Liebster Award 2016 #2

 

 

Und weiter geht es mit der Award-Season! Die charmante Friedl von Grimm hat mich nominiert – ❤ – lichen Dank dafür! 🙂

Hier sind meine Antworten auf ihre spannenden Fragen:

1. Da ja Domhnall Gleeson seit 2012 mir gehört, wer ist dein Lieblingsgleeson? Brian, Fergus oder Rory? Oder doch der gute alte Brendan?

Öhm. Mist. Ich will doch auch den Domhnall! Ja gut, ist vielleicht ein bisschen jung für mich (was MICH nicht stören würde 😉 ), aber Brendan ist mir zu alt, und die anderen kenne ich auf Anhieb gar nicht. Allerdings schätze ich Brendan schon sehr als Schauspieler und freue mich immer, ihn in einem Film zu entdecken. Außerdem – und das wird bei Domhnall wohl erst später ein Thema – finde ich es interessant, wie sich die roten Haaren mit den weißen Haaren mischen, gerade auch im Bart. Hat was.

2. Wann und warum bist du das letzte Mal ausgerastet?

Hm, so richtig ausrasten kann ich gar nicht so richtig… Ich bin nicht besonders konfliktfähig – schon als Kind und Jugendliche bin ich einfach heulend davon gestürmt, habe die Tür meines Zimmers hinter mir zugeschlagen und dann heulend geschmollt. Es gab so ganz vereinzelte Situationen, in denen ich gerne mal um mich geschlagen und irgendwas kaputt gemacht hätte (kriege den Kontext nicht mehr hin), was also nahe ans Ausrasten ging, bin dafür aber viel zu kontrolliert-vernünftig, so à la: Mein Handy aus Wut auf den Boden pfeffern? Ich bin doch nicht blöd, dann ist es ja kaputt! Wo ich allerdings regelmäßig vor mich hinschimpfe (sicher kein Ausrasten), ist im Auto. Lauter Idioten unterwegs auf der Straße! 😀

3. Was für Musik hörst du, wenn du wütend bist?

Richtig wütend bin ich selten – aber ein Beispiel habe ich. Bevor ich nach München gekommen (und einen unbefristeten Vertrag bekommen habe), war ich an vielen anderen Schulen. An einer Schule hatte es mir besonders gut gefallen, aber wegen einer – aus meiner Sicht höchst ungerechten – Beurteilung durfte ich dort nicht bleiben. Da das Ende meines letzten Schuljahres dort auch noch mit der Trennung von meinem Mann zusammenfiel, war das ein wirklich harter Schlag und ich hatte eine enorme Wut auf den Schulleiter. In dieser Zeit habe ich „Numb‟ von Linkin Park nicht nur gerne gehört, sondern wir haben es auf meinen Wunsch hin mit der Schulband (Schüler und Lehrer) auf der Abschlussfeier der Fachabiturienten gesungen, etliche Zeilen waren aus meiner Sicht explizit an den Schulleiter gerichtet (auch wenn der Song an sich natürlich davon handelt, dass sich jemand in einer Beziehung zu sehr verbiegen muss, um es dem Partner rechtzumachen):

I’m tired of being what you want me to be […]
Don’t know what you’re expecting of me […]
Every step that I take is another mistake to you
[…] all I want to do
Is be more like me and be less like you

Das hatte schon fast therapeutischen Charakter, auf diese Weise meiner Frustration Luft zu machen!

4. Gibt es Filme, die du nur auf VHS schauen magst/kannst?

Es gibt eine Reihe von Filmen, die ich noch und nur auf VHS habe, z. B. Forrest Gump, Matrix, Titanic und fast die komplette Serie Angel (alles im engl. Original). Das Problem ist allerdings, dass mein Videorecorder nicht mehr am Fernseher angeschlossen ist und vermutlich auch gar nicht mehr läuft. Außerdem gibt es diverse Videokassetten, auf denen Aufnahmen von meinen früheren Tanzauftritten sind; die gibt es auch nicht digital. Da müsste ich echt doch nochmal ausprobieren, ob der Videorecorder nicht doch noch funktioniert…

5. Salziges oder süßes Popcorn? Oder gemischt, wie ich es präferiere?

Ganz klar salziges! Ich bin überhaupt erst in meiner „Ami-Zeit‟ (die Zeit, in der ich ziemlich viel mit amerikanischen Soldaten abhing, so mit 19-21 Jahren) auf Popcorn gekommen. Zu der Zeit gab es ja eigentlich nur süßes Popcorn, was ich eklig fand. Dann war ich einmal mit „on post‟ (also in der Kaserne der Amerikaner) im Kino und habe da salziges Popcorn mit flüssiger Butter darüber bekommen – LECKER!!! Inzwischen esse ich aber nur noch selten Popcorn, weil sich schon mal ein Stückchen von einem Popcorn bei mir zwischen Zahnfleisch und Zahn geschoben hat. Das war so unangenehm (ich musste zum Zahnarzt, um das rauszubekommen), dass ich mich nur noch selten daran wage.

6. Welches Verhalten, was eigentlich nicht nett ist, hast du durchaus perfektioniert?

Unpünktlichkeit. Ich bin zwar auch niemand, der eine halbe Stunde zu spät kommt, aber da ich fast immer etwas zu knapp das Haus verlasse, sind 5 bis 10 Minuten schon drin. Allerdings finde ich, dass ich das schon etwas besser im Griff habe als früher. Und wenn es darauf ankommt, dass ich z. B. einen Zug oder einen Flug erreichen muss, oder zum Beginn eines Films/Konzerts pünktlich da sein muss, bekomme ich das auch hin. Aber es ist schon etwas, wofür ich arbeiten muss. Schon als Gymnasiastin bin ich täglich zum Bus gerannt.

7. Glaubst du, es gibt Menschen, die der Magie der Beatles nicht erliegen? Wenn ja, wie können wir die Welt denn nur retten?

Du stellst ganz schön schwierige Fragen… 😉 Ich fürchte, es gibt massenweise Menschen – jung und alt –, die der Magie der Beatles nicht erliegen. Ich gehe bei meinen SchülerInnen, z. B., ja immer erstmal davon aus, dass sie die Beatles nur vom Hörensagen kennen, dann kann ich mich umso mehr freuen, wenn es welche gibt, die sie richtig gut finden. Ob die Welt untergeht, wenn es keinen Beatles-Fan-Nachwuchs mehr gibt? Ich bin mal blasphemisch und sage: nein. Gleichzeitig aber glaube ich nicht, dass dies jemals passiert.

8. Was ist der Sinn von Homeparties und wo trifft man dich dort meist an?

Äh… Ich glaub, ich bin zu alt für den Scheiß… 😉 Meinst du Verkaufspartys, wie Tupper-Partys, Sex-Toy-Partys und sowas? Oder Partys, bei denen man einfach bei jemandem in Wohnung abfeiert (Alkoholexzesse und Gras oder gar Kokain inklusive)? Von diesen Verkaufspartys halte ich prinzipiell nichts (war auch noch nicht auf einer einzigen) und für die andere Form von Partys habe ich die wohl die „falschen‟ Freunde und/oder bin zu alt und/oder zu langweilig (trinke keinen Alkohol, konsumiere keine Drogen).

9. Deine Top 5 für eine legendäre Karaokesession.

Wenn mehrere zusammen singen (am besten mehrstimmig):

1. Bohemian Rhapsody (Queen): nur für Geübte! 😉
2. California Dreamin‘ (The Mamas & the Papas): gut für mehrstimmigen Gesang
3. We are the world (USA for Africa): mit verschiedenen Solosängern
4. Thank you for the Music (ABBA): Andere würden vielleicht eher Dancing Queen wählen, mein Lieblingslied ist einfach dieses!
5. Let it be (The Beatles): DER Klassiker zum Mitgrölen! Zwar nicht mein Lieblingssong von den Beatles, aber den Refrain kennt einfach jeder.

Solostücke:

1. Respect (Aretha Franklin): Würde ich so verdammt gern gut singen können, aber habe einfach nicht die passende Stimme dafür.
2. Angels (Robbie Williams): Klar, oder? Wer singt da nicht mit, wenn das Lied im Radio kommt?
3. Like the way I do (Melissa Etheridge): Eins meiner absoluten Lieblingslieder, auf das ich immer total abgehe – gesungen habe ich es auch schon mit Band, würde ich auch beim Karaoke singen.
4. Total Eclipse of the Heart (Bonnie Tyler): Epic!
5. Skyfall (Adele): Kann man einfach toll interpretieren.

10. Gibt es Filme, die du durchaus als ein Teil von dir bezeichnen würdest?

Das ist eine sehr interessante Frage: was heißt hier „ein Teil von mir‟? Nach dem Motto: Mich gibt’s nicht ohne diesen Film? Oder geht es eher um Filme, die meinem Wesen, meinen Werten besonders nahe stehen? Puh, ich finde das ist keine Frage, die sich so schnell beantworten lässt. Zuerst fällt mir natürlich die HdR-Trilogie ein, die einfach einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen hat – und es gibt wohl kaum Menschen in meinem Umfeld, denen das nicht bekannt ist. Aber gibt es vielleicht noch Filme, die älter sind und mich also schon als Jugendliche geprägt haben? Hm, vielleicht muss ich hier Fame, Flashdance und Dirty Dancing nennen, die mich als Mädchen fasziniert haben. Was diese Filme gemein haben, ist eine Protagonistin, die sich durchsetzt und ihren Traum lebt, gegen den Widerstand von Eltern oder trotz schwieriger anderer Umstände. Das hat mir imponiert – zusätzlich waren diese Träume auch solche, die ich selbst hatte. Nun könnte man sagen, anscheinend waren diese Filme nicht genügend Teil von mir, sonst hätte ich mich auch als Sängerin oder Tänzerin probiert und wäre jetzt nicht „nur‟ Lehrerin, die in ihrer Freizeit singt. Trotzdem haben diese Filme mich ja auch in meinem Frauenbild geprägt, und so habe ich das auch irgendwie verinnerlicht, dass Mädchen auch taff sein können (die Hauptfigur in Flashdance war Schweißerin!). Nun bin ich selbst nicht so supertaff geworden, sondern in einem klassischen Frauenjob gelandet, habe keine Ambitionen zu lernen, mit Hammer, Bohrer etc. effektiv umzugehen. Aber ich lebe selbstbestimmt und mache mir Träume wahr – auch in kleinerem Rahmen.

11. Wann sehen wir uns (mal wieder)?

Ich schätze mal, falls Domhnall irgendwann Theater spielen sollte, treffen wir uns an der Stage Door?! 😉

 

So, nun bin ich mal wieder Spielverderber und reiche den Award nicht weiter. Das heißt aber nicht, dass ihr mir nicht alle die „Liebsten“ seid – sowohl diejenigen, die ich auf meiner Blogroll habe, als auch diejenigen, die meinen Blog verfolgen, Beiträge liken und/oder kommentieren, bei meinen Blogparaden mitmachen, Anteil nehmen. Danke euch allen!

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9 Antworten zu Liebster Award 2016 #2

  1. An schreibt:

    „Numb“ ist ein tolles Lied. Und das mit der Unpünktlichkeit kommt mir sehr bekannt vor, ich renne auch jeden morgen zum Bus 😀

  2. pimalrquadrat schreibt:

    „Numb“, das hab ich auch zur Bewältigung gehört. Vielleicht DER Therapie-Song schlechthin? 😀

    Und wenn du deine VHS-Aufnahmen digitalisierst? Wäre ja sehr schade drum.

    PS: Die Liedwahl gefällt mir! 🙂

    • hurzfilm schreibt:

      Ob sich die Digitalisierung lohnt? Es handelt sich hier ja nicht um unwiederbringliche Kopien von Filmantiquitäten, sondern um welche, die es für ein paar EUR auf DVD in wesentlich besserer Qualität gibt.

  3. hurzfilm schreibt:

    „…für die andere Form von Partys habe ich die wohl die „falschen‟ Freunde und/oder bin zu alt und/oder zu langweilig (trinke keinen Alkohol, konsumiere keine Drogen).“

    „Macht der Konsum von TV-Serien süchtig? Psychologen wollen im Auftrag des US-Senders Fox herausgefunden haben, dass Fernsehzuschauer auf Entzug ähnlich reagieren wie Heroinsüchtige. “
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/fox-studie-tv-serien-loesen-entzugserscheinungen-wie-bei-drogen-aus-a-938888.html

  4. jacker schreibt:

    Sehr schön 🙂 Zum einen wegen der Unpünktlichkeit – wie zum Teufel kann man pünktlich los kommen? – zum anderen wegen des seltenen Popcorn essens, denn mich nerven diese Fressmaschinen im Kino! Isst man das eigentlich, weil man es MAG, oder einfach, weil „man das so macht“? Ich weiß es nicht, bin aber ein absoluter selten-Esser im Lichtspielhaus (und wenn, dann meist Weingummi, was ich im Vorfeld aus der knisternden Tüte entferne) 😉

    Zu Frage 10 fiel mir in Bezug auf mich selbst direkt Helge Schneider ein und zwar alle seine Filme, denn unendlich viele Phrasen daraus sind in meinen täglichen Sprachgebrauch übergegangen (und verwundern/-stören regelmäßig meine Mitmenschen, vor allem welche die mich noch nicht so gut kennen)

    • singendelehrerin schreibt:

      Was ich ja insbesondere bei Popcorn-Essern nicht verstehe, ist, warum die jedes Mal, wenn sie in die Tüte greifen, so viel Lärm dabei machen müssen – und das oftmals an den unpassendsten Stellen. Ich erinnere mich an ganz dramatische Stellen in Filmen ohne jeglichen Ton – SPANNUNG! Wenn da nicht ein Typ zwei Sitze weiter herzhaft mit seiner Popcorntüte zu rascheln angefangen hätte. WTF? 👿

      Hihi, Helge Schneider hat bei meinen Brüdern und mir zumindest ein geflügeltes Wort kreiert: „Ruhig, Brauner!“ Ich habe gar nicht alle seine Filme gesehen, dafür habe ich ihn einmal live in München erlebt. Der Typ ist so abgefahren und dabei so ein musikalisches Multitalent!

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