Highlights, Middlegrounds und Lowpoints (Serie) 2015 #2.2

Bevor ich endgültig den Überblick verliere, versuche ich doch noch eine Zusammenstellung der Serien, die ich seit April gesehen habe. Manche haben so einen Suchtfaktor, dass ich nebenher keine anderen Serien geschaut habe (außer die Serien, die ich mit meinem Freund zusammen ansehe). Lowpoints fallen aus, da ich keine Serien schaue, die mir nicht gefallen. Bei einem Film kann ja ein Totalausfall vorkommen, wenn mir jedoch eine Serie gar nicht gefällt, schau ich sie einfach nicht weiter…

Deswegen teile ich nach (für mich) neuen und fortgesetzten Serien auf. Weitgehend spoilerfrei.

NEUE SERIEN

Suits (Season 1-4): Die größte Überraschung des Jahres für mich bisher, weil ich ohne jegliches Vorwissen, nur aufgrund der mehrfachen Nennung bei meiner Blogparade zu den besten Serien-Intros, die Box mit Staffel 1-3 auf Verdacht gekauft habe. Die Prämisse (Anwaltsserie) klingt nach etwas, das man schon tausendfach gesehen hat – und doch hat die Serie einen solchen Suchtfaktor bei mir ausgelöst, dass ich ohne tägliche Dosis nicht auskam und mir gleich die 4. Season vorbestellte, damit ich sie sofort nach Erscheinen in UK bekam. Und wieder mal bestätigt sich für mich, was für mich das A und O bei Serien ist: die Beziehungen zwischen den Charakteren! Die vierte Staffel habe ich deswegen zunächst etwas zwiespältig gesehen, weil zu Beginn Harvey und Mike nicht mehr in derselben Firma arbeiteten, geschweige denn auf derselben Seite spielten. Doch der Konflikt zwischen den beiden machte es natürlich auch wieder interessant. Trotzdem war ich froh, dass Mike nicht auf Dauer Investment Banker blieb, sondern wieder zurückkehrte. Auch die 4. Staffel wartet mit vielen zwischenmenschlichen Momenten auf, die mir auf unterschiedliche Weise sehr nahe gingen. Gegen Ende der Staffel gab es sogar ein „You know I love you,…‟ – von einem Charakter, der sonst nicht gerade sein Herz auf der Zunge trägt. Hach! ❤ Neben den beiden männlichen Hauptdarstellern (Gabriel Macht und Patrick J. Adams, der übrigens bei einer Folge auch Regie führte – Hut ab!) und deren Bromance, ist Donna Paulson (die schöne 42-jährige Sarah Rafferty) ein Hauptgrund, warum ich diese Serie so liebe – sie ist eine meiner derzeit liebsten weiblichen Serienfiguren! HIGHLIGHT!

Penny Dreadful (Season 1): Vielversprechende erste Staffel, auch wenn ich sie nicht so „hype‟ wie viele andere aus der Blogosphäre. Faszinierend finde ich die Idee, all diese Charaktere aus der Gothic-Welt zusammenzuwerfen. Ich wusste ja mal wieder relativ wenig vor der Sichtung, so war ich dann doch einigermaßen überrascht, als Dr. Frankenstein (inkl. „Monster‟) und Dorian Gray auftauchten. Und – wow – Dorian Gray: was hat DER für eine erotische Ausstrahlung, zieht Frauen UND Männer in seinen Bann! Sehr gut besetzt mit dem mir völlig unbekannten Reeve Carney. Überhaupt ist die Besetzung schon die halbe Miete: Allen voran natürlich Eva Green, die zum x-ten Mal beweist, was für eine große Schauspielerin sie ist. Was ihr hier alles abverlangt wird, ist echt heftig. Während es also weniger überraschend ist, dass Eva Green – und auch so ein Bühnenveteran wie Rory Kinnear als „Monster‟ – überzeugt, hat es mich doch ehrlich verwundert, wie gut mir Josh Hartnett in der Rolle von Ethan Chandler gefällt. Gefühlt habe ich Hartnett seit Pearl Harbor (, der ja nun wirklich keine „Perle‟ der Filmgeschichte war, von den Angriffsszenen auf den Hafen mal abgesehen) nicht mehr gesehen. Selbst wenn, dann hat er keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen – hier tut er es. Harry Treadaway ist toll als ein sehr junger Frankenstein, die Chemie zwischen ihm und seinen Kreaturen ist greifbar. Wie man schon ein bisschen merkt, ich stelle hier hauptsächlich die Schauspieler und Figuren heraus, die Story nämlich hat mich noch nicht vollends überzeugt. Aber die erste Staffel hat ja SEHR viel Basis gelegt für alles mögliche, was da noch kommen mag. Ich bin gespannt. HIGHLIGHT!

Shameless – US (Staffel 1-3, nicht ganz fertig): Als mein Kopf frisch verdreht von James McAvoy war, habe ich mir auch die zwei Staffeln der britischen Serie Shameless angesehen, in der er Steve, Fiona Gallaghers (Anne-Marie Duff) Freund, gespielt hat. Die fand ich schon ziemlich abgefahren, britische Unterschicht vom Feinsten. Aber am Ende der 2. Staffel stiegen sowohl McAvoy als auch Duff (auch wenn sie bis 2013 auf IMDb gelistet ist, sie hat aber nur in insg. 19 Folgen mitgespielt) aus, und somit hatte die Serie für mich ihren Reiz verloren. Dann hörte ich immer mehr Gutes über die amerikanische Version, die ich aber zunächst auch ignoriert hatte, weil ich grundsätzlich kein großer Fan von Serien bin, die nochmal extra für den amerikanischen Markt gemacht werden (siehe auch Being Human oder Die Brücke), insbesondere wenn es schon eine englischsprachige Version davon gibt. Aber da auch der Vorspann in meiner Blogparade mehrfach genannt wurde – und ich ihn auch sehr gut fand – hatte ich mir mal die erste Staffel bestellt, und angeguckt. Ich gebe zu, dass mich die erste Folge nicht sehr überzeugt hat, weil sie wirklich nahezu 1:1 wie die britische war. Aber mit der Zeit hat mich die amerikanische Version doch fast mehr angesprochen als die britische, vor allem, weil ich manche Charaktere nun sympathischer fand. Mit einer großen Ausnahme allerdings: die Chemie zwischen der amerikanischen Fiona und dem amerikanischen Steve/Jimmy finde ich nicht ganz so gut wie die zwischen James und Anne-Marie (schließlich haben die zwei ja später auch im RL geheiratet), überhaupt gefällt mir Justin Chatwin nicht besonders als Mann. Er passt schon in die Rolle, aber er ist für mich eigentlich inzwischen der Charakter, den ich am wenigsten mag. Dafür sind aber alle anderen wirklich unglaublich liebenswert – auf ihre ganz eigene Weise. Ganz besonders schlägt mein Herz für Ian (Cameron Monaghan). Nun bin ich ja gerade bei der 3. Staffel (noch drei Folgen) – und hallo, haben die Macher hier nochmal eine Scheibe draufgelegt! Was da alles an Krassem passiert – das geht auf keine Kuhhaut, wie man so schön sagt! 😮 Gerade eben ist wieder etwas absolut Heftiges und in dieser Form gänzlich Unerwartetes passiert, das einen Satz, der vorher gesagt wurde („She is good for me – and you are not.‟) im Grunde genommen wieder völlig zunichte macht. Und wie V und Kev versuchen, ein Baby mithilfe von XXX zu zeugen, das überschreitet DEUTLICH die Grenzen dessen, was ich bereit wäre, für einen Kinderwunsch zu tun… Ist das nun lustig oder abartig? Die Zuschauer dürfen selbst entscheiden. Ausnahmslos JEDE Figur (mit Ausnahme von Liam 😉 ) baut Mist in dieser Serie, und trotzdem sind sie irgendwie liebenswert und man hofft mit ihnen, dass sie sich – wenn auch selten mit lauteren Methoden – immer wieder aus der Scheiße rausziehen. HIGHLIGHT!

The Fall (Series 1+2): Vorgestern zu Ende geschaut. Ich weiß jetzt, warum wohl Jamie Dornan für die Verfilmung von 50 Shades of Grey gecastet worden ist, diese Serie ist ein verdammt gutes Bewerbungsvideo für einen Charakter, der eine Frau dazu bringt, alles für ihn zu tun. (Ich habe allerdings weder das Buch gelesen, noch den Film gesehen.) Wie Serienkiller Paul Spector mit der Babysitterin Katie (Aisling Franciosi), die ihm absolut verfallen ist, umgeht, das ist wirklich perfide und hat in mir große Abscheu erzeugt – auch wenn ich gleichzeitig schon ein Stück weit nachvollziehen konnte, dass sich ein junges Mädchen in so jemanden verlieben kann. Was mir sonst noch an der Serie gefällt: sie spielt in Belfast (ich habe noch selten Serien oder Filme gesehen, die in Nordirland spielen), Gillian Anderson spielt die englische DSI (Detective Super Intendant) Stella Gibson in einer ganz eigenen Mischung. Mal wirkt sie kühl und ohne tiefe Gefühle – Sex ist nur Triebbefriedigung, sie sieht einen Mann und nimmt ihn sich einfach (sonst eher zu sehen bei männlichen Charakteren), bestellt ihn sich schon fast ins Hotel wie eine Ware (ohne zu bezahlen). Gut genug sieht sie ja aus, um davon auszugehen, dass kaum ein Mann (oder auch Frau?) bei ihr nein sagen würde. Dann zeigt sie sich aber doch auch verletzlich, besonders als im Grunde genommen durch ihre Schuld eine Frau entführt wird. Eine etwas sperrige Person, die der Zuschauer nicht so recht ins Herz schließen mag. Die Kamera ist oft ganz nahe an den Gesichtern, schon fast in den Gesichtern, sodass kleinste Regungen spürbar werden und man das Gefühl hat, den Figuren sehr nahe zu sein. Sehr oft nimmt sich die Kamera viel Zeit, manchmal auch für Dinge, die für den Fortgang der Story nicht wichtig erscheinen. Die Erzählweise ist auch sehr interessant. Der Zuschauer weiß ja von Anfang an, wer der Killer ist – und darf nun miterleben, wie die Polizei sich immer näher herantastet. In der 2. Staffel gibt es jedoch eine Abweichung vom Zuschauer als dem Allwissenden, ab einem gewissen Punkt wissen wir nicht mehr, was mit der entführten Frau weiter passiert ist. Sehr kluges Drehbuch! HIGHLIGHT!

Begonnene Serien, bei denen ich aber noch nicht über wenige Folgen hinausgekommen bin: The Wire und Veronica Mars. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Ah, und gestern haben wir die ersten zwei Folgen von Banshee gesehen, recht brutal, aber könnte ganz interessant werden. Ex-Con (Antony Starr) gibt sich in Banshee, Pennsylvania, als neuer Sheriff Lucas Hood aus. Toller Gegenspieler: Ulrich Thomson als Kai Proctor.

FORTGESETZTE SERIEN

Arrow (Season 3, 2. Hälfte): Unterhaltsam, schon auch spannend, aber nicht viel mehr. Selbst die Szene, die wahrscheinlich allen Felicity/Oliver-Shippern das Herz aufgehen ließ, hat mich nicht mehr so berührt, wie einige andere Szenen zwischen den beiden vorher. Thea gewinnt wieder etwas an Sympathie, da sie sich nicht mehr von Malcolm blenden lässt, außerdem hat es doch eine sehr gute Storyline um sie gegeben. Laurel finde ich nach wie vor als Teil des Team Arrow unglaubwürdig. So lange ich es schaue, gute Unterhaltung, aber nichts, was mich nachhaltig beeindruckt. MIDDLEGROUND (mit einzelnen Highlights)

The Walking Dead (4. Season, 2. Hälfte): Besser als der erste Teil, aber – um ehrlich zu sein – bis auf wenige schockierende Entwicklungen (z. B. um die zwei Mädels herum) fiele es mir schwer, inhaltliche Höhepunkte herauszustellen. Ich schau denen allen immer noch gerne beim Überlebenskampf zu (und das Ende lässt genügend Fragen für die neue Staffel, die ihr natürlich fast alle schon gesehen habt, offen), aber das High, das ich bei den ersten zwei Staffeln verspürt habe, ist so ein bisschen verpufft. Ich werde aber auf jeden Fall weiterschauen. MIDDLEGROUND (mit einzelnen Highlights)

New Girl (Season 3): Puh, schon fast keine Erinnerung mehr an Einzelheiten, außer daran, dass es doch schwierig für die so gegensätzlichen Personen Nick und Jess war, eine Beziehung zu führen. Bissl übertrieben vielleicht, aber immer unterhaltsam! HIGHLIGHT!

Justified (Season 4+5): Ehrlich gesagt, kann ich bei Justified die Staffeln nur schwer auseinander halten, weil wir alles einfach so nacheinander wegschauen. Zwischen der vierten und fünften Staffel mussten wir allerdings eine Zwangspause einlegen, weil es die 5. nicht auf Amazon Prime gab. Da warteten wir, bis ein Freund mit seinen DVDs durch war und sie uns dann leihen konnte… Von daher weiß ich ein klein bisschen besser, was in der 5. Staffel so los war, dass Ava im Gefängnis ihre Frau stehen muss, dass neue Player aus Florida nach Harlan, Kentucky kommen (Michael Rapaport als Daryl Crowe Jr. ist so richtig schön fies)… Aber egal was passiert, ich genieße es einfach nur – neben Marshal Raylan Givens – Boyd Crowder zuzuschauen und zuzuhören! Ihr habt mir ja von Anfang an gesagt, dass Walton Goggins‘ Boyd ein irre guter Charakter ist – indeed, he is! Seine Art zu sprechen, seine Art und Weise, Probleme aus dem Weg zu schaffen, seine Liebe zu Ava, sein Händchen dafür, aus jeder scheinbar ausweglosen Situation wieder herauszufinden… Was für ein Charakter! Schade, dass die 6. Staffel dann auch die letzte sein wird… HIGHLIGHT!

Hannibal (Season 2): Hm, sollte ich die bei meinem letzten Rückblick vergessen haben? Oder haben wir die wirklich erst ab April geguckt? Ich kann es nicht mehr genau sagen… Aber auf jeden Fall fand ich die 2. Staffel sehr gut, Will Graham im Gefängnis, muss sich Hannibal zu nutze machen, um wieder rauszukommen. Kaum einer glaubt ihm zunächst… Schaupielerisch fantastisch, was Hugh Dancy und Mads Mikkelsen da ableisten! Am meisten blieb mir dieses schockierende Ende in Erinnerung, das ich höchst verstörend fand. HIGHLIGHT!

The Mentalist (Final Season): Öha, die müsste ich doch auch schon im ersten Quartal gesehen haben… Ich wäre überhaupt nicht unglücklich gewesen, wenn die Serie nach Staffel 6 beendet worden wäre. Denn da war ich einfach nur in Tränen aufgelöst und glücklich, nachdem Jane endlich Lisbon seine Liebe gestand. Aber diese Kurz-Staffel hat der Serie auch einen würdigen Abschluss gegeben, Hochzeit zwar inklusive (, was ich nicht immer brauche), aber trotzdem ohne Kitsch, sondern bis zum Ende mit der nötigen Dramatik. Ich werde Simon Baker als Mentalist vermissen, aber bin gleichzeitig glücklich, dass die Serie nicht unnötig hinausgezogen wurde, sondern die Fans mit dem Gefühl entlassen worden sind, dass man aufhören soll, wenn’s am schönsten ist. Manch einer hätte den Zeitpunkt des Aufhörens vielleicht schon mit dem Tod von Red John gesehen, und die Staffel danach hatte schon z. Tl. Schwächen, aber ich war jetzt doch froh, dass Patrick Jane zuletzt noch etwas Glück gegönnt wird. HIGHLIGHT!

The Big Bang Theory (Season 7): Als ich entdeckt hatte, dass die 7. Staffel von BBT in OV auf Amazon Prime zu haben war, habe ich endlich weitergeschaut – und es war mir wieder eine große Freude! Ich hatte ja über ein Jahr Pause gemacht, und nun machte es mir wieder sooo viel Spaß, den Nerds und Nerdinnen zuzusehen! Großartig u.a. „The Convention Conundrum‟ und „The Locomotive Manipulation‟ ❤ ! HIGHLIGHT!

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15 Antworten zu Highlights, Middlegrounds und Lowpoints (Serie) 2015 #2.2

  1. filmschrott schreibt:

    Dass dir Shameless so zusagt, freut mich natürlich ganz besonders, schließlich habe ich die Serie auch immer wieder empfohlen. Ich gebe dir allerdings recht, dass Chatwin ein wenig das Lowlight der Serie darstellt. Liegt aber für mich auch einfach daran, dass ich ihn für keinen besonders guten Schauspieler halte. Aber nach 3 Staffeln kann ich wohl mit aller Bescheidenheit sagen: You Ain’t Seen Nothing Yet.

  2. pimalrquadrat schreibt:

    So viele Serien, die ich nicht kenne! 😮
    Ich muss aufpassen, dass mich all deine Highlights nicht anstecken, sonst komm ich nicht mehr vom TV weg. Und was sagen dann meine Bücher aufm SuB? 😳 😉

    Beim Mentalist ärgere ich mich, dass die lieben Franzosen irgendwann in der Staffel nach Red Johns Ableben aufgehört haben, zu senden, sodass mich dein Eintrag ein wenig oder auch mehr gespoilert hat. Und geärgert, weil ich das dann doch gerne gesehen hätte. 😦

    • singendelehrerin schreibt:

      Oops, sorry, dass ich dich gespoilert habe! 😮 Sowas versuche ich ja normalerweise zu vermeiden. :-/ Ach, und du hast also „The Mentalist“ dann auf Französisch geschaut? Oder zeigen die das auch im Original mit UT?

      Du, ich verdiene ja nix dran, wenn mehr Leute die Serien schaun, du musst also nicht brav alles ansehen, was ich hier bespreche! 😉

      • pimalrquadrat schreibt:

        Ach, halb so wild. 😉
        Ja, ich hab es auf Französisch geschaut, obwohl sie The Mentalist genau wie z.B. auch Criminal Minds OMU senden. Da höre ich zwar hin und wieder rein, aber die französische Synchro war ganz gut. 🙂

        Hahaha, ja, sicher, aber wenn du so davon schwärmst, werd ich ja neugierig und muss dann zumindes mal reinschauen, wenn sich die Gelegenheit bietet. 😳

  3. bullion schreibt:

    Wow, krass! Da hast du ja einiges gesehen. Wahnsinn.

    Und bei all den tollen Serien mit „The Wire“ und „Veronica Mars“ aufgehört? Geht ja wohl gar nicht!

    „Shameless“ klingt abermals toll, besonders klasse finde ich dass du den Vergleich zwischen UK und US ziehen kannst und US dennoch mindestens ebenbürtig ist. Das macht Mut für die 3 Staffeln, die hier schon im Regal stehen.

    Auch sonst sind ein paar sehr interessante Serien dabei, einzig bei „The Mentalist“ bereue ich nicht nach der 3. Staffel ausgestiegen zu sein. Das war mir einfach zu fad und immer noch der gleiche Krimibrei.

    • singendelehrerin schreibt:

      Keine Sorge, ich werde die zwei o.g. Serien schon noch weiterschauen, vielleicht auch schon bald, denn mit „Shameless“ (1-3) bin ich jetzt durch. 😉 „The Wire“ wollte ich ursprünglich mit meinem Freund schauen, aber dem ist das Englisch zu anstrengend (insbesondere das „Gangster-Englisch“ der Schwarzen) – und da ER keine Untertitel und ICH keine Synchro mag, muss ich da jetzt alleine ran…

      Hm, also für mich ist jetzt „The Mentalist“ sicher nicht mit „True Detective“ (z. B.) auf einem Level, aber ich fand einfach Patrick Jane als Charakter so interessant, dass ich der Serie treu geblieben bin. Und ich finde auch, dass da z. B. „Castle“ viel mehr nachgelassen hat. Ich liebe ja Nathan Fillion auch als Richard Castle, aber seit er und Beckett ein Paar sind, habe ich ein bisschen das Interesse verloren. Wie sie zusammenkamen fand ich noch toll, aber in der darauffolgenden Staffel bin ich irgendwann ausgestiegen…

      • bullion schreibt:

        „Castle“ habe ich auch nicht mehr weitergeschaut, doch das werde ich alleine aufgrund von Fillion noch. Die Serie ist mir unendlich viel sympathischer als „The Mentalist“, die ich schon seit der ersten Staffel eher nur ok finde.

        „The Wire“ habe ich übrigens auch mit Untertiteln geschaut, das hat aber wirklich gut funktioniert.

  4. Amerdale schreibt:

    Bei Veronica Mars aufhören? Tzzzzz xD

    Josh Hartnett hat mich in Penny Dreadful auch total überrascht, hätte vorher nicht gedacht, dass er da so gut reinpasst.

    The Fall ❤ Ich fand Katie (bei der hab ich ewig als Namen Kitty verstanden und das hat sie noch merkwürdiger erscheinen lassen :D) teilweise schon selbst erschreckend/beunruhigend, ich hatte das Gefühl da gingen einige Aktionen gar nicht von Spector aus, sondern waren ganz allein ihre Idee. Also eine grundlegende Beeinflussung gab es natürlich, aber ich glaube ab einem gewissen Punkt hätte sie sich auch ohne Kontakt zu/mit Spector weitere in diese destruktive Richtung bewegt.
    Spectors Frau tut mir ja leid. Die ist so unheimlich naiv und gutgläubig und er hat das voll ausgenutzt.

    Justified steht schon ewig auf meiner Liste und ich komm einfach nicht dazu.

    • singendelehrerin schreibt:

      Wegen „Veronica Mars“: Ja, mea culpa. 😉 Gerade lagen halt meine Prioritäten auf anderen Serien… 😉 Es ist ja auch fies, dass es heutzutage schier unendlich viele sehenswerte Serien gibt! Und statt in den Sommerferien fleißig nachzuholen, fliege ich in die USA – Mist! 😀

      Ja, da ist schon etwas in Katies Wesen, das vielleicht schon darin schlummerte und erst durch Spector geweckt wurde… Also, bei aller Liebe, wenn ich erfahren würde, dass mein Schwarm ein Serienkiller ist, würde ich wohl nicht extra Tagebuch schreiben, um ihm nachträglich Alibis zu verschaffen… Das hätte ich auch als verliebte 16-Jährige nicht getan! Da war ich zwar recht gutgläubig, aber Gut und Böse habe ich schon auseinanderhalten können… 😉

  5. Libertarian Anonymous schreibt:

    „The Fall“ ist wirklich eine insgesamt exzellent gemachte Serie, insbesondere die zweite Staffel.

    Was mich allerdings extrem gestört hat, auch wenn das mit der Qualität selbst nichts zu tun hat: Eigentlich jeder, aber auch wirklich jeder der dargestellten Charaktere ist mir unsympathisch, wenn auch in unterschiedlichem Maß.

    Der absolute „Höhepunkt“ war dabei die Aussage von Stella Gibson, „being male is a birth defect“. Klar, das passt genau zu der Figur die sie darstellt. Nur ist es, abgesehen von unwissenschaftlichem Schwachsinn, auch Sexismus in seiner reinsten Form. Man stelle sich bitte einmal vor, der männliche Protagonist würde ähnliches über Frauen in einer populären Serie sagen! Ein tagelanger Twitter-Shitstorm wäre sicher!

    Nun kann man natürlich argumentieren, dass die Stella gar keine Identifikationsfigur irgendeiner Art sein soll. Kann durchaus sein, denn eigentlich kommen sowohl Männer und Frauen in der Serie schlecht weg:

    Ihr ältererer Kollege ist ein versoffener Waschlappen. Ihr jüngerer Kollege tumbes „Frischfleisch“. Der Psychopath ist ein Psychopath, eh klar. Dann wäre da das naive, aber auch gleichzeitig manipulative Teenager-Mädchen. Die Ehefrau mit Brett vorm Kopf, die das Offensichtliche nicht sehen kann und will. Die Frauen im Frauenhaus, die selbst mit massiver Überzahl einen einzelnen Mann nicht überwältigen können, als würden sie sich in ihrer Opfer-Rolle sogar wohlfühlen.

    Am Ende waren mir ironischerweise Paul Spector (!) und Katie Benedetto tatsächlich noch am sympathischsten. Imerhin haben beide jeweils eine Rechtfertigung für ihr Arschloch-Sein: Er ist krank und sie ist noch jung.

    Okay, das liest sich jetzt wie ein Verriss, ist es aber nicht. Die Serie ist sonst wirklich gut! 😉

    • singendelehrerin schreibt:

      Lieber Gleichstellungsbeauftragter ;), nur weil Stella Gibson die weibliche Hauptfigur ist, soll sie keine sexistischen Äußerungen machen? Du meinst mit „Protagonist“ hier wahrscheinlich die (vermeintliche) Identifikationsfigur – die darf nicht politisch unkorrekt sein? Wäre es ein Mann, gäbe es einen Shitstorm – I seriously doubt that. Denn es wird auch unglaublich VIEL Sexistisches von männlichen Charakteren über Frauen in Serien und Filmen vom Stapel gelassen! Klar, sind die einem dann meist auch in der Regel nicht sympathisch (oder es soll witzig sein), aber wenn ich mich nicht irre (ich schaue die Serie selber nicht), ist z. B. „Two and a half men“ ziemlich sexistisch gegenüber Frauen – und WAHNSINNIG erfolgreich. Da ist es OK, weil’s Comedy ist? Oder denk bitte an „Californication“ – Hank Moody ist sicher auch nicht „politically correct“.

      Gleichwohl stimmt es schon: so richtig sympathisch ist einem niemand (vielleicht noch am ehesten die Pathologin), ich finde das aber hier gar nicht störend, sondern gerade interessant.

      Nur hier stimme ich dir ganz und gar nicht zu, nämlich wenn es um die Frauen im Frauenhaus geht: „als würden sie sich in ihrer Opfer-Rolle sogar wohlfühlen.“ Hast du den Typen gesehen? Kannst DU dich in eine Frau hineinversetzen, die vielleicht in ihrem Leben immer wieder Gewalt von Männern erfahren hat? ICH nicht, aber ich weiß, dass mir DIESER Typ Angst machen würde, obwohl ich nie Gewalt am eigenen Leib erfahren habe, und dass ich absolut NULL Chance gegen den hätte. Gegen vermutlich jeden Mann. Denn da ich untrainiert bin, Männer aber von Haus aus mehr Kraft haben (ich seh das an meinem ebenfalls untrainierten Freund, der mich – im Spaß! – mit Leichtigkeit so festhalten kann, dass ich mich nicht befreien kann), bin ich immer unterlegen. Mit Selbstverteidigungstechniken kann das wieder eine andere Geschichte sein, aber ohne?

      • Libertarian Anonymous schreibt:

        „Two and a half men“ kenne ich nur teilweise, aber soweit ich mich erinnere, richten sich die dort vorkommenden, u.A. auch sexistischen Sprüche nicht nur gegen Frauen, sondern auch gegen Männer. Alan ist da ein beliebtes Ziel seiner Ex-Frau, Charlie und Alan von Berta…

        Und „Californication“… hm, also Hank Moody ist politisch unkorrekt, aber er ist KEIN Sexist! Er wertet Frauen nicht ab, verachten (wie Stella in „The Fall“ die Männer) tut er sie schon gar nicht! Er liebt sie… nur liebt er halt fast jede Frau, die ihm über den Weg läuft. 😉
        Auch wenn man genau hinschaut, wird man wohl keine Beispiel in der Serie finden, in dem er eine Frau respektlos behandelt oder ihre Naivität ausnutzt, indem er ihr irgendetwas vorspielt. Das geht schon deswegen nicht, weil ihm eigentlich alle ebenbürtig sind.

        Mit der Szene im Frauenhaus hast du insofern recht, als sie wohl tatsächlich realistisch ist, dass sie sich so hilflos verhalten. Trotzdem regt es auf, weil im sie im speziellen Fall so in der Überzahl sind, dass sie sich einfach nur wehren müssten.

  6. jacker schreibt:

    Ich like jetzt mal ungelesen. Ich hab so viel Zeugs auf der Watchlist, da brauch ich aktuell nur wenig Zuwachs 😉

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