Media Monday #276

Kalt ist es geworden im Süden Deutschlands. Als ich heute eine kleine Runde im Westpark laufen war, kamen mir schon viele Menschen mit Mützen und Handschuhen entgegen, die Heizung läuft auch schon… Überspringen wir heuer einfach den Herbst?

Was wir aber nicht überspringen (Hammer Überleitung – ich weiß! 😀 ), ist der Media Monday:

1. Horrorfilme im Oktober zu schauen, leuchtet mir nicht ein, weil ich der Meinung bin, dass der Oktober in Deutschland nicht gruseliger ist als andere Monate – nur weil im anglo-amerikanischen Raum da Halloween bevorsteht. Sage ich als Amerikanistin, die z. B. durchaus Halloween-Folgen in amerikanischen Serien mag. Mit meinem Leben hier hat das trotzdem nichts zu tun. Außerdem sehe ich mir tatsächlich nur selten Horrorfilme zu Hause an.

2. Gerade Kinofilme sollte man unbedingt im Kino gesehen haben, denn dafür sind KINOfilme gemacht. Natürlich gibt es Filme, die auch im Heimkino wirken, aber ich bin nun mal ein starker Verfechters des Erlebnis Kino im Kino. 🙂 (Wobei ich Glück habe, mehrere Kinos in meiner Nähe zur Verfügung zu haben, die Filme im O-Ton zeigen.)

3. Scientology ist ein klassisches Beispiel, wo mit (einem) prominenten Namen geworben wird, um mehr Mitglieder anzulocken. Nun habe ich ein kurzes Interview mit Michael Peña gelesen, in dem er u.a. auch kurz davon erzählt, dass er zu Scientology gekommen ist, weil sein Alkoholkonsum sehr hoch war. Mit Hilfe von Scientology hat er dieses Problem erfolgreich in den Griff bekommen. Das erinnerte mich etwas an die „Bewegung‟ in der Serie The Path, die auch solche Erfolgsgeschichten bei Drogenabhängigen aufweisen kann. Nicht dass ich nun Fan von Scientology wäre, NO WAY, aber ich bin etwas ins Grübeln geraten, weil ich ja in The Path durchaus ambivalente Gefühle gegenüber den Mitgliedern und Zielen der Bewegung habe. Ich glaube, ich sollte mir endlich die Doku Going Clear von Alex Gibney ansehen!

4. Einen guten Science-Fiction-Film sehe ich mir immer gerne an.

5. Jörg Hartmann als Hauptkommissar Faber hebt sich angenehm von vielen anderen Tatort-Kommissar-Darstellern ab, weil er diesen kaputten, verrückten, Grenzen überschreitenden, manchmal auch fiesen, aber trotzdem auch irgendwie genialen Kommissar so glaubwürdig spielt, dass ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, wie Hartmann im real life ist. Außerdem gefällt mir das serielle Erzählen beim Dortmunder Team, auch wenn es mir immer etwas schwer fällt, mich an vorausgehende Folgen zu erinnern (ich plädiere für ein: „Zuletzt beim Tatort Dortmund:…‟), da die ja oft eine ganze Weile zurückliegen. Manch Tatort-Fan mag finden, dass zuviel Fokus auf den Kommissaren und zu wenig auf den Fällen liegt – ich finde gerade das interessant, weswegen mir auch der heutige bzw. gestrige Tatort „Zahltag“ gefallen hat.

6. Nähme man alles, was Donald Trump so von sich gibt (und gegeben hat) für bare Münze, müsste er doch ganz klar am 8. November verlieren. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, nachdem ihm nach den letzten Enthüllungen seiner Entgleisungen nun auch viele einflussreiche Republikaner das Endorsement aufgekündigt haben.

7. Zuletzt habe ich die Folge „Fan Fiction‟ der 10. Season von Supernatural gesehen und das war so, wie ich SPN liebe, weil hier erneut das Fandom der Serie ein Forum bekommt. Ein SPN-Musical, in dem jede Menge subtext zu den verschiedenen Slash-Paaren vorkommt („There’s no subtext without S E X‟) – (endlich mal wieder) ein toller Einfall, der mich viel zum Lachen gebracht hat! Wobei manche Lieder aus dem Musical mich auch überraschend bewegt haben. 

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21 Antworten zu Media Monday #276

  1. friedlvongrimm schreibt:

    Sitze hier seit 23 Uhr anner Rezeption und schaue mir nebenbei das aktuelle Duell von Trump und der Hilary an. Wie. können. Leute. den. Kerl. überhaupt. ernst nehmen? Ich meine, wenn ich mich jetzt in einen Republikaner hineinversetze, so Clint Eastwood oder so, dem bestimmte Werte wichtig sind, dann würde ich doch niemals auf die Idee kommen diesen unprofessionellen, unhöflichen Idioten zu wählen, der weder die Armee ehrt noch stolzer Steuerzahler fürs Vaterland ist. (Habe mich gut hineinversetzt, oder? *lach*)

    Allein wegen Musicalfolgen muss ich dringend irgendwann mal „Supernatural“ weiterschauen. Aber die haben soooooooo viele Folgen.

    • singendelehrerin schreibt:

      Hab mir gerade beim Frühstück die Debatte angesehen. Ich verstehe absolut, was du meinst – ich hoffe ja eben auch darauf, dass die Republikaner, denen gewisse Werte wichtig sind – auch auch die Werte, die Republikaner haben, sind nicht alle schlecht! – zumindest der Wahl fern bleiben oder von mir aus den Kandidaten der Libertarians wählen. Ich finde das so krass, dass Trump ganz offen zugeben kann, dass er die Steuerschlupflöcher jahrelang ausgenutzt hat.

      Zu SPN: Wo hast du denn aufgehört? Ich bin ja inzwischen auch eher Freund der kürzeren Serienstaffeln (8-13 Folgen), da ist man nicht so lange an eine Serie gebunden.

      • friedlvongrimm schreibt:

        Ja, oder? Generell was die Kandidaten sich so an den Kopf werfen, käme im deutschen Fernsehen so surreal rüber.

        Ich glaube ich habe die ersten zwei Staffeln mal im Fernsehen mitgenommen.

    • hurzfilm schreibt:

      Bitte nicht durcheinanderbringen – Clint Eastwood ist „Libertarian“ und kein Republikaner. Stark vereinfacht also gesellschaftlich links („social liberal“) und ökonomisch rechts („fiscal conservative“), mit dem übergeordneten Leitbild: „Everyone leaves everybody alone.“

      Er unterstützt nur meist die Republikaner, weil die Libertarian Party keine Chance auf das Präsidentenamt hat. Obwohl Gary Johnson diesmal immerhin einen zweistelligen Anteil der Public Vote bekommen könnte.

  2. Zeilenende schreibt:

    Mhm … Ich glaube, ich muss dringend in einen Park, anderen Leuten die Handschuhe klauen. Habe mir gestern Abend draußen nämlich fast die Finger abgefroren und weiß nicht, wo meine geliebten Pennerhandschuhe abgeblieben sind.

  3. bullion schreibt:

    Ich schaue zurzeit ja auch „The Path“ (danke nochmal für den Tipp). Noch mehr gespannt bin ich auf die Scientology-Doku von Louis Theroux. Die dürfte wieder sehr erhellend sein.

    Ansonsten: Super, dass du gelaufen bist! Und das bei diesem Wetter. Das ist genau der richtige Schritt 🙂

    • singendelehrerin schreibt:

      Bin schon gespannt, wie „The Path“ bei dir insgesamt abschneiden wird!

      Danke für das Anspornen! 😉

      • bullion schreibt:

        Bisher gefällt mir die Serie ziemlich gut, wird aber wohl kein Überflieger werden. So knappe 8 Punkte schätze ich, habe aber noch drei Folgen vor mir… 🙂

        • singendelehrerin schreibt:

          Was wäre für dich ein „Überflieger“? Wie definierst du das? 8 Punkte finde ich ja schon recht gut – Überflieger erst ab 9-10 Punkte?

          Oh, wenn du Folge 7 schon hattest, hast du ja schon tief in Cals Abgründe geschaut!

  4. Wortman schreibt:

    Wirklich schlimm wie viele Prominente inzwischen der Scientology angehören. Vom Alkohol komme ich auch mit jeder anderen Gruppe weg 😉 Das war eine sehr schlechte Ausrede von Peña.
    Ja, Kinofilme sind fürs Kino gemacht aber da gibt es viel Schrott im Kino. Bei so manchen heftig angekündigten Film war ich hinterher froh, nicht im Kino mein Geld rausgeworfen zu haben.

    • singendelehrerin schreibt:

      Ja, ich finde die Popularität von Scientology unter Promis auch erschreckend. Auf der City-Map von Seattle, die ich mir vor Ort gekauft hatte, war auch ein Hinweis auf den Sitz von Scientology – das hat mich ziemlich irritiert. :-/ Aber in den USA fällt das halt unter Religionsfreiheit.

      Klar gibt es auch Schrott im Kino. Und hin und wieder erwische ich ja solch Schrott auch in der Sneak Preview. Außerdem schaffe ich es tatsächlich auch nicht, JEDEN Film, den ich sehen will, auch im Kino zu sehen. Trotzdem bin ich prinzipiell für Kino im Kino.

      • Wortman schreibt:

        Das Problem ist nur, dass auch so manche Kinofilme nichts im Kino zu suchen haben 😉
        Das ist alles so Wortspielerei…

        Die Amis übertreiben es in vielen Dingen… da muss man nix mehr sagen 😉

  5. hurzfilm schreibt:

    Also „Going Clear: Scientology and the Prison of Belief“ ist in meiner Top-100 des Jahrhunderts. 😉

    Natürlich funktionieren die Methoden die Scientology anbietet teilweise bzw. anfangs, sonst würden die Leute ja gleich wieder gehen. So entspricht das Auditing prinzpiell einer pseudo-wissenschaftlich aufgemotzten Version der katholischen Beichte. Und die „wirkt“ auch…

    Die richtig abgefahren Sachen kommen erst auf den höheren Leveln, wenn man dann schon tief drinsteckt. Deswegen sind die Inhalte dieser Level auch alle (theoretisch) geheim. 😉

  6. An schreibt:

    Ich würde eigentlich auch sehr gerne mehr Filme im Kino sehen – wenn es nur nicht so teuer wäre… :/
    Und ich muss Supernatural endlich mal weiterschauen. 😀

  7. hurzfilm schreibt:

    Ich fand die letzte Debatte Trump vs. Clinton sehr unterhaltsam. Mittendrin gab es ein echtes Highlight:

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