Media Monday #367

Eigentlich habe ich keine Zeit. Mann, nur noch drei Wochen Schule, und ich bin immer noch am Korrigieren… Aber nachdem ich gestern Blut geleckt habe und endlich das Sense8 Special „Amor Vincit Omnia“ besprochen habe, einmal ohne Spoiler, einmal mit Spoilern (auf Englisch für meine internationale Sense8 fanmily (<- kein Fehler) auf Twitter), habe ich tatsächlich wieder etwas mehr Lust zu bloggen – ganz im Gegensatz zu DerStepnwolf offenbar, aber wie er freue ich mich auf den/die nahenden Urlaub/Ferien, der/die durch einen in großer Vorfreude erwarteten Besuch aus Halle – schon zwei Tage vor Beginn der Ferien – eingeläutet werden und dann in meinen bis dato längsten London-Theater-Trip (15 Tage!) münden. Vorher allerdings heißt es noch: Letzte Arbeiten korrigieren, letzte mündliche Noten machen, Seminararbeiten betreuen und auf Klassenfahrt nach Wien fahren. Nicht gerade ein lockerer Ausklang des Schuljahres…

Aber jetzt erstmal der heutige Media Monday – viel Spaß und eine schöne Woche!

1. Am liebsten schaue ich Filme ja im Kino. (meine kürzeste Antwort EVER!!! 😉 )

2. Und wenn mir dann ein Film so richtig gut gefallen hat, bin ich meist sehr gespannt darauf, was meine Brüder dazu sagen werden/würden (und natürlich auch alle meine Bloggerfreunde, ihr wisst schon, wer ihr seid! ;)).

3. Das letzte Mal, dass ich ein Serienkonzept als absolut neuartig und unkonventionell empfunden habe, war das Sense8. Ja, sorry, ihr kommt nicht drum herum, auch wenn ich mir nicht ganz sicher bin, was hier mit „Serienkonzept‟ gemeint ist. Für mich ist das Konzept von Sense8 neuartig und unkonventionell, weil z. B. tatsächlich überall auf der ganzen Welt gedreht worden ist, und vor Ort auf einheimische Crew und Cast gesetzt wurde. Das wurde zwar nicht 100% eingehalten, Tuppence Middleton (Riley) ist z. B. keine Isländerin, aber alle Deutschen wurden dagegen auch tatsächlich von Deutschen gespielt. Konventioneller ist vielleicht die Tatsache, dass letztlich dann doch alle Englisch sprechen, aber damit kann ich leben. Außerdem empfand ich die Idee der Sensates als etwas völlig Neues und die Umsetzung fantastisch, wenn auch zunächst etwas verwirrend.

4. Ich mag Ciarán Hinds ja, aber ihre/seine Rolle als Claudius in Hamlet (im Barbican und via NT LIVE mit Benedict Cumberbatch) konnte ich ihr/ihm absolut nicht abnehmen, weil er darin einfach nicht überzeugt hat. Ich zitiere mich einfach mal selbst:

Ich halte viel von Ciarán Hinds, habe ihn doch schon in etlichen Filmrollen gesehen, in denen er mich nie enttäuscht hat. Doch hier hat er mich nicht so recht mitzureißen vermocht. Dabei hatte ich gar keinen Vergleich vor Augen, ich hatte nur einfach erwartet, dass er mich mit seiner Präsenz umhauen würde. Dies ist leider ausgeblieben – woran es lag, kann ich aber nicht so recht festmachen.

5. Angebliche „Fans“, deren verbale Hasstiraden schon in Richtung Mobbing gehen, haben u. a. Kelly Marie Tran und Daisy Ridley dazu gebracht, ihre Instagram-Accounts zu löschen und sich aus Social Media zurückzuziehen, weil sogenannte Star Wars-Fans sie übelst beschimpft hatten wegen ihrer Rollen in Star Wars: The Force Awakens und Star Wars: The Last Jedi. Da bekomme ich dann tatsächlich Hassgefühle, denn Fandoms können doch eigentlich so viel Positives bewirken (siehe „Amor Vincit Omnia“, das die Sense8-Fans bewirkt haben), aber Wulf hat hier schon zurecht „Fans‟ in Anführungsstriche gesetzt, denn wahre Fans sind das für mich nicht. Als bekennender Fan macht mich das traurig und wütend.

6. Jüngst erst habe ich von dem Trubel um die sog. TERF (trans-exclusionary radical feminist) bzw. GET THE L OUT auf der Pride in London gelesen/erfahren, und denke, dass es schade ist, dass es innerhalb der LGBT+ Community offenbar auch große Konflikte gibt. Zur Erklärung: Diese Gruppen vertreten die Ansicht, dass durch die Trans-Bewegung Lesben Rechte genommen werden und sie in ihrer Sicherheit auch bedroht sind, z. B. wenn „reine Lesben-Events‟ durch Transsexuelle „unterwandert‟ werden. Ich hatte bis Samstag davon noch nicht gehört, im Nachhinein fiel mir dann aber eine Szene aus Sense8 ein, in der Nomi genau mit diesem Problem konfrontiert wird, dass sie aus Sicht mancher Lesben keine „echte Frau/Lesbe‟ sei. Zum Weiterlesen: https://www.independent.co.uk/news/uk/home-news/anti-trans-protest-london-pride-parade-lgbt-gay-2018-march-lesbian-gay-rights-a8436506.html

7. Zuletzt habe ich endlich die zweite Staffel von Westworld weitergeschaut und das war dann doch wieder sehr spannend und extrem verwirrend, weil es verdammt schwierig ist, die verschiedenen Timelines auseinanderzuhalten und wieder eine Menge Neues ans Tageslicht befördert wird. Noch drei Folgen, dann bin ich durch – rechtzeitig bevor die Serie von Sky Ticket wieder verschwindet.

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28 Gedanken zu “Media Monday #367

  1. 7.
    Zuletzt habe ich mir fünf superkitschige Filme aus den Fünfziger und Siebziger Jahren angeschaut, die in der Gegend von Plön spielen (da war ich zuletzt im Urlaub), und das war einfach zum Schießen, weil die Welt darin so wunderbar einfach war und komplett an der Realität vorbeiging.

    Kein nerviger Verkehr auf den Straßen, Kinder veranstalten einen Werbeumzug mit Ponys mitten in Lübeck und ernten haufenweise Applaus von den Passanten, keiner meckert über die nichtangemeldete Demo, und alle haben massenhaft Zeit. Außerdem sind die Autos darin eine wahre Augenweide.

      1. Genau aus dem Nutzungsgrund haben wir nur Netflix und Prime… und nutzen es auch nicht in der Menge, die man theoretisch haben sollte/müsste.

  2. Eine Ausgabe wie für dich (und „Sens8“) gemacht. Die letzten Wochen bis zu den Ferien sitzt du zudem doch noch locker ab, besonders wenn du Grund zur Vorfreude hast. So im Intro angedeutet… 😀 😉

  3. Bald ist es vorbei. Oder auch nicht. Wie willst du dich denn bei 15 Tagen Theater anständig erholen, um nach den Ferien wieder wie ein braver Arbeitnehmer zu funktionieren? Das ist empörend! 😉

  4. Ja, eine Freundin aus Unizeiten meinte auch, dass in Berlin die ganzen lesbischen Vereinigungen Transfrauen ablehnend gegenüberstehen und ich möchte denen einfach einmal „Pride“ als Pflichtprogramm antun.

      1. Jein, aber da separieren sich auch wieder ein Teil der Lesben UND die Prämisse des Films ist, dass du für alle Rechte gemeinsam kämpfen sollst und nicht nur für deine eigenen. Solidarität.

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