Theater in London 2018 #5: Kurzreviews (August)

Teil 1 meiner Kurzreviews meines Sommer-Theatertrips findet ihr HIER.

Zweitsichtungen von Killer Joe (7.8.) und The One (8.8.)

Leider hat mich Killer Joe auch bei der zweiten Sichtung nicht enthusiastischer werden lassen. Das Stück hat mich einfach nicht so schockiert wie der Film damals. Allerdings habe ich auch den Film nicht mit Höchstpunktzahl bewertet, irgendwie erreicht mich dieses Stück von Tracy Letts (der auch August: Osage County geschrieben hat) nicht so recht. Es ist einfach unangenehm, wie sich in diesem Stück verhalten wird – und zwar nicht nur von Killer Joe. Und ich hatte bei Orlando Bloom auch nicht diesen „Wow, ich sehe ihn jetzt tatsächlich auf der Bühne, wie geil ist das denn?‟-Effekt , den ich bei manch anderen Schauspielern und Schauspielerinnen schon hatte.

Wie z. B. bei Tuppence Riley in The One, die ich ja noch ein zweites Mal hingerissen beobachten durfte. Eine genauere Kritik zum Stück und meine Treffen mit ihr habe ich HIER beschrieben.

Kinky Boots (8.8.18; 14:30) – Adelphi Theatre (Buch: Harvey Fierstein; Musik/Lyrics: Cyndi Lauper; Regie/Choreografie: Jerry Mitchell)

So oft haben zwei Damen auf Twitter (@luinalda & @sim_lein) von diesem Musical geschwärmt (und es x-mal besucht), dass ich diesmal eine Matinee damit gefüllt habe. Und ich habe es nicht bereut: Cyndi Laupers Handschrift bei den Songs ist klar herauszuhören – und das ist gut so! Die Musik und die Songs haben mich weit mehr in ihren Bann gezogen als etwa die Musik von The King and I, die ich schon wieder komplett vergessen habe. Nicht ganz so mitreißend wie Hamilton, aber das ist auch schwer. 😉 Mein Lieblingslied war wohl „Hold me in your heart‟ (Simon-Anthony Rhoden als Lola).

Die inhaltliche Verknüpfung von Schuhmacherei (auf wahren Gegebenheiten beruhend) und Drag Queens hat für mich einen ähnlichen Charme wie die wahre Geschichte von Lesbian & Gays Support the Miners aus dem Film Pride. Die wichtigste Botschaft für mich: Just Be (so auch der letzte Songtitel „Raise You Up/Just Be‟)! Bleibe dir treu, sei so, wie du bist. Das kann ich nur unterschreiben!

The Jungle (9.8.18; 14:30) – Playhouse Theatre (Buch: Joe Murphy & Joe Robertson; Regie: Stephen Daldry & Justin Martin)


In diesem Stück geht es um das Flüchtlingscamp in Calais, das unter dem Namen „The Jungle‟ traurige Berühmtheit erlangte und 2016 aufgelöst wurde. Es wird in dem Stück zwar eine fiktive Geschichte erzählt, diese beruht jedoch auf Erlebnissen der Autoren, die sie selbst in Calais gemacht haben, als sie das Good Chance Theatre dort begründeten. So sind einige Details und einige Personen nahe an realen Ereignissen und Personen (z. B. entspricht im Stück Salar (Ben Turner) dem Koch Mohammed Ali im echten Camp, über den sogar ein Artikel in der Times erschienen ist).

Nicht nur diese Tatsache macht dieses Stück so ergreifend, sondern auch die Art der Inszenierung. Das ganze Theater war zum „Afghan Café‟ umgebaut worden, sodass das Gros des Publikums direkt in dem Bereich saß, in dem die Action rund um sie herum passierte. Ähnlich immersive wie Julius Caesar, durch das Thema aber noch einen Tick unmittelbar berührender. Und so wichtig in einer politischen Atmosphäre, in der von verschiedenen Seiten und in verschiedenen Ländern Stimmung gegen Flüchtlinge gemacht wird. Die Geschichte von The Jungle richtet sich zwar insbesondere an ein britisches Publikum, weil die Flüchtlinge dort ja nach Großbritannien woll(t)en, aber gleichzeitig ist das einfach ein universal wichtiges Thema, Flüchtlinge als Menschen zu sehen, deren Menschenwürde unbedingt zu achten ist.

Sicherlich das politisch und menschlich wichtigste Stück, das ich bisher in diesem Jahr gesehen habe.

Translations (9.8.18 & 11.8.18, jeweils um 19:30) – National Theatre (Buch: Brian Friel; Regie: Ian Rickson)

Colin Morgan war hier der Magnet, der mich dazu gebracht hat, gleich zwei Tickets zu kaufen (je für 15 Pfund, also finanziell vertretbar). Als jungen Merlin kennengelernt, hatte ich ihn in jüngerer Vergangenheit nun in „erwachsenen Rollen‟ in der Krimiserie The Fall und der BBC-Miniserie The Living and the Dead wieder entdeckt. Und, was soll ich sagen, ich finde ihn einfach sehr… talentiert. Ja, und außerdem hat er soooooo tolle Haare! 😳 😉

Nun habe ich Colin zweimal aus der Nähe (einmal 2. Reihe, einmal 1. Reihe) gesehen – und doch hat er mich nicht so in seinen Bann gezogen, wie er es seitdem z. B. in der Serie Humans (frisch in London gekauft) wieder schafft. Irgendwie hat mich das Stück nicht so richtig zu packen gewusst – und die Art und Weise, wie Colin seinen Charakter Owen angelegt hat, zusammen mit dem breiten irischen Akzent, hat mich eher irritiert als fasziniert. Es fiel mir schwer, mich auf ihn einzulassen, weil er eine sehr eigentümliche Art zu sprechen hatte und auch in seinen Bewegungen so völlig anders war, als ich ihn mir vorgestellt hatte. Im Grunde genommen bedeutet das ja, dass er ein sehr guter Schauspieler ist, der in der Rolle verschwindet und keine Anklänge an frühere Rollen im Kopf des Zuschauer entstehen lässt. Von daher: Well done! Aber meine Irritation hat irgendwie überwogen, sodass ich mich mehr auf andere Schauspieler, insbesondere Schauspielerinnen konzentriert habe. Am beeindruckendsten fand ich Michelle Fox als Sarah, die eine Sprechhemmung hat, doch auch Judith Roddy als Maire war fantastisch. Und ja, diesmal – im Gegensatz zu der Hamlet-Inszenierung mit Benedict Cumberbatch – hat mir Ciarán Hinds sehr gut gefallen, als eher ruppiger und dem Alkohol zugeneigtem Vater von Owen und Manus (Seamus O’Hara).

Stellenweise hat mich diese Geschichte um das „Einenglischen‟ der irisch-gälischen Ortsnamen und die Gegensätze zwischen Iren und Engländern in den 1830er Jahren schon berührt – die sich anbahnende Liebesgeschichte zwischen einem englischen Lieutenant (gespielt von Adetomiwa Edun) und der einfachen irischen Frau Maire und deren Verständigungsprobleme (im Stück sprachen freilich beide Englisch, wenn auch sie mit irischem Akzent) beispielsweise war witzig und anrührend zugleich, wenn auch leider nicht mit einem Happy End gekrönt. Das Bühnenbild war auch schön, auch wenn (wieder) sehr düster. Aber so richtig mitgerissen hat mich die Geschichte einfach nicht. Eigentlich war das Beste an dem Stück, dass ich K. kennengelernt habe. Sie saß am 9.8. neben mir – und das war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. 😉 Zumindest haben wir uns dann noch drei weitere Stücke gemeinsam angesehen, waren zusammen Indisch essen und haben vor, in Kontakt zu bleiben.

eläin (10.8.18; 14:30) – Etcetera Theatre (intramœnia)

Experimentelles Theater in einem 40-Sitzplätze-„Fringe‟-Theater über dem Oxford Arms Pub in Camden, in das mich meine neue Freundin K. mitgenommen hat. Folgendes sollte von dem vierköpfigen Ensemble ausgedrückt werden:

eläin explores some of our current social constructs and how they differ from our natural animalistic behaviour.

We ask ourselves if these constructs are helpful. Why or why not? Where are they seen and how do they differ amongst different cultures? Do we get to choose whether we’re part of them or not? Can we challenge and disobey them?

Das ca. 45- bis 60-minütige Stück wurde von den zwei Männern und zwei Frauen weitgehend körperlich dargestellt. An drei Stellen wurde auch Sprache eingesetzt, einmal war die Spanisch oder Portugiesisch, einmal eine der skandinavischen Sprachen, und einmal war eine Einspielung auf Deutsch. Es gab full-frontal nudity (weiblich und männlich). Ich fand diese körperliche Darstellung zwar ganz interessant, aber es fiel mir doch sehr schwer, eine Message mitzunehmen. Offenbar brauche ich doch irgendeine nachvollziehbare Form des Plots…

Allelujah! (10.8.18; 19:45) – Bridge Theatre (Buch: Alan Bennett; Regie: Nicholas Hytner)


Das Bridge Theatre ist ja eins meiner Lieblingstheater (spätestens seit Julius Caesar 😉 ), und so buche ich dort auch Tickets, ohne dass irgendwelche mir besonders am Herzen liegende Schauspieler*innen mitspielen. Und so wusste ich zwar, dass Sacha Dhawan (den ich auf der Sherlocked bereits kennengelernt hatte) mitspielt (er ist Dr. Valentine), aber eigentlich wollte ich einfach das Theater weiterhin unterstützen. Dafür habe ich nun einen neuen „Schwarm‟: Samuel Barnett (Dirk Gently) – doch dazu an anderer Stelle noch mehr.

Das Stück spielt in der Geriatrie-Abteilung eines kleinen Krankenhauses. Die Abteilung soll aufgelöst werden, die Patienten in ein größeres und moderneres Krankenhaus verlegt werden. Dagegen wird protestiert, ein Filmteam kommt, um das zu dokumentieren. Immer wieder sterben überraschend Patienten über Nacht – mit der Zeit kommt heraus, dass Sister Gilchrist (Deborah Findlay) nachhilft… Leider kommt dies erst heraus, nachdem ihr auch Joe (Jeff Rawle), der Vater von Colin (Samuel Barnett) zum Opfer gefallen ist.

Das klingt nach einer schwermütigen Tragödie, dabei ist dieses Stück weitgehend äußerst witzig, gerade, was die Patienten anbelangt. Außerdem singen und tanzen die „Altchen‟ ganz wunderbar! Eine sehr interessante Mischung zwischen Komödie und gesellschaftskritischer Tragödie. Und dann hat außerdem Samuel Barnett ein kurzes Lied gesungen – und es war um mich geschehen. ❤ Wegen ihm habe ich inzwischen The History Boys (auch von Alan Bennett & Nicholas Hytner) als Film nachgeholt, und Dirk Gently’s Holistic Detective Agency weitergeschaut, außerdem muss ich wohl die 3. Staffel Penny Dreadful nochmal ansehen (da spielt er den Assistenten (Renfield) der Therapeutin Dr. Seward)… Und mal wieder schwärme ich für einen schwulen Schauspieler… *seufz*

A Monster Calls (11.8.18; 14:30) – Old Vic (Buch: Patrick Ness; Regie: Sally Cookson)


Ich zitiere mich zunächst einmal selbst:

Zuletzt habe ich eine Theaterinszenierung von A Monster Calls erlebt und das war ein ganz und gar magisches Erlebnis, weil die ganze Inszenierung inkl. der Musik so einfallsreich und einfach wunderschön war. Ich kann das bisher nicht mit dem Film vergleichen, werde diesen auch erst mit etwas Abstand anschauen können, weil mir die Theaterversion so unglaublich stark zu Herzen gegangen ist. Ich habe noch Minuten nach Ende der Vorführung geweint. Und zwar nicht nur weil es traurig war, sondern auch weil die Botschaft und die Bilder und Musik dieser Inszenierung etwas tief in meinem Innersten berührt haben. Eins der emotionalsten Theatererlebnisse, die ich bisher erlebt habe. ❤

Mehr fällt mir gar nicht ein, weil ich meine Gedanken und Gefühle zu dieser Inszenierung gar nicht so recht in Worte fassen kann. Ich bin so glücklich, dass ich mich durch die vielen enthusiastischen Kritiken – und das Angebot bei TodayTix – dazu „überreden‟ ließ, mir das Stück anzuschauen, obwohl ich weder das Buch, noch den Film, noch irgendeinen Schauspieler, der mitspielte, kannte. Eins meiner absoluten Theater-Highlights – nicht nur in diesem Jahr, sondern überhaupt. ❤ ❤ ❤

 

The Comedy About A Bank Robbery (12.8.18; 19:00) – Criterion Theatre (Buch: Henry Lewis, Jonathan Sayer & Henry Shields; Regie: Mark Bell & Nancy Samit für Mischief Theatre)

Sonntag ist Mischief-Theatre-Tag. Sonntags pausieren ja die meisten Theater und Musicals, doch die Stücke des Mischief Theatre – The Play That Goes Wrong (PTGW) & The Comedy About A Bank Robbery (CAABR) – bieten Abhilfe. Ich war besonders interessiert, nun auch dieses Stück zu sehen, weil Seán Carey & Yolanda Ovide bei der UK Tour des Stücks ein Engagement bekommen haben. Seán hatte ich nach seinem Understudy-Engagement bei PTGW kennengelernt (und seinen letzten Auftritt dort gesehen und ihm ein Geschenk mitgebracht) und Yolanda habe ich kennengelernt, als ich am Bridge Theatre anstand, um ein weiteres Day Ticket für Julius Caesar zu ergattern.

So schlug ich K. vor, dass sie mich doch dazu begleiten solle, was sie dann auch getan hat. Als ich dann vor Ort das Programm in Händen hielt, freute ich mich, zwei ehemalige Kollegen von Seán aus PTGW zu entdecken. 🙂 Die Stücke der Mischief Theatre haben ja keinerlei Anspruch auf Tiefgang oder Gesellschaftskritik – sie sind Blödelei mit Slapstick-Einlagen und ein Feuerwerk an Gags. CAABR hat bei mir etwas später gezündet als PTGW, doch insbesondere der zweite Akt hat mir dann wieder richtig viel Spaß gemacht. Das Tolle an diesen Stücken ist ja, dass die Understudys relativ regelmäßig eingesetzt werden und eigentlich mehr drauf haben müssen, als diejenigen mit festen Rollen, da z. B. Jack Whittle, den wir an diesem Abend als Sam erlebten, Understudy für FÜNF Rollen ist. Und er war fantastisch! Er hat uns später erzählt, dass er alle 4-5 Tage einen anderen Charakter spielt. Ich sagte ihm, dass dann eigentlich die Understudys die besten im Ensemble sind, er meinte augenzwinkernd, dass ich das nur nicht so laut sagen soll… 😉

Zum Inhalt ist nicht viel zu erzählen: Es soll eine Bank ausgeraubt werden. Das geht aber alles andere als reibungslos. Mehr muss man nicht wissen. 😀

 

Baz Luhrmann’s Strictly Ballroom The Musical (13.8.: 19:30 ) Piccadilly Theatre (Buch: Baz Luhrmann & Craig Pearce; Regie & Choreografie: Drew McOnie)

Ich erweitere meinen Horizont: Schon wieder ein Stück bzw. Musical, das ich nicht ausgewählt habe, weil irgendjemand mitspielt, den ich anschwärme! 😮 Nein, hier ist es der Schöpfer des Musicals, der mich überzeugt hat: Baz Luhrmann. Sein Moulin Rouge! ist ja einer meiner All-time Favorites, und so dachte ich mir, dass mir bestimmt auch die Bühnenversion seines Films Strictly Ballroom zusagen würde. Ich habe zwar sein Erstlingswerk von 1992 nie gesehen und bin auch kein sooo großer Fan von Ballroom Dancing, aber ich gab dem Musical trotzdem eine Chance. Und, was soll ich sagen, es hat sich gelohnt! Tolle Choreografie, wunderbar passende Songs (wie bei Moulin Rouge! keine eigens geschriebenen Songs, sondern Lieder – von „Let’s Dance‟ über „Think‟ bis „It’s the End Of the World As We Know It‟ – neu interpretiert, in diesem Fall zu 95 % von Matt Cardle gesungen, der sozusagen als „Host‟ durch die Geschichte geführt hat), eine reizende Liebesgeschichte und eine gute Botschaft. Das hat mir wirklich gut gefallen.

Als jemand, der keine Casting Shows oder Tanzwettbewerbe verfolgt, weder in Deutschland, noch im Ausland, kannte ich weder den Host Matt Cardle, der in Großbritannien ein großer Star ist (2,2 Millionen Platten verkauft und fünf ausverkaufte Tourneen), noch Jonny Labey, der die männliche Hauptrolle spielte und den das britische Publikum nicht nur von der BBC-Serie EastEnders kennt, sondern auch durch seine Teilnahme (und seinen Sieg) bei Dance Dance Dance. Trotzdem haben mich beide begeistert, Matt mit seiner Stimme und Jonny mit seiner Tanzerei. Außerdem habe ich gefreut, Zizi Strallen in der weiblichen Hauptrolle zu sehen – sie hatte ich zuletzt als Young Phyllis in Follies (National Theatre) erlebt.

 

Exit the King (14.8.18; 19:30) – National Theatre (Buch: Eugène Ionesco / engl. Übersetzung v. Patrick Marber; Regie: Patrick Marber)

Als Schülerin habe ich im Leistungskurs Französisch Rhinocéros von Ionesco gelesen und als Theaterstück gesehen – ich glaube, ich war die einzige in meinem Kurs, vom Lehrer mal abgesehen, die etwas mit Absurdem Theater anfangen konnte. Drum dachte ich, dass mir Exit the King bestimmt auch gefallen würde. Außerdem wollte ich schon lange Rhys Ifans auf der Bühne sehen und freute mich auf ein Wiedersehen mit Indira Varma (NT LIVE: Man and Superman) und Adrian Scarborough (Don Juan in Soho).

Und ja, ich habe mich schon amüsiert (der Herr neben mir sagte nach dem Ende, dass es eine tolle Erfahrung war, neben jemandem mit „such infectious laughter‟ zu sitzen. Zumindest habe ich das so verstanden, dass er es positiv meinte, schließlich hat er auch mit mir gelacht… 😀 Aber gleichzeitig hatte ich, obwohl ich in der ersten Reihe (der Herr neben mir meinte „in the saliva zone‟) saß, gegen Ende des Stücks damit zu kämpfen, dem Verlangen meine Augen zu schließen nicht nachzugeben. Das ist ja leider kein gutes Zeichen, zumal das Stück insgesamt nur 1 Std. 40 Min. dauerte. Ich kann es nicht so genau an etwas Speziellem festmachen, warum mir letztendlich das Stück nur so mittel gefallen hat, denn es war eigentlich absurd genug, die Schauspieler/innen waren gut, Rhys Ifans hat James McAvoy als „Best On-Stage-Spitter‟ abgelöst 😀 , … aber am Ende fand ich es doch ermüdend. Vielleicht auch nur, weil ich so viele Stücke hinter mir hatte? I don’t know.

 

So, das waren sie. Insgesamt war ich 15 Tage in London und war 19 mal im Theater (an zwei Tagen war ich gar nicht im Theater). Und wisst ihr was: Das mache ich kein zweites Mal. Lieber des öfteren Kurztrips als so viele Stücke hintereinander. Dadurch weiß ich heute kaum mehr, was mir an King Lear besonders gefallen hat – zum Glück habe ich zeitnah den ersten Bericht verfasst, sodass ich nachlesen kann, wie mir die Stücke in der ersten Woche gefallen haben. Zu viel Input lässt die einzelne Inszenierung zu sehr in den Hintergrund treten, das gefällt mir ganz und gar nicht. Trotzdem war es natürlich eine tolle Zeit, ich habe ganz besondere Stücke gesehen und auch einige sehr nette Stage-Door-Begegnungen gehabt (dazu demnächst noch eine Zusammenfassung).


7 Gedanken zu “Theater in London 2018 #5: Kurzreviews (August)

  1. Wow.Was für ein Marathon. Für mich wäre die Hälfte schon anstrengend genug… und ich sollte mir endlich „The living and the dead“ anschauen, das noch in meiner Videobibliothek wartet.

    1. Hmmm, kann ich nicht so beurteilen, weil ich Fun Home nicht kenne. Ich kann aber halt nur A Monster Calls empfehlen, wenn das die einzige Möglichkeit ist, das Stück unterzubringen.

  2. AAaaaaah! The Old Vic ist das Theater, das ich gesucht hatte aus der Erinnerung, aber nicht mehr gefunden habe. Damn. Hätte ich mal deinen Post früher gesehen. 😉 Der Trailer zum Stück ist ja auch der Hammer. Ja, du hattest es mir schon auch wirklich empfohlen, aber ich hab ja nicht hören wollen. 😉 Nein, es wird keine passenden Tickets gegeben haben, sonst wäre ich sicher schon rein. Damn. Schadeschade. Wann gehen wir wieder nach London? 😉

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