Media Monday #399

Wie geht es mir eine Woche nach dem Besuch beim Orthopäden? Nun, eine große, grundlegende Besserung merke ich noch nicht, aber ich kann immerhin positiv vermelden, dass sich meine Stimmung am Wochenende durchaus verbessert hat, vielleicht auch ein wenig aufgrund des wunderschönen Wetters. Doch noch viel mehr hat mich mein – unverhofftes – Valentinstaggeschenk erfreut: Stepnwolf hat mir seine neuesten abc.etüden gewidmet. ❤ ❤ ❤ Ich war – und bin – entzückt und verzaubert. Was für ein Glück mir das Bloggen gebracht hat! 🙂 🙂 🙂

Doch nun geht es hinein in die Arbeitswoche, die ich hoffentlich endlich mal wieder komplett bewältigen kann. Vorher noch der Media Monday:

1. Früher mochte ich die Werke von/mit Ken Follett ja durchaus sehr gerne, jedoch hatte ich mich irgendwann an seinem immer gleichen Stil sattgelesen und habe nun schon lange Jahre kein Buch mehr von ihm in der Hand gehabt, obwohl ich nicht wenige in meinem Bücherregal stehen habe.

2. Die klischeehafte Art und Weise, in der in Film und Fernsehen Schule immer wieder dargestellt wird, nervt mich nur, wenn es um Schule in Deutschland geht (anglo-amerikanische Schulen sehe ich mir gerne an – mit oder ohne Klischees) oder wenn Lehrer*innen generell als quasi übermenschliche Wesen dargestellt werden, die nur für ihren Job und ihre Schüler*innen da sind, Tag und Nacht. Ich habe auch gerne noch ein Privatleben. Bad teacher?!

3. Die krasseste Typveränderung führt immer wieder Christian Bale durch. Vom ausgemergelten Machinist zum aufgepumpten Batman. Oder vom Cowboy im Wilden Westen, der sich mit Hostiles anfreundet, zu VICE president Dick „der Vorname ist Programm‟ Cheney (habe den Film am Freitag in der Sneak Preview gesehen – und Bale ist wieder in Höchstform!). Der Einzige, der ihm diesbezüglich etwas nacheifert, ist in letzter Zeit vielleicht Jake Gyllenhaal (siehe auch 7.). Ansonsten ist Bale der ungekrönte Kaiser der Typveränderung.

4. Ich glaube ja nicht, dass Kevin Spacey mich je wieder so wird begeistern können wie in der Zeit, bevor die Vorwürfe der sexuellen Übergriffe bekannt waren. Ich habe diese Frage ja im November 2017 hier schon mal auf dem Blog gestellt. Ein Update zu dem Text, den ich damals geschrieben hat, gibt es: Ich habe mir Baby Driver inzwischen gekauft – irgendwie auch aus Loyalität zu Edgar Wright. Aber angesehen habe ich ihn noch nicht…

5. Die Dunkirk-Szene im Film Atonement (Abbitte) ist eine der eindringlichsten Darstellungen einer/eines Kriegsschauplatzes.

6. Aktuelle Buchveröffentlichungen sind spannend, wenn man selbst – als nebenberufliche bzw. ehrenamtliche Korrekturleserin – daran mitgewirkt hat. Drum weise ich euch gerne auf Teil 3 der 5 Geschichten aus Lebingen hin, in dem Marcel Michaelsen (auch bekannt als Filmschrott) diesmal fünf Verdachtsfälle in gewohnt unterhaltsamer Manier mit herrlichen Wortspielereien und bizarren Szenarios präsentiert. Ich durfte die Geschichten vorab lesen und kann sie euch so frohen Herzens weiterempfehlen. Bei Amazon für 1,99 als E-Book erhältlich.

(Die Covergestaltung stammt wieder von der äußerst talentierten Gorana.)

7. Zuletzt habe ich mit Adoring Audience den Netflix-Film Okja gesehen und das war sehr vergnüglich (u.a. wegen oben erwähntem Jake Gyllenhaal), aber er stimmte mich auch nachdenklich, weil das Ende des Films dann doch sehr eindrücklich die Grausamkeit von Massentierhaltung und -schlachtung zeigt – zwar über ein fiktives Szenario mit fiktiven Tieren, aber trotzdem war der erste Reflex der Gedanke: „Eigentlich sollte ich mich echt vegetarisch ernähren.‟ Das werde ich nicht ganz durchziehen, aber zumindest bestärkt der Film mich darin, weniger Fleisch und Wurst zu essen, und noch mehr darauf zu achten, wo das Fleisch herkommt, wenn ich dann doch dazu greife.


25 Gedanken zu “Media Monday #399

  1. Vielen Dank für die Erwähnung. Hoffentlich kann ich auch bald die Taschenbücher nachreichen.

    Okja hat mir auch ziemlich gut gefallen, was bei Netflix-Produktionen sonst eher nicht der Fall ist. Der Film hat aber einfach eine gute Balance zwischen Humor, Action und der vermittelten Botschaft gefunden. Wäre schön, wenn Netflix bzw. deren Filmemacher das öfter hinkriegen würden.

    1. Ich freue mich schon auf die Taschenbücher! 😊

      Habe ja noch nicht sooo viele Netflix-Filmproduktionen gesehen („Annihilation“, „The Ballad of Buster Scruggs“ & eben „Okja“). Dir beiden letztgenannten fand ich ziemlich gut, bei „Annihilation“ hat mir irgendwas gefehlt, kann gar nicht so genau sagen was.

      1. Der spaltet ja ohnehin so ein bisschen die Gemüter. Mir hat er gut gefallen, vielen anderen nicht. Ist aber ja auch ein eher „spezieller“ Film.

          1. Hat man schon mal. Kann einen schließlich nicht alles vom Hocker hauen. Ich bin ja das beste Beispiel dafür. Mich packt nur noch wenig Neues so richtig.

  2. An Christian Bale hatte ich bei der Frage auch gedacht, er war mir dann aber doch zu konsistent als Schauspieler bzw. in seiner Wahrnehmung bei mir.

    Ich bin ja immer noch gespannt, was du zu „Baby Driver“ sagst. Mich hat der Film ja leider ziemlich enttäuscht.

      1. Hatte ich damals ja sogar kommentiert. Ich habe deinen Text einfach falsch interpretiert, also hast du die Heimkinoversion noch nicht wiedergesehen… 😉

  3. Du hast noch ein paar Ken Follet Romane rumliegen? Da weiß ich ja, wie ich #mehrlesen2019 auch weiterhin umsetzen kann. Hab mich glaub ich bei ihm noch nicht satt gelesen. 😉

  4. Bei Kevin Spacey geht es mir genauso. Ich mochte House of Cards unglaublich gern, kann es aber einfach nicht mehr gucken, auch wenn das total unfair gegenüber den anderen tollen Darstellern ist.

    1. Du könntest ja ab der Staffel gucken, ab der er nicht mehr dabei ist? Hatte ich auch schon überlegt. Aber ich war ehrlich gesagt schon vorher ausgestiegen und hab momentan eh keine Lust auf korrupte und unmoralische Politiker, die über Leichen gehen…

  5. Ich habe ja mal in die TV-Adaptionen von „Die Säulen der Erde“ und „Die Tore der Welt“ reingeschaut. Erstere fand ich damals (2010) ganz ordentlich, während letztere weniger überzeugend war. Dann habe ich ein wenig über Ken Follets Bücher und sein immer gleiches 0815-Rezept beim Schreiben gelesen. Das kurzzeitige Bedürfnis einen Roman von ihm zu lesen ist dann verschwunden. 😉

    „Okja“ steht seit dem Erscheinen auf meiner Netflix-Liste, aber gesehen habe ich den Film noch nicht, trotz Tilda.

    Schön, dass es dir etwas besser geht. Solch tolle Valentinstagsgeschenke helfen natürlich dabei.

    1. Die Verfilmungen habe ich nicht gesehen. „Die Säulen der Erde“ ist schon ein tolles Buch, wenn man sich gerne im Mittelalter rumtreibt. 😉 Aber ja, sein 08/15-Rezept ist zwar effektiv (man MUSS weiterlesen), aber für mich halt auf Dauer dann auch langweilig.

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