Neulich beim SNEAKen: Home Again (Dt.: Liebe zu Besuch; Hallie Meyers-Shyer, USA 2017)

QUelle/Copyright: Splendid Film Deutschland

Vielleicht war es ja schon Foreshadowing, dass mir Freitag Nacht Home Again in der Sneak Preview so gut gefallen hat – seit Samstag morgen hat mich eine Erkältung im Griff, die in mir den Wunsch nach romantischer Komödie ausgelöst hat (so habe ich gestern Abend z. B. Before We Go von und mit Chris Evans angesehen).

Alice (Resse Witherspoon) ist alleinerziehende Mutter von zwei Töchtern (überaus reizend dargestellt von Lola Flanery und Eden Grace Redfield) und ist – nach der Trennung von ihrem Mann Austen (Michael Sheen) vor wenigen (ich glaube drei) Monaten – von New York nach Los Angeles gezogen, in das Haus ihres verstorbenen Vaters (ein berühmter Regisseur). Sie will eine neue Karriere als „Innenarchitektin‟ (eher Raumausstatterin) beginnen, an einer neuen Beziehung hat sie noch nicht so recht Interesse, auch wenn ihre Freundinnen sie – natürlich – verkuppeln wollen. An ihrem 40. Geburtstag lernt sie drei junge Männer kennen, die versuchen, für die Langform ihres Kurzfilmes einen Produzenten zu finden. Einer von ihnen, Harry (Pico Alexander), ist besonders angetan von Alice – und irgendwie enden alle drei nach der feucht-fröhlichen Geburtstagsnacht in verschiedenen Bars und Clubs in Alices Haus und beziehen alsbald das Gästehaus. Auch wenn sich Alice zunächst etwas „ziert‟ ob des großen Altersunterschiedes, landet der 26-jährige Harry auch bald in ihrem Bett. Doch damit ist die Geschichgte natürlich nicht zu Ende…

Vielleicht liegt es ja daran, dass ich es Leid bin, dass es meistens die Männer sind, die sich – in Filmen und häufig auch im Real Life – jüngere Frauen als „Gespielinnen‟ suchen, und ich es deswegen erfrischend fand, dass hier ein 26-Jähriger eine 40-Jährige umgarnt. Geheime Wünsche? 😳 😉 Ich habe viel gelacht und fand alle drei jungen Männer (Pico Alexander, Jon Rudnitzky und Nat Wolff) ganz herzallerliebst, so wie sie sich um Alice und ihre zwei Töchter kümmerten. Aber auch Michael Sheen als Alices Ex hat mir sehr gut gefallen. (Ach, er schaut einfach so gut aus mit seinen dunklen lockigen Haaren, die mit ganz viel Grau durchsetzt sind. Dasselbe gilt für seinen Bart. Dabei ist er objektiv betrachtet kein „schöner Mann‟.)

Die Besetzung ist also sehr gut (nicht zu vergessen die großartige Candice Bergen!), auch weil alle mit Mimik und Körpersprache sehr viel zur Komik beigetragen haben. Der Plot ist vielleicht nicht der ganz große Wurf, die Storyline um Alice und ihre erste Kundin, Socialite Zoey (Lake Bell) etwa, ist eigentlich weitgehend überflüssig. Trotzdem aber zeigt auch diese, dass Alice eine selbstständige Frau ist, die ihr Glück nicht von einem Mann abhängig macht, was für mich ein weiterer Pluspunkt des Films ist.

Quelle/Copyright: Splendid Films Deutschland

Der Film hat bisher keine besonders guten Kritiken (IMDb 5,7; Metacritic 47, Rotten Tomatoes 30%) eingefahren und ist sicher auch kein Must-see, kein Meisterwerk, das in die Filmgeschichte eingeht. Mich hat er trotzdem mit seinem Witz und seiner Herzenswärme wundervoll unterhalten – egal, ob das nun ein Zeichen dafür war, dass eine Erkältung im Anmarsch war! 7 von 10 Punkten.

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