Media Monday #206

So, Ferien vorbei 😦 – aber Fachabitur noch nicht ganz fertig korrigiert… :-/ Das wird sich aber am morgigen bzw. heutigen Montag ändern – noch sieben Compositions, das kriege ich hin. 🙂 Damit ich dabei nicht so abgelenkt werde, beantworte ich die Fragen des heutigen Media Monday geschwind noch vor dem Zubettgehen.

Doch zuerst das heutige Rätsel:

MediaMonday206

 

1. James McAvoy hätte ja spätestens für seine Darstellung als Bruce Robertson in Filth einen Haufen Preise verdient, denn seine Performance in diesem Do-Not-Feel-Good-Film nach dem gleichnamigen Buch von Irvine Welsh (bekannt auch durch Trainspotting) ist so erschreckend „dreckig‟ (deutscher Titel: Drecksau), er schafft es, sich in einem Moment wie ein totales Arschloch aufzuführen und im nächsten Moment absolut verletzlich und verzweifelt zu wirken. Immerhin hat er den schottischen BAFTA dafür gewonnen, aber dass er weder bei den Globes noch für einen Oscar nominiert war, ist schon bedauerlich. (Ich musste irgendwie meinen „Schatz‟ nehmen, auch wenn hier natürlich auch Leonardo DiCaprio genannt werden muss, frühestens für Gilbert Grape, spätestens für The Departed oder Blood Diamond.)

2. Bei Filmen in historischem Kontext, darf es lieber frei interpretiert sein oder möglichst akkurat und reell?
Puh, das kommt ganz auf die Epoche und das Anliegen dahinter an. So bin ich bei Filmen, die in der Antike oder im Mittelalter spielen, relativ kulant, wenn die Atmosphäre gut rübergebracht wird. Trotzdem lege ich auch da dann noch Wert darauf, dass die Sprache z. B. einigermaßen zur Ära passt. Nun ja, sie müssen nicht lateinisch reden, aber es sollten halt keine Begriffe auftauchen, bei denen man sofort zusammenzuckt – es sei denn, es handelt sich um eine Parodie. Was mich zum Anliegen führt: ein Film über eine weltweit bekannte Person, der sich den Anstrich einer echten Biografie gibt, sollte dann schon auch möglichst authentisch sein und zumindest der Person gerecht werden. Bei einem Film wie JFK jedoch finde ich die Mischung aus Realität und Spekulation spannend. Bei Komödien oder Parodien werden natürlich andere Maßstäbe angelegt, ähm, also, das heißt, im Grunde genommen keine. 😉

3. Tolkien erschuf Fantasy-Settings, die durch seine detaillierten Beschreibungen von Landschaften und Kreaturen, das Erfinden von verschiedenen Sprachen bis hin zu einer Art Schöpfungsgeschichte diese Welt Mittelerde greifbar nah erscheinen lässt.

4. Der spannendste Kriminalfall – ob im Film oder in Serie – wird definitiv nicht beim Tatort gezeigt (wie es der gestrige Wiener Tatort (Gier) mal wieder bewiesen hat :-/ – und ich mal eigentlich dieses Ermittlerteam!).

5. Melissa McCarthy spielt ja sonst eher komödiantische, immer wieder ins Lächerliche gehende Rollen, aber als Sookie in Gilmore Girls und Maggie in St. Vincent durfte sie weitaus mehr zeigen und einfach eine normale Frau von nebenan sein, nicht die „witzige Dicke‟. Ich finde es absolut bedauernswert, dass übergewichtige Frauen wie Melissa in Hollywood so gut wie ausschließlich zum comic relief eingesetzt werden und wünsche ihr von Herzen mehr echte Charakterrollen.

6. Unvergessen, wie die Feder zu Beginn und am Ende in Forrest Gump durch die Lüfte fliegt, denn das sind – in der Kombination mit dem wunderschönen Main Theme von Alan Silvestri – Szenen, die sich für ewig in mein Herz eingebrannt haben. (Ich kann es kaum glauben, dass die Originalszene mit Originalmusik nicht auf Youtube zu finden ist, dafür gibt es Leute, die das Intro neu vertont haben – WhyTF would you want to do that???)

7. Schon witzig, wie in Filmen, die erst ein paar Jahre alt sind, oft Anspielungen an alte Klassiker oder Popkulturphänomene enthalten sind, die das junge Publikum oft nicht versteht (von euch BloggerInnen natürlich abgesehen 😉 ). Immer wieder herrlich zu erleben, wie sich meine Begleitung und ich im Kino ausschütten vor Lachen, während andere sich verständnislos zu uns umdrehen … 😀

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19 Antworten zu Media Monday #206

  1. einjohannes schreibt:

    Ich drehe mich ganz und gar nicht verstaendlos um. Ich frage mich in so Situationen eher: „Moment. Was hast du da gerade nicht kapiert?“ 😉
    Der spannendste Kriminalfall fuer mich war der Mord an Monks Frau. Vor allem deswegen, weil ja bis zum Schluss nicht klar ist, ob er es schafft, den aufzuklaeren (wenn mich auch die Aufloesung etwas enttaeuscht hat)
    Wuensche erfolgreiches korrigieren und eine gute Woche!

    • singendelehrerin schreibt:

      Ähem, noch ein blinder Fleck: „Monk“. :-/ Aber immerhin habe ich neulich die erste Staffel bei einer Freundin im Regal stehen sehen und sie mir gleich mal ausgeliehen. Danke für die guten Wünsche – und Gruß nach Shanghai! 🙂

      • einjohannes schreibt:

        Dankeschön 🙂 ich glaube Monk ist auch so ne Serie die du entweder liebst, oder dir sparen kannst. Allzu viel charakterliche Entwicklung gibt’s da nicht 😉 (Das Titellied ist aber einsame Spitze. Randy Newman kann’s halt)

  2. ginadieuarmstark schreibt:

    Und die 1 haben wir mal wieder fast gleich beantwortet 😀

  3. bullion schreibt:

    Puh, schwieriges Rätsel heute. Da komme ich so spontan noch nicht drauf…

    Bei der ersten Frage habe ich dafür Leonardo DiCaprio genannt. Also alles gut. Somit sorgst du immerhin für Abwechslung… 😉

    Bzgl. des Alan Silvestri-Scores: Vielleicht ist die Verleihfirma drastisch dahinterher, dass die Originalszene nicht eingestellt wird? Ich finde sie auf jeden Fall auch perfekt!

    • singendelehrerin schreibt:

      Bzgl. „Forrest Gump“: Das kann natürlich auch sein.

      Ich schätze auch, dass Leo eh häufig genug genannt wird! 😉

      Zum Rätsel: Tja, ich hätte es auch viel leichter machen können. 😉 Wobei das eh ein Film ist, von dem ich vorher noch gar nichts gehört hatte, keinen Trailer gesehen hatte, obwohl er bald anläuft.

  4. pimalrquadrat schreibt:

    @Tolkien: Genau! 🙂
    Mit Melissa McCarthy werd ich ganz und gar nicht warm. Ich finde Mike&Molly einfach nur schrecklich und witzlos, und das, was ich von ihren anderen Rollen bisher in Trailern gesehen habe… Irgendwie wird hier tatsächlich zwnaghaft versucht, sie in eine witzige Rolle zu drängen (vielleicht sucht sie das auch selbst?), obwohl sie nicht wirklich witzig ist und sich Dickenwitze für mich bereis mit Kevin James erledigt haben.

    • singendelehrerin schreibt:

      Ich mag Melissa schon, weil ich sie eben durch „Gilmore Girls“ kennen- und liebengelernt habe. Ich glaube nicht, dass sie diese Rollen selbst sucht, sondern denke eher, dass sie nehmen muss, was ihr angeboten wird. Immerhin ist sie durch diese Rollen richtig bekannt geworden und hat schon mit tollen Leuten zusammengespielt, und sie hat jetzt ja auch schon richtiggehende Hauptrollen bekommen. Klar, dass sie da zu den Angeboten erstmal nicht nein sagt. „Mike&Molly“ hab ich eh nie gesehen…

      Dass dir meine Antwort zu 3. gefällt, war eh klar! 🙂

      • pimalrquadrat schreibt:

        Wie gesagt, das weiß ich halt nicht. Und ja, es kann durchaus sein, dass ihr gar nicht so viele Rollen offenstehen, wenn man bedenkt, wie sehr Hollywood auf das Äußere achtet und da ziemlich sexistisch ist. Dass die sich damit ins eigene Bein schießen, scheinen sie nicht wirklich zu merken…

  5. jacker schreibt:

    Dann freue ich mich ja, dass ich gestern den TATORT ausgelassen und stattdessen auf Netflix den grandiosen THE ONE I LOVE geschaut habe! Empfehlenswert!

    Ich habe in Hollywood eh das Gefühl, dass dicke (auch Männer) komplett auf Comedy festgenagelt sind. Ziemlich matt! Allerdings war McCarthy in ST VINCENT wirklich gut und hat auch mich überzeugt. Sonst kenn ich wenig, fand sie aber meist recht überzogen. Ernst steht ihr besser..

    • singendelehrerin schreibt:

      Du hast schon recht, dass das für Männer, die RICHTIG dick sind, auch gilt. Wobei ein Philip Seymour Hoffman ja irgendwann auch ganz schön „beleibt“ war – der hat aber eine grandiose Charakterrolle nach der anderen hingelegt. Gut, aber vielleicht ist es auch anders, wenn man erst schlank war und dann immer mehr zulegt…

      Schön, dass Melissa dir in „St. Vincent“ auch so gut gefallen hat! 🙂

  6. olivesunshine91 schreibt:

    Bei Melissa McCarthy sehe ich das ganz ähnlich – Frau Margarethe hat dazu auch vor einigen Tagen eine Diskussion geöffnet. Ich finds genauso schade wie du, dass sie sich scheinbar irgendwie unter Wert verkauft und diese charakterlosen Figuren spielt.

    Bei deinem Rätsel weiß ich echt so gar nicht weiter – ich hab das Gefühl, mir liegt’s auf der Zunge 😀 Aber es fällt mir nicht ein.

  7. singendelehrerin schreibt:

    Kleiner Tipp fürs Rätsel: Wenn man einen der Begriffe ins Englische übersetzt und ein Adjektiv davor setzt, wird ein Liedtitel daraus!

  8. mwj schreibt:

    Love and Mercy

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