Media Monday #197

Ein Ostern, an dem es schneit und graupelt – perfekt zum Korrigieren und für den Media Monday!

1. Bei Comic-Verfilmungen sehe ich ja gerne über manches unlogische Detail hinweg, allerdings fand ich es extrem unwahrscheinlich, dass nach dem Showdown zwischen Superman und General Zod in Man of Steel, der die ganze Stadt in Schutt und Asche gelegt hat, zufälligerweise das Ganze da endet, wo sofort Lois Lane auftauchen kann, um Superman zu küssen…

2. Selbstjustiz in Filmen/Serien lehne ich meistens vehement ab, es sei denn, es handelt sich um asiatische Filme, Shakespeare, Settings, in denen jeder für sich kämpfen muss (The Walking Dead, Fantasy-/Mittelalter-Settings, Western, u.a.) oder Quentin Tarantino.

3. Das Durchbrechen der vierten Wand – die direkte Ansprache des Publikums/Lesers – fand ich in dem Tatort „Im Schmerz geboren‟ außerordentlich gut gelungen – es erinnerte an eine Mischung aus Shakespeare und antikem Theater. Siehe Media Monday #172! Auch in House of Cards finde ich dieses Stilmittel super eingesetzt! Es kommt einfach auf die Umsetzung an.

4. Filme, die an bestimmten Feiertagen spielen, beäuge ich meistens zunächst kritisch, weil ich fürchte, es könnte – etwa an Weihnachten oder Silvester – zu kitschig werden. Trotzdem ist aber Love Actually einer meiner Lieblingsweihnachtsfilme! Und dann gibt es ja noch die Filme, die bewusst das Weihnachtsfest „zerstören‟ (Tödliche Weihnachten, Stirb Langsam…) – das macht dann schon Spaß! 😀

5. Reale Figuren in fiktive Geschichten einzubeziehen ist eine Gratwanderung. Auch wenn ich für Meinungsfreiheit bin, halte ich z. B. die Idee, den „realen‟ Kim Jong-Un in The Interview umbringen zu lassen, schon für grenzwertig – und habe dies auch hier schon diskutiert. (Den Film habe ich allerdings nicht gesehen.)

6. Die freien Tage habe ich genutzt, um auszuschlafen, meinen Blog zu füttern bzw. mir neue Ideen dafür zu notieren, und zu korrigieren (einige Ergebnisse gibt es HIER und HIER).

7. Zuletzt gesehen habe ich Folgen von Justified und New Girl (jeweils Season 3) und das war unterhaltsam, weil mir beide Serien einfach sehr gut gefallen, und zwar neben den Hauptfiguren Marshal Raylan Givens (Timothy Olyphant in Justified), Jess Day (Zooey Deschanel) und Nick Miller (Jake Hohnson, beide in New Girl), auch die Nebenfiguren aus beiden Serien, wobei Boyd Crowder (Walton Goggins) und Dickie Bennett (Jeremy Davies) da schon besonders herausstechen.

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17 Antworten zu Media Monday #197

  1. Stepnwolf schreibt:

    Es geht nichts über Boyd Crowder. Eine geniale Serienfigur, die in den folgenden Staffeln (du bist ja noch nicht so weit) noch vielschichtiger wird. 🙂

  2. hemator schreibt:

    Ach, bei „Man of Steel“ ist so viel verkehrt, dass ich gerade dieses eine Logikproblem mich verhältnismäßig wenig stört. Viel schlimmer finde ich, dass die Beziehung zwischen Superman und Lois praktisch keine Grundlage hat und dass es zwischen den beiden Figuren keinerlei Chemie gibt.

    • singendelehrerin schreibt:

      Du hast natürlich Recht, dass bei dem Film viel mehr nicht stimmig ist. Ich fand ja genauso, dass keine Chemie zwischen den beiden da war – das ganze Kino hat gelacht, als sie sich geküsst haben!

  3. pimalrquadrat schreibt:

    Yay, „Love Actually“, DER Weihnachtsfilm schlechthin! 🙂

    Selbstjustiz, realistisch betrachtet, ein schlechtes Konzept, in Serien aber doch manchmal auf erschreckende Art befriedigend. Nicht zuletzt deshalb, weil hier eben doch die Rollen klarer verteilt sind zwischen Gut und Böse, und auch, weil im echten Leben leider viel zu selten diejenigen bestraft werden, die es auch verdienen würden.

    • singendelehrerin schreibt:

      „weil im echten Leben leider viel zu selten diejenigen bestraft werden, die es auch verdienen würden.“

      Aber was lernen wir daraus? Im Fernsehen geht’s gerechter zu? Eine gewagte These, wenn ich mir z. B. ansehe, dass in „John Wick“ (Film mit Keanu Reeves) an die 80 Leute sterben müssen – wegen eines Hundes! Sicher, das sind alles irgendwie Schurken, aber wirklich verantwortlich dafür waren ja nur eine Hand voll Leute…

      Aber ich weiß schon, was du meinst…

      • pimalrquadrat schreibt:

        Ja, nein, natürlich hast du recht, das Fernsehen ist alles andere als gerecht. Und dein Beispiel zeigt ja auch, warum Selbstjustiz nicht funktioniert, weil sie keine Grenzen kennt und nur in einer Eskalation der Gewalt mündet.

  4. bullion schreibt:

    Wenn du jetzt immer so viel über „New Girl“ schreibst, bekomme ich auch richtig Lust weiterzuschauen. Mensch, dabei ist die 3. Staffel noch verhältnismäßig teuer. Hmm. Und „Justified“ will ich auch noch sehen. Ganz unbedingt.

    • singendelehrerin schreibt:

      Sag mal, hast du nicht Amazon Prime? Oder hast du nur den Probemonat gemacht? „New Girl“ gibt’s da auf jeden Fall inkl. der 3. Season und von „Justified“ vier Staffeln. Aber ich meine mich zu erinnern, dass du nicht so gut mit Streaming fährst. Bei uns läuft das inzwischen richtig gut.

  5. Schlopsi schreibt:

    Darf ich fragen warum Selbstjustiz für dich in asiatischen Filmen okay ist? (Finde die Thematik dort IMMER besser umgesetzt, als in westlichen Filmen…)
    Einfach weil es dort krasser zur Sache geht oder weil sie fast immer zumindest zum nachdenken anregen? Würde mich mal interessieren. 🙂

    • singendelehrerin schreibt:

      Puh, Mist, hätte ich mir ja denken können, dass da jemand nachfragt (und du sowieso)… 😉

      Es fällt mir etwas schwer, das zu genau zu benennen. Zum einen: ja, es geht meistens krasser zur Sache, aber gleichzeitig scheinen mir die Rachegefühle aber oft auch besser nachvollziehbar. Außerdem geht es ja vielfach auch für den Rächer nicht unbedingt positiv aus, wodurch auch gezeigt wird, dass Rache zu einem nicht enden wollenden Kreislauf führt. Ich werde nochmal ausführlicher dazu Stellung nehmen, wenn ich mir die Rachetrilogie von Chan-wook Park, die noch in Originalverpackung hier rumliegt, reingezogen habe! 😉 Hmm, wär auch mal was für die Freitagsfrage… 🙂

  6. Hylia schreibt:

    1. Ich frage mich eher, wieso man sich so einen Film überhaupt anschaut xD

  7. Libertarian Anonymous schreibt:

    3. In „Funny Games“ (zumindest das Ösi-Original, das US-Remake kenne ich nicht) gibt es das auch. Übrigens ein sehr krasser Film. Schon mal gesehen?

    Was mir dabei gerade einfällt: Abgesehen von der von „Friends“ inspirierten Liste wäre auch eine Aufzählung der furcherregendsten Serienmörder aus Filmen/Serien eine Blogparade wert… 😉

    • singendelehrerin schreibt:

      „Funny Games“ hab ich tatsächlich nie gesehen, glaube ich. Der Film wurde aber zwei Mal bei den Filmen, die man kein zweites Mal sehen möchte (meine Blogparade „Einmal und nie wieder“), von daher weiß ich nicht recht, ob ich ihn überhaupt EINmal sehen will…

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