Rückblick 2016: Die 10+ besten Kinofilme

Nein, ich kann mich mal wieder nicht auf 10 Filme beschränken. 😉 Wird aber auch schwer, wenn es allein acht Filme gab, denen ich 8 Punkte gegeben habe… Worauf ich mich allerdings beschränke, sind tatsächlich Filme, die ich im Kino gesehen habe. Deswegen fallen auf der einen Seite Filme heraus, die ich im Flieger (Zootopia, 8,5) oder auf Prime (Anomalisa, 8; The Boxtrolls, 8) gesehen habe, auf der anderen Seite befindet sich auch ein Klassiker darunter, den ich im Rahmen des CINEMA Movie Club erstmals im Kino gesehen habe.

Ansonsten bin ich strikt nach meinem Rating vorgegangen, auch wenn dadurch manch wirklich großartiger, außergewöhnlicher Film, wie Arrival, Hell or High Water oder Captain Fantastic, weiter unter landet als erwartet. Das liegt mit daran, dass die ersten drei Plätze mit Filmen mit voller Punktzahl (Prädikat: instant Lieblingsfilm) von Filmen besetzt sind, die mich einfach in dem Moment so begeistert haben, dass ich keinen Punkt abziehen wollte. Ich habe leider bisher keinen der drei Filme noch ein zweites Mal gesehen, um diesen Anspruch „Lieblingsfilm‟ bestätigen zu können. Bei den Plätzen 1 bis 8 erlaube ich mir, aus meinen eigenen Kritiken zu zitieren, bei 9 und 10 habe ich die jeweiligen Reviews verlinkt. Die dort aufgeführten Filme sind im Grunde genommen alle gleichwertig zu betrachten, ich habe sie nur etwas gruppiert, sodass die Comic-Verfilmungen alle zusammen stehen.

Top 10: Im Kino gesehene Filme

1. Kubo and the Two Strings (10): Magie. Pure Magie. Das neueste und bisher beste Werk aus der Stop-Motion-Schmiede Laika (mit Sitz in Portland) hat mich regelrecht verzaubert. Abwechselnd blickte ich einfach nur mit großen Augen auf die unfassbar schönen Bilder, die sich über den Weg der Augen in mein Herz stahlen, lachte ich herzlich über die Dialoge oder fühlte Kubos Schmerz des Verlustes, und staunte über die detailverliebte Animation (zusätzlich zur Stop-Motion-Technik wurde 3D-Druck und CGI verwendet).

2. Sing Street (10): Kennt ihr das, aus dem Kino zu kommen und das Gefühl zu haben, euer Herz ist irgendwie voller und wärmer als vorher? So fühle ich mich gerade, nachdem ich Sing Street von John Carney (Once) gesehen habe. Für mich ist dieser Film über einen 15-jährigen Jungen in Dublin, der Mitte der 80er Jahre eine Band gründet, um ein Mädchen zu beeindrucken, einer jener Filme, die mich ganz tief im Innersten berühren und mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause gehen lassen. Das mag kitschig klingen, aber es fühlt sich wirklich so an, als wären die Sorgenfalten (z. B. von meinen Kopfschmerzproblemen) verschwunden, die Stirn ganz glatt – natürliches Botox ohne Nebenwirkungen. 🙂

3. Fantastic Beasts and Where to Find Them (10): Der Film war ein bisschen wie Weihnachten – so wie es für mich als Kind war: Jede Menge zum Staunen, viel zum Lachen, Spannung und Emotionen! Ich war buchstäblich verzaubert, manchmal lachte ich fröhlich wie eine 12-Jährige über die Jagd nach den entflohenen Beasts, manchmal blickte ich wie mit den Augen einer Sechsjährigen, die zum ersten Mal im Kino ist, auf diese durch das 3D so plastisch und echt wirkende – und gleichzeitig fantastische Welt und es durchströmte mich eine tiefe, innere Freude.

4. The Good, the Bad, and the Ugly (10): Ich habe leider keine Kritik zu diesem Klassiker von Sergio Leone geschrieben – what a shame! Ein wirklich großartiger Film, fantastische Kamera, tolle Figuren, Witz und Spannung, und nicht zuletzt natürlich legendäre Musik!

5. Arrival (9): Arrival ist ein „First-Contact‟-Film, der für mich erfrischend anders ist, indem z. B. – ganz im Gegenteil zu solchen Actionkrachern wie Independence Day – nicht erstmal ganze Städte in Schutt und Asche gelegt werden müssen. Er steht wohl eher in der Tradition von Steven Spielbergs Close Encounters of the Third Kind oder Robert Zemeckis‘ Contact. Er wird auch von etlichen Kritikern mit Interstellar verglichen, wobei hier die meisten bisher von mir gelesenen Kritiken eine ähnliche Meinung bzgl. den beiden Filmen vertreten (nämlich, dass Arrival besser ist als Interstellar). Es geht in Arrival um Kommunikation (nicht nur zwischen Außerirdischen und Menschen!) und um Entscheidungen.

6. Deadpool (9): Hilariously funny! Ryan Reynolds at his best!

7. Room (8,5): Filmtechnisch mag Room nicht herausragend oder besonders innovativ sein – die Geschichte, die Dialoge und die Schauspieler aber sind so mitreißend, dass ich komplett im Film „versunken/vertieft‟ (ich meine das englische Wort immersed) war und mir mehrfach die Tränen kamen.

8. The Nice Guys (8,5): Eine Pornodarstellerin stirbt bei einem Verkehrsunfall. Dies zieht eine Reihe von weiteren Todesfällen nach sich[…]. Wer steckt hinter den Morden – und warum? Die Suche nach der Antwort auf diese Fragen ist einfach so unterhaltsam gestaltet, dass man sich nur gemütlich im Kinosessel zurücklehnen (soweit das möglich ist) braucht und Bauchmuskeltraining durch Lachen betreiben kann. Gosling und Crowe macht das Ganze sichtlich Spaß (ihre Dialoge und die Situationskomik zünden) – und auch Angourie Rice sieht man die Spielfreude an (kein Wunder – mit Ryan Gosling als „Vater‟). Dazwischen schreckt man immer mal kurz auf, wenn es wieder einen Toten mehr gibt – meistens recht „hübsch‟, aber immer auch irgendwie lustig, inszeniert, sodass man nur kurz stockt und gleich wieder weiterlacht. Das ist wenig politisch korrekt, trägt aber zu großer Erheiterung bei.

9. Hell or High Water (8) (2x gesehen) / The Revenant (8) (2x gesehen) / Captain Fantastic (8) / High-Rise (8)

10. Rogue One: A Star Wars Story (8) (2x gesehen) / X-Men: Apocalypse (8) (2x gesehen)/ Captain America: Civil War (8) / Doctor Strange (8)

Bei der Durchsicht von anderen Listen fällt mir auf, dass mir noch einige Filme des Jahres 2016 fehlen, z. B. auch der hoch gelobte Toni Erdmann, die ich dringend im neuen Jahr nachholen sollte.

Welche Filme fehlen, eurer Meinung nach, auf der Liste? Welche würdet ihr in hohem Bogen hinauswerfen?

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21 Antworten zu Rückblick 2016: Die 10+ besten Kinofilme

  1. FilmkritikenOD schreibt:

    The Good, the Bad, and the Ugly

    Wo lief denn der im Kino?

  2. blaupause7 schreibt:

    Leider habe ich dieses Jahr nur einmal den Weg ins Kino gefunden: Ende Januar, zum Dr.Who-Christmas-Special „The husbands of River Song“ im Cinemaxx. Aber ansonsten gab es nichts, das mich vom Hocker gerissen hätte. Eventuell könnte ich aber bei den „Fantastic Beasts“ und der neuen Jane-Austen-Verfilmung mit Kate Beckinsale meine Meinung ändern.

  3. Daniela schreibt:

    Wow! Ich bin wieder mal baff wie ähnlich unser Geschmack ist.
    1-8 ist fast meine Liste. Nur Sing Street habe ich nicht gesehen, und The Good, the Bad and the Ugly kann ich nachdem ich ihn schon 25? mal gesehen habe leider nicht mehr aufnehmen. Sonst wäre er meine Top 1.
    Hell or High Water, Captain Fantastic, und Rogue One sind bei mir auch dabei.
    Ich habe noch Finding Dory nominiert.

    • singendelehrerin schreibt:

      Oops, „Finding Dory“ hatte ich schon wieder vergessen… Warum schaffe ich es nur nicht, jeden gesehenen Film in eine Liste einzutragen?!??

      Aber ansonsten ist es ja nicht sooo verwunderlich, dass unsere Listen so ähnlich sind, weil wir ja nahezu alle Filme gemeinsam gesehen haben! 😉

  4. Anica schreibt:

    3, 5 und 6 sowie die drei letzten unter 10 habe ich auch gesehen (bis auch Deapool, X-Men und Civil War auch im Kino) – alles tolle Filme! Besonders Arrival hat mich umgehauen.

  5. Wortman schreibt:

    Ein paar Mal war ich dieses Jahr auch im Kino. Sogar einmal für einen Erwachsenenfilm: Deadpool 🙂

  6. bullion schreibt:

    Da ist ja viel aus der Sneakliste mit dabei. Und ich kann mir gleich notieren, was ich alles 2017 nachholen muss… 🙂

  7. Morgen Luft schreibt:

    Ich kann die Liste nachvollziehen. Fantastic Beasts müsste bei mir weichen, so gut and ich ihn dann doch nicht bzw. fehlte mir die Rowlingsche Schlinge^^

    • singendelehrerin schreibt:

      Ganz dumme Frage: Was meinst du mit der „Rowlingsche[n] Schlinge“?

      • Morgen Luft schreibt:

        Keine dumme Frage. Ich meine, dass sie in ihren Büchern immer etwas über 300 Seiten lang aufzieht und dann in den letzten fünf Seiten auflöst, die Schlinge sich also zuzieht für die Bösen und für den Leser alles klar wird. Bei Fantastic Beasts fühlt sich das eher episodisch an. Aber man weiß ja nie…

  8. scoresandsongs schreibt:

    Ich habe folgende Liste (zu lesen auf freitag.de, mit einem Nachtrag nur hier):

    1. Arrival
    2. Hunt For The Wilderpeople
    3. The Lobster
    4. Hell Or Highwater
    5. The Nice Guys
    6. Midnight Special
    7. The Witch
    8. Deadpool
    9. The Jungle Book
    10. Swiss Army Man

    mit Captain Fantastic als Platz 11, weil ich ihn erst 2017 gesehen habe

    PS: Ich weiß, kaum Blockbuster, die fand ich dieses Jahr ehrlich gesagt ganz schön erbärmlich, so ganz allgemein. Ausnahmen waren für mich Zootopia, Deadpool, Jungle Book, Rogue One und – festhalten – The Legend Of Tarzan, der seeeehr holprig war, für mich aber ein paar wirklich magische und kluge Momente hatte, weswegen er bei mir hängengeblieben ist. Und Margot Robbie ist eine Göttin. There, I said it.

    • singendelehrerin schreibt:

      Nr. 2, 6, 9 + 10 habe ich leider gar nicht gesehen. „Mit „The Witch“ hatte ich so meine Probleme. Hätte mir ohne den übersinnlichen Aspekt viel besser gefallen, aber die Optik und Grundstimmung war schon äußerst… unangenehm.

      Die anderen Filme kann ich alle nachempfinden – vielleicht hätte „The Lobster“ bei mir auch noch besser gewirkt, wenn ich den nicht im Flieger gesehen hätte…

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