Thor: Ragnarok in IMAX 3D (Taika Waititi, USA 2017) – Kurzkritik

Kurzkritik bedeutet bei mir, dass es keine Inhaltsangabe gibt.

Quelle: IMDb, Copyright Marvel/Disney

Vielleicht etwas überraschend, dass ich ausgerechnet in meinem Theater-Urlaub eine Filmkritik poste, aber meine Freundin D. und ich wollten es uns nicht entgehen lassen, diesen Film im BFI IMAX anzusehen. GUTE Entscheidung!

Erst ein paar technische Bemerkungen zum Kino und der IMAX-Technik. Wenn du in den Saal kommst, wirst du erstmal erschlagen von der Größe der Leinwand:

Sie ist die größte Leinwand in Großbritannien (20m x 26m; ich habe sie aus Reihe M nicht mal ganz aufs Foto gebracht), allerdings nicht die breiteste (die befindet sich im Empire am Leicester Square, wo ich Logan gesehen hatte). Dazu kommt ein Surround-Sound, der dir Gänsehaut bereitet. Das tollste aber sind die bequemen Brillen (auch für Brillenträger!) und das 3D-Bild, das man mit ihnen sieht: Wenn man brav den Kopf gerade hält, gibt es keinerlei störende Schatten im Bild, sondern absolut klares 3D Bild – auch bei schnell geschnittenen Kampfszenen. Wow – so würde ich jederzeit JEDEN 3D-Film mit Freuden auf 3D sehen. Ich glaube, ich muss bei meinen kommenden Theatertrips auch jeweils einen Kinobesuch miteinplanen… Vielleicht den neuen Star Wars im Januar?! ❤ Der Preis für dieses Erlebnis ist zwar gesalzen, aber da es wirklich nicht zu vergleichen ist mit einem normalen Kinobesuch, zahle ich ihn gern.

Jetzt aber zum Film. Ich gebe zu, ich kannte Taiki Waititi bisher nur aus der grandiosen Vampirkomödie What We Do In The Shadows (5 Zimmer Küche Sarg) und konnte mir im Vorfeld gar nicht vorstellen, dass er bei einem so großen Film aus dem Marvel-Franchise Regie führen „durfte‟. Wie froh bin ich, dass er das durfte, denn der Film sprüht nur so vor Humor und Selbstironie der Charaktere. Das macht wirklich großen Spaß, wie Thor (Chris Hemsworth wird mit jedem Film besser), Loki (Tom Hiddleston ist wieder adorable <3) und Hulk/Banner (Mark Ruffalo mit verdient viel Screentime) miteinander agieren – und man merkt, wie es die Schauspieler genossen haben. Dazu kommt dann noch Tessa Thompson als trinkfeste, aber nicht immer trittfeste 😀 Valkyrie. Unterstützung gibt es u. a. auch noch von Korg, einem Wesen aus Stein, das mit viel Witz von Taititi selbst gespielt wird. Fantastisch!

Auf der „dunklen Seite‟ darf Cate Blanchett als Hela brillieren (allein, wie sie mit ihrer Mimik darstellt, wie sehr sie die Idee eines „friedvollen Zusammenlebens‟ verabscheut!), aber Jeff Goldblum stiehlt allen die Show als Grandmaster auf einem Planeten, der komplett aus Müll zu bestehen scheint (ich habe erwartet, irgendwo WALL-E zu entdecken). Die Autoren (Eric Pearson, Craig Kyle, Christopher L. Yost, basierend natürlich auf den Comics von Stan Lee, Larry Lieber und Jack Kirby) haben ihm großartige Lines gegeben, die er aber einfach auch wunderbar zynisch rüberbringt.

Und die Story? Ich gebe zu, dass ich so viel Spaß dabei hatte, den Schauspielern (ich habe bisher ja nur einen Teil genannt, es gibt noch viele weitere wunderbare Gastauftritte, darunter ein Cameo, über das ich noch Stunden später lachen musste) dabei zuzusehen, wie sie tierisch viel Spaß bei der Arbeit haben, dass ich die Story eher zweitrangig fand. Trotzdem lässt sich sagen, dass sie einigermaßen logisch verschiedene Erzählstränge zusammenführt und Beginn und Ende des Films eine gute, „feurige‟ Einheit ergeben.

Als ich die ersten Trailer zu diesem Film gesehen hatte, befürchtete ich, dass es eine reine CGI-Schlacht werden würde, die mich langweilen würde, doch die Befürchtungen haben sich nicht bestätigt. Vielleicht lag es ja auch an der hervorragenden IMAX-3D-Bildqualität, dass ich auch die Szenen, in denen viel mit CGI gearbeitet wurde, überzeugend fand.

Ein rundum gelungenes Kinoerlebnis, das ich sofort wiederholen würde! Mindestens 8 von 10 Punkten.


7 Gedanken zu “Thor: Ragnarok in IMAX 3D (Taika Waititi, USA 2017) – Kurzkritik

  1. Der Film hat mir auch gut gefallen. Mann hätte die bisherigen Thor-Filme von vorneherein so ironisch aufziehen müssen, finde ich. Mein Review folgt bald…

    Viel Spaß noch in London!

  2. Ich fand ihn auch richtig gut, Lustig und sehr unterhaltsam, auch wenn die Story etwas dünn war. Aber wer geht da schon wegen der story rein? ❤

Indem du die Kommentarfunktion nutzt, erklärst du dich mit der Verarbeitung deiner angegebenen Daten durch Automattic, Inc. sowie den Dienst Gravatar einverstanden.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.