Media Monday #231

Yeah, I know! Letzten Montag habe ich geschwänzt. Und das, obwohl ich sogar zu Hause war – allerdings wegen eines äußerst schmerzhaften steifen Nackens. Da wollte ich mich also wirklich nicht an den Computer setzen. Immerhin konnte ich so auf einen Rutsch drei Stunden The Take (mit Tom Hardy) durchgucken…

Anyway, I’m back! Eigentlich habe ich auch heute keine Zeit, aber ich habe sie mir trotzdem genommen – muss ich dann wohl anderweitig irgendwie wieder reinarbeiten. Hier also meine Antworten zum heutigen Media Monday.

1. In einer Welt mit/ohne elektronische Geräte (insb. Computer & Co) würde ich vermutlich wieder mehr handschriftliche Briefe und Notizen schreiben. Manchmal vermisse ich die Zeit, als man noch handgeschriebene Briefe im Briefkasten fand, nicht nur Rechnungen und Werbung… Ich hatte in meiner Jugend zeitweilig bis zu zehn Brieffreundschaften – wie spannend das war, z. Tl. wochenlang auf eine Antwort zu warten! Heute lechze ich nach instant replies und instant gratification – vielleicht noch nicht so extrem, wie manch andere, die auch noch auf Facebook, Twitter, Tumblr & Co unterwegs sind, aber auch ich werde sicher gleich nach Veröffentlichung des Beitrags gucken, ob er schon jemandem gefallen hat oder ob jemand kommentiert hat…

2. Ich bin immer wieder erstaunt, in wie vielen (und was für tollen) Filmen Oscar Isaac schon mitgespielt hat, denn als ich ihn 2013 in Inside Llewyn Davis gesehen habe, war er für mich ein völlig Fremder – obwohl ich ihn mindestens schon in Robin Hood und Drive gesehen haben muss. Seit Inside Llewyn Davis habe ich ihn in drei Filmen gesehen – jedesmal in einer völlig anderen Rolle, in der er immer so aufgeht, dass man andere Rollen von ihm überhaupt nicht zum Vergleich heranzieht. Nicht alle Filme fand ich toll (The Two Faces of January und A Most Violent Year fand ich eher mittelmäßig, dafür ist Ex Machina fantastisch!), aber er ist jedesmal eine Wucht, was mich bzgl. The Force Awakens schon mal hoffen lässt. 🙂

3. Am nächsten Wochenende findet in Dortmund die erste German Comic Con nach amerikanischen Vorbild statt. Tangiert dich das in irgendeiner Weise und/oder wie ist deine Meinung dazu?
Ach, sieh an, das habe ich ja gar nicht mitbekommen! Ich bin ja durchaus Con-Gängerin (war etliche Male auf der Ringcon und auf der Fedcon, z. B.), aber nach einem Blick auf die angesagten Gäste muss ich sagen, dass mich diese German Comic Con nicht sooo reizt, ich also nicht allzu traurig bin, dass ich erst jetzt davon erfahre und nicht hingehen kann. Ich bin ja expliziter Comic-Fan, von daher würden mich nur ein paar Schauspieler reizen (auch wenn die Atmosphäre mit den zu erwartenden Cos-Playern bestimmt wunderbar nerdy wäre), da am meisten Jason Isaacs. James Marsters habe ich schon getroffen, würde ich auch jederzeit wieder gerne, aber bei so einer Massenveranstaltung… Die Panels sind ja auch nur 20 Minuten lang – das finde ich viel zu kurz. Da gehe ich doch lieber auf Cons, die vom Thema (und von den Gästen) etwas eingeschränkter sind, wie eben im Sommer die Prophecy (Buffy&Angel) oder sonst auch die Fedcon.

4. Zu einer guten Geschichte gehört in meinen Augen mindestens ein Charakter, mit dem ich mich identifizieren kann oder dem ich Sympathie entgegen bringen kann, mit dessen Schicksal ich mitfiebern kann. GUTE Geschichten (in meinen Augen) können mit mehreren solche Figuren aufwarten – und lassen sie möglichst auch leiden! 😉

5. Weniger der/die Film(e) hat mich beeindruckt, doch dafür umso mehr die Buchvorlage The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy, denn mit der Verfilmung mit Martin Freeman als Arthur Dent wurde ich einfach nicht warm. Ich versuche ja immer, Buch und Film als eigenständige Werke zu sehen, aber in diesem Fall entsprach der Film einfach viel zu wenig meinen Vorstellungen. Einzig Marvin, den depressiven Roboter, mochte ich.

6. Arrow aus Arrow hat ja mal ein richtig cooles Outfit, schließlich sieht er aus wie Robin Hood – und außerdem sind Pfeil und Bogen einfach total sexy. Entsprechend gilt dieser Satz auch für: Hawkeye aus The Avengers (etc.), Legolas aus der HdR-Trilogie, etc.

7. Zuletzt habe ich einen wirklich atemberaubenden Abendhimmel gesehen und das war auf der einen Seite etwas, das mir große Freude bereitet hat, aber auf der anderen Seite habe ich so bedauert, diese Farben und Wolken nicht fotografisch festhalten zu können, weil ich auf der Autobahn fuhr und zudem keine Kamera dabei hatte. Bei aller Begeisterung, die ich momentan für das Fotografieren empfinde, hat mir diese Situation aber auch wieder vor Augen geführt, dass man auch manchmal einfach nur den Moment genießen sollte – nicht alles muss immer festgehalten und dokumentiert werden. Eigentlich hat das Gehirn ja auch so eine Funktion, die sollte man vielleicht nicht komplett an die Kamera outsourcen!

 


22 Gedanken zu “Media Monday #231

  1. Ich mochte die „The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy“-Verfilmung ja, obwohl sie nur wenig mit dem Buch zu tun hatte (schon alleine Zaphods zwei Köpfe). Da wäre es wirklich mal Zeit für eine Serien-Neuadaption… 🙂

    1. Ja, ich weiß, dass du sie magst. Wir können ja nicht immer einer Meinung sein. 😉 Ein paar Dinge haben mir ja auch durchaus ganz gut gefallen. Aber Zaphods Köpfe und die Liebesgeschichte zwischen Arthur und Trillian (z. B.) fand ich doof. Weiß allerdings nicht so recht, ob ich eine Neu-Adaption möchte… Irgendwie funktioniert so vieles in Adams‘ Büchern durch die Beschreibungen – da bräuchte man sehr häufig Voice-Over, wovon ich nicht soooo der Fan bin.

  2. Achja, wie recht du mit Pfeil&Bogen hast… *seufz*
    Was meinst du, warum ich früher immer Robin Hood sein wollte? Half aber alles nichts bei den Mädels. XD

    Zum Thema Brieffreundschaft: Ich denke, durch die Bloggerei ist das, wenn auch elektronisch, durchaus möglich. 😉
    Ich antworte dir übrigens morgen, versprochen, heut fehlt mir etwas der Kopf dafür.

    1. Bzgl. Robin Hood und die Mädels: *tätschel* *tröst*

      Klar ersetzen „elektronische Kontakte“, sei es der Austausch hier auf den Blogs, seien es E-Mails, etwas die früheren Brieffreundschaften. Aber das Handschriftliche fehlt mir trotzdem manchmal etwas, auch wenn ich es ja selbst auch kaum mehr praktiziere. Nun ja, wobei ich in der Schule genügend Handschriftliches lese… DA allerdings wünsche ich mir manchmal, es würde getippt werden!

      1. Danke! 😳

        Ja, da hast du recht, das Handschriftliche verliert sich zunehmends. Und so ein waschechter Brief hat doch noch anderen Erinnerungscharakter als eine Mail. Nur: Ich bin ganz sicher der letzte Mensch auf Erden, von dem du einen handgeschriebenen Brief möchtest, wenn dir deine Schülerlein schon reichen. ^^‘

          1. Ich lade vielleicht mal ein Bild von meiner Schrift hoch. Aber Vorsicht, wer keinen Master in Archäologie und/oder alte Schriften hat, der wird nichts lesen können. 😉

  3. Per Anhalter durch die Galaxis habe ich nur gelesen (auf Deutsch), aber fand ich genial. Ich sollte mir mal den Film anschauen… auch wenn du ihn nicht so gelungen findest. 😉
    Hach, der Abendhimmel… ich werde auch nie müde, die ganzen tollen Farben anzustarren und freue mich immer total, wenn ich das beobachten darf. 🙂

  4. Brieffreundschaften hatte ich während meiner Schulzeit auch einige… Es war immer wieder schön, wenn im Briefkasten ein Brief aus Japan oder Island lag…
    Ich schreibe manchen Leuten noch sehr regelmäßig Postkarten…

    1. Bei mir waren es Australien, Finnland und später noch die USA. 🙂 Aber ich hatte auch einige Inlandsbrieffreundschaften – ach, wie habe ich das geliebt! 🙂

      Ich glaube, ich muss wieder ein bisschen damit anfangen…

  5. Eine schöne Antwort zu Nr. 7. Ich war gerade erst im Ostseeurlaub, wo es einen Abend mit tollem Sonnenuntergangshimmelsfarben gab. 4 von 6 Mitzuschauern am Strand hatten nichts besseres zu tun, als anzukommen, sich _umzudrehen_ und ein Selfie von sich vor Sonnenuntergang zu machen, kurz rumzutippen und dann wieder abzudampfen. Auch wenn ich selbst mit Kamera da war, war das an Perversion kaum zu überbieten und auf so vielen Ebenen aussagekräftig für die heutige Zeit. Eigentlich hätte ich von der Szene ein Foto machen sollen… nur, was hätte das dann über mich ausgesagt? 😉

    1. Das ist genau das Verhalten, dass ich in meinem USA-Urlaub auch etliche Male erlebt habe. Ich habe zwar auch WAHNSINNIG viel fotografiert, aber in den allerwenigsten Fällen mich. Richtig wütend haben mich ja diese Leute gemacht, die ein „Smile-Selfie“ am 9/11 Memorial gemacht haben… Lichten die sich auch am Grab ihrer (tragisch zu Tode gekommenen) Liebsten lachend ab? :-/

      1. Ich arbeite ja in einer Uni-Verwaltung und es kursiert immer wieder mal dass an anderen Uni die sogenannte „E-Akte“ (also elektronische Akte) eingeführt werden soll.

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