Random Crap #21: Angels in America am 10.6. im NT (London) – Ticket übrig!

Ich habe erst überlegt, ob dieser Aufruf in meine Random Crap-Kategorie passt, und ja, er passt, denn es ist schon crap, dass schauwerte nicht mit mir in das Revival von Tony Kushners “gay fantasia on national themes” gehen kann – am Vortag und -abend meines Geburtstages. :-/

Bevor ich mich ans National Theatre wende, möchte ich erstmal schauen, ob sich nicht jemand finden lässt, der oder die spontan am 10.6. in London sein kann, und mit mir mit diesem 8-Stunden-Marathon (erster Teil um 13:00, zweiter Teil um 19:00) in meinen Geburtstag feiern möchte. 🙂

Worum geht es?

America in the mid-1980s. In the midst of the AIDS crisis and a conservative Reagan administration, New Yorkers grapple with life and death, love and sex, heaven and hell. (nationaltheatre.org.uk)

It starts with a funeral and ends with a heartfelt plea for life. In between it roves across America, swoops from the seat of power to a hospital corridor, from Antarctica to Heaven and through the hallucinatory dreams of depressed and desperate minds. It features angels, ghosts, a spectral travel agent and characters both real and imagined. It debates politics, religion, race and love. It’s a state-of-the-nation piece that addresses the crippling damage of hypocrisy and the importance of responsibility, both political and personal, in shaping the future. (The Financial Times)

Der erste Teil (Millennium Approaches) wurde 1991 in San Francisco uraufgeführt (in London 1992), der zweite (Perestroika) 1992, in London wieder ein Jahr später mit einer exquisiten Besetzung (u.a. Daniel Craig, Stephen Dillane und Jason Isaacs!), 2003 gab es vom Gesamtwerk auch eine Miniserie (mit einem ebenso tollen Cast: Al Pacino, Patrick Wilson, Justin Kirk, Meryl Streep, Mary-Louise Parker, u.a.), die damals hochgelobt wurde, die ich aber leider nie gesehen habe. Dann sah ich über NT Live einen Mini-Ausschnitt aus dem Stück beim 50-jährigen Jubiläum des National Theatre, in dem mich Andrew Scott innerhalb von wenigen Minuten erst zum Lachen gebracht und dann zu Tränen gerührt hat.

(Ich habe diese Version mit den vietnamesischen UT gewählt, weil die Bildqualität viel besser ist.)

Spätestens ab diesem Zeitpunkt waren mir zwei Dinge klar: Ich muss Andrew Scott auf der Bühne sehen (mit Hamlet „erledigt“ 😉 , aber das war SICHER nicht das letzte Mal ❤ ) und ich will dieses Stück sehen.

Nun wird das Stück tatsächlich im National Theatre von Marianne Elliott, die große Erfolge mit The Curious Incident of the Dog in the Night-time und War Horse feierte, neu inszeniert. Die Kritiker sind ziemlich begeistert, insbesondere von den Schauspielern: u.a. Andrew Garfield (The Amazing Spider-Man I+II, Hacksaw Ridge, Silence), Nathan Lane (The Birdcage, Good Wife, Modern Family), Russell Tovey (Being Human), Denise Gough (Olivier Award für die Hauptrolle in People, Places, and Things, kleine Rolle in The Fall – Series 3) und James McArdle ( The Worricker Trilogy).

Quelle: nationaltheatre.org.uk

What is one left with at the end of eight hours? Some memorable images, thanks to Ian MacNeil’s design. Some astonishing performances from a very good cast. But the prime impression is of Kushner’s conviction that, although we live in dark times where both God and Marx are dead, there is always hope in the instinct for survival and the tenacity of the human spirit. (The Guardian)

The performances and the plays themselves, however, absolutely fly. Angels will serve as a fascinating (if leftist-slanted) history lesson for the younger generation. We’re reminded of the Reagan era, embodied most viciously in the closeted (also dying of Aids) figure of legal power-player Roy M Cohn (the superb Nathan Lane, puppyish one minute, a Rottweiler the next, finally pained and emaciated). The collapse of Communism is marked in Part Two (Perestroika). Yet this isn’t yesterday’s news: the core themes, about the price paid for denial, and the cost of change and acceptance, the end-times sense of foreboding many feel about the state of the planet too, still pulse with urgency; the emotions sear afresh.  (The Telegraph)

As a play with a rich performance and production history the National Theatre’s revival feels as necessary as oxygen and champions the venue’s place at the forefront of British and indeed international theatre experience. A rare marriage between a genuinely terrific play with a first-rate production and knock-out cast it offers theatrical perfection in the deepest sense. Richly spiritual and wholeheartedly triumphant this is a production that will sit on your heart and run through your mind for the rest of your life. Beyond unmissable. (londontheatre.co.uk)

Wer möchte das miterleben? Das Stück ist ausverkauft, es gibt im normalen Vorverkauf keine Tickets mehr. Zugegebenermaßen bietet das NT auch noch Tickets über eine Lotterie an, aber das ist eben ein Glücksspiel. Ich will auch nicht verschweigen, dass beide Teile auch via NT Live übertragen werden. Das Live-Erlebnis im Theatersaal selbst ist aber ungleich intensiver, schon allein, weil die Reaktionen des Publikums viel stärker zu spüren sind.

Ganz billig ist das Vergnügen auch nicht: Das Ticket für beide Vorstellungen beläuft sich auf 125 Pfund. Ich bin mir aber sicher, dass diese zwei Stücke das Geld Wert sind! 🙂

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10 Antworten zu Random Crap #21: Angels in America am 10.6. im NT (London) – Ticket übrig!

  1. schauwerte schreibt:

    mehr als crap – ganz große SCHEISSE ist das!

  2. wordBUZZz schreibt:

    Ich sage mal so… Es fehlt das Geld 😀
    Komme doch einfach zur NordCon und spiele ein wenig LARP mit 😉

    Ich wünsche dir dennoch Viel Glück und Viel Spaß! Vielleicht wirds ja was!

  3. theatergeist schreibt:

    Oh man, auf einer Skala von 1-10 bin ich gerade mindestens 12 neidisch… Wenn mein beruflicher Terminplan nicht so unvorhersehbar wäre, würde ich dich direkt begleiten. Leider bleiben mir nur die Screenings. Trotzdem drücke ich dir die Daumen, dass du eine nette Begleitung findest. Verstehe ich es richtig, dass du das zweite Ticket bereits hast und es dir nur jemand abnehmen müsste? Dann teile ich deinen Beitrag nämlich gern auch bei Facebook. Habe da noch ein paar Thespians, die das interessieren könnte ❤

    • singendelehrerin schreibt:

      Schade, dass es bei dir nicht klappt!

      Ja, ich habe schon zwei Tickets, bzw. die Kaufbestätigung, ich hole sie dann beim Box Office ab. Ein Ticket bleibt für mich, das andere würde ich dann abtreten. Am einfachsten (ohne Gebühren) wäre es, wenn man sich dann einfach vor Ort am Theater zur Übergabe trifft. Man kann zwar Tickets auch auf einen anderen Namen umschreiben lassen, das kostet dann aber Gebühr. Es werden hier aber diverse Leute bestätigen können, dass ich vertrauenswürdig bin und den Käufer dann nicht vor dem National Theatre im Regen (oder Nebel 😉 ) stehen lassen würde. 🙂

      Von mir aus kannst du also gerne bei Facebook auf meinen Beitrag hinweisen. 🙂

  4. friedlvongrimm schreibt:

    Ach Mensch, ich hoffe da findet sich jemand. Ich habe in der Zeit Konzerte en masse, aber mach dir bitte Andrew 1 und 2 klar und entführe sie nach dem Event nach Berlin.

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