Neulich beim SNEAKen: Suicide Squad 2D (David Ayer, USA 2016) – Kurzkritik (spoilerfrei)

Quelle: kino.de

Manchmal kann man mich ja leicht um den Finger wickeln: Man nehme Joel Kinnaman (The Killing) und stecke ihn eine Uniform, gebe ihm eine Waffe in die Hand und sage ihm, dass er sich auf keinen Fall rasieren soll. Dann reiche man mir (und meiner Freundin D. 😉 ) bitte ein Sabberlätzchen… 😳 😉 Ja, vielleicht kann ich darum den Film nicht so „objektiv‟ bewerten, denn ich liebte einfach jede Szene, in der er dabei war und freute mich, dass er dem Suicide Squad zeigen durfte, wo’s lang geht – auch wenn Viola Davis als „Oberchefin‟ Amanda Waller noch viel mehr bad-ass war als er.

Ach so, es geht doch aber eigentlich um die Supervillains (Metahumans), die das Suicide Squad bilden? Mag sein, aber gerade, weil Kinnaman als Rick Flag in vielen Reviews nur am Rande besprochen wird und ich gestern Nacht sogar in einer User-Kritik auf Metacritic gelesen habe, man hätte doch bitte Rick Flag aus dem Film rauslassen sollen, wollte ich betonen, dass er für mich mit ein Hauptgrund war, warum ich den Film so genossen habe. Das kann vielleicht nur verstehen, wer Joel Kinnaman als Stephen Holder in The Killing gesehen – und geliebt hat.

Nun aber zu den Metahumans aus dem Suicide Squad. (Dazu eine Vorbemerkung: Ich lese keine Comics, von daher habe ich keinerlei Vorstellungen, wie die Charaktere aussehen oder handeln sollten.) Es macht richtig Spaß Will Smith als Deadshot und Margot Robbie als Harley Quinn zuzusehen! Ich bin ja kein so großer Fan mehr von Smith, und Margot Robbie fand ich bis jetzt auch nicht sooo interessant, aber in diesen Rollen haben mich beide absolut überzeugt. Gerade Robbie scheint diebischen Spaß an der Rolle gehabt zu haben – und Smith ist am besten, wenn seine Filmtochter mit ins Spiel kommt. Dass er mit Kindern als Gegenpart gut umgehen kann, hat er ja schon häufig bewiesen. Die anderen Mitglieder fallen dagegen etwas ab, obwohl Jay Courtney als Aussie Boomerang doch einige Lacher von uns geerntet hat, wenn er z. B. schon wieder eine Dose Bier leert. Er hat mir hier auch besser gefallen als in Terminator Genisys, obwohl er hier weniger Screentime hat. Jay Fernandez als Diablo hat erst gegen Ende sein Potential ausschöpfen dürfen, allerdings hat er für den Ausgang des Films dann doch enorme Wichtigkeit. Die weiteren Mitglieder hatten alle auch mal ihre Momente (sie wurden auch alle zu Beginn des Films einzeln vorgestellt, was auch ein paar Cameos von anderen DC Comichelden miteinschloss), mit einer Ausnahme: Adam Beach als Slipknot kam – ohne vorherige Einführung – einfach noch zum Team dazu, nur um es als erster auch wieder zu verlassen. Das ist definitiv eine Schwachstelle im Film.

Fast vergessen: Da ist ja noch der Joker, gespielt von Jared Leto. Etwas eklig, definitiv durchgeknallt, aber hier einfach nicht der Gegenspieler, und irgendwie für den Plot nicht essentiell, außer für Harley natürlich.

Damit es tatsächlich bei einer Kurzkritik bleibt:

Pluspunkte: Die passende Besetzung, die witzigen Dialoge, die Chemie zwischen den Figuren, die Handlung gut eingebaut in die Zeit nach Supermans Tod (Ende Batman vs Superman), Joel Kinnaman als Soldat ❤ .

Minuspunkte: Nicht alle Charaktere gut eingeführt, die Bösewichte mit überdimensionalen Ausmaßen und Zielen (Hauptsache, der nächtliche Himmel ist mal wieder von Blitzen und Lichtstrahlen erhellt), das Ende z. Tl. nicht konsequent genug.

Nicht so gut wie Deadpool, auch etwas schwächer als The Guardians of the Galaxy (auch wenn ich zur selben Bepunktung komme), aber für mich bei weitem nicht so schlecht, wie die Kritiker ihn bewerten (40 von 100 bei Metacritic). Ich klaue als Fazit vom „Kollegen‟ von Hitfix:

‚Suicide Squad‘ Won’t Save The World, But It Just Might Save DC

7,5 von 10 Punkten. (mind. 0,5 gehen hier an Joel Kinnaman 😉 )

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9 Antworten zu Neulich beim SNEAKen: Suicide Squad 2D (David Ayer, USA 2016) – Kurzkritik (spoilerfrei)

  1. Amerdale schreibt:

    Hu, das ist das erste Mal, dass ich was positives über den Film lese, das macht mir dann doch wieder Lust darauf.

  2. bullion schreibt:

    Die ganzen DC-Filme interessieren mich sowas von überhaupt nicht. Aber schön, dass er bei dir Anklang gefunden hat 🙂

  3. hemator schreibt:

    Freut mich, etwas Positives über „Suicide Squad“ zu lesen. Als DC-, spezifisch Batman-Fan möchte ich natürlich, dass mir die Adaptionen gefallen, aber nach dem BvS-Fiasko und den doch eher weniger erbaulichen sonstigen Suicide-Squad-Kritiken fällt es schwer, optimistisch zu sein. Das wirklich Traurige ist auch, dass die Verantwortlichen nur die richtigen Comics zu Rate ziehen müssten, anstatt sie optisch zu kopieren, aber inhaltlich Murks zu machen (wie eben bei BvS). Nun ja, ich hoffe, dass es aufwärts geht.

  4. Gnislew schreibt:

    Die erste positive Kritik zum Film die mich erreicht. Entweder ist dein Filmgeschmack anders, als der der anderen „Kritiker“ in meinen RSS-Feed oder der Film doch besser als erwartet und die zu hohe Erwartungshaltung hat für die schlechten Kritiken gesorgt.

  5. singendelehrerin schreibt:

    @all: Wie gesagt, mag sein, dass ich den Film auch wegen Joel Kinnaman anders bewerte. Story-mäßig ist der Film sicher nicht so der Reißer. Aber mir hat er schlicht und einfach Spaß gemacht – und das kann man ja bei DC-Verflimungen selten behaupten… 😉

  6. jacker schreibt:

    Kinnaman burnt generell alles weg – sogar im schrottigen ROBOCOP-Remake war er gut. Und doch werde ich SUICIDE SQUAD nur unter Androhung von Gewalt freiwillig sehen – in einigen Jahren wird es so weit sein, wenn ich mit der SUPERHERO UNIT in 2016 angekommen bin.

  7. ginadieuarmstark schreibt:

    Superman ist tot? :O

  8. Jolie schreibt:

    *lol* zum Sabberlätzchen. 😀 Ich bin ja der Meinung, dass (fast) jeder mindestens einen Schauspieler hat, bei dem er/sie einfach nicht objektiv sein kann, weil man ihn/sie extrem attraktiv findet und das allein schon manchmal Grund genug ist, einen Film zu schauen. 🙂

    „Suicide Squad“ als Film interessiert mich zwar eher weniger, aber der Cast kommt sehr sympathisch rüber – zumindest was ich bisher so an Interviews und Trailern gesehen habe. Bin auch schon länger kein Will Smith Fan mehr, aber finde auch, dass er mit seiner Rolle hier wieder ein paar Sympathiepunkte sammeln konnte und ich finde es ebenfalls gut, dass Margot Robbie mal was anderes als die hübsche Freundin spielen darf.

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