Media Monday #365

Was für eine seltsame Woche liegt hinter mir. Am Montag hatte ich einen Unfall mit dem Fahrrad, bei dem meine Brille wohl Schlimmeres verhindert hat – das hätte buchstäblich ins Auge gehen können.

Wie durch ein Wunder ist die Brille auch nur minimal beschädigt, allerdings muss der Rahmen nun doch komplett ersetzt werden, weil die Firma keine Einzelteile liefert. Gehirnerschütterung hatte ich keine, aber ich sollte mich doch bis Mittwoch deutlich schonen, und z. B. auf keinen Fall korrigieren. Das brachte Schwierigkeiten mit sich, weil bis Donnerstag die Zweitkorrektur fertig sein musste. Gott sei Dank habe ich fantastische Kolleginnen, die eingesprungen sind und den Rest der Zweitkorrektur für mich übernommen haben. Ein weiteres schönes Erlebnis am Rande dieses weniger schönen Erlebnisses war die Gruppe von Mädchen (ich schätze, so zwischen 14 und 16 Jahre alt), die sich nach meinem Fall ganz außerordentlich lieb um mich gekümmert haben. Sie baten mir sogar an, dass eine von ihnen mich nach Hause oder zum Arzt begleitet. Das war nicht nötig, aber ich bin den Mädels wirklich sehr dankbar – sie haben meinen Glauben an die Jugend wieder ein bisschen aufgebaut (wobei ich sie eh nicht nur negativ sehe, sonst könnte ich meinen Job wohl auch nicht machen).

Auf jeden Fall war ich einfach den Rest der Woche etwas angeschlagen, inzwischen bin ich aber wieder fit, nur die Hämatome (auch an Oberschenkel und Po) schmerzen noch etwas. Morgen fahre ich dann auch wieder Fahrrad, das übrigens auch heil geblieben ist.

So, und jetzt muss ich dringend die Geschichte-Kurzarbeit weiterkorrigieren, wenn ich nachher noch etwas Fußball schauen will. Ja, es ist WM – und ich schaue tatsächlich fast jedes Spiel. Nicht immer hoch konzentriert, aber es fällt mir schwer, die Spiele nicht nebenher laufen zu lassen…

Und jetzt: der Media Monday!

1. Wenn es eines gibt, das ich aus Filmen gelernt habe, dann dass die besten von ihnen mehr als „nur ein Film‟ sind. Filme, die es schaffen, mich im Innersten zu berühren; Filme, die eine positive Botschaft „verkünden‟; Filme, die mir den Atem rauben – das sind Filme, die ich nicht einfach abhaken kann als „Ja, hab ich mal gesehen‟, diese Filme werden vielmehr zu einem Teil von mir. Oh wow, das wurde jetzt „philosophischer‟ (oder kitschiger, je nach Sichtweise 😛 ) als zunächst erwartet.

2. Netflix rettet „Lucifer“, Amazon „The Expanse“. Jetzt muss sich nur noch jemand für Sense8 finden, schließlich habe ich euch schon zu Genüge erklärt, warum. (Aber ich bin noch nicht fertig damit, es liegen noch etliche Beiträge zu Sense8 auf Halde, die verfasst werden wollen.) #NetflixSaveSense8

3. Apropos Netflix, ist ja jüngst mit „Luke Cage“ die nächste Marvel-Serienstaffel gestartet und ich bin mir schmerzlich bewusst, dass ich bei den Marvel-Serien hoffnungslos hinterher hinke. Ich bin echt etwas überfordert mit dem Angebot…

4. So sehr aber Streaming-Dienste das Konsumverhalten beeinflusst haben, wünsche ich mir ja, dass das Kino nicht zu Gunsten von Streaming-Diensten ausstirbt. Hier machen mir vor allem die Netflix-Eigenproduktionen Sorge, die ja nicht mal im Kino anlaufen. Es geht einfach nichts über das Erlebnis von Kino im Kino.

5. J. R. R. Tolkien ist ja in meinen Augen ein/e begnadete/r Schriftsteller/in, schließlich hat er eine ganze Welt erschaffen (inkl. verschiedener Sprachen) und dient für nahezu jede/n Fantasy-Autor*in als Vorbild.

6. Und um mal wieder die klassische Frage nach drei Büchern für die einsame Insel aufzugreifen, könnte ich im Grunde genommen – fast  – auf die Antwort des liebenswerten Stepnwolf verweisen: Tolkiens The Lord of the Rings (die Trilogie in einem Band – ich hab sie nicht anders 😉 ), Douglas Adams‘ The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy (a trilogy in five parts – habe ich auch als Gesamtausgabe) und Die Unendliche Geschichte von Michael Ende (auch wenn ich die aktuell gar nicht besitze :-/ ).

7. Zuletzt habe ich 2001: A Space Odyssey in 4K im Kino gesehen und das war gut so, weil ich den Film nie im Kino – und tatsächlich wohl überhaupt noch nie komplett gesehen hatte. Sicherlich ein Meilenstein in der Filmgeschichte, auch wenn er kein Lieblingsfilm von mir ist. Dazu ist der Film zu verkopft für mich; ihr wisst ja, dass ich auch immer einen emotionalen Zugang brauche. Allerdings lässt sich nicht bestreiten, dass visuelle Effekte (für die damalige Zeit – der Film ist 50 Jahre alt!), Ausstattung, der Einsatz von klassischer Musik, HAL 9000 und der Mut zur Langsamkeit dem Film zurecht einen Kultstatus unter Cineasten beschert. Für mich war besonders spannend, dass ich erst vor wenigen Wochen mit Adoring Audience in einer Ausstellung des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt zu diesem Film war:

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21 Gedanken zu “Media Monday #365

  1. Fahrradunfall? Das sieht doch sehr nach dem aus, was Experten einen „Cut“ nennen. Gib’s zu, du hast heimlich mit dem Boxtraining angefangen. 😉

  2. Sollten wir auf der gleichen einsamen Insel stranden, müssen wir uns bei den Büchern vorher aber besser abstimmen, damit wir noch etwas mehr Auswahl haben. 😉

  3. Es freut mich, dass es dir wieder besser geht und du deine Aufgaben verteilen konntest bzw. nette Kolleginnen eingesprungen sind. Schön! 🙂

    „2001: A Space Odyssey“ habe ich auch einmal im Kino gesehen und das war ein Erlebnis! Allerdings ist der Film teils wirklich anstrengend, da muss ich dir zustimmen.

  4. Beruhigend zu wissen, dass dir nichts schlimmes passiert, SL. Gute Besserung auf jeden Fall. Bei solchen Erlebnissen anderer fällt mir wieder ein, warum ich nicht Fahrrad fahre 😉

    Die 2001-Ausstellung in Frankfurt will ich mir auch noch ansehen. Hoffentlich geht sie noch eine Weile.

  5. Gute Besserung dir. Und 2001 im Kino? Das wäre echt die Höchststrafe für mich. Ich schlafe bei dem Film immer ein und habe nie verstanden, worum es ging. Das Buch hat da Abhilfe geschaffen, aber trotzdem … Furchtbarer Film. 😂

    1. Dankeschön. 😊 Psst, ich gebe zu, dass ich gegen Ende auch zu kämpfen hatte, dem Impuls nicht nachzugeben, meine Augen zu schließen… Trotzdem würde ich ihn nicht als „furchtbar“ bezeichnen, eher als „anstrengend“. 😉

  6. Du sollst doch nicht trinken, wenn du fährst 🙂 🙂 und wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung 😆
    In dem Sinne: Glück haben ist immer wichtig und gute Besserung.

    2001 ist so langweilig… bin bei vier Versuchen immer eingepennt…

    1. Danke! 😉

      Ich glaube, zu Hause auf der Couch wirkt 2001 tatsächlich eher einschläfernd… Ich musste, ehrlich gesagt, auch im Kino gegen Ende kämpfen – gerade, als die ganzen bunten Farben auf den Zuschauer einströmten. Aber ich kann den Film trotzdem für seine Qualitäten schätzen. Ansehen muss ich ihn mir aber nicht unbedingt nochmal… 😉

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