Media Monday #301

Das Wochenende stand ganz im Zeichen der Feier anlässlich des 80. Geburtstages meiner Mutter, und so kam ich auch an meinen freien Tagen nicht zum Bloggen. Das habe ich aber sehr gerne in Kauf genommen, schließlich haben wir unserer Mutter in einer richtigen Showveranstaltung den Goldenen Bambi fürs Lebenswerk verliehen, und haben so ihr – und den Gästen – eine große Freude gemacht. Ich liebe die Kreativität in unserer Familie! 🙂

Nun aber heißt es zurück in den Alltag – und die letzte Woche Schule vor den Osterferien läute ich natürlich wieder mit dem Media Monday ein. Denn – wie Wulf vom Medienjournal-Blog in seiner Statistik zu den letzten 52 Wochen festgestellt hat – ich gehöre zum harten Kern von 10 Bloggern, die (fast) immer am Media Monday teilnehmen. So soll das natürlich auch in den nächsten 52 Wochen bleiben! 🙂

1. Zuletzt meine Aufmerksamkeit geweckt hat Wulf mit seinem Sci-Fi-Tipp The Expanse. Das klingt doch so, als würde es sich – als SF-Fan – lohnen, da mal reinzuschauen.

2. Transparent war und ist für mich ein regelrechter Blick über den Tellerrand, schließlich habe ich in meinem Leben persönlich kaum Kontakt mit transsexuellen Menschen. Ich kenne zwar – flüchtig – einen Mann, der früher eine Frau war, habe aber dessen Prozess der Umwandlung nicht miterlebt und mich nie mit ihm darüber unterhalten. So finde ich es höchst interessant, ein wenig Einblick in die Gedankenwelt und Probleme von Transgender-Menschen zu bekommen. Ich kann diese Amazon-Serie wirklich nur wärmstens empfehlen (auch wenn ich tatsächlich dieser Serie (3 bisher gelaufene und gesehene Staffeln) noch keinen einzigen Review-Artikel gewidmet habe! 😮 Das müsste ich eigentlich wirklich mal nachholen…

3. In punkto Konsolen kann ich überhaupt nicht mitreden. Ich spiele keinerlei Computer-/Videospiele. Dafür denke ich gerne an meine Jugend zurück, als ich auf dem C64 (und wahrscheinlich später auch auf dem Atari) meines Bruders Frogger, Boulderdash, Park Patrol und Impossible Mission („Destroy him, my robots!‟ Zzzzzzzzzz) gespielt habe. Hell, I’m old…

4. Die Suche nach meiner Brille hat meine Erwartungen leider überhaupt nicht erfüllen können, denn obwohl ich am Donnerstag noch einmal alle Stationen mit dem Fahrrad abgefahren habe, an denen ich die Brille verloren haben könnte, hatte ich keinen Erfolg. 😦

5. Im Moment nimmt Serienschauen große Teile meiner Freizeit ein, weil ich wegen hoher Arbeitsbelastung kaum mehr Kreativität fürs Schreiben aufbringe und auch das Fotografieren schon seit Monaten ziemlich brach liegt. Außerdem habe ich gerade kein musikalisches Projekt, was mir auch sehr abgeht. Dafür habe ich vor, spätestens bis zu meinem runden Geburtstag in drei Jahren eine CD aufzunehmen – mit all den Songs, die ich schon immer gerne mal selbst (semi-)professionell singen und aufnehmen wollte. Darunter befinden sich eine ganze Reihe von Liedern aus „Film und Fernsehen‟, z. B. „Under Your Spell‟ (Solo) aus der Buffy-Musical-Folge, „Falling Slowly‟ (Duett) aus Once, „Come What May‟ (Duett) aus Moulin Rouge! und „Into the West‟ (Solo) aus The Return of the King. Völlig größenwahnsinnig schwebt mir vor, meine Geburtstagsfeier dann als CD-Release-Party mit Live-Konzert zu feiern. Ähem. Man gönnt sich ja sonst nix! 😉 Karten können schon heute bei mir vorbestellt werden! 😀 

6. So eine richtig tolle Romanfigur ist – und da muss ich doch gleich meine Ankündigung aus der Jubiläumsausgabe des Media Monday letzte Woche wahrmachen und LotR unterbringen – Samwise Gamgee aus The Lord of the Rings-Trilogie von J. R. R. Tolkien. Vielleicht ist er manchen ein bisschen „too good to be true‟, aber für mich ist er der Prototyp des loyalen Freundes, der (literally!) mit dir ans Ende der Welt geht. Bei aller Faszination für Tolkiens Welt der Elben und Zwerge, der Ents und Orcs, der Zauberer und Ringwraiths – letztlich ist es der Hobbit Sam, der mich immer wieder dazu „verführt‟, die Trilogie erneut zu lesen. Und wenn ich ihn am Ende verlassen muss, ist das jedesmal ein Abschied unter Tränen. Cheesy but true!

7. Zuletzt habe ich am Freitag Ghost in the Shell in 3D gesehen und das war nicht so visuell beeindruckend, wie ich mir das vorgestellt hatte, weil das 3D in den Nachtszenen einfach oft unnatürlich aussah. Außerdem kam ich nicht umhin, die nächtlichen Aufnahmen der futuristischen Großstadt mit denen aus Blade Runner zu vergleichen (, den ich ja vor zwei Jahren im Kino auf der großen Leinwand genießen konnte) – und da hatte Blade Runner eindeutig die Nase vorn. Vielleicht sollte ja die Optik des Realfilms nah an die des Anime (habe ich leider nie gesehen, obwohl der Titel des Films mir immer ein Begriff war) rankommen – das hat dann vielleicht ganz gut geklappt. Mal ganz abgesehen davon, dass mich also die Optik nicht wirklich umgehauen hat, hat mich der Film auch erzählerisch nicht komplett überzeugen können, auch wenn die Ausgangslage ja sehr spannend ist (und ich Geschichten über künstliche Intelligenz durchaus mag) und die Figuren recht gut dargestellt waren. Scarlett Johannson hat als Major eine ganz andere Körperhaltung, als etwa als Black Widow, die Chemie zwischen ihr und Batou (Pilou Asbæk) gefiel mir eigentlich auch ganz gut. Und Michael Pitt als Kuze zu besetzen, hat mich sicherlich überrascht (ich hatte mir die Besetzungsliste vorher nicht angeschaut), und zwar im positiven Sinne. „Beat‟ Takeshi Kitano zu sehen, ist sowieso immer eine Freude. Und trotzdem hat mich der Film recht kalt gelassen und kam mir – trotz der Dauer von unter zwei Stunden – recht lang vor.

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22 Antworten zu Media Monday #301

  1. schauwerte schreibt:

    Ey – zur CD-Realease-Party komm ich! 🙂 Darf ich Background-Schubidubi-lala-Sängerin machen?

  2. bullion schreibt:

    Samwise Gamge ❤

    Ich hätte ja fast Bilbo genommen, den ich auch immer noch fantastisch finde, wollte mich dann aber doch ein wenig aus der bekannten Welt hinausbewegen… 😉

    • singendelehrerin schreibt:

      Ich habe auch ne Weile drüber nachgedacht, ob ich nicht mal jemand aus einem ganz anderen Werk nehmen soll. Aber das Perfide ist, dass einem (oder mir) doch die Figuren am meisten und längsten im Gedächtnis bleiben, mit denen ich lange Zeit verbracht habe, sprich Figuren aus mehrteiligen Werken.

      Ich mag ja z. B. auch Paul Austers und Haruki Murakamis Figuren, aber das sind ja (bis auf „1Q84“) alles abgeschlossene Einzelwerke, da merke ich mir oft nicht mal die Namen… Dafür hätte ich einige Charaktere aus Tolkien, G.R.R. Martin (Tyrion o. Jaime Lannister, Brienne…), O.S. Card (Ender oder Bean) oder Rothfuss (Kvothe, Denna) nennen können. Dann hab ich mir gedacht, kann ich auch gleich Sam nehmen. 🙂

      • bullion schreibt:

        Sehr schlüssig argumentiert. Ist ja tatsächlich so: Man ist länger bei den Figuren und dementsprechend kennt man sie besser. Bei Serien und Filmen ist das ja ähnlich…

  3. krimskrams schreibt:

    Also zu deiner CD-Release-Party komm ich! Dafür reise ich dann auch extra nach München. Toll! 😀

  4. blaupause7 schreibt:

    Ich glaube, wenn ich mir einen Bruder backen könnte, wäre er wohl so wie Sam aus LoTR.

  5. mwj schreibt:

    Zu 2. Du musst unbedingt auch was von Lisa Gerrard singen. 😉
    Und „Falling Slowly“ sowie „Come What May“ möchte ich dann auch hören.
    In drei Jahren schon einen runden Geburtstag? Sicher, dass du dich nicht verrechnet hast? 😉

  6. ingeborgthoring schreibt:

    Der Mutter den Goldenen Bambi verliehen … großartige Idee

  7. pimalrquadrat schreibt:

    Klingt nach einem tollen Geburtstag! 😀

    Sam ist ein feiner Kerl, ein waschechter Hobbit! Den mag ich auch, auf den ist wirklich bis ans bittere Ende Verlass. Solche Freunde findet man echt selten.
    Hm, was du zu GitS schreibst, klingt ja nicht allzu positiv. Da bin ich gespannt, wie das Zeilenende und ich aus dem Film rausgehen werden. ^^‘

  8. wordBUZZz schreibt:

    Hach es gibt so viele tolle Romanfiguren! Angefangen bei Muriel der Schildkröte…. und aufgehört bei allen Protagonisten von „Tage mit Leuchtkäfern“!

    Ich habe gerade „Transcendence“ statt Transparenz gelesen… Hast du mich gerade verwechselt. Ich überlege ja tatsächlich mal in den Media Monday mit einzusteigen, doch ich denke es könnte schnell langweilig werden 😉

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