Media Monday #239

Mit dem Ende des Wochenendes läutet sich hier in München auch schon wieder das Ende des Winters ein – überall tropft es, beim Spazierengehen knirscht der Schnee nicht mehr angenehm unter den Schuhen, statt dessen bekommt man durch den Schnee-/Wassermatsch nasse Füße. Bäh… :-/ Ab morgen erwarten wir zweistellige Temperaturen – im Plus, wohlgemerkt. Schade, ein bisschen länger hätte ich schon gerne noch Winter gehabt. Der Media Monday ist mir da zwar auch keine Hilfe, aber eine bessere Überleitung fällt mir gerade nicht ein. 😉

1. Wäre doch mal angenehm, wenn häufiger richtig frische Ideen in Filme verwandelt würden, so wie etwa zuletzt mit/in Birdman, Her oder The Voices. Zugegebenermaßen sind das jetzt keine Filme, die so richtig zu „zuletzt‟ passen– da ist mir in, sagen wir, dem letzten halben Jahr nichts richtig „Frisches‟ aufgefallen, denn auch wenn es da Filme gab, die mich positiv überrascht haben, waren das nicht unbedingt „richtig frische Ideen‟, da manches auf Comics oder anderen Vorlagen basierte. Prinzipiell ist es ohnehin schwierig, völlig neue Ideen zu haben. Vielleicht sind es auch weniger die Ideen, sondern die Herangehensweise, die frisch sein muss, damit sie aus dem Einheitsbrei der Blockbuster herausstechen.

2. Das Genre Tanzfilm hat mich ja früher mal gereizt, mittlerweile allerdings bekomme ich davon kaum mehr etwas mit, also, mal abgesehen von Magic Mike 1 und 2 😉 . Wobei ich vielleicht sogar den ersten gar nicht angeschaut hätte, wenn er nicht in der Sneak Preview gelaufen wäre. Ich finde es zwar immer noch toll, wenn jemand richtig gut tanzen kann (und vermisse es, dass ich selbst nicht mehr tanze, dabei war ich als junge Erwachsene doch sogar im Fernsehen 🙂 ) , aber bewusst nach solchen Filmen Ausschau halte ich nicht. Also, außer Channing Tatum tanzt (s.o.). Und nein, eigentlich bin ich gar kein großer Fan von ihm, aber, Junge, hat der eine Körperbeherrschung! 😮

3. Rückblickend hätte ich ja gerne die Lebenszeit, die ich für das Suchen von Dingen, die ich – aufgrund meiner Unordentlichkeit – einfach irgendwo hingelegt habe, vergeudet habe, zurück, denn ich ärgere mich jedesmal einfach maßlos über mich selbst. Leider ist das allerdings ein Charakterzug, den ich nur sehr schwer ablegen kann… :-/ Aber keine Angst, ich bin kein Messie! :mrgreen:

4. Melissa McCarthy spielt gefühlt immer dieselben Rollen, schließlich wird sie fast ausschließlich als lustige Dicke gebucht. Dabei hatte sie bei den Gilmore Girls deutlich mehr gezeigt und auch in St. Vincent mal keinen Slapstick-artigen Charakter gespielt. Für mich ist auch das ein „Diversity‟-Thema: bitte mehr dramatische Rollen für dicke Menschen, insbesondere Frauen (Männer müssen ja oft weitaus weniger „schön und schlank‟ sein, um gute Charakterrollen zu bekommen)!

5. Eines der Bücher, die ich in nächster Zeit unbedingt lesen möchte/sollte, ist The Circle (von Dave Eggers). Es wurde mir schon vor zwei Jahren von einer guten Freundin (auch Englischlehrerin) empfohlen, auf deren Bücher-Geschmack ich mich verlassen kann. Aber das wird wohl noch eine Weile dauern, weil ich mich immer noch im Ender-Universum befinde (jetzt: Ender’s Shadow) – und dieses auch erst abschließen möchte.

6. Das Überangebot an Serien einmal vernachlässigend, freue ich mich ja derzeit am meisten auf meinen nächsten London-Trip im März, bei dem ich einer Reihe von bisher noch geheimen Künstlern (2015 waren u. a. dabei: Benedict Cumberbatch, Louise Brealey, Andrew Scott, Olivia Colman, Tom Hiddleston, Dominic West und Ian McKellen) beim Vorlesen von Briefen zuhören werde (und dabei in der ersten Reihe sitzen werde) und Ralph Fiennes in The Master Builder live auf der Bühne erleben werde.

7. Zuletzt habe ich Spotlight „ersneakt‟ und das war solides Kino über ein ernstes Thema, aber aus meiner Sicht nicht Bester Film-würdig, weil der Film für mich nichts Einzigartiges, wirklich Herausragendes hat.

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39 Antworten zu Media Monday #239

  1. bullion schreibt:

    Ja, der Winter scheint schon wieder vorbei. Nur noch nass und Matsch. Bäh. Da hatte ich es auch lieber mit Schnee und knackig kalt. Aber kann ja im Februar nochmal kommen… 😉

  2. mwj schreibt:

    Melissa McCarthy ist für mich ein Grund, einen Film nicht zu schauen. Finde es auch schlimm, wie übergewichtige Schauspielerinnen in niveaulosesten Rollen verheizt werden. Folgendes Bild wird dabei von Menschen mit Übergewicht präsentiert: dick, dumm, niveaulos, albern. Und immer die gleichen Rollen in den gleichen Filmen, siehe auch Kevin James. Furchtbar. Der Hauptgrund warum ich um Komödien einen großen Bogen mache.

  3. velverin1981 schreibt:

    Also ich finde ja eher in geordneten Dingen nix 🙂 In meinem Chaos, kenn ich die Orte, wo es denn sein könnte. Außer mein Betriebsausweis, der schafft es nach jedem Urlaub, erfolgreich Verstecken zu spielen.

  4. hurzfilm schreibt:

    Der schlimmste Film mit Melissa McCarthy ist übrigens „The Heat“ (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen, genialen Film von Michael Mann), in dem spielt sie zusammen mit Sandra Bullock. Eine Art Buddy-Cop-Film mit Frauen… in dem Film ist sie derart unausstehlich, das gibt es gar nicht – eigentlich flucht und beschimpft und verprügelt sie (ohne irgendeinen Sinn) sie die ganze Zeit nur Leute. Ohne jeden Witz. Nach 20 Minuten habe ich ausgeschaltet.

    • singendelehrerin schreibt:

      Da wusste ich schon beim Trailer, dass ich mir den sparen würde!

      PS: Der Film von Michael Mann heißt „Heat“, ohne „The“. 😛

    • Jolie schreibt:

      Noch niveauloser und peinlicher als „Brautalarm“ bzw. „Bridesmaids“ kann er doch gar nicht sein?!

      • hurzfilm schreibt:

        Doch, denn „Bridesmaids“ fand ich eigentlich recht witzig. Dazu muss man wissen: Im Gegensatz zu der in dieser Hinsicht leicht versnobten SL (wegduck) habe ich eigentlich auch nichts gegen total niveaulosen Humor (z.B. „Ted“ und „Ted 2“) – aber auch bei mir gibt es eine Grenze… 😉

        • singendelehrerin schreibt:

          😛 Ätsch, ich mochte „Bridesmaids“ auch (wir haben ihn doch zusammen in der Sneak Preview gesehen) – bis auf wenige Szenen, die allerdings tatsächlich mit Melissa McCarthys Charakter (bzw. Fäkalhumor, den ich nun mal hasse) zu tun hatten.

          • Jolie schreibt:

            Jap, ich hasse Fäkalhumor auch und McCarthys Charakter ist offensichtlich nur deswegen überhaupt im Film gewesen… Ich habe noch nie so eine negative Darstellung einer dicken Frau gesehen wie in diesem Film (Bridesmaids).

            Aber wie die Singende Lehrerin schrieb, hat sich Melissa McCarthy ja offensichtlich leider darauf spezialisiert. 😦

          • hurzfilm schreibt:

            Die Frage ist: Wer würde an Stelle von McCarthy diese Rollen ablehnen? Sie sind zwar nicht gerade niveauvoll, bringen aber geradezu unheimlich viel Geld ein:

            „Since Bridesmaids, when she was a relatively unknown character actress, McCarthy’s paychecks have increased. Though the details of her specific deals are not public, The Wall Street Journal estimated that she ‚can command close to $10 million a role.'“

            Und weiter:

            „But assuming that McCarthy has made $10 million for the 2013 and 2014 seasons of Mike & Molly, with similar paydays for Identity Thief, The Heat, Spy, and about that much for Tammy — though that’s more of a guess — you could assume she made $40 million in movies along with $20 million for her last two years on TV.“

            Ganz offenbar ist die Nachfrage nach niveaulosen Komödien gewaltig.

            Quelle: http://www.fool.com/investing/general/2015/06/06/what-is-melissa-mccarthys-net-worth.aspx

          • singendelehrerin schreibt:

            Da haben sich jetzt unsere Kommentare überschnitten. 😉

  5. hurzfilm schreibt:

    „Für mich ist auch das ein „Diversity‟-Thema: bitte mehr dramatische Rollen für dicke Menschen, insbesondere Frauen (Männer müssen ja oft weitaus weniger „schön und schlank‟ sein, um gute Charakterrollen zu bekommen)!“

    Mir fallen aber auch nicht besonders viele männliche Schauspieler aus der Top-Riege mit offensichtlichem Übergewicht ein, die für „normale“ Rollen bekannt sind.

    Sogar John Goodman spielt eher in Rollen, in denen auch seine Körpermasse zum Tragen kommen spielt (Hangover… 2?)

    • hurzfilm schreibt:

      „…in denen auch seine Körpermasse zum Tragen kommt.“ sollte es heissen.

    • singendelehrerin schreibt:

      Naja, bestes Beispiel für mich ist Philip Seymour Hoffman, der in den letzten Jahren ganz schön zugelegt hatte und trotzdem tolle Rollen hatte. Oder Greg Grunberg („Alias“, „Heroes“). Sicher sind die beiden noch schlanker als John Goodman (und Grunberg gehört nicht zur „Top-Riege“), trotzdem: eine Frau mit vergleichbaren Körpermaßen hat da meines Erachtens schon mehr zu kämpfen. Ich streite aber gar nicht ab, dass Männer davon auch betroffen sind. Frauen nur mehr.

  6. KirstenSE schreibt:

    Du kannst dich noch mehr auf The Masterbuilder freuen! Ich habe am Samstag die erste Preview gesehen – wow die Schauspieler waren bereits fantastisch! Es gibt zwei Pausen um das beeindruckende Bühnenbild umzugestalten. Der zweite Wechsel hat noch nicht so geklappt! Aber ansonsten eine außergewöhnlich gute, fast perfekte erste Vorstellung!

  7. jacker schreibt:

    Hammer Video :O Wenn das mal nicht im Fahrwasser des MC Hammer Hypes entstanden ist 😉 Wer bist du denn von den drei Ladies?

    • singendelehrerin schreibt:

      Definitiv, sowohl was die Tanzerei als auch die Klamotten (aus heutiger Sicht zum Davonlaufen!!!) angeht! :mrgreen: (Mir hat mal ein Amerikaner den Beinamen „Girl-MC Hammer“ gegeben :-8 ) Ich bin diejenige, die meistens verdeckt ist (vom Zuschauer aus gesehen rechts).

      • jacker schreibt:

        Ja, stimmt, die Kamera steht ungünstig für dich. Immer wenn die Perspektive auf die Seite umschwenkt, tanzt der Typ vor dir. Aber egal, ist auf jeden Fall ein Knaller! Allein die Kickermatten und rasierten Frisuren/Augenbrauen von euren drei Dudes sind Gold wert! Feiere sowas total, kann mich daran gar nicht satt sehen 😀

        • singendelehrerin schreibt:

          😀 Freut mich! Ich schwanke ja immer, ob das nun nur furchtbar peinlich ist – oder doch auch ein bisschen cool… Damals war es auf jeden Fall für mich HAMMERGEIL! 😀 In der gleichen Sendung traten Bros, Nena und Marillion auf. 🙂

          • jacker schreibt:

            Warum soll das peinlich sein – ist 25 Jahre her 🙂 Man ist halt ein Produkt seiner Zeit!

      • hurzfilm schreibt:

        MC Hammer ist übrigens inzwischen Fernsehprediger… :-/

  8. pimalrquadrat schreibt:

    15 Grad. Fünfzehn Grad im Januar! 😥

    The Circle ist richtig gut, ich bin auf deine Eindrücke gespannt, ich habs verschlungen. 🙂

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