Media Monday #302

Endlich Osterferien! Und den Sonntag habe ich sowohl zum Bloggen, als auch zum Korrigieren und zum Laufen genutzt. Immerhin! Ich hoffe, ich werde euch die nächsten zwei Wochen wieder etwas mehr Lesestoff bieten. 😉

Der Media Monday gehört da natürlich dazu:

1. Animations- oder Zeichentrickserien haben meine Kindheit maßgeblich geprägt (siehe meine Top 10 der Kinderserien), Lieblingsserien waren Biene Maja, Heidi und Tom & Jerry. Später habe ich mich aber immer mehr Realserien zugewandt – und so bin ich nicht mal regelmäßiger Simpsons-Gucker. Animationsfilme schaue ich immer noch ganz gerne, aber bei Serien muss ich – bis auf Wallace and Gromit – passen.

2. Beim Buffy-Rewatch habe ich die zweite Staffel regelrecht durchgesuchtet, doch da bei der 3. Staffel gerade der DVD-Player (oder die DVD) spinnt, musste ich meinen Buffy-Schnelldurchlauf kurzfristig unterbrechen.

3. Wenn es um handfestes Drama geht, bietet TABOO einiges: Verrat, Mord, Inzest, Intrigen, Folter…

4. Der Franken-Tatort „Am Ende geht man nackt‟ erfüllt so ziemlich jedes Klischee, bringt aber auch immer ein „Gegen-Klischee‟: Es gibt den „anständigen‟ Flüchtling, der nachts von Albträumen heimgesucht wird, aber auch den Flüchtling, der andere Flüchtlinge zu Straftaten anstiftet und nur selbst Kohle machen will. Es gibt den rechtsradikalen Deutschen und die Deutsche, die in der Flüchtlingsunterkunft hilft, weil alles andere „unanständig‟ wäre. Es gibt Polizisten, die eher dem deutschen Rechtsradikalen glauben, als den ausländischen Flüchtlingen, aber auch einen Kommissar, der sogar überlegt, ob er den unbegleiteten 16-jährigen Flüchtling adoptieren soll. So war der Tatort sicherlich absolut politisch korrekt, aber trotz des tragischen Endes hat er mich nicht wirklich berührt – warum kriegen das die Tatort-Macher so selten hin, dass mal Spannung aufkommt? Immerhin: Ich mag Fabian Hinrichs. ❤ 

5. Eine Serienstaffel, auf die ich mich richtiggehend freue, ist die 6. Staffel von Suits, die ich soeben vorbestellt habe. Leider kommt sie erst Ende Mai raus… So wie’s aussieht, werde ich die dann wieder – wie letztes Jahr die 5. Season – während der Korrekturzeit des Fachabiturs durchsuchten! 😀

6. Dan Stevens hat mit ihrer/seiner Rolle als David Haller mein Herz erobert, denn da zeigt er so viele Facetten, dass ich ihm einfach nur stundenlang zusehen könnte. Außerdem ist das definitiv seine beste Rolle und die beste Produktion, bei der er seit seinem Weggang von Downton Abbey beteiligt ist. Leider ist die erste Staffel schon wieder vorbei – also fange ich nochmal von vorne an. 🙂

7. Zuletzt habe ich The Circle (Dave Eggers) weitergelesen und das war nervig, weil es bisher nur einen Charakter gibt, der dieses „Wir sind mit allen 24/7 online vernetzt und Social Media ist die einzig wahre Form der Kommunikation‟-Gehabe ablehnt. Das Buch wird ja so hochgelobt, aber mich hat es von Anfang an genervt, weil ich diese Begeisterung der Protagonistin Mae und ihrer Freundin Annie für ihre Firma The Circle überhaupt nicht nachvollziehen kann. Was für ein Horror, ständig bewertet zu werden, sogar ein Ranking bzgl. der Social Media-Aktivitäten gibt es. Und dann diese ganzen neuen Produkte, die alle zu komplett gläsernen Menschen macht… Ich könnte kotzen. Klar soll wohl der Leser so reagieren, aber ich kann mich halt momentan (S. 160) weder mit der Hauptperson, noch mit irgendwelchen anderen wichtigen Figuren identifizieren. Irgendwie macht es mir keinen rechten Spaß, dieses Buch zu lesen.

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25 Antworten zu Media Monday #302

  1. hurzfilm schreibt:

    „So war der Tatort sicherlich absolut politisch korrekt, aber trotz des tragischen Endes hat er mich nicht wirklich berührt – warum kriegen das die Tatort-Macher so selten hin, dass mal Spannung aufkommt?“

    …weil Sozialpädagogen keine Drehbücher schreiben können…

    (undwegduck)

  2. wordBUZZz schreibt:

    Jetzt muss ich mir aber irgendwas aus den Fingern saugen… Ich habe keiner der gennanten Serien geschaut, außer Biene Maja und damals die deutsch-japanische Produktion Heidi… Rückblickend frage ich mich warum ich es damals geliebt habe. Alles in allem eine riesen Zeitverschwendung, hätte ich damals besser lassen sollen.

    (Ich bin eher der amerikanische Krimiserientyp… Zu Tatorten hatte ich nie nie einen Draht) Außer der Tatortreiniger, der ist sehr witzig!

    Ach ja „The Circle“, ähm wie gesagt ich bin froh, dass ich mit dem Ding durch bin. Ich dachte der Lehrplan bekommt mal eine Vernünftige Auswahl von Lektüre hin, aber Nein.

    • singendelehrerin schreibt:

      Ah, ihr musstet das in der Schule lesen! Interessant, eine Meinung einer Schülerin dazu zuhören!
      Ich bin auch erst durch meinen Freund zum Tatort gekommen – ist halt seine Sonntagsabend-Tradition. Immerhin kenne ich mich dadurch auch wieder etwas mehr aus, was deutsche Schauspieler anbelangt… Der Tatortreiniger ist in der Tat SEHR witzig! 😀
      Wieso denkst du, dass es Zeitverschwendung war, „Heidi“ oder „Biene Maja“ zu schaun?

      • hurzfilm schreibt:

        — Wieso denkst du, dass es Zeitverschwendung war, „Heidi“ oder „Biene Maja“ zu schaun? —

        (bin zwar nicht gefragt, aber mich stört das nicht)

        …weil „Captain Future“ besser war! 😉

  3. Zeilenende schreibt:

    Der Circle wird, so viel sei verraten, charaktertechnisch gar nicht sooo viel besser. Und ich schmunzele, weil ich zumindest so gar keine Identifikationsprobleme damit hatte. Scheint wohl doch ein Generationending zu sein, die Sache mit der Selbstoptimierung.

  4. ginadieuarmstark schreibt:

    „Tatort“ ist irgendwie nicht so mein Ding, das ist mir alles viel zu langatmig und zu langweilig. Welche ich mochte, waren die mit Götz George.

    „Legion“ muss ich jetzt dann auch endlich weiter schauen 🙂

    • singendelehrerin schreibt:

      Ach, du hast „Legion“ noch nicht fertig geschaut? Dann aber mal los! 😉
      Du, ich würde mich auch nicht als „Tatort“-Fan bezeichnen. Ich hab mich da halt meinem Freund in dieser Hinsicht angepasst. Dafür „muss“ er sich dann gewisse Serien mit mir in der englischen OV ansehen. Der Sonntagabend blebt dem deutschen Krimi vorbehalten. Das ist die meiste Zeit ziemlich öde 08/15-Ware, aber ab und zu sind auch echte Juwelen darunter!

  5. away on a trip schreibt:

    Schöne Osterferien!

  6. schauwerte schreibt:

    Hab ich ja gesagt, dieser Mae (The Circle) will man einfach mal ordentlich eine ballern!

  7. bullion schreibt:

    „The Circle“ will ich trotz deiner Warnung auch noch lesen. Stecke beruflich selbst viel zu sehr in diesem Social-Media-Ding, als das mich das vermutlich kalt lassen würde. Mal schauen.

    Sehr treffende Analyse zum Tatort übrigens. Da ich die letzten so schrecklich fand, habe ich diesen nur am Rande verfolgt, d.h. ich kann mir keine wirkliche Meinung erlauben, doch das was ich gesehen habe waren weichgespülte Klischees und der Rambo-Opa am Ende war eher belustigend.

    • singendelehrerin schreibt:

      Ich hatte schon darauf gewartet, dass du ihn im Media Monday erwähnst, aber du schreibst den ja schon immer vor „Tatort“-Sendezeit. 😉 Ich fand den „Rambo-Opa“ vor allem absolut unauthentisch. Einem Fliehenden in den Rücken zu schießen – bitte, das machen ja nicht mal unbedingt die schießwütigen Amis…
      Wegen „The Circle“ lass dich mal durch meine vorläufige Kritik nicht von der Lektüre abhalten. Wie du schon sagst, du bist ja selbst ziemlich drin in dem „Social-Media-Ding“ – wahrscheinlich findest du dich da viel stärker wieder als ich Facebook-Verweigerin, Like-Abstinenzlerin und Smartphone-ohne-Internetdatenvertrag-Besitzende. 😉

  8. Wortman schreibt:

    Punkt 3 hört sich gut an… Taboo steht schon auf meiner Guckliste.
    Die einzigen Tatorte, die ich geschaut hatte, waren die Schimanski – Folgen 🙂

  9. blaupause7 schreibt:

    Ach ja, the Circle. Ich hatte das „Vergnügen“ auf einer kreuzlangweiligen Fahrt mit dem Flixbus. Spaß hat mir die Lektüre nicht gemacht; ich fand sie eher erschreckend, zumal ich in letzter Zeit im Internet immer öfter über diesen Spruch „sharing is caring“ gestolpert bin. Mit dem Roman im Hinterkopf, habe ich da ganz ungute Assoziationen.

  10. Stepnwolf schreibt:

    Bei „The Circle“ ging es mir mit den Charakteren ähnlich wie dir. So richtig kann man sich mit keiner/keinem identifizieren. Aber die Idee hinter dem Buch finde ich dennoch immer noch extrem spannend.

  11. Ich fand The Circle sehr schlecht. Keine Ahnung, wie der Hype entstehen konnte.

  12. pimalrquadrat schreibt:

    Hm, das ist interessant. Beim Circle hab ich gar keine Identifikationsfigur gebraucht. Das war tatsächlich mehr Faszinosum Grauen, wie sich tatsächlich alle begeistert darauf stürzen, möglichst rund um die Uhr überwacht zu werden. So, wie es in echt ja mehr und mehr Leute auch tun. Das fand ich dann schon spannend, zumal ich das Buch vor bald zwei Jahren gelesen habe, und ich da anfing, die Veränderungen bewusst bei meinen damaligen Schülern wahrzunehmen.
    Ich fand und finde den Circle also ein sehr gelungenes Werk.

  13. Morgen Luft schreibt:

    Oh Danke! The Circle ist grad mein Damoklesschwert Nr. 1. Muss mich da auch ziemlich durchquälen.

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