Fantastic Beasts and Where to Find Them 3D (David Yates, UK/USA 2016) – (emotionale) Kurzkritik

Diese Kritik enthält keine Inhaltsangabe – und keine Spoiler!

Quelle: telegraph.co.uk

Quelle: telegraph.co.uk

Als ich den ersten Teaser-Trailer zur Verfilmung des J.K. Rowling-Buches Fantastic Beasts and Where to Find Them (selber nie gelesen, ich hatte es damals nur meinem Bruder geschenkt) sah, war meine Reaktion: Ach nö! Irgendwie reichte es mir nach so vielen Jahren im Harry-Potter-Universe (erst die Bücher, dann die Filme). Vielleicht hatte ich auch Angst, dass es diesem Film ähnlich gehen würde wie der Hobbit-Trilogie… Ich hatte wirklich vor, den Film auszulassen. Dann habe ich vor ein paar Wochen im Kino einen etwas längeren Trailer gesehen, der mich dann doch irgendwie gehookt hat. Das sah schon richtig gut aus! Trotzdem war ich heute nicht mit großen Erwartungen ins Kino gegangen…

Aber ich kann euch sagen: Wenn ihr Fantastic Beasts finden wollt – geht ins Kino! Der Film war ein bisschen wie Weihnachten – so wie es für mich als Kind war: Jede Menge zum Staunen, viel zum Lachen, Spannung und Emotionen! Ich war buchstäblich verzaubert, manchmal lachte ich fröhlich wie eine 12-Jährige über die Jagd nach den entflohenen Beasts, manchmal blickte ich wie mit den Augen einer Sechsjährigen, die zum ersten Mal im Kino ist, auf diese durch das 3D so plastisch und echt wirkende – und gleichzeitig fantastische Welt und es durchströmte mich eine tiefe, innere Freude. (Hier lohnt sich das 3D wirklich!) Durch den „No-Maj‟ (American English für „Muggle‟) Kowalski (Dan Fogler), der durch eine Verwechslung mit in die ganze „Magic-Sache‟ mitreingezogen wird, hat der Zuschauer auch die perfekte Identifikationsfigur – das Staunen in seinem Blick hat auch etwas Kindliches.

Doch dann wurde wiederum auch die erwachsene Frau in mir angesprochen, sei es durch den awkward but adorable Hauptcharakter Newt Scamander (Eddie Redmayne) und die etwas unbeholfene, aber auch zarte Chemie mit der Ex-Aurorin Tina (Katherine Waterston) ❤ , sei es durch den undurchsichtigen, aber irgendwie extremely hot Percival Graves (Colin Farrell), bei dessen Szenen meine Gefühle dann fast schon ins Animalische gingen… 😳

Quelle: screenrant.com Colin Farrell und Ezra Miller

Quelle: screenrant.com Colin Farrell und Ezra Miller

Aber der Film ist nicht nur fluffig-witzig-romantisch, sondern kann auch bei der Dramatik ordentlich punkten, insbesondere im letzten Drittel des Films. Samantha Morton kann auch überraschend creepy sein, dafür ist das bei Ezra Miller eher im Bereich des zu Erwartenden, wenn man ihn in We Need to Talk about Kevin gesehen hat. Beide spielen richtig, richtig gut – wie im Übrigen die komplette Besetzung!

Quelle: collider.com

Quelle: collider.com

Es mag für manchen Harry-Potter-Fan wie Frevel klingen, aber ich möchte behaupten, dass ich keinen HP-Film so durchgehend und mit vollem Herzen genossen haben, wie Fantastic Beasts and Where to Find Them. Und da ich nicht wüsste, was man bei diesem Film noch verbessern könnte (und ich am liebsten anschließend gleich nochmal reingegangen wäre), gebe ich zauberhafte 10 von 10 Punkten!

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8 Antworten zu Fantastic Beasts and Where to Find Them 3D (David Yates, UK/USA 2016) – (emotionale) Kurzkritik

  1. Anica schreibt:

    Wow, das klingt in der Tat absolut super! Ich muss den Film auch unbedingt sehen, so bald wie möglich^^

  2. Zeilenende schreibt:

    Okay … Ich muss auch mal wieder ins Kino. Aber wo ist da der Frevel im Text? Fantastic Beasts hat es doch leichter als 1-7: Er interpretiert zwar das Potterverse, aber man kann ihm nie vorwerfen, irgendwo von der literarischen Vorlage abzuweichen oder das GANZ BESONDERS WICHTIGE Ereignis im zugrundeliegenden Buch ausgelassen zu haben (oder noch schlimmer: verhunzt zu haben) … Von daher kann ich mir durchaus vorstellen, dass dieser Film bei den meisten Fans früher oder später die Nummer 1 wird.

  3. bullion schreibt:

    Das klingt so herrlich, dass ich ihn nun tatsächlich auch im Kino sehen will. Mist. Wie soll ich das denn nur schaffen? Vielleicht ist er ja so erfolgreich, dass er bis Weihnachten läuft. Das wäre eine Chance.

  4. suzy schreibt:

    Das hört sich richtig gut an, Danke! Dann muss ich doch mal schauen wann wir zeit haben für Kino ❤

  5. A_Unicorn schreibt:

    Uh ich bin gespannt – ich wollte ihn unbedingt sehen, jedoch auf dem Sofa – jetzt MUSS ich ins Kino 😀 😀 😀

  6. pimalrquadrat schreibt:

    Der Film hat es deutlich leichter als die andere Potters, da er sich an keine Vorlage halten muss, sodass es keine „fehlenden“ Szenen oder grobe Änderungen geben kann, und er bietet tatsöchlich die Möglichkeit, die Magie des Neuen vorzuführen, um sich frei zu einer eigenständigen Geschichte zu entfalten. Ich würde sogar so weit gehen zu behaupten, dass der Film dadurch deutlich besser ist als die anderen.

    Andererseits wird auch dieser Film wieder zeigen, dass Rowling zwar ordentlich schreiben kann und zur rechten Zeit am rechten Fleck war, aber von konsistentem Worldbuilding keine Ahnung hat. Ich mein, wo bleiben all die magischen Eingreiftruppen zur Gedächtnismanipulation? ^^ Und von der Rolle eines ganz „besonderen“ Darstellers erwarte ich mir nur noch weitere Schwierigkeiten, wenn es darum geht, eine filmübergreifende Handlung zwischen alt und neu zu erreichen. Deshalb sehe ich den weniger als Potter-Film sondern als alternate Potterverse, wodurch ich den sicherlich genießen werde. 🙂

  7. wordBUZZz schreibt:

    Das klingt in der Tat erstaunlich gut. Ich persönlich habe lediglich den ersten Teil der HP-Filme gesehen in anbetracht dessen, dass ich mir meine eigene Fantasie nicht zerstörend wollte. Dennoch finde ich fünf geplante Teile viel zu überhöht.

    Das beste an der Hobbit-Trilogie ist der Schauspieler von Thorin, die Landschaft und der Soundtrack.

  8. ginadieuarmstark schreibt:

    Als ich die ersten News dazu las dachte ich auch erst „Ach nööö“ … Aber dann sah ich den ersten Teaser und dachte mir „Oh ..“ und im Kino dann … ich war so begeistert wie du *___* Noch hat er von mir keine 10 Punkte bekommen, aber er mausert sich zum Lieblingsfilm.

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