Media Monday #252

Ich hasse Sonntag Abende. Obwohl ich auch an diesem Wochenende viel korrigiert habe, gehe ich mit einem Gefühl in die Woche, dass ich mal wieder nicht alles geschafft habe. Gestern Abend wurde ich gefragt – von einer, die im Lehramtsstudium Französisch + Geschichte etwas feststeckt, weil sie ein Kleinkind hat – , ob ich denn freie Wochenenden hätte. Da musste ich nicht lang überlegen… :-/ Manchmal hätte ich schon echt gerne einen Job, an den man erst am Montag früh wieder denken muss. Aber natürlich hat der Lehrerjob auch Vorteile, die mir heute Abend aber irgendwie nicht einfallen mögen…

Aber ich habe mir ja auch schon den Kopf für den heutigen Media Monday zerbrochen (bei 2. und 5. wollte es nicht recht flutschen), kein Wunder also! Here it comes:

1. Die Geschlechterrollen in Hollywood-Filmen waren im letzten Jahr in manchen Filmen nicht mehr so stereotyp – langsam holt Hollywood gegenüber den Serien etwas auf. Frauen mit Power gab es da zu bewundern: Imperator Furiosa (Mad Max: Fury Road) und Rey (StarWars: The Force Awakens), aber auch für Hollywood untypische Frauen in (romantischen) Komödien, hier denke ich vor allem Amy Schumers Rolle in Trainwreck. Weder musste Emily Blunts Charakter in Sicario von einem Mann gerettet werden, noch ließ sich die Roboterin (Alicia Vikander) in Ex Machina von ihrem männlichen Schöpfer unterkriegen. In den Comic-Verfilmungen tut sich erst sehr langsam etwas, da ist das Fernsehen mit Jessica Jones und weiteren Marvel-Serien (Agents of S.H.I.E.L.D., wo ich erst in der Mitte von Staffel 2 bin, und Agent Carter, die ich noch gar nicht kenne) schon viel weiter.

2. Zu sagen, dass ich „ganz gerne‟ Serien gucke, wird der Sache nicht annähernd gerecht, denn ich muss mich wohl eher als Serienjunkie outen. Komischerweise fällt mir oft dann gar keine Serie ein, wenn mich z. B. Schüler fragen, welche Serien ich denn aktuell gerade schaue… *grübel*

3. Ich trauere ja immer noch um Prince. Das Jahr 2016 ist kein gutes, was die Musikwelt anbelangt (und nicht nur die). Ein Tod jagt den nächsten. Traurig.

4. Firefly hätte gerne fortgesetzt werden können, denn diese Joss Whedon-Serie war einfach toll! Diese Mischung aus Science Fiction und Western, die liebenswerten Charaktere (das muss eine Serie erstmal schaffen, dass man nach nur 13 Folgen jede Figur so ins Herz geschlossen hat, dass die Fans am Boden zerstört waren), die Whedonschen Dialoge… Das ist schon eine Leistung mit nur 13 Folgen eine DER Kultserien zu erschaffen!

5. Der Blick auf das Amphitheater des Cedar Breaks National Park war ein(e) überraschend großartige(s) Erlebnis, weil wir spontan dorthin einen Umweg gewagt hatten, ohne zu wissen, welch ein farbenfrohes Naturwunder uns dort erwartet. Zur Erinnerung:

The Amphitheater_5 The Amphitheater_27

6. Die Tatsache, dass Tom Hardy in der 2. Staffel von Peaky Blinders mitspielt, hatte mich dazu verleitet, die Serie anzusehen. Danke, Tom, denn andernfalls wäre wohl diese großartig gefilmte Serie mit fantastischem Soundtrack und dem faszinierenden Cillian Murphy an mir vorübergegangen. Bin auf Staffel 3 gespannt!

7. Zuletzt habe ich die erste Folge von Lucifer gesehen und das war sehr unterhaltsam, weil der mir bis dato so gut wie unbekannte Tom Ellis einen sehr witzigen Lucifer abgibt und – was mich enorm überrascht hat – mir Lauren Graham als Detective Chloe Decker viel, viel besser gefällt als in der 2. Season von Hawaii Five-0. Außerdem habe ich mich über das Wiedersehen mit verschiedenen Schauspielern, die ich aus anderen Serien kenne, gefreut, besonders über D. B. Woodside (Buffy, 24, Suits), aber auch über Kevin Alejandro (True Blood) und Rachael Harris (Suits). Ich denke, da werde ich noch einen zweiten Blick riskieren!


20 Gedanken zu “Media Monday #252

  1. „Aber natürlich hat der Lehrerjob auch Vorteile, die mir heute Abend aber irgendwie nicht einfallen mögen…“
    -Vormittags recht und Nachmittags frei
    -Man kann das Arbeitszimmer bei der Steuer geltend machen
    -Absolute Allmacht über die Zukunft junger Menschen
    -Gesicherte Kaffee-Versorgung durch die Lehrerzimmer-Maschine bis zur Pension
    -Überhaupt die Pension, sofern man verabeamtet ist
    -man kann seinem großen Vorbild Severus Snape nacheifern und muss sich nie die Haare waschen
    -Man hat 12 Wochen Urlaub im Jahr

    Hab ich ein Klischee vergessen? Davon abgesehen: Im Idealfall prägt man junge Menschen sehr nachhaltig positiv für den Rest ihres Lebens und bekommt in den meisten Fällen mehr Wertschätzung als Kritik, zumindest von den Betroffenen – den SuS. 🙂

    1. Danke für die Auflistung! 😛 Du als Lehrerkind (und verhinderter „Selbstlehrer“) darfst das… 😉 (Ich bin übrigens nicht verbeamtet.)

      „bekommt in den meisten Fällen mehr Wertschätzung als Kritik, zumindest von den Betroffenen – den SuS“
      -> Hm, das kann ich jetzt so nicht komplett unterschreiben. Bei uns z. B. feilschen die SuS um nahezu jede mündliche Note, da kriegst du meistens eher Kritik ab. Aber ja, ich habe auch schon viel positive Rückmeldung bekommen – und sei es die Postkarte neulich von einer ehemaligen Schülerin, die gerade in Spanien lebt. Dass überhaupt mal an die ollen Lehrer zurückgedacht wird, ist schon schön! 🙂

      Nein, auch wenn ich manchmal die flexiblen Arbeitszeiten verfluche, weil die auch irgendwie bedeuten, dass man sich immer im Dienst fühlt, insgesamt bin ich ja schon gerne Lehrerin. 🙂

      1. Feilschen die das ganze Jahr über oder nur zu den Quartalsnoten? Das ist eben existentiell, wie eine Leistungsbeurteilung im „richtigen“ Job. Aber den Rest des Jahres? Zumindest zu meiner Schulzeit war es da noch friedlich, selbst bei dem Lehrer, der nach jeder Stunde ne mündliche Note verteilt hat. Wenn ich recht habe, und das an bestimmten Zeitpunkten auftritt, ist die Notenvergabe auch ein klassischer Fall von „prägendes Erlebnis, das den Blick auf den Alltag verstellt“ … Und wie die Karte zeigt: Der Alltag prägt mehr. Oder hat die ehemalige Schülerin versucht, ihre mdle. Note nachträglich hochzuverhandeln? ^^

        1. Manche feilschen wirklich das ganze Jahr über, bei jeder einzelnen Note. Ich hasse das. 😦 So viele überschätzen ihr Können einfach – und dann kommt dieser Druck dazu, einen möglichst guten Abschluss zu haben. Da ist es für einen Schüler, der z. B. in allen Fächern außer den Sprachen (Deutsch und Englisch) Zweier und Einser hat, der totale Makel, wenn er in D und E Dreier im Zeugnis stehen hat. Ist ja im Grunde genommen schön, wenn Schüler ehrgeizig sind, aber das ist bei uns z. Tl. echt schon übertrieben.

  2. Ich bekomme ja beide Seiten live mit, d.h. das Lehrerdasein und das klassische Angestelltenverhältnis. Ich würde mal behaupten es hat beides so seine Vor- und Nachteile. So rein von der Zeit nehmen sich die Jobs wohl nicht viel, als Lehrer kann man seine Zeit aber freier einteilen. Und auch ich trage viel mit aus dem Job ins Wochenende, speziell seit ich auch selbst Mitarbeiter habe. Das wird teils schon meiner Frau zu viel. Um die Ferien beneide ich meine Frau tatsächlich, selbst wenn sie mal ab und zu etwas korrigieren oder vorbereiten muss. Da sind knapp 6 Wochen für das ganze Jahr schon echt wenig, auch wenn man sich in Deutschland ja nicht beschweren darf. Letztendlich ist es aber doch so: The grass is always greener on the other side… 😉

    1. „The grass is always greener on the other side…“ – stimmt schon. Die freiere Zeiteinteilung hat manchmal echt Vorteile (Kino geht ab und zu auch mal am Nachmittag unter der Woche; z. Zt. allerdings eher nicht), aber verleitet natürlich auch zum Prokrastinieren. Wie jetzt gerade. Ich muss aufhören, Kommentare zu schreiben!

  3. Hm, ja, freie Wochenenden. Ich schau auf meine Freunde und stelle fest, dass sie dafür dann unter der Woche noch ne Extraschicht arbeiten müssen, damit sowas halbwegs möglich ist. Oft kommt dann aber am Wochenende noch die Mail mit der Ankündigung einer Vertretung. Oder was anderes, kurzfristig. Alles nicht so einfach, und viele äußern an solchen Tagen denselben Wunsch wie du, nämlich nach geregelten Arbeitszeiten und einem richtigen Feierabend samt Wochenende.

    Deine Bilder sind nach wie vor großartig! ❤

    Hm, Firefly, das hab ich mir am Samstag gekauft – die Serie, den Film verkaufen die natürlich extra. *seufz* Aber so, wie alle und Sheldon davon schwärmen, da muss ich auch da irgendwann einmal reinschauen. 🙂

    1. Na, das klingt ja auch toll, dass am Wochenende Vertretungsstunden angekündigt werden – herzlichen Dank auch. :-/

      Danke! 🙂

      Bzgl. „Firefly“: Aber – so sehr ich die Serie mag – vorher noch „Ex Machina“ schaun, gell?! 😉

  4. Ach, als Freiberufler beneide ich Lehrer, wenn ich ehrlich bin. Denn ich habe die vielen ‚freien‘ Wochen nicht, die Steuervorteile ebenfalls nicht, auch nicht das gesicherte Arbeitsverhältnis – und arbeite dennoch sehr viel bei schlechterer Bezahlung und weitaus nervigeren Kunden. 😀 (Erwachsene lassen sich nämlich noch ungerner was sagen als Jugendliche oder Kinder – hm, gibt es das Wort ‚ungerner‘ überhaupt?)

    1. Klar, ich bin zwar nicht verbeamtet, aber habe eine unbefristete Stelle und würde im Leben nicht freiberuflich tätig sein wollen – da verstehe ich deinen Neid. Bist du denn in der Erwachsenenbildung tätig? Ich dachte früher immer, dass gerade da die „Kunden“ angenehmer wären als an der Schule, weil sie freiwillig zum Lernen kommen…

    1. Ich kannte Tom Ellis vorher nicht wirklich… Evtl. habe ich ihn bei „Merlin“ gesehen, aber die Serie habe ich nicht zu Ende geschaut, weiß gar nicht, ob ich vor oder nach seinem Auftreten ausgestiegen bin…

      1. Bei Merlin habe ich ihn (auch) gesehen, habe ich aber auch erst vor nicht allzu langer Zeit herausgefunden. Ich kenne ihn vor allem aus der Serie „Miranda“ (so genial) und dann hat er noch in einer Doctor Who Folge mitgespielt.

          1. Gern. 🙂 Absolutely! ^^ Wenn du reingeschaut hast, kannst du ja mal Bescheid sagen, ob es dir gefällt oder nicht. 😉

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