Ein Fangirl in London (16./17.12.16): Gespräche mit Fans und Schauspielern

Alleine in London ins Theater zu gehen, das klingt vielleicht für manchen, der oder die nicht mal alleine ins Kino um die Ecke gehen mag, als ein etwas einsames Unterfangen. Nun, das letzte Wochenende hat mir auf diese Weise viele sehr nette Begegnungen beschert, da ich halt auch einfach Leute anquatsche (oder sie mich).

Akt I: Die Stage Door des Harold Pinter Theatre

Mark Rylance hat mit seinem Stück Nice Fish absurdes Theater auf die Bühne gebracht – straight from Minneapolis, Minnesota to the West End in London. Eine Kritik zu dem Stück (und auch den zwei anderen) folgt im Laufe der nächsten zwei Wochen. Ich saß in der 3. Reihe Mitte und habe also Mark Rylance und seinen Mitstreitern genau auf die Finger bzw. ins Gesicht schauen können. Toll! Danach stehe ich mit höchstens zwei Hand voll Fans an der Stage Door und hoffe darauf, das Mark Rylance mir den Playtext signiert. Ein junger Mann, der zunächst an der Mauer gelehnt stand, ordnet sich dann neben mir in die kleine Reihe ein. Da ich für den Fall, dass Mark damit einverstanden ist, ein Foto mit mir zu machen, jemanden brauche, der das Foto mit meiner Kamera macht, spreche ich ihn an, ob er das tun würde. Und so kommen wir ins Gespräch, als ich ihm gegenüber bemerke, dass er einen anderen Akzent hat. Es stellt sich heraus, dass Ben ein 21-jähriger (gut aussehender) Schauspielstudent aus Minnesota ist, der mit einem Teil der Schauspieler (leider nicht mit Mark Rylance), die ich gerade auf der Bühne gesehen habe, in Minneapolis schon mal einen Workshop zu eben diesem Stück gemacht hatte. Es ist außerdem Bens letzter Tag in London, wo er und einige Kommilitonen an einem Workshop im Globe Theatre (!) teilgenommen hat. Nun wollte er für sich und für Freunde den Playtext von Mark und dem zweiten Hauptdarsteller Jim Lichtscheidl signieren lassen. Nun, zwei der Schauspieler spricht er dann auch an, als sie herauskommen, und erinnert sie daran, dass er schon mal ein Fisch in ihrem Workshop war. 🙂 Bei der Gelegenheit lasse ich die beiden natürlich auch signieren.

Leider kommt nach einiger Zeit dann einer von der Security und teilt uns mit, dass Mark heute leider nicht signieren werde. 😦 Da Ben und ich aber weiterhin ins Gespräch vertieft sind, laufen wir noch gemeinsam zur U-Bahn und tauschen zum Beispiel Geschichten über Benedict Cumberbatch aus: Er erzählte, dass er neulich mit seinen Freunden in einem Stück war, in dem Benedict ein paar Reihen vor ihnen im Publikum saß. Sie hofften, dass die zwei freien Plätze neben ihm unbesetzt blieben, sodass sich zwei von ihnen hätten hinsetzen können, doch der Plan ging leider nicht auf. Ben sagte, er habe sich nach dem Stück nicht getraut, ihn anzusprechen, aber einer seiner Freunde sei hingegangen und hat sich ihm als Schauspielstudent vorgestellt, worauf Benedict total nett gewesen sein soll und ihm viel Glück gewünscht hat. Da muss ich doch glatt mit meiner Erfahrung bei Letters Live kontern: Unvergessen, wie er beim Schlussapplaus mir mit noch immer runterlaufenden Tränen direkt gegenüberstand, mich ansah und „Thank you‟ sagte… Dann kann ich mir auch nicht verkneifen, ihn noch ein bisschen mit meinem Treffen mit Michael Keaton neidisch zu machen. 😀 Ben meint nur mit großen Augen: „OH. MY. GOSH!‟ Zum Abschied wünsche ich ihm noch viel Erfolg für seine Karriere und sage, dass ich hoffe, ihn irgendwann auf der Leinwand oder auf dem Bildschirm zu sehen – und dass er sich doch bitte an mich erinnern soll, wenn ich ihn dann um ein Autogramm bitte! Das war so ein begeistertes und begeisterndes Gespräch, dass ich sehr beschwingt zurück in meine Unterkunft fuhr und meine Enttäuschung, dass ich Mark Rylance nicht treffen konnte, schon verflogen war.

Akt II: Vor dem Box Office des National Theatre

Es ist 8:00. Der Nebel hängt tief über der Themse. Es ist vergleichsweise frisch. Ich habe meine Handschuhe in der Unterkunft vergessen (es hieß doch 6-10 Grad?!). Ich bin die Erste vor der Tür des National Theatre (NT). Ha, hat es sich doch gelohnt, früh aufzustehen und auf das Frühstück (erst ab 8:00) zu verzichten – ein Ticket für The Red Barn ist mir gewiss! 🙂

8:05: Eine ältere, ergraute Dame (70+) kommt gut gelaunt auf mich zu und spricht mich gleich an. Sie hat einen kleinen Campingstuhl mitgebracht. Ah, das ist nicht ihr erstes Mal, dass sie sich eineinhalb Stunden vor der Öffnung des Box Office anstellt, um Day Tickets zu ergattern. Als Rentnerin (sie war Lehrerin 😉 ) müsse sie schon öfters auf die billigen Tickets zurückgreifen, außerdem sitzt sie gerne in der ersten Reihe. Und das ist nämlich das Tolle: die Day Tickets, die extra aufgehoben werden, obwohl das Stück schon seit Monaten ausverkauft ist, sind Front Row Tickets – und das für 15 (Matinee) respektive 20 (Abendvorstellung) Pfund. Ein Spottpreis! Dafür allerdings muss man sich halt anstellen. Wir unterhalten uns noch ein wenig, darüber wo ich bei meinen Trips übernachte z. B. Da erzählt sie noch, was ihr am Abend zuvor passiert war. Ein spanisches (?) Paar suchte verzweifelt die richtige Adresse ihrer AirBnB-Bleibe. Die ehemalige Lehrerin (leider habe ich ihren Namen vergessen) wurde aus den Zahlen hinter dem Straßennamen auch nicht schlau, hinterließ ihnen aber ihre Visitenkarte für den Fall, dass sie ihre Unterkunft nicht fänden. Dann hätten sie bei ihr Unterschlupf gefunden. Wow. I’m deeply impressed. Doch dann möchte sie ein paar Dankeskarten schreiben und ich wende mich meinem Buch (The Wise Man’s Fear) zu. Blöd nur, dass meine Hände immer kälter werden… Inzwischen war noch ein weiterer älterer Herr (65+) dazu gestoßen – ebenfalls mit Höckerchen, Profis halt! – und ein junger Mann (erst deutlich später, daher auch ohne Stuhl) vielleicht so 25-35 Jahre alt. Ich finde das extrem cool, dass sich hier drei verschiedene Generationen in der Kälte anstellen, um THEATER-Karten zu ergattern. Gibt’s das in Deutschland?

Nachdem wir endlich eingelassen werden und ich mein Ticket habe, verabschiede ich mich nur kurz mit den Worten: „See you later then, I guess?!‟ – und so war es dann auch, denn sie hatte genau den Platz neben mir. Doch vorher…

Akt III: An der Stage Door des NT – etwa eine Stunde vor Beginn der Vorstellung

Als ich gegen 13:00 zurück zum NT komme, ist es immer noch neblig.

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Da es häufig so ist, dass die Schauspieler nach den Matinees (Nachmittagsvorstellungen gibt es in den meisten Theatern donnerstags und samstags) nicht herauskommen, weil sie ja später noch die Abendvorstellung abzuleisten haben, dachte ich, ich bin schlau und fange Mark Strong, Elizabeth Debicki und Hope Davis beim Hineingehen ab. Ein Mann (60+) steht ebenfalls da und beschäftigt sich mit seinem Handy, hat aber – wie ich – das Programm von The Red Barn unterm Arm. Ich stelle mich neben ihn – und als er mit dem Tippen fertig ist, frage ich ihn, ob er auch auf die Schauspieler aus dem Stück wartet. Ja, das tut er. Und so kommen auch wir ins Gespräch. Ich erfahre, dass er das Stück schon vor 1 1/2 Wochen gesehen hat, aber keine Autogramme ergattern konnte. Da er eh gerade in London ist, um Shopping zu erledigen, versucht er nochmal sein Glück. Wir reden über verschiedene Stücke und wie wir zum Theater gekommen sind usw. Ich erzähle z. B. von The Ruling Class mit James McAvoy, das er selbst zwar nicht gesehen hat, wohl aber sein Sohn, der es toll fand. Als ich ihm mein Foto mit James auf meinem Handy zeigen will, fällt mir mein Fotoapparat auf das Pflaster! 😦 Mein „Begleiter‟ ist so aufmerksam und bemerkt, dass die Kleinteile meines Auslösers auf dem Boden liegen. Sieht so aus, als könnte man das reparieren, doch nicht jetzt und hier. Mist! Und doch lässt sich meine Laune dadurch kaum trüben, obwohl wir wohl zu spät dran sind, denn als es noch ca. 25 Minuten bis zum Curtain Up waren, war noch immer niemand gekommen. Also „verabreden‟ wir uns für nach dem Stück.

Akt IV: Im Lyttleton Theatre: The Red Barn

Hier treffe ich wieder auf die nette Ex-Lehrerin von heute morgen. Sie sitzt neben mir und wir reden noch über weitere Stücke, z. B. über The Threepenny Opera, die auch im NT gelaufen war – und uns beiden fällt der Name des Schauspielers in der Hauptrolle nicht ein. Es ist mir höchst peinlich, weil ich ja mit ihm geredet habe, ein Foto und zwei Autogramme von ihm habe. Sie ist auch nicht glücklich damit. Und dann, bei einer kurzen Umbaupause, lehnt sie sich zu mir rüber und flüstert mir „Rory Kinnear‟ ins Ohr! Natürlich! Nach dem Stück sind wir beide völlig hingerissen: von dem Bühnenbild (das war wirklich UNGLAUBLICH, wie schnell da aus einem Set ein völlig anderes wurde!) und von der Intensität des Stücks und der schauspielerischen Leistungen. Zum Abschied draußen vor der Tür umarmt sie mich und wünscht mir viel Glück für die Stage Door. Ist das nicht schön?

Akt V: An der Stage Door des NT – nach dem Stück

Da ist mein „Kollege‟ wieder – und ein paar professionelle Autogrammjäger sind auch da. Ein gutes Zeichen? Aber ich mag die nicht so. Kann ja auch sein, dass Schauspieler den professionellen Autogrammjägern lieber aus dem Weg gehen… Der Mann (wir haben uns leider nicht namentlich vorgestellt) fragt danach, wie mir das Stück gefallen hat und so reden wir über das Stück. Er meinte dann noch, dass es „brave‟ von mir wäre, dass ich alleine nach London fliege, denn „London has a reputation‟, ich fühle mich aber keineswegs mutig. Leider haben wir wieder kein Glück. Um 17:00 entscheiden wir beide, dass es Zeit ist aufzubrechen. Ich will ja noch Abend essen, bevor es ins nächste Stück geht.

Akt VI: Im Trafalgar Studio 1: Buried Child

Auch hier hatte ich mir, für mehr Geld allerdings, eine Karte in der ersten Reihe am Rand gegönnt. Super, ich sitze direkt am Bühnenrand – und in diesem Theater ist die Bühne nur kaum erhöht, sodass man sich auch nicht den Kopf verrenken muss. Ich bin glücklich! Bis zum Beginn des Stückes allerdings richtet sich mein Blick auf die hereinströmenden Zuschauer – bei Ed Harris MUSS da doch auch mal ein bekannter Schauspieler dabei sein?! Ich werde fündig! DEN einen von den dreien, die sich da ein paar Reihen hinter mir in die Mitte durchkämpfen, kenne ich! Aber woher? Und wie heißt er? Ich zermartere mir den Kopf… Wie soll ich ihn denn ansprechen, wenn ich weder seinen Namen weiß, noch irgendeine Rolle, aus der ich ihn kenne? Dann fällt es mir ein: er hat in Being Human (UK) mitgespielt, und zwar den mehr als unsympathischen Cop/Vampir, tja, der Name fällt mir trotzdem nicht ein.

Quelle: beinghuman.wikia.com

Quelle: beinghuman.wikia.com

Aber ich finde, die Info reicht, um ihn anzusprechen. In der ersten Pause sehe ich – juhuu -, wie sich die drei Männer daran machen, den Theatersaal zu verlassen. Er ist der letzte. Praktisch! Ich stoppe ihn mit einem „Excuse me, do I know you from Being Human?‟ Er bejaht das und wirkt recht erfreut. Ich frage gleich nochmal nach seinem Namen, er gibt mir zunächst den Rollennamen (Herrick) und dann seinen echten (Jason Watkins). Ich sage noch, dass ich schon zwei seiner Kollegen live auf der Bühne gesehen habe, dann fallen mir aber ihre Namen nicht ein (erst später fielen mir Damien Molony, der allerdings erst nach dem Ableben von Herrick dazustoß, und Michael Socha ein), er tippt auf Russell (Tovey) oder dann Aidan (Turner). Er drückt dann noch aus, wie sehr er die Serie mochte. Dann wird er aber auch zum Fanboy, als er mich fragt, wie ich das Stück finde und ob es nicht total super ist, IHN (der Name muss gar nicht genannt werden) auf der Bühne zu sehen. Ganz aufgeregt erzählt er, wie er sofort vier Tickets gekauft hat, als die Info im Internet aufpoppte, dass Ed Harris nach London kommt, und er jetzt mit seinen Kumpels aus der Schauspielschule da ist. Ich betone noch, dass ich extra dafür nochmal nach London geflogen bin… Dann lass ich ihn doch noch kurz in die Pause, entschuldige mich auch dafür, dass ich ihn aufgehalten habe. Er winkt ab und sagt, dass es ja noch eine zweite Pause gibt und bedankt sich noch bei mir. Was für ein nettes Gespräch! Und ich bin extra eine Stufe unter ihm stehen geblieben, denn er ist wirklich sehr klein. 😉 Jetzt im Nachhinein könnte ich mich allerdings fast etwas ärgern, dass ich im Theater nicht wusste, dass er auch in der neuen Serie von und mit Tom Hardy (Taboo) mitspielt! Lucky son of a b*tch! Oh Mann, der wäre nicht mehr in die Pause gekommen, wenn ich das gewusst hätte – ich hätte mich an ihn verkauft, damit er mich ihm vorstellt! 😀 Nein, nicht wirklich, aber you know… 😉

Akt VI: An der Stage Door der Trafalgar Studios

Diesmal kann ich den Hinterausgang nehmen, bei dem man direkt neben der Stage Door rauskommt – prima! Sind auch erst drei oder vier Leute da. So richtig viele werden es auch nicht. Sehr schön. Neben mir platziert sich ein Pärchen, das deutsch miteinander redet. Und da ich gerade im „Ich-sprech-alle-Welt-an‟-Modus bin, frage ich sie auf Deutsch, ob sie wohl auch extra für Ed Harris angereist sind. Erstmal großes Hallo, dass ich auch aus Deutschland oder genauer, dass ich auch aus Bayern bin, die beiden studieren nämlich in Regensburg, wie ich dann erfahren habe. Die beiden siezen mich erstmal, was ich ihnen aber schnell austreibe. 😉 Es ist ihr erstes Mal an der Stage Door, man hatte ihnen bei einem früheren Trip in London gesagt, dass sich die Schauspieler immer gleich im Taxi oder in der Limousine abholen ließen und man deswegen keine Möglichkeit hätte, an Autogramme zu kommen. Wer erzählt denn so einen Mist? Ich gebe ein wenig an 😉 , wen ich schon alles gesehen habe und wie oft ich nach London fliege. Ach, ich teile einfach meine Begeisterung mit ihnen! Und die beiden sind eh schon mit dem Virus angesteckt, zumal sie eine eigene kleine Theatertruppe haben. Wie ich, finden sie aber englisches Theater viel besser als deutsches.

Inzwischen sind schon die ersten Nebendarsteller rausgekommen und quasi sofort weggelaufen. Gut, Samstag ist immer ein langer Tag (Matinee und Evening Performance), aber ich finde es immer etwas schade, dass sie davon ausgehen, dass man eh an ihnen kein Interesse hat, sondern nur an den Main Actors. Als dann aber Jeremy Irvine (War Horse, The Railway Man) rauskommt, kralle ich ihn mir, lasse ihn signieren und bitte noch die Regensburger, ein Foto von uns beiden mit meinen iPhone zu machen. Naja, das Ergebnis ist nicht so toll geworden, weil es einfach sehr dunkel war.

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Hab ihm dann noch weiterhin viel Erfolg gewünscht. Ich Depp wusste grad wieder nicht, dass er auch in The Railway Man mitgespielt hatte – da fand ich ihn richtig, richtig gut (auch wenn mir der Film insgesamt ja nicht so gefallen hat); das hätte er bestimmt gern gehört!

Bevor Amy Madigan und ihr Mann Ed Harris rauskommen, wird noch darauf hingewiesen, dass fotografieren nicht erlaubt sei und keine professionellen Autogrammjäger „bedient‟ werden, nach einem kurzen Blick in die Runde sagte aber der Security-Mann: „There are only fans here anyway‟. Als erstes kommt Amy raus, für die mir nichts besonderes eingefallen ist. Ich sage nur, dass es toll ist, sie hier zu sehen und dass mir das Stück gut gefallen hat. Sie war schon bei den nächsten Fans, als sie noch sagt, dass das Stück schon toll ist, oder? Ich meine dann noch, dass Sam Shepard eh so gut ist, was sie auch bekräftigt. Dann kommt Ed Harris – noch so ein Mann, der in echt viel kleiner ist! Er hat eine Mütze auf dem Kopf und wirkt etwas abwesend, aber nicht abweisend! Vielleicht war er nur ein bisschen geschafft von dem langen Tag. Ich sage (in etwa): „It’s an honor to see you here! I’ve just finished watching Westworld – how different these two characters are from each other!‟ Außerdem sage ich ihm noch, dass ich finde, dass er schon längst einen Oscar verdient hätte. Als er abwinkt, setze ich noch nach, „I’m not just flattering you…‟ und er meint dann: „I figure if I keep playing enough roles, they will give me the Oscar for lifetime achievement…‟ Meine Nachbarin sagt ihm dann noch, dass sie seine Stimme so mag und ihr Freund erzählt – schlau! -, dass sie selbst auch „small actors‟ sind. Das „small‟ irritiert Ed Harris zwar etwas, sodass er nochmal nachfragt, aber dann sagt er, dass das doch das Beste ist, wenn man selbst auf der Bühne steht (oder so ähnlich).

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Die Regensburger und ich sind happy, sie meinen noch, dass sie noch ganz aufgeregt sind, während ich so tue als sei ich natürlich schon total abgebrüht. 😉 Ein bisschen trifft es vielleicht schon zu – ich traue mich ja immer mehr, auch wenn ich vergessen habe, ihm zu sagen, dass ich seine Karriere seit The Abyss verfolge, dass ich ihn in Westworld richtig verabscheute, und dass ich ihn von meiner Freundin D. grüßen soll (Sorry!).

Zu dritt gehen wir noch zur U-Bahn und ich erzähle, dass ich auch einen Blog habe – sie haben sich den Namen notiert, bin gespannt, ob sie sich mal rühren, denn: Vielleicht trifft man sich dann mal wieder zum Theater in London! 🙂

Ich war an diesem Wochenende nicht nur voller Begeisterung über die Theaterstücke und die (wenigen) Begegnungen mit bekannten Schauspielern, sondern auch voller Freude über die Gespräche mit fellow fans – aller Altersklassen und aus drei verschiedenen Ländern! Dass Theater so verbinden kann, macht diese Trips noch wertvoller für mich.

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16 Antworten zu Ein Fangirl in London (16./17.12.16): Gespräche mit Fans und Schauspielern

  1. Zeilenende schreibt:

    Puh … So viel … Krasser Beitrag. Ich hätte spontan Lust, nach London zu fliegen und ins Theater zu gehen. Und dabei habe ich wahrscheinlich nur die Hälfte deines Beitrags aufgenommen, weil er so einen Sog entwickelt. Den lese ich nochmal in Ruhe, für die Fakten. Aber Chapeau. Und wunderbare Begegnungen, die du hattest. 🙂

  2. pimalrquadrat schreibt:

    Wahnsinn, man spürt deine Begeisterung und dein Fangirltum mit jedem Wort! 😀
    Und du hast mal wieder einiges erlebt, schön! 🙂
    Ich wäre auch neugierig, so eine Reise einmal mitzumachen, obwohl mich das Theater an sich eher weniger reizt. Aber wie Zeilenende schrieb, du entwickelst mit deinem Beitrag einen ziemlichen Sog, der mitreißt!

    PS: Nebel in London? Ts, damit rechnet man doch! 😛 😉

    • singendelehrerin schreibt:

      Klar rechnet man mit Nebel in London – ich war ja auch nicht sonderlich überrascht! 😉 Ich finde ihn ja sogar ganz hübsch, gerade, wenn dann so das London Eye nur zum Teil aus dem Nebel herausragt.

      Freut mich sehr, wenn meine Begeisterung in meinem Beitrag rüberkommt! Es war mir auch ein inneres Bedürfnis, darüber zu schreiben, weil es mich wirklich so mit Freude erfüllt hat. 🙂

      Und zum Theater: Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass man dem englischen Theater NICHT verfällt… 😉 Gut, es gab auch schon Stücke, die ich nicht SO stark fand, aber das ist dann doch die Minderheit. Und ich finde es eben so toll, was für einen Stellenwert das Theater in der britischen Kultur hat – über Altersgrenzen hinweg!

      • pimalrquadrat schreibt:

        Stimmt, das Eye schaut fein aus! 🙂
        Die Freude merkt man an jedem Wort! 🙂

        Ähm… na gut, dann darf ich also nicht resistent sein? 😳
        Hm, ja, da hast du schon recht, das Theater ist in England anders gewürdigt, anders wahrgenommen, als zum Beispiel in Deutschland. Gut, ok, niemand käme auf die Idee, einen Schweiger auf die Bretter zu… ok, warte, das wäre vielleicht ne Idee! XD – aber eben, viele (Film-)Schauspieler sind auch am Theater tätig (ist in Frankreich ähnlich, zumindest teilweise), das wird schon recht gleichberechtigt behandelt und wahrgenommen. Naja, ich ramble mal wieder. ^^

  3. bullion schreibt:

    Ich kann mich hier nur einreihen: Man spürt förmlich deine Begeisterung, wenn an die Zeilen liest. Schön, dass du so nette Begegnungen hattest, auch den „Being Human“-Darsteller im Theater anzusprechen ist klasse. Mensch, da hast du immer etwas zu erzählen. Das scheint genau dein Ding zu sein. Wirklich toll. Und wir Leser haben auch etwas davon. Und Ed Harris mag ich auch seit „The Abyss“. Wer hätte es gedacht? 😉

  4. hurzfilm schreibt:

    Wird dein Freund eigentlich langsam eifersüchtig, weil du immer öfter mit den Celebrities rumhängst? 😉

  5. hurzfilm schreibt:

    „Dann kommt Ed Harris – noch so ein Mann, der in echt viel kleiner ist!“

    Die geringe Körpergröße haben bekanntlich sehr viele gutaussehende und intelligente Männer gemeinsam… hust… hust…
    😉

  6. Gerade in London gehe ich wahnsinnig gerne alleine ins Theater. Aber ich bin in London auch generell am liebsten alleine unterwegs 🙂 Das hat was!

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