Blogparade: Die 10 schlechtesten Remakes

Nachdem Ma-Go Filmtipps vor ein paar Monaten nach gelungenen Remakes gefragt hat, schiebt er nun endlich die Gegenprobe nach. Das Dumme ist nur: Ich schaue mir ja selten (schlechte) Remakes von Filmen an, die ich gut fand, weswegen ich mir erlaube, das Thema für mich etwas umzudefinieren.

Ich werde zunächst versuchen, tatsächlich auf fünf Remakes zu kommen, die ich gesehen habe, und von denen ich auch das Original gesehen habe. Dabei schummele ich ein wenig und baue ein Reboot und Literaturverfilmungen mit ein, sonst klappt das gar nicht. 😉

Danach stelle ich noch eine Liste mit den fünf überflüssigsten Remakes zusammen. Das sind dann Remakes, von denen ich das Original bzw. einen der Vorgänger kenne und großartig finde, weswegen ich mir das Remake auch nicht angesehen habe bzw. nicht ansehen werde.

Die Reihenfolge sagt nichts über die Wertigkeit aus.

Die 5 schlechtesten Remakes, die ich gesehen habe

1. Fantastic Four (Josh Trank, 2015) ↔ Version von 2005

Das Problem hier ist ja, dass auch schon der Film von 2005 eher mittelmäßig war. Ich hatte nicht erwartet, dass man diesen noch unterbieten kann. Geht aber. So uninteressant, dass ich den Film schon nach wenigen Tagen vergessen hatte…

2. Planet of the Apes (Tim Burton, 2001) ↔ Original von 1968

Nothing to write home about. Ich habe null Erinnerung an den Film, also war es definitiv sinnlos, dieses Remake zu drehen.

3. Alice in Wonderland (Tim Burton, 2010) ↔ Disney-Version von 1952

Ich weiß, es gibt viele, die Burtons Version von Lewis Carrolls Geschichte mögen – ich finde sie eher schwach. Und ich gebe es zu, es liegt mit daran, dass ich Johnny Depp als irgendwie durchgeknallten Typen, hier dem Mad Hatter, nicht mehr sehen mag. Nach der Pirates-Reihe ist er irgendwie nicht so recht zum ernsten Fach zurückgekehrt – inzwischen schreckt es mich ab, wenn bei einem Film mit schrägen Charakteren ER mitspielt…

4. The Tourist (Florian Henckel von Donnersmarck, 2010) ↔ Anthony Zimmer (2005)

Als ich The Tourist in der Sneak Preview sah, war mir gar nicht mehr bewusst, dass der Film auf dem französischen Film Anthony Zimmer basiert. Das französische Vorbild hatte ich auf dem Fantasy Filmfest gesehen und es hatte mir richtig viel Spaß bereitet (Sophie Marceau war göttlich! ❤ ), der amerikanische Aufguss davon dagegen hat mich ziemlich gelangweilt.

5. Jane Eyre (Cary Joji Fukunaga, 2011) ↔ Lieblingsverfilmung von 2006 (BBC Mini-Serie)

Ich wollte den Film wirklich gut finden, schließlich ist Jane Eyre eine der schönsten Liebesgeschichten – und Michael Fassbender, den ich sehr gern mag und dessen Schauspielkunst ich als sehr hoch einschätze, spielte Mr Rochester. Aber für mich war da weder Chemie zwischen ihm und Mia Wasikowska zu spüren, noch war Michael Fassbender wild genug für die Rolle oder Mia „plain‟ genug. Da lobe ich mir Ruth Wilson und Toby Stephens in der BBC-Serie. Aber auch die Verkürzung der Story hat mir auf diese Art und Weise nicht so gut gefallen, auch wenn mir klar ist, dass für einen Kinofilm der Stoff gekürzt werden muss. Es gab ja schon viele, viele Verfilmungen von Jane Eyre und wenige haben mich bisher überzeugen können – leider auch nicht die von 2011.

 

Die 5 überflüssigsten Remakes, die ich mir nicht ansehen werde

1. Psycho (Gus Van Sant, 1998) ↔ Alfred Hitchcocks Meisterwerk von 1960

Warum einen Film von Hitchcock neuverfilmen? Das KANN doch nur schlechter werden?!?!!

2. The Fog – Nebel des Grauen (Rupert Wainwright, 2005) ↔ Original von John Carpenter, 1980

Als Jugendliche hat mich das Original wirklich zum Gruseln gebracht – noch heute denke ich an den „Nebel des Grauen‟, wenn mal wieder dichter Nebel aufsteigt. Remake unnötig – das Original war spooky enough.

3. Ben-Hur (Timur Bekmambetov, 2016) ↔ Version mit Charlton Heston von 1959

Auch hier stellt sich mir die Frage, warum man so einen Klassiker neu verfilmt – wie soll der dem 11-fachen Oscar-Gewinner von William Wyler das Wasser reichen? Angeblich wurde das Wagenrennen im neuen Film größtenteils tatsächlich durchgeführt (mit kaum CGI), die Schauspieler mussten lernen, wie man so einen Pferdewagen leitet. Immerhin. Trotzdem interessiert der mich einfach nicht – schon allein der Trailer wirkt auf mich abschreckend – auch wenn ich Toby Kebbell mag. Besser wäre es, den alten Film nochmal ins Kino zu bringen!

4. The Legend of Tarzan (David Yates, 2016) ↔ z. B. Greystoke: The Legend of Tarzan, Lord of the Apes (1984)

Hier gibt es natürlich auch etliche Verfilmungen, seit Johnny Weissmüller 1932 den „Affenmensch‟ gegeben hat, von der aktuellen Variante hat mich schon der Trailer abgeschreckt. Warum musste sich Alexander Skarsgård da solche Muskelberge antrainieren? Wo ist er hin, der schlanke, hochgewachsene Vampir Eric, den ich so heiß fand… Im Prinzip habe ich in diesem Fall nichts dagegen, den Stoff neu zu verfilmen, aber auf diesen Film habe ich überhaupt keine Lust! Zum Glück habe ich ihn in der Sneak Preview verpasst…

5. Death at a Funeral (Neil LaBute, 2010) ↔ britisches Original von 2007

Das britische Original habe ich damals in der Sneak Preview gesehen – eine der besten Sneak-Komödien, die ich im Laufe der Jahre gesehen habe (getoppt vielleicht noch von Hot Fuzz)! Allein schon über Alan Tudyk hätte ich mich bepissen können! Als ich vom amerikanischen Remake gehört habe, habe ich einen weiten Bogen darum gemacht – und glücklicherweise wurde er uns NICHT in der Sneak gezeigt. Zwar spielt Peter Dinklage auch in der US-Version mit, aber ansonsten bin ich der Meinung, dass Death at a Funeral so einen typisch britischen „schwarzen‟ Humor hat, dass man den nicht in ein amerikanisches (vornehmlich schwarzes!) Setting übertragen kann.

Und, wie schaut’s bei euch aus? Bei welchen der genannten Filme stimmt ihr mir zu, welches Remake mögt ihr, im Gegensatz zu mir? Hat denn jemand den neuen Tarzan gesehen? Hätte ich Ghostbusters mitaufnehmen sollen? Er interessiert mich ja so gar nicht, obwohl ich die ganze Aufregung im Vorfeld nicht verstanden habe.

Wer noch an Ma-Go Filmtipps‘ Blogparade teilnehmen will, hat nur noch zwei Tage Zeit, denn schon ab 12.08. will er die Beiträge auswerten!

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25 Antworten zu Blogparade: Die 10 schlechtesten Remakes

  1. Staffmann schreibt:

    Ui, Du hast es ja immerhin auf 5 geschafft, ich hatte nur 4^^ Wobei ich Fantastic Four und Alice im Wunderland auch als Reboot sehe und deshalb nicht genannt habe. Zumindest Alice im Wunderland wäre bei mir auch ganz weit oben gelandet! Und bei den Remakes, die Du nicht sehen wirst, kann ich nur zustimmen, habe die auch nicht gesehen, klingen aber allesamt grauenhaft!

    • singendelehrerin schreibt:

      „Alice in Wonderland“ wirklich ein Reboot? Wenn du das Wort für jede Neuverfilmung von Literatur hernimmst, ja… Ist für mich aber irgendwie etwas anderes als bei den Reboots von Comics oder beispielsweise von Star Trek. Aber streng genommen ist es nicht wirklich ein Remake, da gebe ich dir recht. Aber ohne diese Tricks wäre ich ja noch nicht mal auf 5 gekommen… 😉

  2. Pickelhaube schreibt:

    Ich wusste nicht, dass Psycho mal neuverfilmt wurde. Danke für die Warnung. 😉

  3. bullion schreibt:

    Eine schöne Abwandlung des Konzepts. Remakes, die ich mir nicht anschauen werde, hätte ich wohl auch einige aufzählen können… 😀

  4. KirstenSE schreibt:

    Die Kategorie, Remakes, die ich mir nicht anschauen werde, besteht bei mir hauptsächlich aus Serien: State of Play, Life on Mars, The Killing, dann auf jeden Fall auch die Filme Death at a Funeral und Psycho (Hitchcock Remakes machen wirklich überhaupt keinen Sinn! Ich war sehr amüsiert darüber, wie David Morrisssey und Andy Nyman in Morrissey’s Radio Schow über die Remakes von State of Play und Death at a Funeral gelästert haben – die sie natürlich nie gesehen haben!
    Tarzan habe ich gesehen – aber nur weil meine Freundin Madeleine die Affenmama gespielt hat – man, haben die wieder viele interessante Szenen rausgeschnitten! Überflüssiges Remake, aber nicht völlig schlecht.

    • singendelehrerin schreibt:

      Stimmt, Serien habe ich diesmal gar keine dabei! Da hätte ich ja auch „The Bridge“ nennen können oder „Being Human“… Aber die amerikanische Version von „The Killing“ habe ich ja mit Begeisterung gesehen. Wusste aber zu dem Zeitpunkt, als ich angefangen hatte, die Serie zu schaun, nicht, dass es da ein skandinavisches Vorbild gab. Noch dazu spielte die US-Version in Seattle, eine meiner Lieblingsstädte! 🙂

  5. KirstenSE schreibt:

    Ach ja, ich habe natürlich auch The Bridge vergessen! Da will ich definitiv kein Remake von sehen.

  6. Jolie schreibt:

    Interessantes Thema. 🙂 Ich mache nicht „offiziell“ mit, daher hier nur meine 2 Cents. Meiner Meinung nach, sind alles Remakes schlecht, vor allem wenn sie in der heutigen Zeit gemacht wurden. „Ben Hur“ ist aktuell ein gutes Beispiel. Das Remake schein überhaupt nichts mehr mit den früheren Filmen und der Buchvorlage gemein zu haben… Auch alle Affenfilme (King Kong, Planet der Affen), Superheldenfilme oder Tarzanneuverfilmungen können mir gestohlen bleiben. 😉

    „Alice in Wonderland“ von Tim Burton war für mich auch eine riesen Enttäuschung, da ich großer Fan der Bücher und der Disney-Version von 1952 bin.

    • KirstenSE schreibt:

      Ich finde, man kann das nicht generell sagen. Die Batman Reihe von Christopher Nolan war genial – im Gegensatz zu den Früheren. Alles was jetzt dazu als Remake kommt, interessiert mich nicht. Und der letzte Planet der Affen Reboot war auch richtig gut.

    • singendelehrerin schreibt:

      Ich würde jetzt auch nicht unbedingt ALLE Remakes (von Comicverfilmungen z. B.) verdammen, fand tatsächlich z. B. das Nolan-Reboot von Batman auch super (bis auf den dritten Teil). Und die Serie „Daredevil“ ist ein super Reboot zu dem wirklich schlechten Film mit Ben Affleck.

      Aber prinzipiell wäre es mir auch lieber, wenn es mehr ORIGINELLE Ideen gäbe, statt alte immer wieder aufzuwärmen…

      • hurzfilm schreibt:

        „Aber prinzipiell wäre es mir auch lieber, wenn es mehr ORIGINELLE Ideen gäbe, statt alte immer wieder aufzuwärmen…“

        Dauert noch, nun müssen erst sämtliche erfolgreiche Filme der letzten 20-30 Jahre mit Frauen in den Hauptrollen neu verfilmt werden. 😉

  7. Wortman schreibt:

    Diverse Remakes deiner Liste hängen mir auch zum Hals heraus.

  8. friedlvongrimm schreibt:

    Ich werde deiner Version definitiv eine Chance geben, aber das du die gute Jane auf der Liste hast tut ein bisschen weh.

  9. Ma-Go schreibt:

    Was heißt denn hier „ENDLICH die Gegenprobe nach“ 😀 Du weißt ja wie das im Sommer so ist… Man kommt einfach zu nichts 😉
    Unabhängig vom Thema finde ich es immer gut, wenn in Flop-Listen der Name Tim Burton auftaucht. Insofern, tolle Liste! 😀
    Die Sache mit „Ben Hur“ finde ich dann doch ein bisschen unfair. Ich bin mir auch nicht sicher, ob „Die glorreichen 7“ so schlecht wird wie viele befürchten.

    • singendelehrerin schreibt:

      Sollte kein Vorwurf sein! 😉

      Aha, kein Tim Burton-Fan, was? 😉 Ich in letzter Zeit auch nicht mehr so… Früher mochte ich seine Filme eigentlich ganz gern. Hach ja, früher war alles besser… 😉

      Tja, man wird mal sehen, wie der neue „Ben Hur“ wird – mich haben eben die Trailer bisher nicht umgehauen, eher das Gegenteil bewirkt. Komischerweise habe ich nicht so eine Abneigung gegenüber den „Glorreichen Sieben“, habe allerdings auch noch keinen Trailer oder so gesehen. Western-Stoffe (ich weiß, ursprünglich war das ja eine Samurai-Geschichte) dürfen gerne mal neu erzählt werden.

  10. hurzfilm schreibt:

    Das einzige, das für den 2001er „Planet of the Apes“ spricht: Estella Warren.

  11. ginadieuarmstark schreibt:

    Ich fand Alice gar nicht mal so übel 😀

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