Highlights, Middlegrounds und Lowpoints (Film) 2015 #4

Im letzten Quartal habe ich – gefühlt – so gut wie nichts im Kino gesehen. Nur neun Filme! 😮 Das ist schon extrem wenig. Und selbst diesen wenigen Filmen habe ich – mit einer einzigen Ausnahme – keine eigenen Filmkritiken gewidmet. Ich hoffe, im nächsten Jahr wird das wieder etwas besser!

Die SNEAK-PREVIEW-FILME

Middleground bis Low Point:

Black Mass (5-6 von 10): Johnny Depp endlich wieder in einer Charakterrolle? Hm, naja, aber ohne starkes Make-up geht es auch hier nicht. Er spielt den real-life Kriminellen James „Whitey‟ Bulger (extrem gewalttätig) aus South Boston, der zum FBI-Informant wurde, weil sein alter Kumpel John Connolly (Joel Edgerton) – selber FBI-Agent – ihn dazu überredet. Wahre Geschichte hin oder her – der Film konnte mit keiner einzigen Identifikationsfigur aufwarten, wie so oft bei Filmen, die im Milieu des organisierten Verbrechens spielt. Auch Whiteys Bruder Billy, seines Zeichens Senator und dargestellt von Benedict Cumberbatch, wirkt unsympathisch. Ja, Depp spielt den brutalen Unsympath schon irgendwie bedrohlich, aber da keiner seiner Gegenüber es wert ist, dass man sich in seinem Namen vor ihm fürchtet, bringt das nicht viel. Mir ist keine besonders eindrückliche Szene im Gedächtnis haften geblieben.

Irrational Man (6 von 10): Welchen Regisseur erkennt man schon an der Schriftart des Vorspanns? Genau: Woody Allen. ALLE Filme von Allen werden uns in der Sneak Preview gezeigt, weswegen einem da schon auch manchmal ein „Ach, nicht schon wieder…‟ entfährt. Hier nun erstmals Joaquin Phoenix in der männlichen Hauptrolle, und zwar als Philosophie-Professor, in dem erst wieder Lebenswillen erwacht, als er sich zum Rächer für eine Unbekannte aufschwingt. Allen stellt ihm Emma Stone (schon das zweite Mal in Folge Allens Muse) an die Seite, als Studentin, die sich in ihren Professor verliebt. Was nicht überrascht: es wird andauernd geredet – und das ist schon immer ganz amüsant. Gegen Ende gibt es dann auch eine Wendung, die man nicht erwartet hat, aber insgesamt schafft es Woody Allen nicht, mich mit der Story vom Hocker zu reißen – auch wenn ich sowohl Phoenix als auch Stone mag. Und irgendwie habe ich’s auch satt, dass sich immer die jungen Studentinnen* in die mittelalten Dozenten* verlieben (und umgekehrt). *nach Belieben durch andere Beispiele zu ersetzen

Highlights:

Me and Earl and the Dying Girl (7,5 von 10): So, das wäre mal wieder so ein Film gewesen, den ich mir außerhalb der Sneak Preview wohl nicht angesehen hätte – und dadurch einen netten Film verpasst hätte. Greg (Thomas Mann) wird von seiner Mutter „gezwungen‟, Zeit mit Rachel (Olivia Cooke) zu verbringen, die an Krebs erkrankt ist. Was als Pflichterfüllung beginnt, entwickelt sich dann doch zu einer Freundschaft. So weit, so unoriginell. Doch die Umsetzung dieser Geschichte ist wirklich ganz außerordentlich gut gelungen, nicht zuletzt auch wegen der Filmparodien, die Greg mit seinem Kumpel Earl (RJ Cyler) dreht. Das sind so Titel wie Senior Citizen Cane oder Eyes Wide Butt – unmöglich, alle Filmanspielungen beim ersten Mal mitzubekommen! Definitiv ein Zeichen dafür, dass der Film sich nicht (nur) an Teenager richtet. Man hört Greg oft per Voiceover im Rückblick die Geschichte erzählen, dort betont er auch immer wieder, dass Rachel nicht sterben wird, um den Zuschauer nicht zu beunruhigen. Ob das der Grund ist, warum das „dying‟ im deutschen Titel einfach weggelassen wurde? Ich finde es bescheuert. Wenn sie in dem Fall schon Wort für Wort übersetzen, warum dann nicht inklusive „sterbende‟? Sehenswert!

Bridge of Spies (7,5 von 10): Der Trailer hatte mich eher dazu gebracht, den Film nicht sehen zu wollen (nicht schon wieder eine Geschichte „based on true events‟, noch dazu aus dem Kalten Krieg!), entsprechend war meine Reaktion zu Beginn des Filmes. Aber dann hat mich der Film von Steven Spielberg doch positiv überrascht! So war er deutlich witziger als erwartet; gerade Mark Rylance als sowjetischer Spion Rudolf Abel hatte einen wunderbar trockenen Humor. Er harmonierte sehr gut mit Tom Hanks, der den Anwalt James B. Donovan spielt, der Abel als Pflichtverteidiger an die Seite gestellt wird. Auf Spionage stand zu dieser Zeit in den USA die Todesstrafe, aber Donovan konnte das Gericht davon überzeugen, dass Abel lebendig mehr Wert hatte, z. B. falls es nötig werden sollte, einen Gefangenenaustausch durchzuführen. So kam es dann auch – und Donovan wurde nach Ost-Berlin geschickt, um die Verhandlungen zum Austausch zu führen. Sehr angenehm fiel auf, dass Deutsche auch wirklich mit Deutschen (z. B. mit Sebastian Koch) besetzt wurden, sodass der Film recht authentisch wirkt. Ein bisschen effekthascherisch fand ich, dass Donovan ausgerechnet, als er mit dem Zug von Ost- nach West-Berlin fährt, mitansehen muss, wie Flüchtende beim Versuch, die Grenze von Ost nach West zu überqueren, erschossen werden. Insgesamt aber eine interessante, menschliche Geschichte – auch, wenn man weiß, dass Donovan danach weiterhin als Vermittler in politisch brisanten Situationen zwischen Ost und West eingesetzt wurde.

Mr Holmes (7 von 10): Sir Ian McKellen spielt den 93-jährigen, an Demenz erkrankten Sherlock Holmes, der mit seiner Haushälterin/Krankenschwester Mrs. Munroe (absichtlich etwas spröde: Laura Linney) und derem Sohn Roger (reizend: Milo Parker) auf dem Land lebt. Da er immer mehr sein Erinnerungsvermögen verliert, versucht er seinem letzten Fall noch einmal auf den Grund zu gehen, indem er diesmal selbst darüber schreibt (nicht wie sonst Watson). Der Junge Roger spornt ihn dazu an – und so versucht Mr Holmes, sich Stück für Stück wieder an die Geschehnisse zu erinnern (gezeigt in Flashbacks). Kein weltbewegender Film, aber trotzdem sehenswert, schon allein, weil man Ian McKellen natürlich stundenlang beim Schauspielern zusehen kann. In Nebenrollen zu sehen: Roger Allam als sein Arzt (über ein Wiedersehen mit ihm habe ich mich besonders gefreut, weil ich ihm ja erst vor kurzem direkt gegenüber stand) und Hiroyuki Sanada (immer großartig!).

Weitere Kino-Filme:

Highlights:

Back to the Future I-III (ohne Einzelwertung): Nostalgie pur – lest HIER nach, wie ich es erlebt habe, die Trilogie im voll besetzten Kino nach Jahrzehnten wieder zu sehen!

The Martian (8 von 10): Was für eine Überraschung! Ja, ich weiß, wer das Buch gelesen hat, der wusste schon, dass dies eine sehr unterhaltsame Geschichte ist – ich wusste jedoch gar nichts über den Film. So war ich sehr angetan von dem Humor, den Matt Damon als „Marisaner‟ Mark Watney an den Tag legte! Der Auftakt gefiel mir zunächst nicht so gut, da beim Mars-Sturm bei mir nicht so recht Spannung aufkam und die Figuren überhaupt nicht eingeführt wurden. Aber sobald Mark alleine war, hat der Film einfach richtig Spaß gemacht! Seine Rettung am Schluss war vielleicht etwas abenteuerlich, aber insgesamt ein wirklich gelungener Film über den Mars, der in mir den Wunsch erneut entfachte, dass doch bitte noch zu meinen Lebzeiten eine bemannte Mission zum Mars losgeschickt werde.

Star Wars: The Force Awakens (8 von 10): Ebenfalls überraschend, dass Star Wars so witzig sein kann – schon wie respektlos Poe Dameron (Oscar Isaac) mit Kylo Ren spricht, hat mich begeistert! Meine ersten Eindrücke habt ihr ja sicher HIER schon gelesen. Demnächst (nach meiner 2D-Sichtung am 30.12.) gibt es noch eine Spoiler-Kritik, in der ich dann etwas ausführlicher berichten werde. Bis dahin: ❤ für BB-8, Rey, Finn und Poe! Die neue Generation rockt! 🙂

Middleground:

Macbeth (6,5 von 10): Schauwerte wird aufschreien, schließlich findet sie, dass dies eine der besten Shakespeare-Verfilmungen aller Zeiten ist, aber mich konnte sie nicht vollends überzeugen. Visuell ist der Film äußerst beeindruckend, sowohl in den Bildern, die die schottische Landschaft zeigen, als auch in der Farbgebung, als auch, was die Bildkomposition anbelangt. Aber für mich kam weder rüber, warum Macbeth (Michael Fassbender) seinen König Duncan (David Thewlis) tötet, noch ab welchem Zeitpunkt seiner ehrgeizigen Frau Lady Macbeth (Marion Cotillard) das Ganze dann doch über den Kopf wächst und was genau sie in den Selbstmord treibt. Klar steckt das irgendwo in den Worten (oft verdammt schwierig zu verstehen, es ist ja das „Scottish Play‟; vielleicht käme ich auch zu einer etwas anderen Einschätzung, hätte ich Untertitel zur Hand gehabt), aber aus den Handlungen hat sich mir das nicht so recht erschlossen.

Spectre (5-6 von 10). Habe lange überlegt, wie viele Punkte der neueste Bond-Film von mir bekommen soll. Die Anfangssequenz gehört sicher mit zu den besten aus der Bond-Reihe, wenn nicht überhaupt der Filmgeschichte, aber der Rest war sehr durchwachsen. Eine halsbrecherische Verfolgungsjagd in den Bergen, bei der die zu befreiende Frau Dr. Swann (Léa Seydoux) locker hätte draufgehen können, ein heißes Techtelmechtel von Bond mit der Witwe (Monica Bellucci) eines „Bösen‟, den Bond umgebracht hatte, das ins Nichts führte (man hätte die Figur genauso gut weglassen können – leider, denn ich fand die Szene an sich ziemlich sexy und auch die Tatsache, dass Belucci sogar ein, zwei Jährchen älter ist als Craig), ein Bösewicht (ein verschenkter Christoph Waltz), der uns nicht das Fürchten lehrte, und eine Hintergrundstory, die absolut an den Haaren herbeigezogen wirkte. Mal angesehen davon, dass die Liebesgeschichte zwischen Bond und Swann absolut unglaubwürdig war. In einer Minute hasst sie ihn, in der nächsten steigt sie mit ihm ins Bett, in der nächsten gesteht sie ihm ihre Liebe?! Hoppla, da sehen die 6 Punkte noch etwas hoch aus… Nun, ich mochte Ben Whishaw als Q und dass Bond wieder ein bisschen flottere Sprüche loswerden durfte, außerdem die vielen Anspielungen an die alten Bonds. Dem Who’s Who der britischen Schauspieler-Elite (Ralph Fiennes, Rory Kinnear, Naomie Harris) sieht man immer gerne zu, Andrew „Moriarty‟ Scott jedoch als – Achtung, Spoiler *augenroll* – versteckten Bösewicht zu casten, war so offensichtlich, dass kein Aha-Effekt entstehen konnte. Das war fast so wie in den meisten Tatorts, wenn man schon an den Gaststars erkennt, dass sie ja sicher etwas mit dem Mord zu tun haben müssen. Naja. Ach ja, der Theme-Song (Writings on the Wall) von Sam Smith gefällt mir gut!

Auf DVD gesehen:

Whiplash (7,5 von 10): Schon faszinierend, wie sich Miles Teller als der junge Schlagzeuger Andrew hier an den Drums verausgabt! Eine Schlüsselszene, die zeigt, wie sehr er es seinem überstrengen „Lehrer‟ Fletcher (J. K. Simmons in einer großartigen Performance) recht machen will, damit er sich dereinst zu den Großen der Jazzmusik zählen darf, ist, als er nach einem ziemlich schlimmen Autounfall blutend auf die Bühne rennt, um auf jeden Fall beim Gig dabei sein zu können. Das klappt dann natürlich nicht… Auch wenn hier sicher überzeichnet wird – wenn du als professioneller Musiker etwas werden willst, musst du sicher nicht nur an deine Grenzen gehen, sondern manchmal darüber hinaus. Das will Fletcher eigentlich auch bei seinen Zöglingen erreichen. Er will durch sein hartes Regiment diejenigen ausfiltern, die es – in seinen Augen – eh nicht zu etwas wahrlich Großem bringen werden. Dabei geht er im Grunde genommen über Leichen… Beeindruckend finde ich auch, dass Miles Teller selbst gespielt hat – er hatte vorher zwar schon Schlagzeug gespielt, aber eher Rock. Jazz verlangt da ganz andere Techniken, und dafür hat er dann Intensiv-Schlagzeugunterricht genommen. Respekt!

EDIT: Ich habe noch einen Film auf DVD vergessen:

London Road (7,5 von 10): Ein Musical der anderen Art: Die Vorgehensweise der Autorin Alecky Blythe ist die folgende: sie interviewt Menschen – in diesem Fall die Anwohner der London Road, aus deren Mitte in Ipswich, Suffolk, wo es 2006 eine Reihe von Morden an Prostituierten gab -, zeichnet diese Interviews auf und lässt Schauspieler dann die Texte genau im selben Tonfall nachsprechen. In diesem Fall hat Adam Cork dann aus diesen Sätzen Lieder gemacht, die aber immer noch den Tonfall wiedergeben. Dafür hat er tatsächlich alle Sätze in Noten umgesetzt. Heraus kam wohl das innovativste Musical der letzten Jahre (lief auch erst als Musical im National Theatre), mit wohl den unmelodiösesten Liedern. ‚Tis very strange! Aber ich fand es sehr spannend, zumal dann auch alles live während der Dreharbeiten eingesungen wurde. Hier geht es nicht um tolle Stimmen, sondern um die authentische Wiedergabe des Gesagten. Eine der Hauptrollen wird von Olivia Colman (Broadchurch) gespielt, Tom Hardy spielt eine Mini-Nebenrolle. Leider in Deutschland weder im Kino zu sehen noch bei amazon.de zu bestellen!

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29 Antworten zu Highlights, Middlegrounds und Lowpoints (Film) 2015 #4

  1. mwj schreibt:

    Meine Kinobilanz 2015: https://mwj2.wordpress.com/2015/12/28/mein-kinojahr-2015/

    Ich hab natürlich viel weniger Filme als du gesehen, allerdings gehe ich auch nicht in Sneak-Previews. Das hab ich einmal gemacht und seitdem nicht das Bedürfnis, es zu wiederholen.

  2. Libertarian Anonymous schreibt:

    „Welchen Regisseur erkennt man schon an der Schriftart des Vorspanns? Genau: Woody Allen. ALLE Filme von Allen werden uns in der Sneak Preview gezeigt…“

    Ich glaub beim nächsten Woody Allen gehe ich aus dem Sneak… langweilt nur noch.
    „Match Point“ war grossartig, aber das ist nun schon 10 Jahre her. Seitdem ist praktisch ein Film wie der andere.

    Aber 2015 war IMHO ohnehin ein mieses Filmjahr. Star Wars war unterhaltsam und ganz gut, er wird aber vor allem auch im Gedächtnis bleiben, weil es eben Star Wars ist. Ansonsten fallen mir nur drei wirklich bemerkenswerte Filme ein: Sicario, Going Clear und No Escape. Das war’s dann auch schon.

    • Libertarian Anonymous schreibt:

      „Birdman“ habe ich noch vergessen. Das war ganz am Anfang des Jahres, ist also schon wieder so lange her… 😉

      • singendelehrerin schreibt:

        Hat dir nicht „Ex Machina“ auch ganz gut gefallen?

        „No Escape“? Der hat bei Metacritic 38 von 100 Punkten… Sagt mir ja gar nichts.

        Bei mir kommen schon noch ein paar Highlights dazu; ich würde eher sagen, dass das Sneak-Preview-Jahr schwach war…

        • Libertarian Anonymous schreibt:

          Ja, Ex Machina war schon auch ganz gut. Letzlich aber kein Film, der im Gedächtnis haften bleibt und der einen „Wow“-Effekt auslöst.

          „No Escape“ ist IMHO der beste Thriller der letzten 10 Jahre. Der Film hat keinen besonderen Anspruch, aber er ist in seinem Genre unglaublich effektiv. Vom Spannungsaufbau kann er sich durchaus mit „Alien“ messen, zumindest wenn man sich den Film nicht vorher vom Trailer spoilern lässt. Leider von den Kritikern kaputtgeschrieben worden. Deswegen kam er hierzulande auch nicht ins Kino.

          • singendelehrerin schreibt:

            Also, bei mir HAT „Ex Machina“ einen Wow-Effekt ausgelöst… Aber in letzter Zeit liegen wir eh immer öfter auseinander, was Filme anbelangt… 😛

      • Libertarian Anonymous schreibt:

        Ach, und „The Voices“ war da noch. Auch ein interessanter, überraschender und damit letzlich erinnernswerter Film.

    • jacker schreibt:

      Ich glaube hier sehe ich alles anders. 1. hat Allen seit MATCH POINT verschiedenste Genres bedient (BLUE JASMINE ist bissige Dekonstruktion von Oberflächlichkeiten, MIDNIGHT IN PARIS und MAGIC IN THE MOONLIGHT nostalgische Schwärmerei, VICKY CHRISTINA BARCELONA ein starkes Liebesdrama, CASSANDRA’S DREAM und IRRATIONAL MAN tiefschwarze Komödien). Da shat immer siene Handschrift variiert thematisch aber stark. Und zweitens war 2015 bärenstark. Mich würde mal interessieren welche Filme du so gesehen hast, um zu dem Fazit zu kommen?

      • singendelehrerin schreibt:

        Auch wenn dieser Kommentar ja nicht an mich gerichtet ist: Ich mochte auch „Midnight in Paris“, „Blue Jasmine“ und „Vicky Christina Barcelona“ sehr gern (und finde diese recht unterschiedlich), von daher stimme ich diesbzgl. Lib. Anonym. auch nicht zu. Auch wenn ich kein ausgesprochener Fan von Woody Allen bin, sind doch seine Dialoge immer so gut (und sein Casting großartig), dass ICH nicht aus der Sneak gehen würde…

  3. Nummer Neun schreibt:

    Bei den Filmen, die ich gesehen habe, bin ich bei den Bewertungen ganz bei dir (wobei ich Whilpash noch etwas besser sah, aber das könnte der Unterschied Kino > DVD sein. Me and Earl and the Dying Girl hätte ich gerne noch gesehen, da muss ich jetzt wohl auf Sky warten.

  4. bullion schreibt:

    Da sind doch ein paar schöne Filme dabei, die ich mir gleich für mein Heimkinojahr 2016 notieren kann… 😉

  5. KirstenSE schreibt:

    Gib es zu, Dir hat Spectre auch deshalb so gut gefallen, weil er Dich an James McAvoy erinnert hat! Ich sage nur: Trafalgar Studios Stage Door! Also ich musste ein Squeen unterdrücken. Die ganzen schönen Erinnerungen! Mir hat Spectre einfach Spaß gemacht, und ja, die Bellucci Szene war leider sehr überflüssig.
    Ich habe mir in diesem Jahr relativ wenig Filme im Kino angeschaut. Keiner davon ist irgendwie so richtig bei mir hängen geblieben und ein paar, die es vielleicht geschafft hätten, habe ich leider verpasst.
    Meistens bin ich jedoch sowieso wegen Theateraufführungen ins Kino gegangen und war dabei etwas von Hamlet enttäuscht.
    Bezüglich Macbeth: mein persönliches Lieblingsstück von Shakespeare – obwohl ich im English LK Abi darüber schreiben musste bei einem total miesen Englishlehrer – davon habe ich sicherlich die meisten Theateraufführungen überhaupt gesehen. Daher konnte ich mir natürlich auch nicht Fassy in der Rolle entgehen lassen. Und er hat mich auch in dieser Rolle nicht enttäuscht – wie auch nicht in den anderen beiden, in denen ich ihn in 2015 im Kino gesehen habe, beides recht gute Filme (Steve Jobs und Slow West – der war übrigens mein Lieblings Sneak Film 2015 – an die anderen drei kann ich mich nicht mehr so richtig erinnern). Die Atmosphäre war toll. Die Hexen haben mir sehr gut gefallen.
    Aber Marion Cotillard war so was von schwach! Und wenn die Lady nicht gut ist, wirkt das ganze einfach nicht so wirklich – daher auch im ganzen nur Mittelmaß für mich.

    • singendelehrerin schreibt:

      Oh nein, habe ich so was wichtiges verpasst? Man hat die Stage Door von den Trafalgar Studios gesehen? Verdammt! In welchem Zusammenhang sah man die denn? Mensch… 😦

      „Slow West“ hat mir auch ganz gut gefallen – und auch so kann ich an Fassbender nichts aussetzen. Aber ja, vielleicht lag es auch mit an Marion Cotillard, die ich eigentlich sehr schätze. Vielleicht ist es doch schwieriger, als Nichtmuttersprachler Shakespeare rüberzubringen… Die Hexen fand ich übrigens auch recht interessant dargestellt.

  6. friedlvongrimm schreibt:

    Ich habe mich ja bei „Macbeth“ ziemlich beömmelt über David Thewlis. Glaube, er hatte richtig Spaß am Drehen. War ja nur am abknutschen oder rumliegen, der Herr. Ich wollte ja die volle Packung, mit tollem schottischem Akzent, aber in meinem Kino lief dann eiskalt die deutsche Fassung. Aber ich empfand es trotzdem so wie du. Wobei ich finde, dass da optisch ein paar schöne Ideen waren, die aber leider nicht ganz durchgezogen wurden. Aber Vor- und Abspann in einem unglaublich schönem Rot hatten es mir doch ein wenig angetan. Marion Cortillard mag ich aber immer noch nicht.

    • singendelehrerin schreibt:

      Ich mochte Marion Cotillard schon, aber hier hat sie mich nicht recht überzeugt… Optisch, ja, ist der Film schon ein richtiger Hingucker, aber das hat mir nicht gereicht. David Thewlis war ganz witzig – wahrscheinlich hast du den Film eh wegen ihm angesehen? 😉

      • friedlvongrimm schreibt:

        Hey, ich gucke Filme nicht nur wegen einem Menschen in Kino. Manchmal sogar wegen zwei. *lach* Nee quatsch, ich versuche mit Theater und Shakespeare etc. ein wenig mehr anzubandeln, weil ich gerne meine Vorurteile und Abneigungen abbauen möchte. Wurde nämlich viel zu oft mit schlechtem, prätentiösem deutschen Theater malträtiert.

        Ich weiß nicht, irgendwie hat die Frau es noch nie hinbekommen mir einen lebendigen, dreidimensionalen Charakter zu präsentieren. Und ich habe auch von Leuten, die mit der Vorlage vertrauter sind, vernommen, dass die gute Lady viel zu sehr zur Nebenfigur degradiert wir.

        Ist ja eigentlich trivial…wir müssen den Film ja nicht noch einmal schauen. *lach* Über David Thewlis können wir aber gerne weiterreden. Ich gehe davon aus, dass er mir Ende Januar das Herz zusammen mit Charlie Kaufman herausreißen wird. Da startet nämlich „Anomalisa“.

  7. pimalrquadrat schreibt:

    Nur neun Filme? Immer noch mehr als doppelt so viele wie ich im ganzen Jahr! 😛

    Zu Star Wars und BttF gibt es nichts zu ergänzen, da bin ich bei dir. 🙂

  8. scoresandsongs schreibt:

    So, jetzt hab ich endlich Spectre gesehen. Eine totale Enttäuschung. Da funktionierte ja quasi NICHTS. Nichtmal Andrew Scott hat sich anmerken lassen dass er gerne schauspielert, geschweige denn Daniel Craig. Ich werde immer eine Schwäche für französische Schauspielerinnen haben, deswegen mochte ich Léa Seydoux sehr gern, aber … ich hab dem Film nix abgekauft. Ich fand Waltz zwar nicht ganz so „verschenkt“ wie die meisten Kritiken, aber ihn als Blofeld zu inszenieren, der hinter all den anderen Bösewichten stand und ihn dabei blasser als eben diese „Unterböslinge“ aussehen zu lassen, muss man erstmal schaffen. Den Song fand ich auch fad (die Visuals dazu waren allerdings hübsch). Und ich fand nicht mal die Anfangssequenz so wahnsinnig toll, da war ein sehr langer Tracking Shot dabei, ja, aber da schau ich mir lieber zehnmal die Anfangssequenz von „Casino Royale“ an, die ich für die beste James Bond Actionszene halte. Und für Tracking Shots geh ich dann doch lieber zu Filmen die von Emmanuel Lubezki gefilmt werden 😉 … also ich bin ordentlich enttäuscht.
    „The Wolf Of Wall Street“ hab ich jetzt endlich auch gesehen. Und muss sagen: Leo hätte dafür gewinnen müssen. Mir egal ob Eddie Redmayne den körperlichen Verfall eines Menschen gut gespielt hat, Leo spielt hier den körperlichen UND seelischen Verfall und macht dabei auch noch physical comedy (die Szene wo er zum Auto robbt ist unfassbar) und sonst noch alles. Hammer. Wenn er für „The Revenant“ gewinnt, dann war das noch ein Zugeständnis von der Academy für letztes (vorletztes?) Jahr.

    • singendelehrerin schreibt:

      Zu „Spectre“: Tja, was soll man da noch sagen… Die Anfangssequenz von „Casino Royale“ ist schon auch immer noch meine Lieblings-Bond-Actionszene. Trotzdem gefiel mir die von „Spectre“ schon auch, einfach auch wegen des Spektakels mit den Masken.

      Leo trat für „Wolf of Wall Street“ (2014) nicht gegen Eddie Redmayne (2015) an – er musste sich Matthew McConaughey für „Dallas Buyers Club“ geschlagen geben. Ich hab ja den „Wolf“ immer noch nicht gesehen, muss ich zu meiner Schande gestehen…

      Letztes Jahr hätte Michael Keaton aus meiner Sicht gewinnen sollen…

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