Blogparade: Gegen den Strom – Auswertung

Wow, ihr habt mich mal wieder weggeblasen: 32 ❗ Blogger/innen (mit mir) haben insgesamt 285 Filme präsentiert (wenn ich mich nicht verzählt habe), die ihnen besonders am Herzen liegen, die aber entweder kaum jemand kennt oder kaum jemand mag. Und dabei habt ihr euch so gut an diese Vorgabe gehalten, dass ich am Anfang gedacht habe, ich könnte gar keine rechte Auswertung machen, da jeder Teilnehmer andere 10 Filme nennen würde. Bei den Listen der verschiedenen Teilnehmer wurde oft recht schnell ersichtlich, wie nah sie an meinem Sehverhalten und an meinen Vorlieben lagen, bzw. welchen besonderen Fokus die einzelnen Blogger haben. Dabei – so gut kenne ich manche von euch schon – haben einige von euch meinen Erwartungen voll entsprochen. Von Hotaru, Miss Booleana und Schlopsi habe ich asiatische Filme erwartet (und bekommen, wenn auch unterschiedlich viele), bei pimalrquadrat tippte ich auch auf animierte Filme (Bingo!), bei bullion stellte ich mir vor, dass ich die meisten Filme kennen würde (und dass Almost Famous dabei sein würde) – und so war es auch, bei jacker habe ich erwartungsgemäß die meisten Filme als sehenswert vorgemerkt (und schon einen zum Geburtstag bekommen), und dass Zeilenende viel Sci-Fi dabei hatte, war auch nicht mehr so überraschend, seit ich weiß, dass er langjähriger Fedcon-Gänger ist. Natürlich gab es auch einige Überraschungen – und sieben Neulinge, die mir bisher in der Blogosphäre noch gar nicht über den Weg gelaufen waren und die ich euch hier nochmal ans Herz legen möchte: Rosa, Blaupause7, Larissa, Fiammetta de Bornelh, Dergestalt, solera1847 und Flaneurin.

Aber trotz der ganz unterschiedlichen Typen und Listen, gab es dann doch ein paar Filme, die mehr als einmal genannt wurden, sodass ich eine Top 3 erstellen kann, die aber aus viel mehr Filmen besteht. Hier also erstmal die Top 3, bevor ich dann noch ein paar weitere Filme herausstellen möchte, nämlich diejenigen, über deren Nennung ich mich besonders gefreut habe.

Platz 1 (4 Stimmen):

I’m a Cyborg, but that’s OK

Darüber freue ich mich wirklich sehr, denn auch wenn ich den Film nicht auf meiner Liste habe, ist mir dieser Film, den ich auf dem Fantasy Filmfest gesehen habe, doch auch sehr positiv in Erinnerung geblieben, und ich finde es toll, dass er auch außerhalb des FFF noch ein Publikum gefunden hat.

Platz 2 (3 Stimmen):

  • Natural Born Killers (hätte nicht vermutet, dass dieser als unbekannt oder unbeliebt gilt, aber bei Metacritic wird er tatsächlich nicht gut bewertet)
  • Another Earth (Freut mich, da ich den Film damals in der Sneak Preview gesehen hatte und gemocht hatte, aber keine Ahnung hatte, ob und wie der Film in Deutschland gelaufen war)
  • Dark City (Von Leuten genannt, deren Urteil ich schätze, deswegen muss ich mir den wohl endlich mal ansehen)

Platz 3 (2 Stimmen):

  • Third Star
  • The Lovely Bones
  • Absolute Giganten
  • Watchmen
  • The Village
  • Adams Äpfel
  • Grüne Tomaten
  • Benny und Joon
  • I Origins
  • Die letzten Glühwürmchen
  • Geständnisse
  • Das Mädchen, das durch die Zeit sprang
  • 11:14

Die letzten Nennungen muss ich ein bisschen „absondern‟, denn da hat solera1847 explizit sechs Filme aus Zeilenendes Beitrag übernommen (, wer weiß, ob er ohne Zeilenendes Inspiration auf diese Filme gekommen wäre):

  • Enemy Mine
  • Moon
  • Fantastic Four (2005)
  • The League of Extraordinary Gentlemen
  • Harry Potter 1
  • Police Academy (1-100 😉 )

Bei ein paar Nennungen habe ich mich besonders gefreut, weil diese Filme einen besonderen Platz in meinem ❤ -en haben – und ich ihr Auftauchen nicht erwartet hätte und/oder ich schon länger nicht mehr an den Film gedacht hatte. Unter anderem waren dies:

  • Adams Äpfel: Eine wunderbare schwarze Komödie aus Dänemark mit Mads Mikkelsen, noch vor seinem großen internationalen Durchbruch, und Ulrich Thomson – wohl zwei der besten dänischen Schauspielerexporte!
  • Geliebte Jane (Becoming Jane): Ach, ihr wisst schon, James McAvoy halt! ❤ Ich schrieb über diesen Film:

Funny, charming, tragic. Great chemistry between Tom (James) and Jane Austen (Anne Hathaway)!

  • Inside I’m Dancing: Ach, ihr wisst schon, James McAvoy halt! 😉 Dass dieser Film „ausgerechnet‟ von filmschrott ausgewählt wurde, hat mich wirklich überrascht, zumal ich dachte, außer Hardcore-James-McAvoy-Fans kenne niemand in Deutschland diesen Film. Ich darf mich nochmal zitieren (Beitrag s.o.):

James plays Rory, who suffers from Duchenne muscular dystrophy (which is fatal) but who manages to change the life of Michael (great perfomance by Steven Robertson), who has cerebral palsy and leads a boring life in a home for the disabled. I’m glad my love for James has brought this little gem of a film to my attention. It’s basically a buddy movie – and James convincingly portrays this unconventional character that brightens up his friend’s life, but whose own life is not meant to last. Funny and moving!

  • Die Tiefseetaucher (The Life Aquatic with Steve Zissou): Einer meiner Lieblingsfilme von Wes Anderson taucht auf der Liste von Bee neben so Filmen, wie Eat Pray Love und 50 Shades of Grey auf! VERY peculiar! 😉
  • Moon: 1 1/2 Stunden Sam Rockwell allein. Fast. Wenn da nicht noch der Computer GERTY wäre: gesprochen von niemand geringeren als Kevin Spacey. Toll, dass der unter Cineasten eben doch bekannt ist.
  • Der Geschmack von Rost und Knochen (De rouille et d’os): Miss Booleana hat den Film ganz ähnlich empfunden wie ich. Aus meiner Kritik:

Eine sehr ungewöhnliche Liebesgeschichte, die völlig frei von Klischees und Sentimentalitäten ist. […] Ich schließe mich dem Statement aus der ZEIT an: „Selten wurde im Kino mit so brutaler Schönheit gezeigt, wie zwei Menschen das Lieben lernen.‟ Der Gegensatz „brutal“ und „schön“ ist es, was den Film wirklich zu etwas Besonderem macht. Kein Film, den man immer und immer wieder sehen mag, aber einer, der dich am Ende doch tief berührt, wenn Ali dann endlich Gefühle zeigt.

  • Lars and the Real Girl: Ohne meine Freundin, die sich jeden Film mit Ryan Gosling kauft, hätte ich diesen Film wohl nicht gesehen. Wenn man ihn aber mal gesehen hat, wächst einem Gosling noch mehr ans Herz.
  • Wreckers: Ach, ihr wisst schon, Benedict Cumberbatch halt! 😉 Ich schrieb:

Cumberbatch zeigt in diesem Film erneut, wie nuanciert und vielseitig er spielen kann. So scheint David zunächst ein ganz ausgeglichener Mensch, zeigt aber später, dass er auch eine ungezügelte, brutale Seite in sich trägt, die erst durch den Bruder ans Licht kommt. Als Zuschauer ist man ähnlich erschrocken über diese Ausbrüche wie Dawn. [Und dann die Begründung, warum er auf diese Liste passt:] Ein sehr interessanter Film, der allerdings nicht unbedingt für ein Mainstream-Publikum gedacht ist.

  • Pollock: Ed Harris spielt sich – wie immer – die Seele aus dem Leib und bekommt wieder keinen Oscar dafür. Ach, und ich sehe gerade: Er hat auch Regie geführt! Ed Harris ist einer dieser Schauspieler, die so nuanciert und irgendwie unauffällig spielen, dass sie dann oft doch keinen Oscar abräumen. Verdient hätte er es schon lange – auch für dieses Portrait des Künstlers Jackson Pollock, der mir erst seit diesem Film so richtig ein Begriff ist.
  • Rubber: Ein total abgefahrener Film über einen mordenden Autoreifen – einer meiner Fantasy Filmfest Favorites! Von Quentin Dupieux, dessen darauffolgenden Film Wrong ich auch wieder HILARIOUS fand: „Für mich einer dieser Filme, die nirgendwo besser als aufs FFF passen: skurril, witzig, absurd, unrealistisch, massenuntauglich – einfach gut!“ Wrong Cops allerdings enttäuschte als Gesamtwerk, wenn auch einzelne Szenen wieder herrlich skurril waren.

Dies war nur eine Auswahl (ich möchte ja irgendwann mal fertig werden 😉 ), es gab deutlich mehr Nennungen, bei denen ich heftig genickt habe, als Filme, bei denen ich resigniert oder entsetzt den Kopf schüttelte. Einen guten Geschmack habt ihr! 🙂 Und so habe ich mir auch einige Filme angekreuzt, die es mir Wert erscheinen, von mir nachgeholt zu werden. Wie schon in meinem Geburtstagsbeitrag erwähnt, liegt sogar schon der erste Film auf meinem Gabentisch. 🙂

Ich danke euch für die vielen Tipps für Neuentdeckungen und Erinnerungen an zwischenzeitlich fast vergessene Filmperlen! 🙂

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32 Antworten zu Blogparade: Gegen den Strom – Auswertung

  1. bullion schreibt:

    Wow, was für eine detaillierte Auswertung. Kommt da etwa die Lehrerin durch? 🙂

    Klasse, dass so eine große Vielfalt an Filmen dabei waren. Da sieht man doch, dass die Einschätzung bzw. Interpretation stets eine andere war oder eben die einzelnen Geschmäcker doch so verschieden sind.

  2. Filmschrott schreibt:

    Sind sogar ein oder zwei dabei, die mir gar nix sagen. Und was soll ich zu Inside I’m Dancing groß sagen? Auch ein blines Huhn trinkt mal nen Korn, oder so ähnlich …

  3. Wortman schreibt:

    Super, das so viele mitgemacht haben 🙂 Das ist doch was.
    Bei mir hast nichts erwartet? 😉

  4. Zeilenende schreibt:

    Ein mordender Autoreifen? Entschuldigt mich bitte … Ich muss einen Film gucken. *gg*

    Danke für die Auswertung, du hast die Aufgabenstellung (32 Nerds jenseits des Pickelalters präsentieren ihre schlimmsten Geschmacksverirrungen und wollen davon von ihrer Lehrerin gelobt werden) bravourös gemeistert. Hat Spaß gemacht, den Artikel zu lesen und … Naja, wie gesagt: Autoreifen. Ich bin mal weg. 😉

  5. Staffmann schreibt:

    War wirklich eine tolle Aktion. Habe jetzt auch gleich wieder ein paar Filme auf meiner Liste^^

  6. jayhochzwei schreibt:

    Nachdem ich dir nun schon einige Zeit folge, steht dann jetzt auch „Geliebte Jane“ durch deine Liebe zu James McAvoy auf meiner Filmliste. 😀 (Aber bloß nicht in der deutschen Version; hab mir soeben den Trailer angesehen und auch wenn ich die Geschichte recht reizvoll finde, lassen mich die deutschen Synchronstimmen erschaudern …)

    • singendelehrerin schreibt:

      Freut mich sehr, wenn ich dich durch meine Liebe zu James McAvoy dazu inspiriere, diesen Film anzusehen! 🙂 Und ja: Auf keinen Fall in der deutschen Version ansehen! 😉

  7. pimalrquadrat schreibt:

    Danke für die Auswertung (und die Nennung! 😳 ), und auch für die tolle Idee! Du bist been zu recht Queen of the Nerds umd Blogparaden! 🙂

  8. jacker schreibt:

    Fein, Fein, Fein!

    Ich werde mich nach und nach auch nochmal durch alle Artikel klicken, die ich nicht kenne.
    Vielleicht war dies ja für mich die Initialzündung, endlich mal regelmäßig bei deinen Paraden mitzumachen?! Ich tue mein bestes – die nächste ist ja schon am Start. Und zur Auswertung: Danke für die Mühe!

    • singendelehrerin schreibt:

      Bitteschön! 🙂

      Na, ob dir mein neues Thema liegt? Zu dir hätte vielleicht meine Musik-Parade ganz gut gepasst… Hm, zu deinem Frauengeschmack könnte ich echt noch nicht so viel sagen – wäre schon interessant! Ich glaube, Jessica Chastein, aber in welcher Rolle? Hmmm…

      • jacker schreibt:

        Mit der liegst du schon ganz gut. Generell würde ich sagen, eher so der Frauentyp „niedlich“ und auf keinen Fall so 08/15 Barbie-Blondinen wie Margot Robbie, Blake Lively, etc.

        • singendelehrerin schreibt:

          Aha! 😉 Bin ich ja beruhigt, insbesondere mit Margot Robbie kann ich nicht so viel anfangen. Aber blond (aber nicht hell- oder gar wasserstoffblond) bin ich trotzdem – und „niedlich“ hat mich noch niemand bezeichnet… 😆

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