Media Monday #257

Da bin ich wieder! 🙂 Frisch zurück aus London, bin ich mit den Gedanken aber immer noch in der Theaterhauptstadt Europas (ich verleihe einfach mal diesen Titel). Das hat sich ein „klein wenig“ in der Bearbeitung des heutigen Media Monday auf dem Rückflug niedergeschlagen… Seht es als Teaser für die kommenden Berichte von Theaterstücken der unterschiedlichsten Art und in den unterschiedlichsten Theatersälen (von 100 Sitzplätzen bis über 1.000) , von Begegnungen mit Schauspielern und Gesprächen unter Autogrammjägern. 🙂

1. Die 2. Staffel von Penny Dreadful könnte eines meiner nächsten Serien-Highlights werden, schließlich spielt Rory Kinnear mit, den ich am Samstag an der Stage Door getroffen habe und der wirklich außerordentlich nett war. ❤

2. Ich wusste ja gar nicht, dass Rory Kinnear auch singen kann. Nicht ausgesprochen toll, aber schon respektabel.

3. Kenneth Branagh hat sich seine Meriten als Shakespeare-Regisseur ja spätestens mit seinem Hamlet-Film verdient, schließlich aber die Inszenierung von Romeo and Juliet im Garrick Theatre wird eher zwiespältig aufgenommen. Ich fand z. B. die erste Hälfte sehr spritzig und beeindruckend choreografiert (eine tolle Tanzszene), während meine Begleitung (schauwerte) in der Pause ihr völliges Entsetzen zum Ausdruck brachte. Dafür fand ich die zweite Hälfte weniger überzeugend, weil die Tragik der Geschichte für mich nicht so richtig rüberkam.

4. Würde ich mein Blog quasi noch mal neu starten, ich würde wohl noch „theater-“ mit in den Untertitel einbauen.

5. Bei dem Überangebot an Serien, sollten viele Serienschauspieler aber auch mal eine Saison Theater spielen. Aufruf an: David Tennant, Ben Whishaw, Olivia Colman, Sarah Lancashire, to name but a few.

6. Wenn es nicht so ein zeit- und/oder kostenintensives Hobby wäre, würde ich NOCH häufiger nach London fliegen, um ins Theater zu gehen. 😉

7. Zuletzt habe ich drei Theaterstücke in zwei Tagen gesehen und das war offensichtlich ziemlich überwältigend, weil ich danach richtig unruhig geschlafen habe und richtig anstrengende Träume zu überstehen hatte. Das Highlight war zweifellos The Threepenny Opera (Brecht/Weill) mit Rory Kinnear im National Theatre.

 

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33 Antworten zu Media Monday #257

  1. mwj schreibt:

    Kinnear ist wirklich toll. Daher ist seine „Creature“ neben Vanessa Ives auch meine Lieblingsfigur in der Serie „Penny Dreadful“.

    • singendelehrerin schreibt:

      Ich freue mich schon sehr für Kinnear, dass er durch die Mitwirkung in dieser Serie auch einem weiteren Publikum bekannt wird. Klar, die Serie ist nicht so populär wie GoT, aber unter Mystery-Fans ist er jetzt wenigstens auch ein Begriff. 🙂 In der 1. Staffel hatte er ja noch eine recht kleine Rolle, ich hoffe, die wird in der 2. ein bisschen ausgebaut.

      PS: DVD ist bestellt! 🙂

      • mwj schreibt:

        Er spielte auch in den letzten paar Bond-Filmen die Rolle von Bill Tanner, Ms „Assistent“.

        • singendelehrerin schreibt:

          Ich weiß. Aber ich schätze, die wenigsten, die ihn (nur) in den Bond-Filmen gesehen haben, werden seinen Namen wissen.

          Wobei – mir soll es recht sein: Ich wünsche mir noch mehr solcher „intimer“ Begegnungen nach seinen Theater-Performances. Ist irgendwie angenehmer als zwischen 100 Cumbergirls zu stehen. 😉

  2. bullion schreibt:

    Das ist wahrlich ein einziger großer Teaser. Freut mich sehr, dass du so viel Spaß in London hattest – auch wenn es sich auf deine Nachtruhe ausgewirkt hat… 😉

    • singendelehrerin schreibt:

      Es ist schon schräg, wie sich das auf meinen Schlaf und meine Träume auswirkt: Heute Nacht habe ich von James McAvoy geträumt – vielleicht weil mir schauwerte erzählt hatte, dass er und seine Frau sich trennen?!?!! Meine große Chance! ❤ …………………………………………………… zumindest im Traum. 😉

  3. Wortman schreibt:

    Penny Dreadful ist total geil 🙂
    Das „Theater“ kannst ja immer noch einbauen 😉

    Viele (Serien)Schauspieler sollten mal versuchen Theater zu spielen und dann sehen, wie schlecht sie wirklich sind 😉 Im Theater gibt es kein „Szene 6, die 35. “ 😆

    • singendelehrerin schreibt:

      Ja, ich weiß schon, dass ich den Untertitel bearbeiten kann. Mir ist aber irgendwie nichts anderes eingefallen, wie ich auch bei DER Frage die Verbindung zum Theater in London herstellen kann… 😉

      Ich habe wirklich allergrößten Respekt vor Theaterschauspielern. Allerdings glaube ich schon auch, dass es schwierig ist (bei Serien oder beim Film), auf das Stichwort „Action!“ genau die passende Emotion z. B. abzurufen, obwohl das, worauf man gerade reagieren soll, noch nicht gedreht worden ist. Hatte ja schon mal darüber „philosophiert“ bzw. philosophieren lassen: https://singendelehrerin.wordpress.com/2014/10/24/die-freitagsfrage-3-wer-leistet-mehr-theater-oder-filmschauspieler/

      Krass finde ich, wenn die das Stück an einem Tag zweimal spielen – was für ein Kraftakt! Kein Wunder, dass manche Schauspieler nach solchen Tagen ganz schön fertig aussehen, wenn sie aus der Stage Door kommen…

      • Wortman schreibt:

        Das sieht man auch bei unseren Esemble. Arbeiten gehen, nebenbei Texte lernen und dann auf der Bühne stehen…

        Natürlich müssen Filmis Emotionen auf Kommando beherrschen aber die können eben eine Szene auch 40 mal spielen bis sie im Kasten ist. Auf der bühne ist ein Megapatzer ein Kopfschuss.

        • singendelehrerin schreibt:

          Ich sehe das schon ähnlich, ich denke aber, dass letztlich beides auf unterschiedliche Weise anstrengend ist. Von Serienschauspielern, die Hauptcharaktere spielen, hört man ja schon manchmal, dass die auch 10-12 Std. pro Tag am Set sind. Sicher ist da viel Warten dabei, aber da die Konzentration aufrecht zu erhalten, ist bestimmt auch nicht ganz ohne.

          Aber eins ist sicher: das Auswendiglernen des Textes allein ist schon absolut bewundernswert – ich tu mir z. B. wahnsinnig hart, Sachen auswendig zu lernen. Wenn man dann manchmal sieht, wie viele Seiten Text Theaterschauspieler drauf haben müssen! Respekt!

          • Wortman schreibt:

            Also deswegen stehe ich auch lieber in der Bühne als auf der bühne 🙂 Ich würde meinen Text nie hinbekommen…

          • singendelehrerin schreibt:

            Ich habe ja als Schülerin Theater gespielt und ein oder zwei Semester lang auch an der Uni (auf Englisch) – ich hab’s dann schon immer irgendwie hingekriegt, hatte allerdings auch nie Hauptrollen. Meistens habe ich Witwen gespielt… :-/

    • Wortman schreibt:

      Du hast immer Witwen gespielt…
      Da sag ich jetzt lieber nichts zu *lol*

      Bei uns bin ich im Bühnenbauteam… Es zieht mich nichts auf die Bühne.
      http://www.laienbuehne-freising.de/

  4. hurzfilm schreibt:

    “ Ich wusste ja gar nicht, dass Rory Kinnear auch singen kann. Nicht ausgesprochen toll, aber schon respektabel.“

    Da bin ich auch immer wieder erstaunt, wie viele Schauspieler singen können.

    • singendelehrerin schreibt:

      Wobei das vermutlich sogar zur Schauspielausbildung dazugehört, nehme ich an.

      Wer es definitiv nicht konnte, war Russell Crowe, der vor lauter „Mist-jetzt-muss-ich-wieder-singen“ in „Les Misérables“ nicht mehr schauspielern konnte. Ich fand zumindest, dass seine sonst immer vorhandene Leinwandpräsenz wie weggeblasen war.

      Zu Brecht & Weill passt das ja meiner Meinung nach ganz gut, dass man nicht Leute mit klassischer Stimmbildung das singen lässt, sondern eher Laien. Ist ja schließlich – wie es angekündigt wurde – „a cheap opera“.

  5. Stepnwolf schreibt:

    Ziemlich viel Theater hier… 🙂

  6. pimalrquadrat schreibt:

    So viel Theater! 😳
    Hacja, du schreibst aber mit so viel Leidenschaft und Begeisterung, dass es mich beim Lesen mitreißt und ich fast daz uverführt werde, auch mal wieder ins Theater zu gehen. 🙂

    • singendelehrerin schreibt:

      Na, das wäre doch nicht die schlechteste Konsequnez aus der Lektüre meiner Beiträge! 😉

      • pimalrquadrat schreibt:

        Ja, und wenn du nächstes Mal vom Essen schreibst, pfeif ich mir ein Fünf-Gänge-Menü rein? XD 😉
        Aber ja, wäre sicher mal wieder an der Zeit. 🙂

        • singendelehrerin schreibt:

          Naja, sooooo oft schreib ich ja nicht von Essen, da musst du schon zu Zeilenende gehen. 😉 Aber ich habe tatsächlich ein Bild des leckeren Burgers mit Süßkartoffelpommes, den ich am Sonntag in Camden verspeist habe, zur Hand. Na? 😉

          • pimalrquadrat schreibt:

            Da treib ich mich ja auch schom herum! 😳
            Aaah, man erkennt deinen erstklassigen Geschmack an den Süßkartoffelfritten! 😀
            Ich hab auch ein Bild davon, das aber schon drei oder vier Wochen alt ist. 😛
            Aber zeig mir deine Fritten, un dich zeig dir meine. 😉

  7. An schreibt:

    Die „Romeo und Julia“ Inszenierung von Kenneth Branagh hätte ich ja auch gerne gesehen.
    Deinem Aufruf an die Schauspieler, auch mehr im Theater zu spielen, stimme ich zu, besonders auch bei David Tennant, Ben Whishaw und Olivia Colman. (Sarah Lancashire kenne ich nicht.) In der Hoffnung, dass ich dann auch die Chance hätte, es zu sehen. 😀

    Und ich freue mich schon auf deine Berichte. 🙂

  8. KirstenSE schreibt:

    Whishaw spielt im Moment noch John Porter in The Crucible am Broadway. Und David Tennant war bis vor kurzem wieder als Richard II in New York auf der Bühne. Olivia Coleman hat sehr wenig Theater in den letzten Jahren gespielt. Ich habe sie in 2012 in einer Komödie mit Jeremy Northam und Lindsey Duncan gesehen. Hätte nix dagegen sie wieder einmal, diesmal vielleicht in einer größeren Rolle, zu sehen. Aber jetzt drehen die beiden ja erstmal Broadchurch III.
    Sarah Lancashire (spielt die Hauptrolle in Happy Valley und ist auch großartig in Last Tango in Halifax) würde ich – wie sehr viele andere Theater Fans – auch unbedingt mal sehen. Ihr letzter Theaterauftritt war glaube ich in dem Musical Comedy Betty Blue Eyes in 2011.

    • singendelehrerin schreibt:

      Ich präszisiere: Die genannten Herren und Damen sollen bitteschön in LONDON Theater spielen. An und zu mal für einen Wochenend-Theatertrip nach New York jetten, ist dann doch zeitlich und finanziell doch nicht drin… 😉

      Wow, Ben Whishaw als John Proctor! DAS wirkt bestimmt VÖLLIG anders als Richard Armitage in der Aufführung im Old Vic. Hui!

      Bzgl. Sarah Lancashire: Das sind genau die zwei Serien, in denen ich sie gesehen habe und richtig toll finde!

    • singendelehrerin schreibt:

      Nachtrag: OMG, was ist das für ein Cast bei „The Crucible“ am Broadway: mit Saoirse Ronan und Sophie Okonedo! BRING IT TO LONDON!!!

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