Hamlet: NT Live (15.10.15) + live im Barbican (31.10.15)

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I confess: meine Vorbereitung zur mündlichen Zwischenprüfung in englischer Literatur beschränkte sich, was Hamlet anbelangte, auf die (erneute) Sichtung der Verfilmung mit Mel Gibson (war leider vor Kenneth Branaghs Version von 1996). Äh – ja, also, der Prüfer war auf jeden Fall nicht erfreut, was meine Kenntnisse anbelangte… :-/ Wobei seine Frage, warum Ophelia verrückt wird (oder: sich umbringt, das weiß ich nicht mehr genau), ja schon auch schwierig ist, auch heute noch. Tja, einer der peinlichsten Momente während meines Studiums – aber ich war nun mal eher Amerikanistin, Shakespeare interessierte mich damals eigentlich gar nicht.

Das hat sich inzwischen geändert, aber: Ich habe Hamlet immer noch nicht gelesen. Ich finde allerdings, dass Dramen eher auf die Bühne denn ins Bücherregal gehören. Und gerade Shakespeares Sprache konnte ich erst dadurch schätzen lernen, dass ich anfing, mir (gute) Inszenierungen in Film und Theater anzusehen. In Kenneth Branaghs Hamlet verliebte ich mich sofort (der sah aber auch gut aus in diesem Film ❤ ), aber DAS Schlüsselerlebnis der näheren Vergangenheit war die NT LIVE-Übertragung von King Lear aus dem Donmar Warehouse (mit Derek Jacobi in der Titelrolle), nach der ich noch tagelang geträumt habe – bei Tag und bei Nacht.

Wozu diese Vorrede? Ich bin ein „Late Bloomer‟, was Shakespeare im Allgemeinen und Hamlet im Besonderen anbelangt, und habe dementsprechend wenige Vorstellungen, wie welche Figur gespielt werden sollte. Nun habe ich immerhin „schon‟ eine NT LIVE (Recorded)-Variante gesehen, und zwar die mit Rory Kinnear, den ich IMMER toll finde (, aber an die Inszenierung selbst habe ich kaum Erinnerungen), aber ansonsten nur die Verfilmungen von 1990 (Gibson), 1996 (Branagh) und 2000 (Ethan Hawke). Vielleicht stimmt in diesem Fall das Sprichwort „ignorance is bliss‟, denn ich habe die Hamlet-Inszenierung mit Benedict Cumberbatch doch etwas positiver wahrgenommen als einige von meinen Theaterbloggerfreundinnen (butmadnorth, schauwerte, KirstenSE), insbesondere was manche Figuren anbelangt.

Nun wollte ich in diesem Beitrag recht genau vergleichen, wie unterschiedlich das Stück auf mich gewirkt hat – auf der Leinwand und direkt im Theater. Das fällt mir nun doch schwerer als erwartet, weil ich am Samstag im Theater – zumindest bis zur Pause – so müde und hungrig war, dass ich es einfach nur als anstrengend empfunden habe. Außerdem kam erschwerend dazu, dass ich eigentlich schon länger eine neue Brille brauche, ich aber doch recht weit weg von der Bühne (Reihe Q) saß, so dass ich im Grunde genommen Gesichtsausdrücke der Schauspieler kaum wahrnehmen konnte. Nach der Pause – einer kleinen Tüte Chips und einem Becher Eis sei Dank – ging es mir viel besser und ich konnte das Stück weitaus mehr genießen. (Trotzdem: vor dem nächsten Theatertrip MUSS ich endlich eine neue Brille haben UND zusätzlich mein Opernglas mitbringen… Ach, und: immer genügend essen!) Noch toller wäre es natürlich – wie Kirsten SE an diesem Abend – in der ersten Reihe zu sitzen…

Was schon ein besonderes Schmankerl war, war es, bei Benedicts After-Curtain-Rede dabei gewesen zu sein. Es schwang sehr viel Dankbarkeit und Rührung mit, als er sich für die letzten Wochen und Monate bei seinen Mitschauspielern bedankte. He was quite choked up – and so was I! Dafür tauchte er leider nicht an der Stage Door auf. Das wurde uns zwar gleich zu Beginn mitgeteilt, geglaubt hat es aber niemand – bis es dann hieß, dass alle Schauspieler das Gebäude verlassen hätten. Schade. Schade vor allem, dass Cumberbatch nun einfach schon zu bekannt ist, um z. B. in einem kleineren Theater zu spielen, so wie das Martin Freeman oder James McAvoy getan haben, wo er sich nicht vor solchen Massen von Autogrammwünschen „drücken‟ müsste. Ich wünschte, ich wäre schon viel eher auf die Idee gekommen, Theater-Trips nach London zu unternehmen und hätte ihn erlebt, BEVOR er so berühmt geworden ist.

Nun meine gesammelten Eindrücke aus beiden Sichtungen.

Quelle: britishtheatre.com

Bühnenbild (Es Devlin): Manch einer fand das Bühnenbild überladen – ich fand es umwerfend schön! Und zwar sowohl bei der Live-Übertragung als auch im Theater selbst. Man konnte sich richtig vorstellen, was für ein riesiger Palast dies sein muss – allein, wenn man diese überdimensionierten Türen sah. Nach der Pause waren Teil der Bühne mit Erdhaufen bedeckt, und durch geschickte Beleuchtung konnte man auf dem gleichen Bühnenbild Szenen im Palast und draußen glaubhaft darstellen. Dies funktionierte bei der Übertragung ins Kino noch besser, weil durch die Kamera der Fokus noch klarer auf die entsprechenden Teile der Bühne gerichtet war. Was mir bei der Übertragung nicht so aufgefallen war, waren die Video-Projektionen, die manchmal auf die Wände gestrahlt wurden. Das habe ich erst im Theater deutlich wahrgenommen. Der tiefere Sinn dahinter hat sich mir allerdings nicht erschlossen.
Am beeindruckendsten waren in dieser Kulisse zwei Szenen für mich: der Schluss von Akt 3 (vor der Pause), als Claudius alleine auf der Bühne steht und seine Pläne für Hamlets Tod in England offenbart hatte und nun ein Sturm auf die Bühne fährt, der schwarze Blätter quasi auf die Bühne schleudert. Selbst beim zweiten Mal bin ich richtig erschrocken. Visuell so einprägsam, dass man die Szene wohl nicht mehr vergisst.

Quelle: glasgowtheatreblog.com Image: Johan Persson

Die zweite Szene – meine absolute Lieblingsszene, obwohl Hamlet gar nicht dabei ist – lebt aus dem Zusammenspiel von Bühnenbild, Musik, Beleuchtung und natürlich der Performance der Schauspielerinnen: Ophelia (Siân Brooke) geht langsamen, unsicheren – und doch irgendwie entschlossenen – Schrittes über den Erdhaufen nach hinten oben, wendet sich dann nach rechts gegen das Licht und verschwindet dann. Wir wissen es: sie wird sich ertränken. Hier kamen mir das einzige Mal die Tränen. Gertrude (Anastasia Hille) findet in Ophelias Koffer etliche Fotos – und die Kamera, die Ophelia sonst immer gerne dabei hatte. Sie rennt Ophelia hinterher. Für mich einfach die stärkste, emotionalste Szene.

Kostüme und Requisiten (Katrina Lindsay): Die Auswahl der Kostüme und Requisiten fand ich etwas verwirrend: die Telefone und Ophelias Fotoapparat schienen Reminiszenzen an die 70er Jahre zu sein, die Kostüme jedoch schwankten so stark (je nach Figur und/oder Szene), dass man letztlich nicht erkennen konnte, in welcher Zeit dies nun spielen sollte. Ich nehme an, das war so gewollt. Mich hat es etwas unbefriedigt zurückgelassen, auch wenn mir beispielsweise das David Bowie-T-Shirt, das Hamlet zeitweise anhatte, sehr gut gefallen hat – und auch die fast schon übertrieben rote Uniformjacke, in der er verrückt spielte (eine sehr lustige Szene).

Quelle: theguardian.com

Musik (John Hopkins): Das Stück beginnt damit, dass Hamlet „Nature Boy‟ auf einem (ur)alten Plattenspieler anhört. Wenn ich mich nicht ganz täusche, taucht das Lied auch gegen Ende des Stücks wieder auf. Hat mir ganz gut gefallen, aber was mir noch viel besser gefallen hat, war die Tatsache, dass Ophelia und Laertes (Kobna Holdbrook-Smith) auf einem Flügel Klavier spielen. Besonders gut war der Übergang bei der oben erwähnten Ophelia-Szene: erst spielt sie eine Melodie auf dem Flügel, dann geht das Stück weiter, während sie in den Tod geht. Perfekt!

Choregrafie/Movement (Sidi Larbi Cherkaoui) + Kampfszenen (Bret Yount): Wozu braucht man bei Hamlet einen Choreografen? Nun, wohl insbesondere für die Slow-Motion-Szenen, die von der Regisseurin Lyndsey Turner an mehreren Stellen eingesetzt wurden, insbesondere bei der Bankett-Szene am Anfang und bei der Kampfszene am Schluss. Ich bin mir etwas unschlüssig, ob ich diese Szenen mag. Die Szene beim Festessen, als Hamlet heraustritt und monologisiert, während sich im Hintergrund die Festgemeinde langsam auflöst, fand ich eigentlich sehr gelungen. Lieber wäre es mir aber gewesen, wenn dieses Stilmittel nur dieses eine Mal angewendet worden wäre. An dieser Stelle hat es ja sehr gut gepaast, denn was macht man denn immer mit den anderen Figuren, während einer einen inneren Monolog abhält? Aber bei der Kampfszene am Schluss fand ich die Zeitlupe überflüssig. Wobei ich sagen muss, dass der Kampf an sich (ist ja nicht komplett in Zeitlupe), ab dem Fechtkampf sehr gut choreografiert war – der Kampf hat mir auch tatsächlich live im Theater besser gefallen, als bei der Übertragung. Da habe ich regelrecht mitgefiebert, als wüsste ich nicht, wie es ausgeht.

Die Besetzung: Ich werde hier nicht über alle Figuren etwas schreiben, sondern nur über die, die mir besonders gut gefallen haben, oder die mich etwas enttäuscht haben. Hamlet kommt erst ganz am Schluss – als das i-Tüpfelchen. 😉 Was mir prinzipiell bei der Besetzung im englischen Theater gefällt: es wird keinerlei Wert auf eine „ethnisch-korrekte‟ Besetzung gelegt. So ist Laertes, Sohn von Polonius, schwarz, während Vater und Schwester weiß sind, und Guildenstern (Rudi Dharmalingam) hat indische Wurzeln. Das geschieht völlig selbstverständlich, ist kein Gimmick. So scheint mir das englische Theater immer weitaus multi-ethnischer als das deutsche.

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Weniger überzeugend:

Claudius: Ich halte viel von Ciarán Hinds, habe ihn doch schon in etlichen Filmrollen gesehen, in denen er mich nie enttäuscht hat. Doch hier hat er mich nicht so recht mitzureißen vermocht. Dabei hatte ich gar keinen Vergleich vor Augen, ich hatte nur einfach erwartet, dass er mich mit seiner Präsenz umhauen würde. Dies ist leider ausgeblieben – woran es lag, kann ich aber nicht so recht festmachen.

Laertes: Ich denke, hier lag es hauptsächlich an der Inszenierung – vielleicht auch an Shakespeare selbst -, dass ich zu Ophelias Bruder keine rechte Beziehung aufbauen konnte. Kobna Holdbrook-Smith hat eine sehr interessante Stimmfärbung (ich hatte ihr vorher schon in dem Hörspiel zu The Left Hand of Darkness von Ursula LeGuin gehört), aber irgendetwas fehlte mir auch bei ihm, damit ich ihm den verzweifelten, auf Rache sinnenden Bruder von Ophelia und Sohn von Polonius abnahm.

Zwiespältig:

Horatio: Horatio (Leo Bill) war irgendwie der odd one out (neben Rosenkrantz und Guildenstern natürlich) – mit quasi „angeklebtem‟ Armee-Rucksack, Holzfällerhemd, Brille und seltsamem Akzent (für meine Ohren). Das fand ich irgendwie cool auf der einen Seite, aber andererseits habe ich die besondere Beziehung zwischen ihm und Hamlet nicht so recht gespürt. Das hat sich dann für mich vor allem in der Todesszene Hamlets gezeigt. Wenn ich da nur an die Fast-Todesszene zwischen Frankenstein und dem Creature denke (gespielt von Benedict Cumberbatch und Jonny Lee Miller) – die war so intensiv! Dagegen wirkte das Abschiednehmen zwischen Hamlet und Horatio etwas kühl. Wobei ich zugeben muss, dass ich diese Szene live im Theater etwas besser fand, weil mir da erst aufgefallen ist, dass Horatio den Giftbecher an sich nimmt und davon trinken will, um Hamlet in den Tod zu folgen. Trotzdem, „Now cracks a noble heart. Good night sweet prince: And flights of angels sing thee to thy rest!‟ hat mich nicht berührt.

Toll:

Ophelia: Siân Brooke hat vielerorts Kritik für ihre Darstellung der Ophelia eingesteckt – ich fand sie großartig, vor allem in der Übertragung, weil man da alle ihre Emotionen so fantastisch ablesen konnte. Vor allem nach der Pause hat sie mich rundum begeistert – ihre Körperhaltung, ihre zerbrechliche Stimme, ihre Tränen, ihr Klavierspiel und ihr unter die Haut gehender Gesang hat mich richtig mit ihr mitfühlen lassen. Dazu der großartig inszenierte endgültige Abgang von ihr (siehe oben)!

Gertrude: Insbesondere in der Szene mit Hamlet – kurz bevor Hamlet Polonius hinter dem Vorhang ersticht – zeigte Anastasia Hille, was sie kann! Diese Szene gehört für mich zu einer der besten Szenen, die Hamlet mit einer anderen Figur hat. Sehr emotional und intensiv. Vorher scheint sie ja keine wirklich eigenständige Figur zu sein, eher ein Anhängsel des neuen Königs Claudius, aber ab dieser Szene wird Gertrude zu einer wichtigen und sehr menschlichen Figur.

Polonius: Jim Norton hatte ich zuletzt in Of Mice and Men vom Broadway gesehen. Schon dort gefiel er mir ausnehmend gut, und auch hier wusste er mich zu überzeugen – allerdings mehr in der Übertragung als live. Vielleicht liegt das an seinem eher verhaltenen Mienenspiel, das einfach auf der Leinwand in Großaufnahme besser herauskommt.

Hamlet: Benedict Cumberbatch gab wirklich alles auf der Bühne! Von tiefer Trauer über kaum gezügelte Wut bis hin zu seiner gespielten Verrücktheit – er spielte dies alles mit vollem (Körper-)Einsatz und höchster Konzentration. Sicher eine großartige Leistung, aber eine Performance, die mich lange nicht so in ihren Bann zu ziehen wusste wie seine Darstellung von Frankenstein UND Frankensteins Kreatur in Frankenstein. Besonders zu überzeugen wusste er in den Monologen und in der Szene mit seiner Mutter, Spaß machte es, ihm zuzusehen, als er verrückt spielte. Die Stellen des Textes, die witzig waren, lieferte er auch prompt so ab, dass das Publikum mit ihm lachte, jedoch ist es mir nicht gelungen, mit ihm zu weinen – und er weinte viel. Fällt mir allerdings prinzipiell bei Shakespeare etwas schwerer als anderswo. Was mir etwas schwer gefallen ist, war nachzuvollziehen, dass Hamlet tatsächlich Ophelia liebte, wie er nach ihrem Tod beteuerte. Das kam für mich nicht klar genug heraus. Andererseits fand ich seine Grausamkeit gegenüber Ophelia („Get thee to a nunnery!‟) schon heftig. Natürlich muss man dies im Kontext sehen, da Hamlet wohl das verräterische Verhalten seiner Mutter nun auf alle Frauen projeziert. Manche sagen, dass dieser Ausspruch eigentlich genau zeigt, DASS er Ophelia liebt, da sie im Kloster auch keinen anderen Mann heiraten kann. Das aus der Szene herauszulesen, ist mir allerdings schwer gefallen – vielleicht muss ich doch noch mindestens eine NT Live-Wiederholung ansehen, um die Ophelia-Hamlet-Szenen etwas genauer zu betrachten. Alles in allem, eine hervorragende Leistung, aber für mich kein Meilenstein in Benedicts Karriere. Da hatte mich James McAvoys Performance in The Ruling Class weitaus mehr in ihren Bann gezogen! (Gut, da saß ich auch viel näher „am Objekt‟, was bestimmt einen Unterschied macht.)

Fazit: Visuell ließ die Inszenierung von Hamlet für mich nichts zu wünschen übrig – allein dafür lohnt es sich allemal, das Stück in einer der „Reruns‟, die in vielen Kinos (z. B. im Cinema München am 7.12., 14.12. und 11.1.) noch angeboten werden, anzusehen. Manche Entscheidungen durch die Regie konnte ich gut, andere nicht so gut nachvollziehen. So empfand ich z. B. die Einführung der Theatergruppe ein bisschen zu lang, dafür allerdings die Szene, in der Hamlet mit dem Player King (Ruairi Conaghan) übt, köstlich! Schauspielerisch war ich nicht vollends und von allen überzeugt, wobei es da nicht ganz klar ist, ob das an den Vorgaben der Regisseurin lag oder an den Schauspielern selbst. Benedict Cumberbatch selbst hat mich nicht überrascht. Ja, er spielt sehr, sehr gut und mit einer bewundernswerter Energie, aber so richtig vom Hocker gehauen hat er mich nicht. Trotzdem fand ich es toll, aus seinem Mund so berühmte Zitate wie „Frailty, thy name is woman‟ oder „To be or not to be‟ zu hören. Definitiv sehenswert, aber meines Erachtens keine Inszenierung, von der man noch jahrelang später reden wird.

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11 Antworten zu Hamlet: NT Live (15.10.15) + live im Barbican (31.10.15)

  1. Fufi schreibt:

    Wow, das ist ein großer Bericht 🙂 Den werd ich am Sonntag erst so richtig lesen können.
    Schade, dass Du nicht einen Tag früher da warst, da hat Benedict, wie an vielen anderen Abenden auch, ausgiebig Autogramme gegeben für jeden, der da war. Last Night sowie Press Night sind aufgrund der Parties danach und der anwesenden vielen Freunde/Bekannte & Familie generell kein guter Boden für Autogrammwünsche. Bei Hamlet hatte das Barbican schon am Vorabend bekanntgegeben, dass alles freigeräumt werden muss für den Zugang der LKW’s (Set-Abbau) und er daher kein Stage Door machen kann. Da waren dann tatsächlich „die Massen“ ein Hinderungsgrund. Sonst war er fast jeden Abend da, hat signiert, Selfies mitgemacht und sich vor allem bei Allen bedankt, dass sie gekommen waren. 🙂

    • singendelehrerin schreibt:

      Naja, fast alle anderen Schauspieler sind ja trotzdem rausgekommen und haben z. Tl. auch Autogramme gegeben… Ich finde halt, es wäre auch schon einfach eine schöne Geste gewesen, wenn er nur kurz persönlich rausgekommen wäre und sich eben – wie du sagst – kurz bedankt hätte und gesagt hätte, dass es aus organisatorischen Gründen leider nicht möglich ist, dass er heute Autogramme gibt. Aber ich will ihm da gar keinen Vorwurf machen – ich war eh schon positiv überrascht, dass er wohl doch relativ häufig Autogramme gegeben hat, obwohl es vorher hieß, dass er das nicht tun würde. Trotzdem fand ich es halt für mich persönlich einfach schon schade…

      • Fufi schreibt:

        Ja, für Dich hat’s mir auch leid getan, daher auch der Tipp mit press/last night. Die meisten Fans wussten Dank Twitter bereits Bescheid am Samstag, das meinte ich mit „Massen“, die das Theater vermeiden wollte. Macht halt doch einen deutlichen Unterschied, ob er wahrscheinlich da ist oder sicher nicht. Aber wenn es die einzige Gelegenheit ist, kann ich die Hoffnung/Enttäuschung gut verstehen!

  2. tinatainmentia schreibt:

    Danke für die ausführliche Rezension – ich werde die Live-Übertragung dieses Wochenende im Kino sehen und bin schon ganz gespannt 🙂

  3. pimalrquadrat schreibt:

    Das ist ja mal ein sehr ausführlicher und schöner Bericht! 🙂
    Klingt auch nach einer sehenswerten Aufführung. Muss ja gestehen, dass ich Aufführungen ganz gerne sehe – auch wenn ich dafür momentan nicht so recht die Zeit und Lust hab – aber eigentlich nur, wenn ich vorher auch den Text gelesen hab. Was das bei mir zusätzlich erschwert, denn umgekehrt mag ich das bei Dramen absolut nicht, erst das Stück, dann der Text.

    Das mit Cumberbatch ist wirklich schade, das hätte man sicher besser lösen können, wie du ja auch schreibst, einfach kurz rauskommen, sich bedanken und erklären, dass es heute halt keine Autogramme gibt. 😦

    • singendelehrerin schreibt:

      Ja, ich weiß schon, dass du der Meinung bist, dass man vor dem Theater (oder Film) das Buch gelesen haben muss. Gerade bei Dramen stimme ich dem absolut nicht zu: Dramen sind dafür geschrieben, dass man sie spielt. Da finde ich den umgekehrten Weg fast spannender, habe mir z. B. nach „Frankenstein“, „Skylight“ und „The Ruling Class“ jeweils hinterher das Drama gelesen – fand ich super!

      • pimalrquadrat schreibt:

        Frankenstein ist ursprünglich kein Drama. 😛 😉

        Ja, das sehen wir eben unterschiedlich. Wobei ich durchaus auch finde, dass Dramen gespielt werden sollen, so ist ja nicht. 😉
        Nur ganz ohne Vorwissen ein Drama anschauen? Das find ich – anders als bei Filmen, woher das kommt, weiß ich nicht. 😉 – nicht so prickelnd.

        Aber so ist das eben, Geschmäcker und Ansichten sind verschieden. Soll jeder so glücklich werden, wie er mag.

        • singendelehrerin schreibt:

          Zu „Frankenstein“: Falsch: es gibt natürlich ein Drama (von Nick Dear), das auf dem Roman basiert. Ich habe den Roman VORHER gelesen, das Drama allerdings HINTERHER. Selber 😛

          „Ganz ohne Vorwissen“ ist aber nicht dasselbe wie „Ich habe das Drama nicht gelesen“. Mit wenigen Ausnahmen habe ich mich immer darüber informiert, worum es in dem Drama geht. Dazu muss ich aber nicht unbedingt die komplette Vorlage lesen… So geht es MIR zumindest. 😉

          • pimalrquadrat schreibt:

            Das meinte ich mit dem kleinen unscheinbaren Wort „ursprünglich“. *hust*

            Ansonsten: Ich habe die leise Hoffnung gehegt, dass man nicht komplett ohne Vorwissen ins Theater geht. Aber ich lasse das Thema lieber, sonst geht man mir nur wieder an die Gurgel und du verbannst mich auch noch. 😉

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