American Nightmare

Ich bin zutiefst schockiert, fast verzweifelt schon. Verheult sitze ich am Frühstückstisch und kaue lustlos an meinem Brötchen. Der Appetit ist mir vergangen.

Wie soll ich in der Schule vom American Dream reden, wenn der personifizierte American Nightmare am Ruder sitzt? Obendrein haben die Republikaner auch noch in beiden Häusern des Congress die Mehrheit…

Mir graut vor dem, was da kommen mag.

Gestern schrieb mir eine Freundin aus Oregon, die ich im Sommer besucht habe:

Well today is when the world finds out if the U.S. has lost its mind! Hopefully not…. 

Ihre und meine Hoffnung wurde nicht erfüllt. 😦 😥

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39 Antworten zu American Nightmare

  1. butmadnorth schreibt:

    Ich sitze gerade als Begleitung einer Freundin in einer Klinik in Bratislava. Alle im Bus hierher waren die ganze Fahrt über online und haben gegenseitig Updates gegeben. Als es fix war, hat die Fahrerin einiges an neuen Kraftausdrücken gelernt. Es herrscht komplette Fassungslosigkeit. 2016, go home, you’re drunk.

    • singendelehrerin schreibt:

      Das Jahr 2016 kann man wirklich in die Tonne treten. Aber wenn ich Pessimist wäre, würde ich sagen, 2017 wird wahrscheinlich noch schlimmer, wenn dann Marine LePen noch in Frankreich an die Macht kommt… 😦

      • butmadnorth schreibt:

        Um das neueste Opfer des Jahres 2016 zu zitieren, there is a crack in everything, that’s how the light gets in. 2016 ist sowas von ein einziger crack, da muss irgendwann Licht kommen…

  2. hurzfilm schreibt:

    Es war zu erwarten. Ich habe gestern Abend noch mit drei Freunden gechattet, die den Wahlkampf ebenso aufmerksam beobachtet haben wie ich. Drei von uns waren noch vor den ersten Hochrechnungen der Meinung, dass Trump sehr wahrscheinlich gewinnt – und zwar deutlich. Die vierte im Bunde sah es als realistische Möglichkeit.

    Diese Wahl zeigt vor allem die Realitätsverleugnung vieler Journalisten und vermeintlicher „Experten“ und – ich sage es wieder mal – wie schlecht die Mainstream-Medien inzwischen informieren. Die jüngsten Veröffentlichungen von Wikileaks wurden von den großen Medien totgeschwiegen, dabei dürfte das Trump noch mal starkes Momentum gegeben haben. Entsprechende Topics trendeten auf Twitter wie verrückt. Daran konnten auch Hackerangriffe auf Twitter und Wikileaks nichts ändern und auch nicht, dass Twitter z.B. „#DNCleak2“ aus den Trending Topics verbannte.

    Clinton-Unterstützer sponnen ständig das Narrativ „es sind doch nur Mails“. Nein. Es ist das, was in den Mails drinsteht! Unter anderem:

    1. Die Clinton Foundation hat Spenden der Regierungen von Saudi Arabien und Qatar angenommen, NACHDEM Clinton bekannt war, dass die Regierungen (und nicht einzelne Personen, wie immer behauptet) dieser Länder ISIS unterstützen. Und die Clinton-Foundation steht im Verdacht, vor allem eine eine Waschanlage für Bestechungsgelder zu sein. Bitte mal ganz genau vergegenwärtigen, was das bedeutet.

    2. Das Clinton-Wahlkampfteam hat CNN (Wolf Blitzer) die Fragen für ein Trump-Interview ins Manuskript diktiert. Darüber hinaus hat CNN über Donna Brazile (gleichzeitig bei CNN und im DNC tätig!) HRC vorab mit den Fragen der Fernsehdebatten versorgt. Damit wurde die „absurde Verschwörungstheorie“ bestätigt, dass große Medien direkt mit dem HRC-Campaign-Team zusammenarbeiten.

    3. Das Clinton-Wahlkampfteam hat gezielt Provokateure in die Trump-Veranstaltungen eingeschleust, um dort Randale anzuzetteln.

    Und noch vieles mehr. Alles zusammen – und in dieser Masse, hat IMHO Watergate-Niveau. Und die Medien haben gedacht, sie könnten es unter den Teppich kehren. Ist Trump besser? Keiner weiss es, das größte Problem ist seine wankelmütige Persönlichkeit. Aber viele Wähler hatten offenbar keine Lust mehr, sich verarschen zu lassen, selbst wenn sie damit ein großes Risiko eingehen.

    Ein großes Warnsignal war natürlich auch Umstand, dass HRC bei ihren Wahlkampfveranstaltungen nur ein sehr, sehr bescheidenes Publikum mobilisieren konnte, sofern sie nicht gerade irgendwelche Promis im Schlepptau hatte. Auch das war in den großen Medien kein Thema.

    Im übrigen erinnere ich an Susan Sarandon (eine DER prominenten Vorzeige-Demokratinnen in den letzten Jahren), die selbst Jill Stein gewählt hat und zu dem Schluss kam: „The DNC is completely corrupt.“ und zuletzt darüber spekulierte, ob Trump vielleicht das kleinere Übel wäre.

    • singendelehrerin schreibt:

      Jaja, das ist ja alles schön und gut. Ich war auch NIE glühende Hillary-Anhängerin, aber sorry, du musst hier wirklich auch nicht den Trump-Versteher geben. Dessen Problem ist SICHER nicht nur seine Wankelmütigkeit… Wer so abschätzig über Frauen und Migranten spricht, mal eben alle Muslime in einen Topf wirft, der macht mir Angst, wenn er an der Spitze eines Landes steht. Bitte, sollte Trump in ein paar Jahren sich wirklich zum souveränen Staatsmann entwickeln – dann sag von mir aus: I told you so.

      Bis dahin: Meine Haltung zu Trump speist sich nicht aus einer Begeisterung für Clinton. Deswegen nützt es überhaupt nichts, wenn du mir Clinton madig machen willst. Oder die Mainstream-Medien. I don’t care. I’m against Trump. Period.

      • hurzfilm schreibt:

        Verstehe ich. Mir geht es nicht so sehr um Pro-Contra-Trump, sondern um die plötzliche Überraschung.

        Wie die Bilanz nach 4 Jahren Trump aussieht, weiß ich nicht. Mehr Sorgen als Trump macht mir dabei übrigens Mike Pence. Der ist zwar politisch erfahren, gehört aber zum rechten Rand der GOP.

        Ich bin gespannt wie das Kabinett aussieht.

        Und übrigens hätte ich Gary Johnson gewählt. 😉 Leider hat er nur 3,2% gekriegt, damit auch kein zukünftiges Public Funding für die LP.

  3. tinatainmentia schreibt:

    …meine Hoffnung wurde leider auch nicht erfüllt. Und ich hätte es besser wissen müssen, ich habe nämlich schon den Brexit für unwahrscheinlich gehalten, und dann dachte ich: „Aber Trump ist NOCHMAL ’ne Nummer größer, so dumm sind die Amis doch nicht!“ Öhm, ja. Mein britischer Dozent meinte gestern noch: „So, if Trump wins, we can either leave the planet or… what else can we actually do?“ Tja. In der Ratlosigkeit verharre ich jetzt.

    • singendelehrerin schreibt:

      Mir ging es ja genauso mit dem Brexit, und ich habe es im Innern auch stark befürchtet, dass Trump gewinnen könnte. Trotzdem habe ich bis zuletzt gehofft. Ich fühle mich „numb“, mein Unterricht heute, in dem wir leider wegen der bevorstehenden Schulaufgabe keine Zeit für dieses Thema hatten, war äußerst uninspiriert.

      Ich lese gerade, dass bei den „popular votes“ tatsächlich Clinton leicht vorne liegt: Laut politico.com hat Clinton 58,875,708 Stimmen und Trump 58,842,289. Und da sagt Trump, er wolle der Präsident ALLER Amerikaner sein? Dieses System mit den Wahlmännern SUCKS!!!

  4. bullion schreibt:

    Ich bin auch noch ganz fassungslos. Damit hatte ich nicht gerechnet. Speziell nach dem Bekanntwerden der letzten Skandale. Da hätte es doch auch der Letzte merken müssen. Und genau das macht wirklich Angst. Das einzig Positive: John Oliver wird der Stoff nun nicht so schnell ausgehen…

    • singendelehrerin schreibt:

      Und es gab immer noch genügend Frauen, die ihn wählten! Für mich völlig unverständlich….

      • An schreibt:

        Das ist auch eins der Dinge die ich absolut überhaupt nicht verstehe. Nach allem, was Trump von sich gegeben hat, wie kann da auch nur eine einzige Frau für ihn Wählen. Aber doch, in manchen Staaten hätte Trump sogar gewonnen, wenn man nur die Stimmen der Frauen gewertet hätte.

      • hurzfilm schreibt:

        Er hat auch 29% der Latino-Votes gekriegt. Das ist zwar absolut betrachtet wenig, aber bemerkenswerterweise 2% mehr als Mitt Romney im Jahr 2012.

        Bei den Schwarzen hat er ebenfalls besser abgeschnitten als Romney 2012 – nämlich mit 8% statt 6%.

  5. hurzfilm schreibt:

    Ja, die sind alle doof und so – zumindest ein großer Teil. Schon mal daran gedacht, dass diese Haltung Teil des Problems sein könnte? 😉

    http://www.vox.com/2016/4/21/11451378/smug-american-liberalism

    Ein absolut empfehlenswerter Artikel. Vox ist übrigens ein „liberal“, den Demokraten nahestehendes Outlet. Insofern reine Selbstkritik.

  6. mwj schreibt:

    Ich hätte es zwar nicht gedacht, dass die wirklich in dem Maße Trump wählen, aber es passt zu zwei Trends in der heutigen Zeit: die sich immer weiter ausbreitende Verdummung der Menschheit und die neue Mode, sich widerliche/autoritäre/menschenverachtende Regierungen/Präsidenten heranzuwählen.
    Ich weine deswegen nicht, aber die Tatsache, dass meine Schwester mit ihren beiden Kindern in den USA lebt und dass die Familie meines Noch-Schwagers scheinbar auch große Trump-Fans sind, macht mich traurig. Scheinbar sind es doch nur „dumme Hinterwäldler“. Aber die gibt es in Deutschland auch zu genüge. Und bei dem ganzen rechten Sumpf (AfD, Pegida usw.) hierzulande lässt es sich auch nicht mehr ausschließen, dass jemand wie Tronald Dumb auch in der BRD gewählt worden wäre. Die Menschen sind einfach dumm und lassen sich von dem „verführen“, der am lautesten pöbelt. In Bayern ist das bisweilen auch einfach die CSU.

  7. hurzfilm schreibt:

    Jetzt muss ich schon mal fragen: Wie informiert ihr euch so? Und diesmal meine ich nicht Wikileaks.

    Oder konkret: Was ist schlimmer „he said mean things!“ oder das:

    http://foreignpolicy.com/2016/06/23/exclusive-prominent-gop-neoconservative-to-fundraise-for-hillary-clinton/

    “I feel comfortable with her on foreign policy,” Kagan told the New York Times in 2014. “If she pursues a policy which we think she will pursue it’s something that might have been called neocon, but clearly her supporters are not going to call it that; they are going to call it something else.”

    und etwas expliziter im Intercept: https://theintercept.com/2016/07/25/robert-kagan-and-other-neocons-back-hillary-clinton/

    Nein, ich rede nicht davon, dass irgendjemand Clinton-Fan ist.

    Aber auch wenn man sie nur als kleineres Übel sieht, dann sind trotzdem die Größenordnungen relevant. Selbst wenn Trump der größte Sexist aller Zeiten ist und sämtliche seiner Miss-Kandidatinnen befummelt hat… ist das gewichtiger, als die _sehr wahrscheinliche_(!) Fortsetzung einer Außenpolitik, der allein im Irakkrieg 500.000 Menschen zum Opfer gefallen sind und deren geopolitische Verwerfungen wir noch heute spüren?

    Vielleicht schätzt ihr die Wahrscheinlichkeiten auch einfach ganz anders ein. Insbesondere in Bezug auf Trumps mögliche Außenpolitik. Das ist möglich.

    Ich hab nur leider das Gefühl, hier werden ganze Themenkomplexe einfach weggeblendet, damit es schön einfach ist.

  8. pimalrquadrat schreibt:

    Ich kann dich gut verstehen, das war auch bei uns heute ein großes Thema. Persönlich bin ich zwar überrascht, im Sinne von: Echt jetzt, ihr seid wirklich so doof?, aber irgendwo hatte ich es erwartet. Warum? Weil wir gerade einen gesellschaftlichen Umschwung erleben, der sich auf den gesamten Westen – die islamischen Länder haben ihren Fallback in ultrareligiöse Zeiten, aber das bekommt man bestenfalls am Rande mit – erstreckt und offenbart, wie tief wir gespalten sind, und wie verkommen unsere Systeme und Institutionen.
    In den USA steht Clinton für ein korruptes System voller Kungelei und Bestechung – unter anderem der Steuerhinterzieher, dessen Name mir entfallen ist, der nach Spende an die Clintons von Bill begnadigt wurde – und ihre Politik, was militärische Interventionen betrifft, ist viel, aber nicht links. Dazu die „Trends“ wie political correctness, safe spaces, microaggressions etc. pp., die primär genutzt werden, um Opferrollen zu behalten und Diskussionen anzuwürgen sowie Meinungen vorzugeben, gleichzeitig aber Abweichungen sofort als rassistisch oder dergleichen zu brandmarken. KLARSTELLUNG: Das heißt ganz dezidiert nicht, dass Trump nicht korrupt wäre oder ein Sexist, Grapscher, potentieller Vergewaltiger, Rassist und so viel anderes mehr, was ich vermutlich strafrechtlich nicht mehr schreiben könnte, oder dass ich ihn für einen besseren Präsidenten halte, als Hillary geworden wäre. Er hat es aber verstanden, die oben genannten Trends zu benennen und zu benutzen, ähnlich wie die Nazis – ja, der muss kommen – das System der Weimarer Republik von innen zersetzt haben.
    Leider sieht man ähnliche Trends auch hier in Europa. Bsp. Flüchtlinge: Erst waren es allesamt Fachkräfte, die deutlich besser qualifiziert, arbeitswilliger und gesünder als der dumme Deutsche waren und Renten- sowie Demographieprobleme lösen würden, und im Laufer der Monate dann kam tröpfchenweise heraus, wie sehr diese Euphorie doch erstunken und erlogen war. Bsp. Türkei: Da entsteht ein faschistischer Gottestaat mit größenwahnsinnigem Diktator, und trotzdem hält man an EU-Beitrittsverhandlungen fest. Anstatt das zu sagen, was so oft als Vorwand für Repressalien, Sanktionen und Krieg genutzt wird: Demokratie und westliche Werte sind nicht verhandelbar. Sowas fällt den Leuten auf. Ebenso wie das Establishment hier, wenn CDU, SPD, Grüne dieselbe Linie vertreten. Und abweichende Meinungen sofort gebrandmarkt werden.

    Weshalb ich auch von Le Pen als Präsidentin und der AfD bei 15-20%, vor der SPD, ausgehe, und auf eine Dreierkoalition CDU, SPD und Grüne setze. Und dabei befürchte, nach Brexit und Trump erneut recht zu behalten. 😦

    • singendelehrerin schreibt:

      Bzgl. der Flüchtlinge sind wir wie immer nicht ganz einer Meinung – ich sehe das Thema primär aus einem humanitär-christlichem (im Sinne Nächstenliebe) Standpunkt (und von meiner Herkunft her – Flüchtlingsfamilie), weswegen ich da ohnehin nicht aus demographischen oder ökonomischen Gründen die Entscheidung Angela Merkels aus dem letzten Jahr begrüße(, was aber nicht bedeutet, dass ich keinerlei Probleme bei der Integration sehe). Und ja: „Demokratie und westliche Werte sind nicht verhandelbar“. Aber ich weiß, dass du hier sowieso eher darauf hinweisen willst, dass es in Europa auch viele „Abgehängte“ gibt, die sich von den etablierten Parteien zu wenig aufgefangen/ernstgenommen fühlen.

      Ja, Trump hat anscheinend die Zeichen der Zeit erkannt und für seine Zwecke genutzt. Gerade das macht ihn für mich eben so brandgefährlich. Die Demokraten haben es nicht geschafft, dass sich bei ihnen ein Kandidat herauskristallisiert, der nicht so extrem für das Establishment steht wie Clinton. Das war ein Fehler. Trotzdem hätte ich Clinton gewählt, um Trump zu verhindern.

      • pimalrquadrat schreibt:

        Ich denke, so sehr unterscheiden wir uns da nicht. 😉
        Rein humanitär bin ich auch dafür, Flüchtlinge aufzunehmen und zu schützen. Ich stehe voll hinter den Werten der Aufklärung und des Humanismus. Mich stört nur die Umsetzung, das planlose Hereinwinken aller, die kommen, ohne Rahmen und Grenzen zu setzen: Wer kommt, wer bleibt, wie lange, was wird an Hilfe geleistet, was an Verhalten erwartet, was toleriert, und was nicht.

        Aber ja, du hast verstanden, worauf ich hinaus wollte. Die Abgehängten gibt es hier genauso wie in den USA, und der Umgang mit denen ist hier bestenfalls unwesentlich besser als in den USA. Und ich denke schon seit Monaten, dass wir hier in Deutschland Glück haben, dass die AfD keinen Charismatiker hat. Was meinst du, wo die wären, wenn die einen wie den Googleberg hätten, dem die Leute hinterherdackeln bis sie aus Hameln raus sind? Aber über kurz oder lang kommt da auch jemand, wie die USA gerade vormachen.

        Wahrscheinlich hätte ich auch Clinton gewählt. So, wie damals die Sozialisten in Frankreich für Chirac gestimmt haben, um Le Pen senior zu verhindern. Interessanterweise sagten die Medien damals einstimmig voraus, dass Chirac in der zweiten Runde gegen den Sozialisten Jospin antreten würde. Wiebeim Brexit, wie bei Trump. Ob sie sich die Welt schöngeschrieben haben?

        Was hältst du eigentlich von dem Artikel?
        https://www.theguardian.com/commentisfree/2016/nov/09/donald-trump-white-house-hillary-clinton-liberals

        • singendelehrerin schreibt:

          Naja, Charismatiker ist ja Trump auch nicht… Das finde ich ja so erschreckend!

          Den Guardian-Artikel werde ich mir ein andermal vornehmen, ich mach grad noch einen Text von Politico für die 13. Klasse morgen fertig.

          Immerhin fühle ich mich nicht mehr ganz so ausgelaugt inzwischen. Mir ging es heute tagsüber echt nicht gut.

          • pimalrquadrat schreibt:

            Stimmt, aber er trifft dennoch die für die Zeit „richtigen“ Töne, das ersetzt es bei ihm. Er geriert sich als ein ganz normaler Amerikaner, spricht, wie ein normaler Amerikaner und scheut sich nicht, das zu sagen, was viele denken. So abscheulich es auch ist.

            Kein Problem! 🙂
            Ich freu mich, ein wenig diskutieren zu können, das geht IRL nicht ganz so. Und ich schätze deine Meinung und unsere Austausch, wie du hoffentlich weißt. 🙂

            Kann ich voll und ganz verstehen! Ich saß quasi ununterbrochen am Handy ud hab Nachrichten gelesen, weil es so unfassbar war. Gefesselt vom Grauen quasi.

        • hurzfilm schreibt:

          Sorry, dass ich kurz dazwischenfunke. Es ist noch krasser als der Guardian-Artikel beschreibt. Da fehlt nämlich noch was:

          Die Clinton-Campaign hat sogenannte Pied-Piper-Candidates der GOP – u.A. Trump offenbar absichtlich „gefördert“, weil sie dachten, gegen so einen hätte Clinton leichtes Spiel.

          Auch hier hilft ein Blick in die Leaks:

  9. Nummer Neun schreibt:

    Aber das passt doch gut zum American Dream Thema in der Schule: USA, das Land, in dem jeder Idiot Präsident werden kann.

    • singendelehrerin schreibt:

      Nanu, du bist diesmal mit deinen letzten zwei Kommentaren im Spam gelandet! 😮

      Ja, klar, so kann man das auch interpretieren – das ist aber für mich trotzdem eben der American Nightmare dann. 😉 Ich mein, klar, gehe ich das Thema American Dream im Unterricht sowieso auch kritisch an, und nach ein paar Tagen Verdauen bin ich eh nicht mehr so aufgewühlt wie am Mittwoch…

  10. Liebe singende Lehrerin,
    ich kann deine Reaktion voll und ganz nachvollziehen. Ich war auf dem Weg zur Uni als mir ein Freund aus Mexiko schrieb, dass Trump wohl die Wahl gewonnen habe.Ich bin wirklich kein Clinton-Anhänger, aber mir war den ganzen Tag zum Weinen zu mute, da mir dadurch gestern wieder klar wurde, dass 2016 wie eine zynische Satire wirkt, die grausam und unlustig ist. Uns bleibt jetzt nur noch die Möglichkeit abzuwarten und zu hoffen, dass Trump ein besserer Kerl ist als gedacht. – Und vor allem – so zwei meiner Dozenten gestern Morgen – müssen wir versuchen, das beste aus der Situation zu machen, sofern wir dort heil herauskommen.

    Beste Grüße!

    • singendelehrerin schreibt:

      Willkommen auf meinem Blog – und danke für deinen Kommentar! Ja, 2016 ist ein Jahr zum Vergessen… Aber du hast natürlich Recht: Jetzt heißt es abwarten, was da so auf uns zukommt… und hoffen, dass Trump vielleicht noch ein paar Leute in sein Kabinett holt, die vielleicht so ein bisschen die Stimme der Vernunft sein können.

  11. wordBUZZz schreibt:

    Glaub mir, ich verstehe dich total.

    In der Nacht vor der Wahlnacht konnte ich nicht schlafen, lediglich vier Stunden. In der Nacht selbst das selbe seit drei Uhr hatte ich den Live- Ticker laufen und nach und nach traten die Ergebnisse ein: Ohio, Florida, North Carolina…. sämtliche Swing States. Beim Ergebnis dachte ich, ich werd‘ nicht mehr… Die Amerikaner haben es offenbar wohl mit dem 9.11 zu haben…. Ich wünsche mir zu Weihnachten jedenfalls lieber einen Atombunker als Weltfrieden, der hat sich wohl gerade erledigt zumindest in den USA.

    • singendelehrerin schreibt:

      Ich hatte ja absichtlich bis zum Morgen gewartet, um die Ergebnisse zu erfahren – ich wollte mir eben nicht den Schlaf rauben lassen. Nun, dafür fühlte ich mich trotzdem den ganzen Tag wie erschlagen…

      Aber ist doch toll, dass er doch (erstmal) „nur“ 3 Mio. illegale Einwanderer deportieren will… :-/ Gut, immerhin denke ich da immer, dass er das eh logistisch nicht schafft, aber einfach dieses Klima des Hasses und Misstrauens, das er sät, finde ich einfach sehr beunruhigend.

      So dumm zu sein und tatsächlich einen Atomkrieg loszutreten, traue ich ihm übrigens dann doch nicht zu. Nicht mal George W. Bush – der genug angerichtet hat mit seinem Irakkrieg – hatte da den Finger am roten Knopf…

      Ein bisschen Hoffnung will ich mir noch erhalten.

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