Watchlist #3: Woche 2 (12.10.-18.10.)

Tja, nachdem ich in Woche 1 meinem Wochenplan sehr brav gefolgt bin, bin ich schon in der zweiten Woche aus verschiedenen Gründen von meinem Plan abgewichen… 😳

FREITAG: Kostüm-/Historiendrama

Poldark, S1E3 + E4: Jetzt bin ich doch ganz schön gehooked! Nicht (nur), weil Aidan Turner das erste Mal seinen nackten Oberkörper gezeigt hat 😀 , sondern auch, weil mich langsam die Story gefangen nimmt. Und zwar so, dass ich Angst bekomme. Denn gerade ist irgendwie alles viel zu schön, um wahr zu sein – ich fürchte, da wird sehr bald irgendetwas Dramatisches passieren müssen… Puh, eine ganze Woche warten – das wird hart!

SAMSTAG: Mystery/Fantasy

Stranger Things, S1E6: Diese Serie schaue ich ja mit dem Stepnwolf zusammen – die ersten fünf Folgen haben wir z. Tl. bei ihm und z. Tl. bei mir geschaut

 

– nun schließt er sich meinem Wochenplan an und guckt auch samstags, wenn ich das auch tue (bis wir uns wiedersehen). 😉 Mir gefällt die Serie bisher sehr gut: der 80er-Jahre-E.T.Stand-By-Me-Flair, die drei Jungs (insbesondere Dustin), Eleven (was für eine tolle Schauspielerin ist die junge Millie Bobby Brown! WOW!), Winona Ryder, der Chief (David Harbour), die Idee einer anderen Dimension… Aber ich bin jetzt auch nicht völlig hin und weg.

Supernatural, S12E3: Ich habe ja kein besonderes Interesse an den Monster-of-the-Week-Folgen, aber es war doch interessant, Sam und Deans Mutter in Aktion zu erleben. Naja, und wenn Castiel und Crowley aufeinandertreffen, ist das natürlich ein besonderes Vergnügen – gegen ein Spin-off mit diesen beiden hätte ich auch nichts einzuwenden… 😉 Aber leider ist ja Mark A. Sheppard nicht mehr allzu lange von der Partie… Ich muss jede einzelne Szene mit ihm genießen. ❤

SONNTAG – DIENSTAG: Crime

Babylon Berlin, Staffel 1: Da die erste Staffel angeblich nur bis 18.10. in der ARD Mediathek zu finden ist, musste ich meinen Wochenplan an dieser Stelle unterbrechen. Zurecht, denn:

Wahnsinn, so kann eine deutsche Serie also auch sein:

  • Ausstattung vom Feinsten (Ende der Zwanziger Jahre perfekt in Szene gesetzt);
  • Kameraeinstellungen, die z. Tl. Vergleiche mit Alfred Hitchcock nicht scheuen zu brauchen;
  • eine Kriminal-Geschichte, die nicht von vornherein so offensichtlich ist, dass man gleich zum Ende springen könnte;
  • großartige Schauspieler, manche davon noch relativ unverbraucht (sprich, nicht in jedem zweiten Tatort zu sehen) – der Hauptdarsteller (Volker Bruch) war mir z. B. noch gänzlich unbekannt, obwohl ich ihn wohl schon im Baader Meinhof Komplex und in Der Vorleser gesehen habe;
  • ein perfekt abgestimmter Soundtrack (allein der Titelsong „Zu Asche, zu Staub‟ ist HAMMER – die Art und Weise, wie er in Folge 2 präsentiert wird, unvergesslich. Was für eine Performance von Severija Janušauskaitė und welch tolle Massen-Tanz-Szene! Dazwischen dann eine Schießerei reingeschnitten – perfekt! (Hier das offizielle Musikvideo dazu.)

Außerdem finde ich die Serie irgendwie sexy, obwohl keine wirklich klassisch erotischen Szenen vorkommen. Ich bin schwer beeindruckt und gespannt auf Staffel 2.

MITTWOCH: Comedy/Dramedy (und ein bisschen Comics)

New Girl, S5E21-22 + S6E1-3: Was ich auch immer letzte Woche darüber gesagt habe, dass mir die Serie nicht so ans Herz gewachsen ist, stimmt zwar noch, aber es fällt mir trotzdem irgendwie verdammt schwer, den Ausknopf zu finden, wenn ich die Serie schaue. Nun sind Cece und Schmidt also verheiratet, Winston und Aly können nicht genug voneinander kriegen, Jess bemerkt, dass sie doch noch/wieder Gefühle für Nick hat (duh!) und kurz schauen der Coach (Damon Wayans Jr.) und Reagan (Megan Fox) vorbei… Jess ist mir inzwischen manchmal ein bisschen „too good to be true‟. Erst zeigt sie Sam den Brief seiner alten Schulfreundin (für die er sich nun auch entschieden hat), dann spricht sie so gut über Nick zu Reagan, dass die sich auf eine Beziehung mit ihm einlässt. DANN aber schafft sie es nicht, ihre eigenen Gefühle Nick gegenüber zu gestehen. Irgendwie ist das so redundant. Abschalten kann ich trotzdem nicht…

Am Abend habe ich dann doch noch zwei Folgen einer Comic-Serie (eigentlich Programm für DIENSTAG) geschaut:

Luke Cage, S1E3 + E4: Episode 3 hatte zu Beginn wieder so einen ganz anderen down-to-earth-Milieu-Studie-Touch (ich formuliere heute mal wieder ganz außerordentlich gut :-/ 😉 ), das gefällt mir doch ausgesprochen gut. Auch die Kampfszenen haben mir in der Art und Weise, wie sie gefilmt sind, hervorragend gefallen. Ich finde ja, dass die Marvel-Serien doch vieles noch einen Tick besser – oder zumindest interessanter – machen, als das MCU. Überhaupt spielt die Serie ja in einem fast komplett afro-amerikanischen Umfeld, mit ein paar Latinos dazu und beim Rückblick in Folge 4 dann auch ein paar Weiße (wenig liebenswert…). Das macht sie auf jeden Fall auch ziemlich einzigartig (und sie waren hier ja früher dran, als Black Panther). Folge 4 bietet sozusagen die Origin-Story, die ich allerdings tatsächlich etwas lahm und letztlich überflüssig fand. Aber ich weiß, irgendwie gehört die immer dazu. Ich gehe auch davon aus, dass da noch mehr kommt, weil Reva in der Folge eingeführt wurde, deren Name schon im Vorfeld von Cage genannt wurde. Mal sehen, wie sie solche Flashbacks in Zukunft einbauen – ich bin ja eher für das Konzentrieren auf das Hier und Jetzt. Sensationell übrigens die Musik! In Folge 3 singt Charles Bradley (leider letztes Jahr verstorben) in „Cottonmouths‟ Club – WOW! ❤

DONNERSTAG: Drama (+ Comedy)

Naja, mein Drama am heutigen Donnerstag war ja, dass ich Migräne hatte und deswegen zunächst nur leichte Kost vertrug. (Schlafen hat nämlich auch keine Besserung gebracht, also brauchte ich leichte Berieselung.) Deswegen habe ich einfach weitergeschaut:

New Girl, S6E4 – E12: 😮 Ja, was soll ich denn machen, wenn alles andere nicht zu ertragen ist. Klar, hätte Musik hören können… Ich bin immer etwas hin- und hergerissen zwischen „Ach, irgendwie sind sie schon knuffig‟ und „OMG, will they ever grow up?‟ Aber die Crossover-Folge in NYC mit Brooklyn 99 war klasse! Ich hatte ja schon die Variante bei Brooklyn 99 gesehen, nun durften noch ein paar mehr Charaktere aus beiden Serien aufeinandertreffen. Das hat schon sehr viel Spaß gemacht! Aber: Jess und Robby – das geht irgendwie gar nicht. Ich fühle 0,0 Chemie zwischen den beiden. Und warum ist Wilsons Freundin eigentlich nur abwesend? Und wieso kommt Megan Fox wieder zurück?

Dann ging es mir aber so langsam besser und ich wandte mich dem Drama zu:

Show Me a Hero, E3 + E4: Das Wichtigste für alle Winona Ryder-Fans (here’s looking at you, Stepnwolf 😉 ) vorweg: Es lohnt sich definitiv nicht, die Miniserie wegen ihres Auftritts dort anzusehen. In Folge 3 und 4 kam sie gar nicht (mehr) vor. Was mich leicht irritiert an dieser Miniserie, ist, dass bis inkl. Folge 4 die einzelnen Erzählstränge – der Bürgermeister und die ganzen politischen Vorgänge, inkl. der Proteste gegen die verlangten Sozialwohnungen; und verschiedene Personen aus dem Milieu, das dann vermutlich in diese Neubauten einziehen soll – bisher keinerlei Berührungspunkte haben. Wer weiß, wie das in den letzten zwei Folgen dann noch hingebogen wird, aber bisher fehlt mir da irgendwie der Kitt, der das zusammenfügt. Gleichwohl sind die Erzählstränge für sich genommen durchaus interessant, auch wenn das Klientel aus den benachteiligten Wohngebieten schon etwas sehr stereotyp dargestellt wird (wenn auch vermutlich für die 80er Jahre zum Teil zutreffend): Drogenabhängige, ungewollte Schwangerschaften, Latinos, die versuchen, die Familie durchzubringen (immerhin Fokus auf den Frauen, interessanterweise)… Ach ja: Oscar Isaac spielt einfach erstklassig!

 

Fazit:

Das Highlight der Woche: Babylon Berlin

Runner-up: Poldark. 🙂

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21 Gedanken zu “Watchlist #3: Woche 2 (12.10.-18.10.)

  1. Dein Runner-up wird noch mehr Drama bekommen *schwör* bei Babylon Berlin bin ich nach der 1.Staffel wieder ausgestiegen, da ich trotz der Opulenz und der tollen Musik- und Tanzdarbietung keinen Zugang gefunden habe und mich die Show nur noch mehr runtergezogen hat. Und jetzt habe ich den Anschluss verpasst. Vielleicht wiederholt die ARD ja irgendwann die Serie nochmal.

  2. Babylon Berlin hat einen richtigen in die zwanziger Jahre gezogen, das war intensiver als bei ganz vielen US-Produktionen. Mich hatte die Serie nach dem Song gepackt! Zweite Staffel bleibt gut, auch wenn die Crime-Handlung manchmal etwas kitschig war. Und ich war ja mehr von Liv Lisa Fries angetan als von Volker Bruch – aber gut 🙂

    Stranger Things steht ja immer noch auf meiner Liste…

  3. Das macht nun richtig Lust, selbst einmal in „Babylon Berlin“ reinzuschauen. Zumal ich die Epoche ja bereits in „Boardwalk Empire“ mochte. Aktuell schaue ich übrigens „Westworld“, was auch wirklich exzellent ist.

    Und kennst du „The Goldbergs“ eine großartige Comedy-Serie! Habe erst zwei Folgen gesehen, aber sie ist so liebevoll für Kids der 80er gemacht, dass es eine Freude ist. Wenn du also mal mit „New Girl“ durch bist… 😉

    1. Ah, du schaust nun auch endlich „Westworld“! Sehr gut! 🙂

      Von „The Goldbergs“ hab ich tatsächlich noch nichts gehört, außer neulich mal bei dir aufm Blog. Gibt’s das nur auf DVD bei uns?

  4. „Babylon Berlin“ ist schon gelungen, aber aus meiner Sicht erwas überhypt. Aber mal sehen was ich sage/schreibe wenn ich alle 16 Folgen gesehen habe.

  5. Na dann schauen wir weiter „Stranger Things“, damit ich noch ein wenig von der werten Frau Ryder sehe, wenn sich „Show me a hero“ eh nicht so wirklich lohnt.

  6. Stimme dir bei Babylon Berlin voll und ganz zu, allerdings haben mich die ersten Folgen der 2. Staffel gerade etwas enttäuscht, weil die Serie es leider nicht schafft, die Komplexität der ersten Folgen beizubehalten. Mal sehen was da noch kommt…

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