Media Monday #248

Eine Woche Osterferien sind rum – und ich bin sehr unzufrieden. Zeilenende hatte mir prophezeit, dass ich den Ferien statt den halben Tag, den ganzen am Schreibtisch sitzen würde, und so in etwa läuft das auch gerade. Zum Teil ist daran der Wust an zu korrigierenden Arbeiten schuld, zum Teil natürlich auch ich selbst, denn was tue ich zur Abwechslung vom Korrigieren? Bloggen! Und wo tut man das? Am Schreibtisch. Super. Die nächste Woche muss ich klarere Grenzen ziehen und während der Korrektur Thunderbird und WordPress zumachen, damit ich nicht nach jeder korrigierten Arbeit die neuesten Likes oder Kommentare anschaue. Bitte versteht das jetzt nicht falsch: Stellt eure Rückmeldungen nun nicht ein deswegen! 😮 Ich möchte auf den Austausch mit euch ja nicht ganz verzichten, sondern nur die Arbeit vom Vergnügen schärfer trennen. 😉 Und dazwischen vielleicht noch eine Stunde an die frische Luft gehen.

Vielleicht gehe ich auch mal wieder eher ins Bett – aber heute noch nicht. Ich „muss“ ja noch den Lückentext des heutigen Media Monday bearbeiten, dessen Fragen heute ein bisschen anders sind, weil sie von Gloria von Nerd-Gedanken stammen, natürlich trotzdem über den Umweg des Medienjournal-Blogs. Achtung, religiös angehauchter Content trifft auf Marquis de Sade! 😀

1. Zu Ostern wünsche ich mir nur eines, nämlich dass sich viele trauen, bei meiner Blogparade Jesus 2.0 mitzumachen! 😉 And on a more serious note: Ich würde mir wünschen, dass es nicht alle paar Tage Nachrichten von einem neuen Selbstmordattentat gäbe. Denn Massenmord ist weder „inspired by Jesus“ noch „inspired by Allah“! 😦

2. Bevor ich 50 Shades of Grey lese, würde eher etwas von Marquis de Sade auf meinem Nachttisch landen. :-D.

3. Früher haben wir zu Ostern die Jugend-Osternacht auf Burg Feuerstein besucht. Die ging um 5 Uhr früh los – und ging manchmal fast bis 8 Uhr. Die Stimmung in der vollgepferchten Kirche (alle saßen auf Decken am Boden) hat wirklich die Osterbotschaft greifbar gemacht, erst war alles finster – bis am Osterfeuer die Osterkerze erzündet wurde. Dazu hat immer eine sehr gute Band gespielt – Lieder, die textlich und musikalisch mitrissen – , und alle haben mitgesungen. Ich bin aus dem Jugendalter schon ein paar Jahre raus und gehe z. Zt. nur noch dann in die Kirche, wenn ich selbst Musik mache (nächsten Sonntag z. B., wenn unsere Band bei der Erstkommunion spielt), aber manchmal vermisse ich das. Ich vermisse die Zeit, als mir die Osterbotschaft noch nahe ging und mir spürbar etwas gegeben hat.

4. Wenn ich gutes englisches Theater (oder gute Filme und Serien) ansehe, dann möchte ich am liebsten auch Schauspielerin sein – und zwar eine richtig gute, die auf Knopfdruck weinen kann und so. Das bin ich aber nicht, und so bleibt tatsächlich bei richtig umwerfenden Produktionen immer ein klein bisschen Wehmut in mir zurück.

5. Die Filme auf meiner Einmal-und-nie-wieder-Liste werde ich nie wieder ansehen, weil sie emotional einfach so intensiv sind, dass ich mich dem nicht wieder aussetzen mag. Trotzdem sind das alles durchaus sehr gute Filme! 

6. Tom Hardy hätte eigentlich längst mal eine größere Auszeichnung verdient, und zwar, weil er einer der besten Schauspielexporte Großbritanniens ist und unglaublich viel Herzblut in seine Rollen steckt. Man sehe sich nur seine Darstellung des Obdachlosen Stuart in Stuart: A Life Backwards (2007) an! Unlängst habe ich Legend gesehen, in dem er das Zwillings-Gauner-Paar Reggie und Ronnie Kray darstellt: Der Film ist nicht besonders spannend, aber Tom Hardy zuzusehen ist einfach awe-inspiring (das englische Wort drückt das einfach exakter aus als „beeindruckend‟).

7. Als gute Geschenkidee würde ich etwas persönlich Passendes empfehlen, weil es m. E. keine universal zu verwendenden Geschenke gibt. Außer vielleicht gemeinsame Zeit. Das ist immer ein gutes Geschenk! 🙂

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26 Antworten zu Media Monday #248

  1. Wortman schreibt:

    De Sade ist zu empfehlen 😉
    Die einmal und nie wieder Liste muss ich mir mal ansehen…
    Ne Jesus – Blogparade? Du kommst auf Ideen 😉

    • singendelehrerin schreibt:

      De Sade: Soso… – da scheinst du ja nicht der Einzige zu sein (siehe die Kommentare unter dir), der mir das empfiehlt!

      Hihi, und, hast du festgestellt, dass du die einmal und nie wieder Liste schon kanntest – und sogar eine eigene hast?! 😀

      • Wortman schreibt:

        De Sade muss man einfach lesen 😉

        Jaaa 😦 Das war mir nicht mehr bewusst, dass ich diese nie wieder Parade schon gemacht hatte 😉

  2. pimalrquadrat schreibt:

    Den Sade hab ich als ebook. Als echtes Buch alle Werke zu bekommen ist ein sehr teures Unterfangen. Auch wenn es teilweise verstörend ist, ist die Lektüre durchaus interessant. 😉

    Und nun raus mit dir an die frische Luft! 😛

    • singendelehrerin schreibt:

      Liest du den im frz. Original?

      Ich verspreche, ich geh noch raus. Bestimmt. Aber vorher will ich die Schulaufgabe der 13. Klasse noch fertig korrigieren. Wehe, es zieht NOCH mehr zu und regnet nachher… :-/

      • Wortman schreibt:

        Sonneeee 🙂

      • pimalrquadrat schreibt:

        Jupp. 🙂
        Ist schon interessant, das zu lesen. So, wie soll ich sagen? So deviant es auch sein mag. :mrgreen:

        Ist denn die Aufgabe soweit zufriedenstellend ausgefallen? 🙂
        Hier windet es ziemlich, aber noch scheint die Sonne. 😉

        • singendelehrerin schreibt:

          So, Schnitt der Schulaufgabe (Klausur): 7,27 (von 15, falls das auch jemand nicht kennt). Besser als die letzte in dieser Klasse, immerhin. Aber leider zweimal auch nur 1 Notenpunkt. :-/

          Ha, und draußen war ich dann doch auch noch – als sich schon wieder Kopfschmerzen anschlichen. Freut mich zu verkünden, dass es geholfen hat! 🙂

          • pimalrquadrat schreibt:

            So richtig gut ist das aber auch nicht. 😦
            Schade, aber gut, mit etwas mehr Vorbereitung wären zumindest die Noten schlechter als 5 vermeidbar gewesen, was?

            Schön! 🙂
            Konntest du denn Bilder machen? Oder hast du einfach die frische Luft und den Abendhimmel genossen? 🙂

          • singendelehrerin schreibt:

            Ich habe nicht soo die Englisch-Cracks in der Klasse. Siehst du ja auch immer wieder an meinen Stilblüten. :-/ Ich weiß nicht, ob in der Oberstufe, „mit etwas mehr Vorbereitung“ die Lücken aufgearbeitet werden können, die seit Jahren da sind. Schwierig. Immerhin gab es schon auch ein paar Erfolgserlebnisse, als tatsächlich mal ein Ausdruck, den ich erst in der Woche vorher erklärt hatte (nicht wissend, dass der bei unserer Schulaufgabe in der Mediation auch gut passen würde, sondern weil er in meiner Musterlösung zu einer Übungsaufgabe drin stand), reihenweise an einer passenden Stelle verwendet worden ist. 🙂 Dafür haben wieder 11 von 15 Schülern „german / english“ etc. geschrieben, obwohl ich ihnen gefühlte 1000mal gesagt habe, dass alles, was mit Nationalität und Sprache zu tun hat, groß geschrieben wird. Ist im Grunde genommen ja kein schlimmer Fehler, aber wenn du das SO OFT gebetsmühlenartig wiederholst und es dann wieder von fast allen verkehrt gemacht wird, kriegst du schon die Krise… Würde ich ihnen eine Aufgabe nur zu Groß- und Kleinschreibung stellen, würden sie’s sicher richtig machen, aber sobald sie frei schreiben… Aber das ist ja im Deutschen leider nicht viel besser. 😦 Und das mit dem 1000mal Erklären kennst du ja sicher auch. 😉

          • pimalrquadrat schreibt:

            Naja, gut, man kann ja nicht nur Cracks haben.
            Aber schön, dass sich einige noch an Sachen aus dem Unterricht erinnern, und typisch Schüler, wichtige Sachen wie die Großschreibung wieder zu vergessen. XD

            Ich bekam heute übrigens mit, wie ein Schüler flüsternd seinen Nachbarn fragte, was denn 4*7 sei. *seufz*

          • singendelehrerin schreibt:

            Und nein: Heute hatte ich mal den Fotoapparat nicht dabei – ich wollte mehr gehen als stehen. 😉

          • pimalrquadrat schreibt:

            Muss auch mal sein! 🙂

  3. Zeilenende schreibt:

    Zeilenende der Lehrer-Versteher … *g* Gräme dich nicht, Herr Zeilenende Sr. ließ sich auch nur unter Androhung körperlicher Gewalt aus seinem Arbeitszimmer entfernen. An die frische Luft ist er nur gekommen, weil er Eisenbahn fahren durfte.

    Was de Sade angeht, ist es ja fast schon ein Sakrileg, den mit den 50 Grau-Schattierungen zu vergleichen. Aber ich mag mich über sowas auch gar nicht mehr aufregen. Dafür bin ich entschieden zu alt und zu müde. *gg* Deshalb lieber eine universal zu verwendende Geschenkidee: Unterhosen. Das geht immer. 😉

    • singendelehrerin schreibt:

      Ach, du bist Lehrerkind! Was unterrichtet denn dein Vater?

      Das glaube ich aufs Wort, dass man die beiden Werke/Autoren nicht vergleichen kann – ohne (bisher) das eine oder das andere gelesen zu haben. Die „50 Shades“ werde ich auch never ever lesen – das nur zur Beruhigung. 😉 Ich ärger mich eh immer, dass das erste Buch im „Deutschen“ einfach „Shades of Grey“ heißt – so wie das Buch von Jasper Fforde, das sich wirklich um GANZ andere Dinge dreht.

      Zu deiner Geschenkidee: auch bei Arbeitskolleg(inn)en? 😀

      • Zeilenende schreibt:

        Bio und Chemie am Gymnasium. Damit haben wir das Gymnasium gemeinsam, aber ich bin der Luftikus mit den falschen Fächern. 😀 Er zählt glaub ich aber mittlerweile die Tage bis zur Pensionierung.
        Ad Kollegen: Wenn der Kollege gut aussieht, ist die Unterwäsche alternativlos. 😉 Wenn nicht, gibt es feine Differenzierungen, die unterschiedlichste Botschaften vermitteln können, bis hin zur langen Unterhose mit integriertem Keuschheitsgürtel. Also ja. Das ist ein universell brauchbares Geschenk. *g*

  4. Gloria Manderfeld schreibt:

    Ich gebe zu, bei ‚de Sade‘ und SoG ist es ein ‚weder noch‘. Ich habe de Sade vor Jahren gelesen und empfand es als recht verstörend, andererseits in einigem auch als sehr langatmig. Und bei den Massen-Erotikszenen braucht man eine gute Vorstellungskraft, sonst versteht man irgendwann überhaupt nicht mehr, wer nun mit wem und wie … 😀 Auf jeden Fall sehr interessanter Vergleich …^^

    Wehmütig an Ostern werde ich immer, wenn ich an den Samstagsgottesdienst denke: eine total dunkle Kirche, in die der Pfarrer und wir Ministranten mit Kerzen Licht hinein brachten, und die Kerzen der Gottesdienstbesucher anzündeten, bis die Kirche irgendwann von den vielen Kerzen ganz erhellt war. So was ist einfach fern ab jeglicher modernen Mittel beeindruckend und berückend.

    • singendelehrerin schreibt:

      „Und bei den Massen-Erotikszenen braucht man eine gute Vorstellungskraft, sonst versteht man irgendwann überhaupt nicht mehr, wer nun mit wem und wie … :D“ – Och, das klingt doch nach einer Herausforderung, der ich mich gerne mal stelle! 😀

      Ach, du warst sogar Ministrantin! Weibliche Ministranten hat’s zu meiner Zeit noch nicht gegeben…

      • Gloria Manderfeld schreibt:

        Bei uns waren weibliche Ministraten auch eher noch ’neu‘ und wurden, als ich gerade frisch dabei war, sehr misstrauisch beäugt 😉 aber da wir irgendwann die Mehrheit der Ministranten stellte, war das kein Problem mehr. Ich schätze, auch Seniorinnen sind irgendwann pragmatisch, wenn es um einen schönen Gottesdienst geht 😀

        • singendelehrerin schreibt:

          Siehst du, wir wurden diesbzgl. auf andere Art misstrauisch beäugt: Wir waren in unserer Gemeinde Pioniere, was moderne Kirchenmusik (Neues Geistliches Lied) anbelangte. Da hieß es schon mal noch: „Diese Negermusik wollen wir nicht haben“. Aber wir haben uns durchgesetzt, gestalten seit 36 Jahren (!) Gottesdienste, bei denen die Gemeinde so stimmgewaltig mitsingt, dass mir manchmal vor Rührung die Stimme fast versagt. Und es gibt noch drei weitere Bands in unserer kleinen Gemeinde.

  5. bullion schreibt:

    Jaja, die Lehrer… 😉

    Auch meine Frau hatte sich schon für letzte Woche vorgenommen etwas für die Schule zu machen. Hat nicht geklappt. Diese Woche habe ich Urlaub und so sehe ich sie schon kommendes WE fluchend im Arbeitszimmer sitzen… 😀

    • singendelehrerin schreibt:

      Naja, ich hab ja schon was für die Schule gemacht, so isses nicht. Aber nicht so konsequent, wie ich es hätte tun sollen… Sag deiner Frau, sie soll froh sein, wenn ihr ein Wochenende reicht. 😉 Grundschullehrerin müsste man sein… :mrgreen: 😉 Aber nein, ich möchte nicht tauschen! 😉

  6. hurzfilm schreibt:

    Ich hab übrigen mal aus Spass einen Textauszug von „50 Shades“ – also von der deutschen Übersetzung – in das Textanalyse-Tool von Wortliga ( http://wortliga.de/textanalyse/ ) gepackt. Das ist eine automatisierte Stilanalyse. (Bestimmte Sachen wie Nominalstil-Erkennung oder Füllwörter sind aber prinzipbedingt nicht sehr zuverlässig, da das Tool z.B. für den Textzusammenhang notwendige „Füllwörter“ nicht von überflüssigen unterscheiden kann.)

    Ergebnis: Fette rote Fehlermeldung. „Ihr Text ist zu banal!“

    Hihi.

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