Stöckchen: Hochgradig überfällige Buchverfilmungen

Bullion hat mir freundlicherweise ein Stöckchen zugeworfen, das ihm von verschiedenen Bloggern zugedacht worden war. Ausgedacht hatte sich das Ganze MaGo-Filmtipps. Ich soll nun also drei Buchtitel nennen, die schnellstmöglich verfilmt werden sollten.

Ich habe mir zugegebenermaßen nicht gerade leicht zu verfilmende Werke ausgesucht, die alle fantastische oder SF-Elemente haben, die aber mit heutiger Technik eigentlich verfilmbar sein sollten.

Thursday Next-Reihe (Jasper Fforde)

Quelle: wiki.uiowa.edu

Fangen wir doch mit The Eyre Affair an. In Ffordes Welt hat Literatur (im Jahre 1985) einen unglaublich hohen Stellenwert, führt England seit 100 Jahren Krieg auf der Krim, gibt es Vampire und Werwölfe, kann man Zeitreisen durchführen und sich in Bücher einschleichen. Es gibt, u.a., extra Polizei-Spezialeinheiten für Zeitreisen (ChronoGuard) und Literatur (LiteraTecs). Thursday Next gehört zu den LiteraTecs und gerät bei ihren Ermittlungen u.a. in das Buch Jane Eyre, dessen Ende sie ändert… Die Reihe um Thursday Next ist so hoch komplex, dass es schwierig ist, das in aller Kürze darzustellen. Ach, vielleicht ist Ffordes Welt dann doch unverfilmbar. Spannend fände ich es trotzdem…

1Q84 (Haruki Murakami)

Quelle: exorcising-ghosts.co.uk 

Wieder geht es um eine Parallelwelt: Irgendetwas passt nicht an diesem Tokio des Jahres 1984 – die Auftragsmörderin (im „Hauptberuf‟ Fitnesstrainerin) Aomame entdeckt eines Nachts einen zweiten Mond, den aber außer ihr niemand wahrnimmt. Tengo, ein Autor (im Hauptberuf Mathematiklehrer), bemerkt diese Veränderung auch. In den drei Büchern geht es nun – sehr verkürzt dargestellt – darum, wie die beiden Protagonisten (in Buch 1 noch völlig voneinander getrennt) sich einander annähern und um die „Aufklärung‟, was es mit dieser Parallelwelt auf sich hat. Eine komplette Zusammenfassung des Inhalts ist auch hier nahezu unmöglich, so vielschichtig ist dieses Werk. Ich weise auf Miss Booleanas Kritiken an dieser Stelle hin: Buch 1, Buch 2 und Buch 3.

The Left Hand of Darkness (Ursula K. LeGuin)

Ursula K. LeGuin ist wohl bei vielen für ihren Earthsea-Zyklus bekannt, für mich war jedoch dieses Buch mein erstes (und bisher einziges), das ich von ihr gelesen habe. Es stammt aus dem Hainish-Zyklus, empfohlen wurde es mir von Freunden meiner amerikanischen Freundin Ruth (, die jetzt Mitte 80 ist). Wir befinden uns auf dem Planeten Winter (Gethen), auf dem alle Menschen „ambisexual‟ sind, d.h. sie haben, bis auf einmal im Monat, kein Geschlecht. Nur wenn sie in die Phase des „kemmer‟ eintreten, nehmen sie weibliche oder männliche Attribute an, je nachdem, was sozusagen gerade „passt‟, und haben dann auch sexuelle Kontakte. Damit muss der Abgesandte des „Ekumen‟, einem Zusammenschluss von 83 Welten/Planeten, der ein Mann von der Erde ist, erstmal klarkommen bei seinen Bemühungen, die politische Führung von Gethen davon zu überzeugen, dass sie dem Ekumen beitreten sollen.

Ich finde die Prämisse, dass die Bevölkerung dieses Planeten beide Geschlechter annehmen kann und aber die meiste Zeit quasi asexuell ist, äußerst spannend. Dies filmisch umgesetzt zu sehen, wäre schon reizvoll.

Immerhin wird es auf BBC Radio 4 eine zweiteilige Adaption (erster Teil nächsten Sonntag) zu hören geben, u. a. mit Louise Brealey (Sherlock) und Toby Jones.

Ach so, und jetzt muss ich ja weitere Blogger nominieren (puh, hab absolut keinen Überblick, wer schon alles nominiert worden ist):

Miss Booleana (was meinst du zu 1Q84? 😉 )

schauwerte (weil du’s bist 😉 )

pimalrquadrat (für dich alte Leseratte ist das doch perfekt! 🙂 )

Jacker (das wird schön ausführlich… 😉 )

hemator (bist ja mit deiner Marvel-Musik-Reihe durch… 😉 )

 

 

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8 Antworten zu Stöckchen: Hochgradig überfällige Buchverfilmungen

  1. Libertarian Anonymous schreibt:

    Eine Verfilmung von „Brave New World“ wäre mal was…

    Es gibt zwar viele SF-Filme, die irgendwelche Elemente davon aufgreifen, aber m.W. keine (bekannte) Verfilmung.

    • Ma-Go Filmtipps schreibt:

      „Bekannte“ Verfilmungen existieren tatsächlich nicht. Wenn ich es richtig im Kopf habe, war mal eine Verfilmung von Ridley Scott im Gespräch. Keine Ahnung was daraus eigentlich geworden ist. Aber auf jeden Fall würde ich mich auch über eine Verfilmung der schönen neuen Welt freuen 🙂

  2. Ma-Go Filmtipps schreibt:

    Hey! Schön, dass du mitgemacht hast! Wenn du Zeit und Lust hast, darfst du gerne deinen Artikel unter meinem Ausgangsbeitrag als Kommentar verlinken. Ich versuche dort nämlich die Artikel (möglichst) aller Teilnehmer zu sammeln. https://magofilmtipps.wordpress.com/2015/04/02/blog-parade-hochgradig-uberfallige-buchverfilmungen/

  3. pimalrquadrat schreibt:

    Oui, um den Murakami bin ich eine ganze Weile herumgeschlichen, und habe ihn nie gekauft. Jetzt hast du meine Neugierde wieder geweckt. 😀
    Leider kenne ich die anderen Bücher gar nicht, und habe von LeGuin nur Erdsee gelesen, vor vielen, vielen Jahren.

    Danke für die Nominierung, aber ich kann schon jetzt sagen, dass ich absolut unverfilmbare Bücher wählen werde. :mrgreen:

  4. Miss Booleana schreibt:

    Volle Zustimmung bei 1Q84 – ich wurde schon getaggt und habe mir Gedanken dazu gemacht und das Buch steht auch auf meiner Liste. Jetzt müsste ich nur mal einen Beitrag dazu schreiben, der kommt. Also ein großes Dankeschön fürs taggen und die Verlinkungen!
    Ich kann noch nicht genau in Worte fassen warum, aber ich denke die würden sich wirklich gut für eine Verfilmung eignen. 😀

    The Left Hand of Darkness – hat ja eine sehr interessante Grundprämisse! Kommt auf die To-Read-Liste 🙂

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