USA 2016: Astoria #3 (Spaziergang durch eine Pioniersstadt)

Astoria war die erste permanente Siedlung an der amerikanischen Westküste, begründet von John Jacob Astor 1811, wovon auch das „Fort Astoria“ zeugt:

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Das „Fort“ an sich, bzw. das, was daran erinnert, ist tatsächlich wenig beeindruckend.

Aber das kleine Städtchen (9.477 Einwohner, Durchschnittsalter 41) hat sich trotzdem in mein Herz gestohlen… Schon alleine mit dem Kommentar auf diesem Verkehrsschild:

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Irgendwie wirkte Astoria auf mich wie eine verschlafene Miniaturversion von San Francisco. Auch hier gibt es viele Hügel, in die hübsche Holzhäuser in Pastellfarben eingefügt worden sind.

Zum Teil aber sehen Gebäude auch ganz schön runtergekommen aus.

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Kommen mir eigentlich die Bäume in den USA nur immer größer vor? Oder liegt es an den Häusern?

Für den geneigten Filmfan gibt (bzw. gäbe) es in Astoria auch einiges zu entdecken, z. B., dass Clark Gable am örtlichen Theater seine Karriere begann:

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Tja, und dann wurde hier der All-Time Favorite The Goonies gedreht. Das Gefängnis beherbergt das Filmmuseum von Oregon – das allerdings leider schon geschlossen hatte, als ich vorbei kam. Ich glaube, das schlossähnliche Haus nebenan (Captain George Flavel House Museum) sah man auch im Film.

Nun hätte es mich ja auch noch interessiert, das Wohnhaus von Mikeys Familie anzuschauen, aber das verzeichnen sie nicht mehr in Tourist Maps, weil der Besitzerin der ganze Rummel (angeblich an die 1.500 Touristen pro Tag!!! 😮 ) zu viel wurde. Sie hat das Haus 2015 dann auch hinter Planen „versteckt“:

Quelle: oregonlive.com

Ich hab noch gedacht, dass ich das doch auch mit den vagen Angaben irgendwie trotzdem finden würde (ist doch schließlich so ein kleiner Ort!), aber das ist mir nicht gelungen. Immerhin wohnen aber offensichtlich auch Fans des Films im Ort, denn dies war kein offizielles Straßenschild:

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Auf einem Hügel gibt es die sog. Astoria Column (90 Jahre alt), die man auch besteigen kann. Das habe ich mir aber gespart, da der Blick auch so schon ganz ordentlich war. Hier sieht man dann, dass Astoria sogar an drei Flüssen liegt.

Der Blick von oben auf Astoria-Megler Bridge lässt erahnen, wie lange diese Brücke tatsächlich ist.

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Zuletzt möchte ich euch nun noch mein Hotel zeigen: Es heißt Commodore Hotel und war mein liebstes Hotel auf dieser Reise, obwohl Dusche und Klo auf dem Gang waren. Die Atmosphäre war aber herrlich retro (inkl. DVD-Player mit DVDs zum Ausleihen an der Rezeption) und gleichzeitig war alles so sauber und liebevoll hergerichtet, dass ich am liebsten länger geblieben wäre.

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Schon in der Lobby habe ich mich wohl gefühlt:

Als ich den jungen Mann an der Rezeption fragte, wie die Parkbeschränkung an der Straße eigentlich kontrolliert würde (so etwas wie Parkscheiben gibt es nicht), meinte er, wahrscheinlich gar nicht. Der Frau, die das früher gemacht hat, sei vor zwei Jahren gekündigt worden. Er wisse nichts davon, dass jemand Neues eingestellt worden wäre. Herrlich – da wurde mir das erste Mal bewusst, was für ein Kaff Astoria eigentlich ist. 😀

Der Gang, an dem mein Zimmer lag:

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Türe auf: Klein aber fein! Allein das Fenster fand ich so toll! Klimaanlage gab’s übrigens keine, aber war inzwischen auch nicht mehr nötig.

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Mir ist aufgefallen, dass ich euch noch gar nicht mit Essensbildern gequält habe. Da bei mir gleich das Vor-Sneak-Preview-Abendessen ansteht, mach ich euch (und mir) zum Abschluss gleich mal mit dem Fisch-Burger vom Wet Dog Café den Wund wässrig (na gut, den Vegetariern und Veganerinnen unter euch wohl eher nicht… 😉 ):

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Ich kann Astoria als Zwischenstation auf einer Reise, etwa bei einer Tour entlang des Highway 101, absolut empfehlen! 🙂

 

 

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2 Antworten zu USA 2016: Astoria #3 (Spaziergang durch eine Pioniersstadt)

  1. bullion schreibt:

    Endlich! Die Goonies! Yeah! (zu viele Ausrufezeichen, ich weiß 😉 )

    Mensch ist das toll. Schade nur, dass das Museum nicht offen war und du auch Mikeys Haus nicht entdeckt hast. Es muss aber schon ganz fantastisch gewesen sein, an dem Ort zu stehen, an dem dieser Klassiker gedreht wurde. Toll! 🙂

  2. hurzfilm schreibt:

    „Kommen mir eigentlich die Bäume in den USA nur immer größer vor? Oder liegt es an den Häusern?“

    Ich weiss nicht, ob die Bäume wirklich größer sind. Aber die durch kleinere Strukturen (Holzbeplankung usw. ) wirken typisch amerikanische Häuser kleiner, als wenn sie z.B. aus glatt verputzten Ziegeln wären. Relativ dazu wirken dann andere Objekte größer…

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