🙂

      1. Ja, ich weiß. 😦 Schande auf mein Haupt.

        Ich habe mich so darüber gefreut, dass „Die Nacht kurz vor den Wäldern“ wieder läuft, dass ich links und rechts davon nichts mehr im Blick hatte. Aber ich hätte echt Lust auf ein „Double Feature“. Vielleicht bietet sich nochmal die Gelegenheit. Wenn nicht in Basel, dann halt in München (Hoffentlich! Ich drücke die Daumen.). Ich bin da ja nicht wählerisch. 😉

  4. Bisschen traurig darf man schon sein, wenn längere Serien zu Ende gehen. Werde so etwas wie GoT sicher vermissen aber nicht den Depressiven raushängen, nur weil sie zu Ende ist.
    Das Einzige was ich verlange: Ein brauchbares, nachvollziehbares Ende.

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