Media Monday #209

Kennt ihr (v.a. diejenigen unter euch, die nicht mehr bei ihren Eltern leben) das auch? Ihr besucht eure Eltern und fühlt euch in einer völlig anderen Welt, fern von Arbeitsalltag, Film, Serien, der Bloggerwelt… So ging es mir dieses Wochenende. Ich habe mit zwei meiner Geschwister Musik gemacht, mit meinen Eltern Skat gespielt, mit meinem (80-jährigen!) Vater, meiner Schwester und ihrem jüngsten Sohn Tischtennis gespielt, war mit meiner Schwester laufen und habe viele, viele Seiten von Murakamis Norwegian Wood (Naokos Lächeln) gelesen, sodass ich nahe daran bin, mein erstes Buch auf meiner Liste der 5 Bücher für 2015 bereits abhaken zu können. Es war ein Stück weit wie Urlaub – und es fällt mir richtig schwer, wieder in den Alltag zurückzukehren. Da ich am heutigen Montag keinen Unterricht habe, tippe ich sogar den Media Monday auf dem Laptop meines Vaters ein.

Ganz exklusiv ist heute mein Film-Rätsel. Wer meinen Blog schon länger verfolgt, kennt vielleicht schon ein paar Zeichnungen bzw. Karikaturen meines Vaters (z. B. HIER und HIER). Nun bat ich ihn darum, mir eine Zeichnung für das heutige Rätsel zu erstellen, in ganz grober Anlehnung an die Bilder in Der ganze Film in 5 Sekunden. Da ich am Freitag nicht in der Sneak Preview war, handelt es sich diesmal nicht um einen hoch aktuellen (noch nicht mal angelaufenen Film), sondern um einen Film, den meine Familie sehr schätzt. Außerdem passt er zu diesem Wochenende, weil ich am Samstag ein Lied aus diesem Film solo in der Kirche gesungen habe. Wir haben beim gemeinsamen Überlegen, was in diese Zeichnung rein soll, gemerkt, wie schwierig es ist, den Plot so zu vereinfachen, dass man ihn in wenigen Bildern zeigen kann. Bin gespannt, wer den Film zuerst erkennt!

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

MEDIA MONDAY #209

1. Auffälligstes/ärgerlichstes Product-Placement der letzten Zeit sind die VWs, die in diversen Krimis (Wiener Tatort, schwedische Krimis) gefahren werden. Das ist allerdings eine Notantwort, weil mir eigentlich weniger die Product Placements auffallen, als die Versuche, Product Placement, insbesondere Google (und andere existierende Suchmaschinen), nicht bei deutschen Fernsehproduktionen zu verwenden. 

2. Michael Jackson wurde ja im Laufe der Jahre immer abgedrehter, schließlich hat er sich unzähligen „Schönheits“-OPs unterzogen und einen exzentrischen Lebensstil (Neverland Ranch, Affen, Sauerstoffzelt, etc) verfolgt. Schaut man sich allerdings einmal an, seit wann der Junge auf der Bühne stand und wie er vom Vater gedrillt worden ist, darf man sich eigentlich nicht mehr wundern, dass er kein „ganz normales“ Leben geführt hat. Er wird für mich immer der „King of Pop“ bleiben und sein Tod hat mich damals (2009) schwer getroffen. Andererseits hätte ich mir auch einen 70-jährigen Mr. Jackson nicht vorstellen können…

3. Man hat mich ja schon oft an Alkohol heranzuführen gesucht, aber seit meinem 17. Lebensjahr („offizielle“ Entscheidung gegen Alkohol, nachdem ich eh vorher schon immer von Mitschülern genervt worden bin, dass ich doch unbedingt Bier trinken müsse, sonst sei ich „kein richtiger Mensch“ (O-Ton!) Da ging der Gruppenzwang nach hinten los! 😉 ) hat es niemand geschafft. Es gibt klitzekleine Ausnahmen (z. B. ein Pflaumenwein beim Chinesen oder ein Amaretto beim Italiener), aber das kommt so ca. einmal im halben Jahr vor…

4. Charlize Theron als Imperator Furiosa ist für mich DIE Verkörperung einer Heldin/eines Helden, denn… ihr findet die Begründung in meiner aktuellen Blogparade zu den besten starken Frauenfiguren. Macht mit! 🙂

5. ____ scheint mir derzeit die besten/lohnenswertesten Serien zu produzieren, weil ____ . Klar werden hier bei den meisten sicher HBO und Netflix genannt, ich schaue aber Serien von so vielen verschiedenen Studios (neben den beiden genannten: Amazon Studios, AMC, BBC, iTV, to name but a few), dass ich mich hier nicht festlegen mag. 

6. Open Air Kinos zeigen leider zu selten Originalfassungen, weswegen ich leider auch erst zweimal im Kino, Mond und Sterne im Westpark (München) war, obwohl ich da von meinem Freund aus hinlaufen kann. Unvergessen allerdings bleibt die dortige Sichtung von The Fall (mit Lee Pace). Ich hatte den Film erst nur in – ähem – „Sicherungskopie“ von meinem Bruder gesehen. Diesen bildgewaltigen Film dann auf der großen Leinwand in diesem wunderbaren Ambiente mit richtig vielen Leuten (es war perfektes Wetter) zu sehen, war ein tolles Erlebnis – trotz Synchro. Wenn es das Wetter zulässt, sehe ich mir am 9. Juli vielleicht Whiplash (OmU!) dort an. 🙂

7. Zuletzt habe ich bis zu ca. zwei Drittel von Norwegian Wood gelesen und das war (und ist) ein wahrer Pageturner, weil die Charaktere und ihre Hintergrundgeschichten hoch interessant sind und ich die Dialoge großartig finde. 

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Media Monday abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

15 Antworten zu Media Monday #209

  1. KirstenSE schreibt:

    Das bei den Eltern kommt mir bekannt vor! 🙂
    Diesmal wusste ich sofort, um welchen Film es sich handelt, sehr gute Plotdarstellung! Auf den Namen bin ich nicht sofort gekommen, da musste IMDB helfen. Das ist der Film, indem Michael Nyquist einen gefeierten Dirigenten spielt, der sich eine Auszeit in der Schwedischen Heimat (aus gesundheisgründen) gönnt und dort den Kirchenchor leitet. Natürlich verliebt er sich auch und am Ende gibt es ein Konzert in Österreich. Der Film heißt „Wie im Himmel“

  2. Nummer Neun schreibt:

    Ja das Gefühl bei den Eltern kenne ich 🙂 Das ist immer mal ganz schön, so im „früher“ zu schweben, aber nach ein paar Tagen ist es dann auch mal wieder gut 😉

    • singendelehrerin schreibt:

      Normalerweise tritt bei mir dieses Gefühl – „so, jetzt ist es aber auch wieder gut – ich will heim“ – oft viel eher ein, aber diesmal hatte ich offensichtlich so diese Auszeit gebraucht, dass es mich gar nicht so sehr nach München zurückgetrieben hat…

  3. pimalrquadrat schreibt:

    Die Einstellung zum Thema Alkohol kenne und teile ich, auch wenn es bei mir eher der Ouzo beim Griechen ist. 😀
    Genieß den freien Montag! 🙂

  4. bullion schreibt:

    Das Gefühl, das du beschreibst, kenne ich tatsächlich – wenn auch anders. Da ich immer in unmittelbarer Nähe meiner Eltern wohnte, waren es immer eher spontane Ausflüge, und man ist mal für 1-3 Stunden aus dem Alltag abgetaucht. Nach dem Tod meines Vaters hat sich das aber ziemlich verändert, da auch das Haus verkauft wurde, viel gearbeitet werden musste usw. Heute gibt es das klassische „zu Hause der Kindheit“ nicht mehr, was einerseits schade ist, aber wohl auch der Weg der Dinge…

    Zu den Antworten: Ich hätte ja wetten können du nimmst auch Buffy! Aber anscheinend bist du noch so im Furiosa-Taumel. Auch schön… 🙂

    • singendelehrerin schreibt:

      Oh, das ist ja traurig, dass dein Vater schon tot ist und es auch das Haus, in dem du aufgewachsen bist, nicht mehr in der Form gibt.
      Meine Schwester wohnt mit ihrer Familie ja auf demselben Grundstück, sodass es bei ihr eher so ist, dass es für sie eine Auszeit ist, mal wegzufahren – ohne unsere Eltern (und inzwischen auch: ohne ihre Kinder 😉 ).

      Ja, natürlich habe ich auch an Buffy gedacht! 😉 Im Grunde genommen habe ich halt die Nummer Eins aus meiner Blogparaden-Liste genommen… Buffy oder Ripley hätten genauso gepasst. Ist halt immer schwierig, wenn man nur EINE Person nennen kann. Immerhin scheinen sich doch etliche für HeldINNEN entschieden zu haben, wär nur schön, wenn auch noch ein paar Leute bei der dazu passenden Blogparade mitmachen würden… *winkmitdemzaunpfahl*

      • bullion schreibt:

        Wir wohnen zurzeit noch bei den Schwiegereltern im Haus, d.h. für uns (und speziell die Kids) wird es auch seltsam werden, wenn wir dann Ende des Jahres von Oma und Opa wegziehen…

        Tjaha, deine Blogparade habe ich natürlich nicht vergessen. Nur habe ich eh noch so 4-6 Blogparaden/Stöckchen/Awards, die sich tummeln – und ich komme einfach nicht dazu. Bis Juli sollte ich es aber schaffen… 😉

  5. Gloria Manderfeld schreibt:

    Den 70-jährigen Michael Jackson würde ich mir nichtmal vorstellen *wollen* – dennoch ist es schade, dass er so früh gestorben ist, denn seine Musik und auch seine exzentrische Art waren für mich einer der Glanzpunkte meiner Jugendzeit – den fand ich einfach immer toll 🙂 auch das ist so ein ‚in früher abtauchen‘-Gefühl.

    • singendelehrerin schreibt:

      Richtig, sobald ein MJ-Song im Radio läuft, fühle ich mich um Jahre in die Vergangenheit zurücktransportiert! 🙂 Mit meinem neuen Gesangsensemble werden wir hoffentlich auch endlich mal „Man in the Mirror“ zur Aufführung bringen. 🙂 Hast du MJ auch mal bei einem Konzert erlebt?

  6. jacker schreibt:

    Oh, THE FALL im Freiluft-Kino, das muss ja ein tolles Erlebnis gewesen sein – träumerischer Film in träumerischer Atmosphäre 🙂

    • singendelehrerin schreibt:

      Absolut! 🙂

      Ach, da fällt mir ein, dass ich ja noch einmal in einem kleinen, aber feinen Freiluft-Kino auf Santorin war. Da lief (ist ’ne „Weile“ her) „The English Patient“ – wow, war das schön in der lauen Inselluft, mit kleinen Lämpchen auf Beistelltischchen… Und vorher lief als Musik Pat Metheny – völlig unerwartet, denn ich hatte noch NIE irgendwo als Backgroundmusik Pat Metheny laufen hören. Ein perfekter Kinoabend! 🙂

  7. Schlopsi schreibt:

    Die BBC hat immer schon gute Serien gemacht, aber derzeit legt sie mächtig nach. Da kommt man ja kaum noch hinterher!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s