Media Monday #291

Am Wochenende habe ich eigentlich nur ausgeschlafen, gegessen, korrigiert und am Abend ein bisschen was geschaut. Und das, obwohl ein wunderbares sonniges Winterwetter herrschte.

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Westpark München, 23.1.17

Immerhin war ich heute eine Stunde draußen und habe festgestellt, dass man ja auf dem einen kleinen See im Westpark schon Schlittschuhlaufen kann! Nicht so toll wegen des Schnees auf dem Eis, aber ein paar Spuren wurden schon freigemacht. Ich habe mir vorgenommen, das morgen Nachmittag mal auszuprobieren – wenn ich meine Schlittschuhe finde. 😉

Ansonsten hat die letzte Woche mir drei tolle Filme beschert: ein zweites Mal La La Land (in Kombination mit der CD im Auto bescherte mir das, dass ich fast jeden Morgen mit einem Lied aus dem Musical im Kopf aufwache und auch tagsüber immer an mich halten muss, dass ich nicht die ganze Zeit vor mich hinsumme und -singe), Manchester by the Sea (sehr guter, SEHR berührender Film) und Split in der Sneak Preview mit „meinem“ James McAvoy. Das werde ich diese Woche nicht toppen können.

Doch genug der Vorrede, es ist Montag und höchste Zeit für den Media Monday.

1. Woody Allen ist in meinen Augen vielfach überschätzt, schließlich liegen seine besten Filme schon eine Weile zurück. Seine Dialoge sind immer noch frech und unterhaltsam, aber die Storys lassen schon stark zu wünschen übrig.

2. Wohingegen Denis Villeneuve bitte gerne langsam ins Rampenlicht hinüberwechseln dürfte, immerhin hat er in zwei Jahren hintereinander Filme rausgebracht, die in meiner Top 10 des Jahres gelandet sind (Sicario 2015 auf Platz 3, Arrival 2016 auf Platz 5). Die Vorgänger Prisoners und Enemy sind auch großartige Filme – und doch scheint er bei der Academy und auch bei der Hollywood Foreign Press noch nicht so recht angekommen zu sein. Es ist mir ein Rätsel, denn er erzählt originelle Geschichten in tollen Bildern und mit grandioser Musik, noch dazu waren die beiden letzten Filme mit komplexen Frauenfiguren in den Hauptrollen besetzt.

3. Jane Eyre wurde bereits von mehreren Darstellerinnen verkörpert, doch am überzeugendsten war bisher sicherlich Ruth Wilson in der vierteiligen BBC-Serie (2006).

4. Damit ich mich so richtig grusele, muss vor allem psychischer Schrecken da sein, weniger Ekel oder einfach nur Gewalt. So war Split immer dann für mich „gruselig‟ im weitesten Sinne, wenn beispielsweise James McAvoy in die Rolle der Miss Patricia geschlüpft ist, die einfach durch ihre ganze Mimik und Körperhaltung und ihre Art und Weise zu sprechen so viel Dominanz verkörpert hat, dass ich das ziemlich gruselig fand.

5. Wenn es darum geht, opulenten Luxus und den Lifestyle der High Society zu inszenieren, hat Baz Luhrmann mit The Great Gatsby die Nase ganz weit vorn, denn er hat seinen Film äußerst opulent ausgestattet und die Dekadenz der High Society aufgezeigt. Leider gefällt mir gerade deswegen dieser Film, aber auch das Buch, nicht besonders. Ich kann mich null mit dem gezeigten Leben identifizieren, mir fehlte da jegliche Bezugsperson, in die ich mich reindenken könnte.

6. Dystopische und/oder endzeitliche Geschichten mag ich sehr gerne, weil ich die gesellschaftkritischen und moralisch-ethischen Fragen, die in solchen Szenarien aufgeworfen werden, immer sehr spannend finde.

7. Zuletzt habe ich die ersten zwei Folgen der Serie Taboo (Schöpfer der Serie sind Tom Hardy, sein Vater Chips und Steven Knight) angesehen und das war zwar noch nicht so, dass ich schon sagen könnte, dass ich hooked wäre, gleichwohl bin ich gespannt, wie es weitergeht, weil, erstens, Tom Hardy mal wieder fantastisch ist (surprise! 😉 ) und wie gemacht für diese Rolle ist (der Mann sieht einfach am besten aus, wenn er schmutzig ist 😀 ), es, zweitens, toll ist, Tom Hardy mal als Hauptfigur in einer Serie zu sehen, weil man damit einfach mehr Tom Hardy bekommt als mit einem Film. 🙂 Drittens gibt es noch viel zu entdecken: Was ist James Keziah Delaney (Hardy) in Afrika widerfahren, das ihn immer wieder in Visionen und Träumen heimsucht? Wie war die Beziehung zu seiner Schwester – und wie geht das jetzt weiter? Und wird Franka Potente als Bordellchefin James rumkriegen? (An dieser Stelle muss ich meinem ENORMEN Neid auf unsere Landsmännin Potente ausdrücken, dass sie mit ihm drehen darf!) Ich lese gerade, dass Tom als Produzent dieser Serie wohl an die 2 Millionen Pfund verloren hat! 😮 Das bestätigt mich darin, dass es richtig ist, dass ich die DVDs bestellt habe, obwohl ich gerade anderweitig an die Serie rankomme. 

 

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20 Antworten zu Media Monday #291

  1. blaupause7 schreibt:

    Das Bild von der eisüberzogenen Landschaft finde ich ganz großartig

  2. bullion schreibt:

    Oh, ein wunderbar famoses Bild! Schön, dass du es heute raus geschafft hast (ich nicht einmal während der Mittagspause). So klirrend kaltes und doch sonniges Wetter ist einfach wunderbar!

  3. Wortman schreibt:

    Woody allen war wohl in den 80ern ganz gut 😉

    • singendelehrerin schreibt:

      Ja. Ab und zu waren schon auch noch später Highlights dabei, aber da wir ja wirklich JEDEN Film von ihm in der Sneak Preview bekommen, und das ist halt wirklich brav einer pro Jahr, ist ein gewisser Abnutzungseffekt da…

  4. ginadieuarmstark schreibt:

    Mit Woody Allen werde ich einfach nicht warm.

    • singendelehrerin schreibt:

      Ja, man muss das ewige Gequatsche schon mögen… 😉 Es gibt schon ein paar Filme, die ich sehr gerne mag, aber ich habe ihn nie als einen meiner Lieblingsregisseure bezeichnet.

      • ginadieuarmstark schreibt:

        Joa .. ich weiß gar nicht mehr, was ich gesehen hab. Ich weiß aber, dass mir bisher kein Film von ihm gefallen hat. Recht langweilig meistens.

        • singendelehrerin schreibt:

          Hoffe übrigens, dass dein Umzug gut verlaufen ist und du dich in der neuen Wohnung wohl fühlst! 🙂 Komm leider z. Zt. nicht so recht dazu, anderer Leute Blogeinträge zu lesen… :-/

  5. wordBUZZz schreibt:

    Ab Midnight in Paris war ich raus… Zu viele Filme in zu kurzer Zeit. Stephen Kings hat ja noch was, aber dem lieben Allan kann ich leider überhaupt nichts abgewinnen.

    Oh Gott Denis Villeneuve ist einer der neuen Regisseur Göttern, zumindest nach „the Arrival“ aber wenn er Blade Runner vergeigt dann rauscht er ganz schnell Richtung Loki.

    Naaa…. ich mag die Verfilmung von 2011 lieber, allerdings auch nur wegen Judi Dench.

    Sei froh, dass dir die Bezugspersonen für the Great Gatsby fehlen. Ich durfte leider schon einige kenne lernen und glaub mir die High Society ist eine Dystopie in der man nicht leben möchte!

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