Filmfest München 2017: The Big Sick (Michael Showalter, USA 2017) – Kurzkritik

Quelle: filmfest-muenchen.de

Nachdem ich auf Twitter von diversen Leuten sehr viel Positives über diese romantische Komödie (u.a. von Robin Swicord, Regisseurin von Wakefield und Mutter von Zoe Kazan; und Wil Wheaton) und eine Kritik im TIME Magazine gelesen hatte, entschied ich mich gestern doch noch spontan, mir den Film auf dem Filmfest anzusehen. Eine gute Entscheidung! ❤

Inhaltsbeschreibung (lt. Filmfest Programm):

Nach einer schrägen wahren Geschichte: Kumail, geboren in Pakistan, versucht in den USA als Comedian Fuß zu fassen – und nach einer gemeinsamen Nacht mit Emily dauerhaft einen Fuß in ihre Türe zu bekommen. Doch Kumails konservative Eltern halten von dieser Verbindung rein gar nichts. Und als Emily eine merkwürdige Krankheit befällt, findet Kumail sich in einem Chaos aus Sorge, Tradition und den Eltern seiner Womöglich-Freundin wieder, denen er mitten in der Krise zum ersten Mal begegnet.

Ich gestehe, ich hatte den Comedian Kumail Nanjiani noch nicht wirklich auf dem Schirm vor diesem Film, denn weder verfolge ich Stand-up Comedy, noch schaue ich die Serie Silicon Valley. Doch ich fand die real-life Liebesgeschichte zwischen ihm und seiner Frau Emily V. Gordon (Emily und Kumail haben das Drehbuch zusammen verfasst) so spannend und positiv, dass ich nicht widerstehen konnte.

Quelle: thestar.com; Kumail Nanjiani und Emily V. Gordon

Der Film wurde auf dem Filmfest mit den Worten eingeleitet: „Die beste romantische Komödie des Jahres‟ und ich kann – zumindest was das Jahr bis JETZT betrifft – dem uneingeschränkt zustimmen. Und das liegt nicht nur daran, dass die Geschichte real ist, sondern u.a. auch an der Besetzung. Kumail spielt sich ja selbst, seine Freundin Emily wird von Zoe Kazan, die mir schon in What if? ausnehmend gut gefallen hatte, gespielt. Was soll ich sagen? Sie ist einfach so eine natürliche Schauspielerin, ich schau ihr gerne zu. Wobei sie hier ja die meiste Zeit im Koma liegt…

Quelle: filmfest-muenchen.de

Da kommen dann Holly Hunter und Ray Romano ins Spiel, die die Eltern von Emily spielen, die von North Carolina nach Chicago reisen, um für ihre Tochter da zu sein. Holly Hunter kann hier erneut ihren Südstaaten-Akzent (wie in Strange Weather) auspacken und spielt, wie immer, fantastisch. Sie und Romano lassen die Eltern so menschlich und liebenswert erscheinen, dass man sich förmlich mit Kumail zusammen in seine zukünftigen Schwiegereltern verliebt.

Quelle: theatlantic.com; Amazon Studios / Lionsgate

Überhaupt ist Familie ein großes Thema, da ja Kumails pakistanische Familie fest davon ausgeht, dass Kumail eine arrangierte Ehe mit einer Pakistanerin eingeht und ein muslimisches Leben führt. Kumail ist hin- und hergerissen zwischen seiner Liebe zu seiner Familie und seiner Liebe zu Emily bzw. seinen Zweifeln an dem Leben, das seine Eltern für ihn als bestimmt sehen. Trotzdem wird Kumails traditionelle Familie nicht als Monster dargestellt, sondern mit viel Augenzwinkern und Liebe. Da ist Emily und Kumail einfach ein sehr gutes Drehbuch gelungen, das die Schauspieler wunderbar rüberbringen.

Mehr muss gar nicht gesagt werden. Bei The Big Sick handelt sich um eine romantische Komödie, bei der man einmal nicht sagen muss: „Ja, aber so läuft das ja im wahren Leben nicht ab!‟ Im Laufe des Films wachsen einem die zwei Familien so ans Herz, dass man sie am liebsten im richtigen Leben kennenlernen möchte.

Einfach schön – für den 16. November vormerken, denn erst dann läuft er bei uns an! 8,5 von 10 Punkten.

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Eine Antwort zu Filmfest München 2017: The Big Sick (Michael Showalter, USA 2017) – Kurzkritik

  1. ginadieuarmstark schreibt:

    Klingt nach einem Film für mich und nicht nach dem üblichen Kitsch.

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