Rückblick 2017 #5: Die besten Staffeln von fortgesetzten Serien

Bzgl. der „alteingesessenen‟ Serien stelle ich am Ende des Jahres ein seltsames Phänomen fest: Ich kann mich bei den wenigsten so richtig erinnern, wie gut ich sie fand, was ich beim Sehen empfunden habe. Da stechen nur wenige so heraus, dass ich mich an Details aus den Staffeln erinnern kann. Deswegen fiel es mir besonders schwer, hier ein Ranking aufzustellen, zumal ich fast keine Rezensionen zu diesen Staffeln verfasst habe. Dumm.

Nun könnte man meinen, dass dadurch meine Bestenliste kürzer würde, aber – wenig überraschend bei mir, kann ich mich doch selten auf die übliche Anzahl beschränken – sie wurde dadurch eher länger, bzw. ich habe sie auf zwei Listen aufgeteilt. Und so bekommt ihr zunächst ein Ranking der besten britischen Serien, und danach der amerikanischen Serien. Spoiler sind zu erwarten.

Die fünf besten Staffeln von FORTGESETZTEN britischen Serien

1. Penny Dreadful – Season 3

Die dritte Staffel hat mir besonders gut gefallen, wohl auch, weil Rory Kinnear als The Creature / John Clare hier nochmal alle Facetten seines Könnens zeigen kann. Dabei stach für mich dann auch insbesondere die Folge „A Blade of Grass‟ heraus, denn die galt ganz Eva Green und Kinnear. Hier durfte er sowohl Dracula als auch Lucifer verkörpern – und den hilfsbereiten Pfleger. Fantastisch gespielt! Einzig die Storyline um Josh Hartnetts Ethan Chandler hat mich nicht so überzeugt. Ansonsten ein sehr würdiger Abschluss dieser Serie.

2. Downton Abbey – finale Staffel

Ich hatte noch nie Downton Abbey in einer Bestenliste, glaube ich. Das muss ich jetzt endlich nachholen; denn nachdem Amazon Prime endlich auch die finale Staffel ins Programm genommen hatte, habe ich mir diese endlich – zwei Jahre nach der Ausstrahlung! – angesehen. Und was soll ich sagen: Gerade die letzten zwei bis drei Folgen haben mich richtig, richtig melancholisch und traurig gemacht. Ständig hatte ich Tränen in den Augen und einen Kloß im Hals. Julian Fellowes ist ein wunderschönes Serienfinale gelungen, das mir sehr nahe gegangen ist.

3. Sherlock – Season 4

Nicht mal zu Sherlock habe ich eine Rezension geschrieben!?!! Unglaublich, aber wahr… Ich wollte immer auf die komplette zweite Sichtung warten, die ich jedoch immer noch nicht durchgezogen habe. Die Season ist ja mit nur drei Folgen äußerst kurz geworden, und auch ein ziemliches mixed bag. Die erste Folge („The Six Thatchers‟) fand ich ziemlich schwach, selbst der Tod von Mary hat mich kein bisschen mitgenommen. Dafür war und bin ich vollends begeistert von Folge 2 („The Lying Detective‟), die mit Toby Jones‘ Culverton Smith meines Erachtens den zweitbesten Bösewicht (nach Moriarty) aus der Reihe präsentiert und ein Showcase für die schauspielerischen Leistungen des Cast, insbesondere von Martin Freeman, ist. Spannend, emotional, witzig und herzzerreißend. Eine meiner Lieblingsepisoden der ganzen Serie. Die dritte Episode („The Final Problem‟) muss ich mir zur abschließenden Bewertung noch einmal ansehen. Teile davon fand ich sehr stark, manches – vor allem die Nachwirkungen von Mollys erzwungenen Liebeserklärungen – wurde nicht gut für mich aufgelöst. Trotzdem durch „The Lying Detective‟ ein Highlight in diesem Jahr!

4. Broadchurch – Series 3

Ha, hierzu habe ich tatsächlich etwas geschrieben (ich empfehle die Lektüre der gesamten Kritik): Ich weiß nicht, ob ich schon mal einen Film oder eine Serie gesehen habe, in der das Thema Vergewaltigung mit so viel Würde behandelt worden ist. Das hat mich wirklich stark beeindruckt und bewegt, wie hier mit dem Thema umgegangen wird und wie auch ganz klar gemacht wird: Die vergewaltigte Frau trägt absolut keine Schuld daran, was durch die Aufklärung des Falls am Ende noch mehr betont wird. Colman verkörpert Ellie, die das Bindeglied zum Zuschauer ist, so überzeugend, dass sich ihre Empfindungen, etwa die Abscheu angesichts dessen, was da manche Verdächtigen von sich geben, auf den Zuschauer überträgt. Ihre Empathie mit all jenen, die schwer zu tragen haben, ist zu jeder Zeit offenbar und macht die Figur Ellie Miller zu einer meiner liebsten Frauenfiguren in einer Serie. Und das Team Hardy/Miller zu einem meiner liebsten Ermittler-Duos! Die beiden ungleichen Ermittler haben so eine gute Chemie zusammen, ohne dass da unterschwellig eine sexuelle Anziehungskraft da ist. Sie sind beste Freunde – und beide mit Ecken und Kanten, und wenn die beiden zusammenarbeiten, ist nicht immer alles harmonisch. Neben dem sensiblen Umgang mit dem Thema sexuelle Gewalt und den Schauspielern, besticht die 3. Staffel wieder durch atemberaubend schöne Aufnahmen der Natur und der Ortes. Erstmals wurden Drohnen eingesetzt, die noch ganz andere Kamerabewegungen und -shots erlaubten. Die Bilder in Verknüpfung mit der Musik des jungen isländischen Komponisten Ólafur Arnalds bleiben im Gedächtnis haften. Ein gelungener Abschluss einer außergewöhnlichen Krimiserie!

5. Happy Valley – Series 2 / Grantchester – Series 3

In beiden Serien spielt James Norton mit, den ich in nur wenigen Tagen live auf der Bühne im Donmar Warehouse sehen werde. ❤ Zur 2. Staffel von Happy Valley schrieb ich: Auch wenn mich die erste Staffel vielleicht noch etwas mehr gehooked hat, besonders durch James Norton als wirklich verabscheuungswürdigen Vergewaltiger und Mörder (er hat etwas weniger Screentime in Staffel 2, ist aber in den wenigen Szenen wieder großartig), fand ich auch die 2. Staffel wieder äußerst spannend. Die Authentizität der Charaktere und des Lebens in solch einer Kleinstadt fasziniert mich nach wie vor, auch wenn es natürlich immer etwas unwahrscheinlich ist, dass sich auf dem Land Mörder, Vergewaltiger und Serienkiller die Klinke in die Hand geben. Was diese Serie außerdem aus der Masse von Krimiserien für mich herausstechen lässt, ist, dass es nicht nur ein Whodunnit ist, sondern es sehr stark um die Charaktere geht, hier eben vor allem die Familie von Catherine, die ja immer noch daran zu knabbern hat, dass Catherines Tochter 10 Jahre zuvor sechs Wochen nach der Geburt ihres Sohnes Ryan Selbstmord begangen hat und eben dieser Sohn, der perfiderweise der Sohn von Vergewaltiger Tommy Lee Royce ist, von Großmutter und Großtante Clare aufgezogen wurde und wird. Und zu guter Letzt ist da Sarah Lancashire als Protagonistin, deren Spiel den Zuschauer tief in ihre Seele blicken lässt. Das ist wahrhaft bewunderswert und wird außerdem kameratechnisch und musikalisch so exzellent in Szene gesetzt, dass man sich an ihr nicht satt sehen kann und mit ihr sehr stark mitfühlen kann, ohne dass das Ganze auch nur im Geringsten als „tear jerker‟ ausgelegt ist.

Grantchester ist anders, ein bisschen positiver von der Grundstimmung, auch wenn hier auch nicht viel glatt läuft. In der 3. Staffel geht z. B. Geordie (Robson Green) fremd und Sidney (James Norton) und Amanda (Morven Christie) müssen feststellen, dass es in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts unmöglich ist, dass ein Pastor und eine in Trennung lebende Frau mit Kind zusammenleben. Trotzdem ist der Grundtenor der von Liebe & Freundschaft (starke Bromance zwischen Geordie und Sidney! ❤ ), Familie & Loyalität – und war deswegen für mich genau das richtige in den letzten Wochen, als ich nochmal die ganze Serie von vorne und dann die 3. Staffel neu ansah. Wenn man dann auch noch in den Specials sieht, wie sehr die Schauspieler sich auch als große Familie ansehen, geht einem schon das Herz auf…

Die 10 besten Staffeln von FORTGESETZTEN amerikanischen Serien

1. Suits – Season 6

Puh, auch wenn ich diesmal gar keinen Beitrag geschrieben habe, saß ich auch diesmal wieder gebannt Tag für Tag vor dem Fernseher, um die Serie in kürzester Zeit bingezuwatchen. Harvey, Mike, Louis, Donna & Co. sind einfach auch irgendwie wie eine Familie. Die Loyalität (die Shipper nennen es Liebe ❤ 😉 ) etwa zwischen Harvey und Mike zu erleben, ist einfach immer eine Freude!

2. The Man in the High Castle – Season 2

Nicht nur, weil ich Anfang des Jahres – vor der Sichtung der zweiten Staffel – Rufus Sewell, der den Obergruppenführer John Smith spielt, live auf der Bühne und an der Stage Door gesehen habe, gefiel mir die zweite Staffel dieser Serie nach dem Buch von Philip K. Dick noch besser als die erste: Ich finde es großartig, wie die Serie Aspekte des Nationalsozialismus, aber auch eines totaliltären Großreiches Japan, aufgreift und somit im Grunde genommen – trotz einer komplett fiktionalen Phantasievorstellung – Aufarbeitung betreibt. Grausamkeiten erzeugen Hass und Gegengewalt. Menschlichkeit ist jedoch nicht völlig verschwunden – sie wird sichtbar in allen Gruppen und auf allen Ebenen. Bis auf die Protagonistin Juliana (Alexa Davalos), die einfach irgendwie „das Gute‟ in dieser Welt verkörpert, sind (fast) alle wichtigen Charaktere und Nebencharaktere doch recht ambivalent, egal ob es sich um die Mitglieder des Widerstandes handelt (in den von den Japanern kontrollierten Pacific States und in „Nazi-Amerika‟ an der Ostküste), um die japanischen Unterdrücker (allen voran der Wirtschaftsminister Tagomi (minimalistisch, aber absolut überzeugend dargestellt von Cary-Hiroyuki Tagawa) oder eben um die Nazis. Schwarz-Weiß-Malerei wird hier nicht betrieben, die „Guten‟ gehen manchmal genauso über Leichen wie die Bösen, und die „Bösen‟ tun manchmal auch das Richtige und Gute. Das spricht mich sehr an und wird meines Erachtens in der 2. Staffel noch verstärkt.

3. Shameless – Season 5 + 6

It’s a shame, dass ich mich nicht an allzu viele Details aus den beiden Staffeln erinnere. Zu Staffel 5 fällt mir ein: Fiona trifft und heiratet Gus (Steve Kazee) – und ich verliebe mich mit ihr in diesen Mr. Perfect, denn: er kann singen! ❤ Ist natürlich alles too good to be true, aber man durfte wenigstens für ein Weilchen träumen… Bei Staffel 6 blieb mir vielleicht am meisten die Affäre zwischen Lip und seiner Professorin in Erinnerung… Erm, wishful thinking? 😳 😉 Auch wenn manches sich wiederholt (Frank…) und manches mir zu extrem war (die Episode, in der der nervige Nachbar verbrennt), ich schaue doch immer wieder mit Vergnügen und Kopfschütteln dem zu, was die Gallaghers veranstalten!

4. Fargo – Year 2

Gut, dass ich der zweiten Staffel doch noch eine Chance gegeben habe, nachdem ich im Flieger im Sommer 2016 nach einer Folge nicht so gehooked war, dass ich weiterschauen wollte. Doch die Faszination hat sich Folge für Folge weiterentwickelt – zumal ich dann doch irgendwann gecheckt habe, dass das ja quasi eine Vorgeschichte zur ersten Staffel ist. Ähem, Schnellcheckerin vom Dienst… 😳 Kamera- und ausstattungstechnisch perfekt (Noah Hawley hat wirklich ein Händchen dafür, einer Serie ihren ganz eigenen Look zu geben – siehe auch seine neue Serie Legion), dazu ein herrlich passender Soundtrack und mit Patrick Wilson als der junge Lou Solverson ein absolut liebenswerter Hauptcharakter. Kirsten Dunst ist auch fantastisch – wenn auch bisweilen etwas schwer zu ertragen. Ich bin gespannt auf Year 3, das ja auch hochgelobt wird!

5. The Walking Dead – Season 7

Ich weiß, viele bemängeln, das TWD an „Biss‟ (pun intended! 😉 ) verloren hat und sind schwer enttäuscht davon, wie sich die Serie (nicht) entwickelt hat. Nun, ich habe in diesem Jahr sowohl Staffel 6 als auch 7 gesehen, und wenn ich an Season 6 auch einiges zu bemängeln hatte – der Auftritt von Negan im Finale hat mir sehr viel Lust auf Season 7 gemacht… Und aus meiner Sicht hat S7 geliefert. Das liegt in allererster Linie an Jeffrey Dean Morgan als Neegan, den ich anbetungswürdig verabscheuungswürdig finde. Seltsame Wortwahl? Für mich ist Negan zwar ein fieses, brutales Arschloch auf der einen Seite, auf der anderen Seite aber hat er eben einen ganz eigenen, durchaus logischen Kodex. Und ja: Damn, Jeffrey Dean Morgan is HOT! Ich habe ja bisher eher für die „Guten‟ in dieser Serie geschwärmt (Glenn, Rick), aber Negan zieht mich so in seinen Bann, wie das bisher noch kein Charakter geschafft hat. Holy hell, ich habe mir wegen ihm bzw. JD Morgan sogar ein Ticket für die Walker Stalker Convention in Mannheim gekauft! ❤ 😳 WEHE, er sagt kurzfristig ab… [/fangirlmodus]

6. The Affair – Season 3

Wenn ich ehrlich bin, kann ich mich nicht mehr sehr gut an die 3. Staffel erinnern, die ich über den Jahreswechsel 2016/17 gesehen habe (ist also lang her), aber ich weiß, dass ich jeder neuen Folge (wurde wöchentlich auf Amazon Prime veröffentlicht) hinfieberte. Man lernte wieder neue Facetten der Charaktere kennen, gerade Noah hat doch große psychische Probleme nach der Freilassung aus dem Gefängnis. Puh, so langsam kommen wieder die Erinnerungen. Ganz besonders creepy in dieser Staffel: Brendan Fraser als Gefängniswärter von Noah. Wow – wie aus dem netten Traum aller Schwiegermütter (und deren Töchter) in Die Mumie so ein abscheulicher Typ in dieser Serie werden konnte… Kaum wiederzuerkennen, sowohl körperlich (hat einiges an Pfünden draufgelegt), als auch charakterlich. Respekt! Immer noch eine spannende Serie mit vielschichtigen Charakteren.

7. Lucifer – Season 2

Bei meinem letzten Jahresrückblick hat es die erste Staffel – aus Mangel an Tiefgang – nicht in meine Top 10 geschafft. Nun hat aber die zweite Staffel wirklich noch mal zugelegt, sodass ich sie guten Gewissens als eine meiner Lieblingsstaffeln in diesem Jahr bezeichnen kann. Das liegt sicher mit daran, dass der staffelübergreifende Handlungsbogen mehr Betonung gegenüber dem „murder of the week‟ bekommt. Außerdem muss ich sagen, dass der Neuzugang von Tricia Helfer (Battlestar Galactica) als körperliche Hülle für Lucifers Mutter mir schon viel Freude bereitet hat. Und, ja, ich finde Tom Ellis als Lucifer einfach unwiderstehlich. ❤ Fast wäre ich wegen ihm zur Magic Con gefahren, aber das habe ich mir jetzt doch verkniffen. Ich denke, bei ihm (einem Briten) stehen ja die Chancen grundsätzlich nicht so schlecht, dass er nochmal auf die Theaterbühne in London steigt…

8. The Path – Season 2

Was mir nach wie vor sehr gut an dieser Serie gefällt ist die Ambivalenz. Es werden die Schattenseiten der Bewegung gezeigt, aber es kommt auch das Licht zu Tage, an das die Bewegung glaubt. Ich fühlte mich abwechselnd wie ein kritischer Beobachter von außen, dem ein unangenehmer Schauer über den Rücken läuft, wenn unburdening sessions durchgeführt werden, wenn drogenartige Substanzen eingesetzt werden, um gewisse transzendentale Erfahrungen zu machen, und wie ein Sympathisant der Idee, aus dem begrenzten Leben, das wir haben, alles rauszuholen, sowohl für uns selbst als auch für andere, für die, die wir lieben und die, die in Schwierigkeiten stecken. Es gibt einen Moment, in dem Cal auf einem Religions-Symposium spricht und das gesamte Publikum – von christlichen Nonnen bis Buddhisten – in seinen Bann zieht mit seinen Gedanken von Liebe und Nächstenliebe. Es ist eine interessante Erfahrung, zu spüren, dass man sich dem appeal der meyeristischen Ideale nicht ganz entziehen kann, obwohl man auch sieht, wie gerade die „geistlichen Führer‟ der Bewegung gegen diese Idealen immer wieder verstoßen. Einen Tick schwächer als die erste Staffel, aber The Path bleibt weiterhin eine spannende Serie, die auch zum Nachdenken über die Gesellschaft und sich selbst anregt.

9. Bosch – Season 3

Hm, worum ging es in dieser Staffel nochmal? Ehrlich gesagt, keine Ahnung… Aber der Ermittler Harry Bosch (Titus Welliver) hat einfach so eine authentische und sympathische Ausstrahlung, dass es nicht langweilig wird, ihm zuzusehen. Nach wie vor eine der sehr guten Amazon-Produktionen – sehr zu empfehlen (auch wenn Staffel 1 wohl bisher die stärkste war), obwohl ich sie letztes Jahr nicht in meine Top 10 aufgenommen hatte.

10. Homeland – Season 5 / Supernatural – Season 11

Zwei Dauerbrenner, die für mich nicht mehr so viel Reiz ausüben wie in den ersten (bei Homeland zwei, bei Supernatural fünf) Staffeln. Und doch haben mir diese Staffeln wieder mal ganz gut gefallen, sodass sie sich einen Platz 10 verdient haben.

Das Setting von Homeland in Berlin gefiel mir ganz gut, auch dass sie tatsächlich deutsche Schauspieler (so namhafte wie Nina Hoss und Sebastian Koch, außerdem Alexander Fehling, der als Freund von Carrie eine sehr gute Figur machte) eingesetzt haben. Gute Staffel!

Bei der 11. (!!!) Staffel von Supernatural gefiel mir die Antagonistin von Sam und Dean – the Darkness – ausnehmend gut, auch dass Dean eine besondere Verbindung zu ihr hatte. Da hat mich der staffelübergreifende Handlungsbogen einfach überzeugt. Fragt mich jetzt aber nicht nach Details – SPN schaue ich immer so schnell hintereinander weg, dass nicht mehr allzu viele Details hängen bleiben…Obwohl ich also bei der 11. Staffel wieder Spaß hatte, wünsche ich mir doch, dass diese Serie ENDLICH BEENDET wird! Please! Es muss ein Leben nach Supernatural für Jensen Ackles und Jared Padalecki geben, das wird schon jetzt verdammt schwer, dass man sie als irgendjemand anderen sieht…

Ein paar weitere Staffeln von Serien, die ich schon kannte, habe ich auch noch gesehen (z. B. von Hap & Leonard oder Wayward Pines), aber da diesmal dieser Beitrag ohnehin schon sehr ausführlich geraten ist, werde ich diese nicht alle noch erwähnen.

Meine aktuelle Technikausstattung – ich habe in meiner Wohnung (noch) keinen kompatiblen Fernseher, sondern tatsächlich noch einen Röhrenfernseher – wird mindestens im ersten Halbjahr von 2018 dazu führen, dass ich a) weniger Prime schauen werde, b) mir immer noch kein Netflix leisten werde und c) fast alles auf DVD schauen werde. Meine nächste größere Anschaffung muss eine neue Brille sein (Gleitsicht – ich bin offiziell ALT! :-/ ), deswegen heißt es etwas ausharren, was Streaming anbelangt, denn auf dem kleinen Fire Tablet schauen ist keine dauerhafte Lösung. Dazu kommt, dass mein acht Jahre altes Netbook zu langsam für Streaming ist. Tja, eine Nebenwirkung der Trennung von meinem Freund…

Deswegen ärgert es mich besonders, dass es weder Stranger Things noch Sense8 bisher auf DVD gibt. Ich bin soooo gespannt auf diese Serien – und werde sie wohl so schnell doch nicht sehen. 😦 Dafür freue ich mich, dass die 4. Staffel von Peaky Blinders bereits am 22. Januar in UK auf DVD erscheint – sie ist schon vorbestellt! Ebenso werde ich bald – und ENDLICH – Veronica Mars weitergucken und The Americans. Begonnen habe ich mit der Sichtung von Edgar Wrights Frühwerk Spaced und im Bereich britische Comedy liegt auch noch Miranda hier. Es gibt also einiges, worauf ich mich serientechnisch im neuen Jahr freue – auch ohne Netflix! 🙂

Welche Serien aus meiner Liste mochtet ihr auch? Konnte ich euch vielleicht auch Serien schmackhaft machen, die ihr noch nicht kennt? Und was schlagt ihr mir vor für nächstes Jahr? Ich freue mich auf eure Kommentare!

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21 Gedanken zu “Rückblick 2017 #5: Die besten Staffeln von fortgesetzten Serien

  1. Zu „Broadchurch“: Würdest du sagen, dass Staffel 3 besser war als die Zweite? Die hatte mich seinerzeit irgendwie nicht mehr so recht gepackt. Kann selbst nicht sagen, woran es lag. Wenn es mit der Dritten wieder aufwärts geht, würde ich dem ganzen aber doch nochmal eine Chance geben. Die erste fand ich nämlich richtig gut.

    „Shameless“: Ich hatte vor Staffel 8 nochmal einen Rewatch gemacht und muss im Nachhinenein sagen, dass es in Staffel 6 auch gar nicht so viel gibt, das hängen bleiben kann. Die Season diente ziemlich stark als Neupositionierung der Charaktere für Staffel 7, die ich dann aber auch wieder besser fand. Ist generell auch Meckern auf hohem Niveau, denn die Serie ist nach wie vor so ziemlich das Beste, was zur Zeit zu finden ist, aber Staffel 6 war insgesamt schon ein kleiner Durchhänger, muss ich sagen.

    „Fargo“: Ich fand Staffel 3 sogar besser als die Zweite. Vor allem David Thewlis ist einfach unglaublich gut als schmieriger Schmierlappen in der Staffel. Außerdem gefiel mir in der zweiten Staffel der – nennen wir es – Science-Fiction-Aspekt überhaupt nicht und hat mich stark rausgerissen.

    „Walking Dead“: Das Problem der Serie ist und bleibt das Jonglieren mit den mittlerweile gefühlt 3000 Charakteren, die alle absolut nichts darstellen und immer dümmer handeln. Dazu muss ich leider auch Negan zählen, der mir anfangs auch viel Spaß gemacht hat, dadurch, dass er den Laden mal etwas aufmischt. Aber man erfährt Stand Staffel 7 einfach absolut nichts über den Charakter. Ja, er ist böse und hat nen Baseballschläger. Aber warum er tut, was er tut, bleibt einfach viel zu lange im Dunkeln. JDM macht zwar das Beste aus dem, was man ihm gibt, keine Frage. Aber auf Dauer reicht das einfach nicht, um darüber hinwegzutäuschen, dass das, was man ihm (und auch allen anderen gibt), einfach nur noch schwach ist.

    1. Die 3. Staffel Broadchurch ist richtig gut! Und nicht nur weil hier Andrew Buchan mal wieder zeigen konnte, dass er ein großartiger Schauspieler ist! Lohnt sich!

    2. „Broadchurch“ ist für mich schwierig zu beurteilen, da ich die zweite auch ganz gerne mochte, aber Reihenfolge wäre: S1 – S3 – S2.

      Na, dann kann ich mich bei „Shameless“ ja auf die nächste Staffel freuen!

      Och, ich fand den „Science-Fiction-Aspekt“ super! Völlig unpassend und unerwartet – ich habe sehr lachen müssen! 😂

      Naja, bzgl Negan & Co lass ich mich mal überraschen, wie es weitergeht…

  2. Zu „Penny Dreadful“-Staffel 3:
    Den Handlungsstrang um Ethan empfand ich überhaupt nicht als schwächer als die anderen. Gerade diese überaus heftige Dekonstruktion von Western-Romantik passt sehr gut zum Modus Operandi der Serie. Etwas enttäuschend war vielleicht die Sache mit Dr. Jekyll und Lord Hyde. Für „A Blade Of Grass“ allein hätten Eva und Rory je einen Emmy und einen Golden Globe gewinnen MÜSSEN! Aber die Serie hat halt kein „American“ im Titel 😉

    Zu „Sherlock“-Staffel 4:
    Das war mit Abstand die bisher schwächste. Vor allem das Staffelfinale strotzte nur so vor peinlichen Logikfehlern. Irgendwann mussten sich die immer konstruierteren Drehbücher auch rächen. Wo würdest du nach einem verschwundenen Kind zuerst suchen? Richtig, im Brunnen!!!

    „The Affair“ hat sich aus meiner Sicht in der dritten Season leider etwas im Kreis gedreht. Aber Brendan Fraser war wirklich eindrucksvoll.

    Meinen TV-Rückblick gibt’s evtl. morgen oder an Neujahr.

    1. Hm, dazu passt der Strang vielleicht schon, mich hat er trotzdem nicht so gepackt.

      Als Ganzes hat die „Sherlock“-Staffel vielleicht nicht so gut funktioniert, aber ich liebe halt „The Lying Detective“!

  3. Wow, da hast du ja einiges gesehen! 🙂

    Ich stecke bei „Penny Dreadful“ gerade mitten in der finalen Staffel und freue mich nach deiner Besprechung nun umso mehr über die verbleibenden Episoden.

    Was TWD angeht, so sind die Episoden mit Negan tatsächlich extrem stark, doch leider baut die Serie in den Füller-Episoden extrem ab, was mir gerade in der siebten Staffel auffällt. Bin noch nicht ganz durch, doch wirklich schade.

  4. Broadchurch Staffel 3 war wirklich wieder richtig gut – würde die Staffeln auch so ranken wie du. DIe letzte Suits Staffel fand ich dagegen etwas schwächer, grade dieser Donna Handlungsbogen war nervig. Aber insgesamt natürlich immer noch auf einem guten Niveau. Auch Homeland in Berlin war gut! Zu den Sherlock Folgen kann ich dich eigentlich auch nur bestätigen.

    Hm kann ich an irgendeiner Stelle widersprechen? Donwton Abbey vielleicht. Der Abschluß war gut, aber sonst war ich beim Sehen der Staffeln oft froh, dass es die letzte Staffel war.

  5. Da ist ja die ein oder andere interessante Serie dabei 🙂

    Ich wünsche dir einen guten Rutsch, ein frohes neues Jahr und möge sich der ein oder andere Wunsch in 2018 erfüllen.

  6. Jaaaaaaaaaaaaa, „Spaced“! ❤

    Mich hat "Downtown Abbey" auch richtig fertig gemacht. Ich meine, wie sie es geschafft haben, dass ich von der 1. Staffel an Thomas soooo sehr gehasst habe und er jetzt hier im Bilderrahmen hängt, dass ist schon was.

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