Peaky Blinders (Series 3) – Kurzkritik

(weitgehend spoilerfrei, dafür mit Flüchen und anderen Gefühlausbrüchen)

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In-fucking-credible! Pardon my French (wo kommt eigentlich dieser Ausdruck her?), aber diese Serie, diese Staffel, dieser Antiheld – das ist eben einfach so verdammt gut, dass ich immer wieder vor mich hin sagte: „un-fucking-believable‟! Ich tue das wirklich – wenn ich gerade im Englischen drin bin, dann bringe ich mein „awe‟ auf Englisch zum Ausdruck. Und bei einer Serie, in der so viel geflucht wird, geht das nicht ohne das F-Wort, das ja tatsächlich auch positiv gemeint sein kann. 😉

So, nach diesem Exkurs zu meinen Lob- und Fluchgewohnheiten, zurück zur Serie. Also, allein schon der Einsatz des Liedes „Lazarus‟ von David Bowie bei einer Sequenz, die die Genesung einer Hauptfigur – sozusagen die Wiederauferstehung – zeigt, ist einfach fucking awesome. Ähnlich erging es mir ja damals bei der ersten Staffel von True Detective: ungläubiges Staunen über das perfekte Zusammenspiel von Inhalt, Bild und Musik – auch hier!

Auf der DVD steht: „Britain’s best drama is back and raising the bar even higher‟ – indeed! In nur sechs Folgen (gesehen an zwei Tagen, mit einem Tag Unterbrechung) werden alle Zutaten für ein Drama reingepackt, ohne ein Gefühl der Überladung zu erzeugen: Liebes- und Familienglück, Tod und Kidnapping, Sex und Wodka (z. B. in Kombination bei einer Orgie nach Kosaken-Art), Sünde und Schuld, Vergeltung und Rache. Und ganz ehrlich – für mich ist die ganze Serie fucking sexy! Das liegt hauptsächlich an Tommy Shelby, aber auch an der gesamten, geballten Chemie von allen Schauspielern, die da irgendwie in der Luft liegt, kombiniert mit der schon angesprochenen Verknüpfung von Bild und Musik.

Auch Tom Hardy taucht als „wandering Jew‟ (so lässt er sich bei Tommy ankündigen) Alfie Solomons wieder auf – spät, aber wieder mit ein paar großartigen Lines und einem Auftreten, das folgendes beweist: „Hardy, as always, had a complete ball in his scenes.‟ (Sarah Hughes in ihrem Peaky Blinders: episode by episode – recap) Completely outstanding ist die Konfrontation zwischen Alfie und Tommy in der letzten Folge. Was Alfie Tommy da an unangenehmen Wahrheiten an den Kopf wirft bzgl. „crossing the line“ sitzt. Dass Tom Hardys Alfie derjenige sein darf, der das mal ausspricht, was Tommy alles auf dem Kerbholz hat, ist schon ein grandioser Schachzug.

Oft sind ja die Lobreden, die auf den DVD-Covern stehen, völlig übertrieben, aber ich stimme Digital Spy zu: „Top-drawer drama that looks and feels like nothing else on television‟.

Must-see British television!!!

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3 Antworten zu Peaky Blinders (Series 3) – Kurzkritik

  1. bullion schreibt:

    Klingt auch sehr toll. Nur muss ich in dem Genre irgendwann erst noch einmal „Boardwalk Empire“ fertig schauen…

  2. schauwerte schreibt:

    Ich liebe Peaky Blinders (auch wenn ich noch nicht bei Staffel 3 bin). Allein bei den Akzenten/Dialekten könnte ich vor Wonne durchdrehen. Wenn ich daran denke, welche Synchronstimme Cillian Murphy unter anderem bekommt, die ist ja fast „squeaky“ und nicht annähernd so sey (!!) wie seine echte. Und Iddo Goldberg als Freddie Thorne (Staffel 1) hat mir sehr gut gefallen. Und überhaupt das Setdesign- der Knaller. Und die anachronistische aber hervorragende Musik…hachja. Ein TV-Highlight

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