USA 2016: Deception Pass

Ich finde ja, dass Deception Pass eindeutig klingt wie der Titel eines klassischen „Lost-in-the-woods“-Horrorfilms, bei dem eine Gruppe junger Studenten, die eigentlich auf dem Weg in ihren Spring Break sind, sich im Gewitter verfahren (GPS-Gerät funktioniert nicht) und nun verzweifelt in einem kleinen Diner nach dem richtigen Weg fahren. Dort bekommen sie eine Wegbeschreibung, die sie über den „Deception Pass“ führt – und hinein ins Verderben… :mrgreen:

So war ich natürlich gespannt, wie der Deception Pass State Park auf Whidbey Island, WA, tatsächlich aussieht – bin aber vorsichtshalber 😉 tagsüber und bei strahlendem Sonnenschein dorthin nach der Boeing Factory Tour gefahren.

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Beim erstmöglichen Blick auf die namensgebende Brücke, musste ich natürlich anhalten und ein erstes Foto schießen.

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Da ich mich ja tatsächlich im Vorfeld immer nicht sooo intensiv vorbereite, wusste ich gar nicht, dass hier zwei Brücken die Halbinsel Fidalgo Island mit der Whidbey Island verbanden: Im obigen Bild ist tatsächlich Deception Pass zu sehen, zuerst sollte ich aber den kürzeren Canoe Pass überfahren (ich kam aus dem Norden).

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Direkt nach dem Überwinden beider Brücken parkte ich auf dem Parkplatz, der oben in der Karte auch eingezeichnet ist. Und nun wurde ich tatsächlich – passend zum Wort „deception“ – ein wenig in die Irre geführt. Eine junge Dame vom Infostand sagte auf meine Frage, ob es hier irgendwo etwas zu essen zu kaufen gäbe, dass es in ca. 5 Minuten Entfernung die Straße hinunter einen kleinen Laden gäbe („by car it’s probably just two minutes“). Ich dachte, ach, 5 Minuten kannste auch laufen. Sure, five minutes… ! Es war mindestens eine Viertelstunde – und ich hatte eigentlich das falsche Schuhwerk an. Ich kann zwar in den Rieker-Sandalen ganz gut laufen, aber da ich mich später dafür entschied, nicht wieder an der Straße entlang zurückzulaufen, wären meine Wanderschuhe schon besser gewesen…

Nachdem ich endlich einen Snack „erbeutet“ hatte, habe ich es mir erstmal an einem Teich (Quarry Pond) gemütlich gemacht, der in einer sehr windstillen Ecke lag – perfekt für Aufnahmen von Spiegelungen.

Allzu ruhig war es allerdings dann doch nicht, da das Gebiet offenbar auch für Tiefflugtraining von Jetpiloten genutzt wird:

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Über einen der Goose Rock Trails wollte ich dann zurück zum Auto laufen. Zwar gab es am Beginn der Trails ein Schild, doch bei den nächsten Abzweigungen gab es erstmal keine weiteren Hinweise. Entsprechend habe ich mich auch erst ein bisschen verlaufen – aber sah schön aus:

Als ich endlich den richtigen Weg an den Cornet Bay gefunden hatte, wurde ich mit schönen Aussichten und Ansichten belohnt.

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Endlich wieder bei der Brücke angelangt, musste ich natürlich auch auf die Brücke drauf – schon allein, um meiner Höhenangst zu entgegnen. Beim Bild senkrecht nach unten habe ich allerdings nicht durch den Sucher geschaut… 😉 Der Ausblick war schon toll – in alle Richtungen!

Das glitzernde Wasser hatte es mir besonders angetan:

Und die Brücke? Hier ein paar Ansichten:

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Schon hübsch, oder? Nun wollte ich aber auch noch beide Brücken von weiter weg sehen (idealerweise vom North Beach), wollte aber vorher noch bis zum West Beach laufen.

Der North Beach hatte nochmehr totes Holz zu bieten – mit und ohne Blick auf die zwei Brücken. Sieht das eine Stück Stamm nicht wie eine riesige Hand aus?

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Bis zum Sonnenuntergang wollte ich nicht warten, weil ich noch ca. 1 1/2 Stunden Rückweg zum Motel in Kirkland hatte (und einen Bärenhunger!). Aber auch so sah das alles schon „ganz nett“ aus.

Wahrlich ein toller erster Tag!

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25 Antworten zu USA 2016: Deception Pass

  1. jacker schreibt:

    Wirklich schön!

  2. bullion schreibt:

    Schööööööön! Die Brücke sieht ja fast aus wie in „Stand by Me“… 🙂

  3. An schreibt:

    So viele schöne Bilder! ^-^

    • singendelehrerin schreibt:

      Danke! 🙂 Jetzt könnte ich ja bös sein und sagen, das ist das, was du verpasst hast. 😉 Aber dafür bist du jetzt ein Jahr in London! 🙂

      • An schreibt:

        Haha, stimmt natürlich. 😀 Aber ja, London! Das hätte dann ja gar nicht funktioniert, insofern ist es ja dann doch ganz gut so gewesen, auch wenn ich das auch gerne gesehen hätte. 🙂

  4. Morgen Luft schreibt:

    Strawberry Island ist ein schöner Name für eine Insel. Klasse Bilder, fotografiere auch meistens Wasser in allen Variationen. Ist so entspannend.

  5. ginadieuarmstark schreibt:

    Wow! Tolle Bilder!

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