Ein Fangirl berichtet: Prophecy (17.-19.6.16, Birmingham) – Day 1 (Foto und Autogramme)

Noch ein Hinweis vorweg: Day 1 ist tatsächlich der zweite Tag der Con, am ersten gab es nur abends ein Meet&Greet mit allen Schauspielern – für einen Preis, den wir nicht willens waren, hinzulegen… 

Fotosession mit Anthony Head:

Was bei Rogue Events ganz gut klappt (zumindest dieses Mal), ist die Organisation der Foto-Shootings: Im Hauptsaal und über Twitter wird angezeigt, welche Gruppe (A-K) dran ist, sodass stundenlanges Anstehen, wie etwa bei der Fedcon, wegfällt. Außerdem wird das Foto direkt vor Ort ausgedruckt, sodass man es gleich im Anschluss mitnehmen kann. Das lief wirklich völlig reibungslos und mit der Qualität des Fotodrucks bin ich auch soweit zufrieden.

Ich hatte zuerst nur ein Fotoshooting vorgehabt (mit Anthony Head). Meistens sehe ich eh furchtbar auf den Bildern aus – im Grunde genommen, ich gebe es zu, ist es nur eine Möglichkeit, ganz nah an den Mann (oder die Frau) zu kommen. Beim Warten sah ich, dass sich manche besondere Posen für das Foto ausgedacht hatten, und so habe ich überlegt, ob ich nicht diesmal auch etwas Besonderes wollte. Ich hatte ja mein Teacher-Shirt (Keep Calm – I’m a Teacher) an, und so fragte ich Anthony, ob er auf mein Shirt reagieren könnte. Er las, überlegte kurz, dann kniete er sich vor mir hin und „meldete sich‟:

Anthony_student-teacher

Ich finde, das ist wirklich ein tolles Bild geworden (meinen Kopf habe ich absichtlich abgeschnitten, ihr wisst ja, Anonymität und so 😉 )! Vor dem Gehen hat er mich noch nett angelacht und kurz gedrückt.

Die Autogrammsession:

Mit Ausnahme von Marc Blucas und Anthony Head waren alle Autogramme inklusive, also wollte ich mir die auch abholen. Für Anthony (30 Pfund) und Marc (10) habe ich extra bezahlt. Und ich stehe dazu. So. 😉 Außerdem wollte ich auch unbedingt Anthonys CD kaufen. Auch bei den Autogrammen geht es bei Rogue Events nach Gruppen – und überraschenderweise war unsere Gruppe (E) schon im Saal, als wir vom Mittagessen zurückkamen. Wir durften uns dann trotzdem nicht vordrängeln, sondern mussten uns mit Gruppe H anstellen. Egal.

Wir fingen gleich mit Marc Blucas an, weil er ja ein „Special Guest‟ war, der u. U. vielleicht eher gehen würde, wenn niemand mehr kam. Ich nehme mir ja immer vor, bei jedem „Autogramm-Stelldichein‟, sei es auf einer Con oder an der Stage Door nach dem Theater, ein paar persönliche Worte zu demjenigen oder derjenigen zu sagen. Marc Blucas wollte ich ehrlich sagen, dass ich eher etwas enttäuscht war, dass er als Ersatz für manch andere Schauspieler, die ich sehen wollte, genannt wurde, er mich dann aber auf der Bühne umgehauen hat. Die Frau vor mir (aus den Niederlanden) hatte ihm holländische Kekse mitgebracht, wozu er sagte. „Cookies AND compliments – it doesn’t get any better than this!‟ Ich wollte sagen: „Wait for ME!‟, stellte dann aber trocken fest: „I don’t have any gift‟, worauf er mich im Spaß abwimmelte: „Get out of here!‟ Dann habe ich ihm gesagt, was ich mir vorgenommen hatte und auch noch, dass ich jetzt sehr froh bin, dass er da ist. Er hat sich – mündlich und schriftlich 😉 – bedankt, auch nochmal, als ich so halb im Gehen war, meinen Namen dazugesagt (und ich LIEBE die englische Aussprache meines Namens!). Absolutely charming!

Marc_autogramm1

Er hat sich wirklich Zeit genommen, mir in die Augen gesehen, während ich sprach und nicht etwa gleichzeitig signiert. Meine Freundin D. war direkt hinter mir und fragte, ob sie ihn nach seinem Alter fragen dürfte – wir hatten vorher darüber diskutiert, wie alt er sein müsste. Er sagte „43‟, verbesserte dann nochmal auf „No, 44 now!‟, worauf ich mich nochmal einmischte und sagte, dass ich doch wusste, dass er nicht älter als ich sein konnte )bei dem Aussehen!). Er meinte „Surely I’m older!‟ (oder so ähnlich), worauf ich ihm – oops, jetzt ist es raus (ich hoffe, damit vertreibe ich meine jungen Follower nicht :-/ 😉 ) – verriet, dass ich 46 bin. Er konnte dies kaum glauben. Ha, so habe ICH auch noch ein Kompliment bekommen! 🙂 Nach diesem Zusammentreffen stand ich NOCH mehr in seinem Bann – und fing an, ernsthaft darüber nachzudenken, auch noch ein Fotoshooting mit ihm zu machen und ein Lounge-Ticket (ca. 15-20 Leute können sich mit ihm eine halbe Stunde unterhalten) zu ergattern. Ich gebe es zu: ich wollte so viel Zeit „mit ihm verbringen‟ wie möglich (ohne als Stalkerin zu gelten).

Keine Angst, ich werde jetzt nicht von allen Autogramm-Begegnungen so ausführlich berichten. 😉 Bei allen anderen – außer Anthony – wusste ich auch nicht so richtig, was ich ihnen sagen sollte. J. August Richards sagte ich, dass ich mich gefreut habe, ihn in Agents of S.H.I.E.L.D. wiederzusehen. Er freute sich sehr, sah aber auch aus der Nähe irgendwie nicht so richtig in sich ruhend aus, dafür aber müde.

J.August_Autogramm_radiert

Meinen Namen habe ich „wegradiert“…

Tom Lenk fragte ich, ob er mal vorhabe, ins Londoner Westend mit (s)einem Theaterstück zu kommen. Er erzählte, dass er schon in England gespielt habe und momentan nichts direkt in Planung ist. Irgendwie habe ich ihn keinen rechten Zugang zu ihm gefunden. Adam Busch fragte mich „How are you?‟, sodass ich zurück fragte und bemerkte: „You look a bit tired.‟ Er: „Thank you.‟ Ich: „I’m only saying this because I care.‟ , worauf er etwas in die Richtung gesagt hat, dass er schon weiß, dass ich das ernst meine. Bei Brody Hutzler weiß ich gar nicht mehr, was ich gesagt habe, ich glaube, ich habe ihn gefragt, ob er bisher Spaß auf der Con hat. Mark Lutz sagte ich, dass ich ihm als Lehrerin mal sagen muss, dass er lauter sprechen muss, dass ich mich ein bisschen wie im Klassenzimmer gefühlt habe und rufen wollte: „Speak up, so that everyone can hear you!‟ Er hat dann noch gemeint, dass die Akustik auf der Bühne so ist, dass man denkt, man spreche schon laut, worauf ich ihm gesagt habe, dass es ja dann vielleicht gut ist, von mir dieses Feedback zu bekommen. Er hat dann noch gewitzelt, dass er im nächsten Panel mich drauf ansprechen werde, als ob er mein Schüler wäre. Hat er dann aber nicht. 😛 Stephanie Romanov habe ich gesagt: „You were a great bitch!‟ Sie lachte und bedankte sich, worauf ich noch hinzufügte, dass sie aber den Übergang zu ihrer softeren Seite dann auch sehr gut dargestellt hat. Sie hat sich sehr gefreut. Ach ja, und ihr gefiel mein Name. 🙂

Anthony Head hatte richtig viel zu tun und hat sich aber trotzdem auch noch für mich Zeit genommen. Erstmal wollte ich ja als erstes die CD kaufen und wusste dann nicht recht, ob ich ihn das Cover der „Once More, With Feeling‟-CD oder das seiner eigenen CD Staring at the Sun signieren lassen soll, worauf er sagte, dass ich natürlich beides bekäme. 🙂

Anthony_autogramme_namenlos

Ich habe ihm gesagt, dass ich vor der Musical-Episode zugegebenermaßen nicht wusste, dass er auch ein Sänger ist, worauf er gescherzt hat: „Me neither!‟ Ich habe außerdem erzählt, dass ich schon seine letzte CD gekauft hatte (Er: ‟Music for Elevators?!‟) und aber glaube, dass mir sein neues Album besser gefallen würde, weil es weniger elektronisch und eher akustisch ist. Habe dann auch noch angegeben, dass ich selber auch singe, wenn auch nicht so professionell wie er. Zuletzt habe ich noch nach seinen nächsten Theater-Plänen gefragt. Es kommt jetzt wohl ein bisschen drauf an, ob eine Serie, für die er einen Piloten gedreht hat (, wenn ich das richtig in Erinnerung habe), tatsächlich anläuft. Er hat aber schon ein Projekt im Auge, das im Soho Theatre laufen soll (wohl etwas in die Richtung Musical). Puh, ganz schön viele Fragen – da habe ich die Leute hinter mir ganz schön aufgehalten! 😉

Das waren mal wieder richtig schöne Begegnungen – ich war sehr zufrieden und glücklich, als wir nach ca. einer Stunde wieder aus dem Saal herauskamen. Auf dem Weg zum Aufzug bekam ich dann noch von einer anderen Con-Gängerin ein Kompliment: Sie meinte, meine Fragen bei den Panels am Vormittag wären sehr gut gewesen, sie hätte zum Teil ähnliche Fragen im Kopf gehabt. Fand ich auch sehr nett! 🙂

Ich habe mir dann gleich noch ein Ticket für ein Double-Photoshoot mit Anthony und Marc gekauft (es hieß ursprünglich, dass es am Sonntag nur Doubles und Triples gäbe, später haben sie dann aber wegen der großen Nachfrage auch nochmal Einzelfotos gemacht, wovon ich aber erst später erfuhr). Nun hieß es zu überlegen: Würde ich am nächsten Tag noch eine Stunde eher aufstehen, um mich mit viel Vorlauf für ein Lounge-Ticket mit Marc anzustellen? D. hatte Erfahrungen bei Supernatural-Cons, bei denen sie sich z. Tl. früh um 5 schon angestellt hat, oder Geschichten von anderen gehört hatte, die eine Lounge mit Jensen Ackles wollten und den Ankündigungen geglaubt hatten, dass der Ticketverkauf (man kann Lounge-Tickets immer nur am Tag der Longe kaufen) um 7 Uhr beginnen würde und dann leer ausgingen, weil wegen des Andrangs schon um 6 Uhr aufgemacht wurde. Nun, so einen Run würde es sicher nicht geben, aber nach dem phänomenalen Eindruck, den Marc am ersten Tag hinterlassen hat, war ich mir sicher, dass doch so einige etwas mehr Zeit mit ihm verbringen wollten. Aber würde ich dafür Schlaf opfern?

To be continued…

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Fangirl-Kram, Film und TV, Schauspieler abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

11 Antworten zu Ein Fangirl berichtet: Prophecy (17.-19.6.16, Birmingham) – Day 1 (Foto und Autogramme)

  1. schauwerte schreibt:

    Der Anthony…guter Typ! Die anderen sagen mir alle original nüscht. 🙂

  2. bullion schreibt:

    Ein starker Bericht. Und eine tolles Foto mit Anthony Head – auch wenn man nur einen Teil sieht… 😉 Tolle Idee! 🙂

  3. Zeilenende schreibt:

    Boah … Bist du … Ach komm … Witze über das Alter lohnen doch nicht mehr, wenn die Betreffende Methusalems Mutter in der Schwangerschaft … Das wäre wirklich billig, oder? 😉
    Aber das Bild ist … Großartig. Habe herzlich gelacht. 🙂

  4. pimalrquadrat schreibt:

    Genialer Bericht! Ich saß die ganze Zeit mit einem Lächeln da, toll geschrieben, und sicherlich noch toller erlebt! 🙂
    Das Bild mit deinem T-Shirt ist großartig, und deine Ansage „You were a great bitch“ ist herrlich! XD (Ok, ich muss natürlich dazu sagen, dass ich keine Ahnung hab, warum du das sagst, hätte im Zusammenhang mit Buffy aber eher auf „witch“ getippt. ^^‘ )

    Hachja, das Fangirl in dir kommt in dem Beitrag voll zur Geltung. 🙂

    • singendelehrerin schreibt:

      Danke!!! 🙂 Ja, ich glaube, ich kann das Fangirl in mir nicht so gut verstecken… will ich aber auch gar nicht! 😉

      Zum Thema „bitch“: Die Figur, die Stephanie in „Angel“ gespielt hat, war eine fiese Anwältin für die „vom Bösen gelenkte“ Anwaltskanzlei Wolfram & Hart – gänzlich ohne übernatürliche Kräfte.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s