Media Monday (on Tuesday) #193

Kurze Nacht von Sonntag auf Montag, aufziehende Erkältung, viel Arbeit für die Schule… Irgendwie hab ich’s gestern nicht geschafft, den Media Monday unterzubringen. Viel Arbeit gibt es immer noch, die Erkältung ist jetzt definitiv in voller Pracht angekommen – aber immerhin habe ich etwas besser (und länger) geschlafen, also liefere ich heute meine Antworten nach.

1. Wenn einer eine Reise tut: Abenteuerfilme, in deren Verlauf der Protagonist die halbe Welt bereist, interessieren mich nicht (mehr) so besonders. Man könnte eventuell Hector and the Search for Happiness als Gegenbeispiel nennen, der mir ganz gut gefallen hat, aber das ist ja eher ein Selbstfindungstrip und kein Abenteuerfilm.

2. Mystery schön und gut, aber LOST übertrieb es mit der Geheimniskrämerei und den Rätseln dermaßen, dass ich irgendwann aus der Serie ausgestiegen bin. (Ja, ich weiß, nicht besonders originell…)

3. Die wohl ungewöhnlichsten, einfallsreichsten und einzigartigsten (OK, das ist sprachlich eigentlich nicht ganz korrekt…) Serienepisoden sind die folgenden aus Buffy the Vampire Slayer: „Hush‟ (S4 Ep.10: da alle in Sunnydale ihre Stimme „gestohlen‟ bekommen, gibt es in 80% der Folge keinen Dialog – dafür die absolut creepy Dämonen The Gentlemen), „The Body‟ (S5 Ep. 16: Buffys Mutter stirbt, es gibt keinerlei Score, die Bilder geben die Gemütslage aller, insbesondere von Buffy, Willow und Dawn, zum Greifen nahe wieder) und natürlich „Once more, with feeling‟ (S6 Ep. 7: die Musical-Folge, in der unglaublich viel zu Tage gefördert wird, was unter der Oberfläche der Scooby Gang verborgen war). Interessanterweise sind das auch die drei Folgen, die auf IMDb die höchsten Wertungen haben. Ich hab aber nicht gespickt! 😉

4. Adaptionen haben ja gemeinhin nicht den besten Ruf, doch im Falle der Buchadaption von Cloud Atlas gefällt mir die (filmische) (Neu)interpretation noch weit besser als die Vorlage, denn mir hat es tatsächlich besser gefallen, dass die einzelnen zeitlichen Ebenen im Film vermischt waren, was zwar auch ab und zu verwirrend war, aber ich habe so den roten Faden besser wahrgenommen als im Buch. Außerdem war der Film emotional packender und durch Kürzungen wurden die Geschichten prägnanter.

5. Fadenscheinigstes Plot Device – auch MacGuffin genannt – ____ . Keine Ahnung! Musste erstmal den Begriff googeln, will aber jetzt auch nicht irgendein Beispiel abschreiben…

6. Star Trek: The Next Generation (die ersten Staffeln) als Film/Serie/Buch ist erschreckend schlecht gealtert, denn es fällt mir tatsächlich schwer, die ersten Staffeln, u.a. aufgrund der schrecklichen Uniformen, insbesondere der Frauen, noch ernstzunehmen. Und das finde ich wirklich erschreckend, weil ich durch ST:TNG zum (moderaten) Trekkie geworden bin und Captain Picard (Patrick Stewart) mein Lieblingscaptain ist.

SL und Sir Patrick Stewart

7. Zuletzt gesehen habe ich die ersten drei Folgen von Broadchurch mit David Tennant und das war großartig, weil mich die Serie sofort gepackt hat: Emotionen, Charaktere, Landschaft – mal wieder britisches Fernsehen at its best!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Media Monday abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

16 Antworten zu Media Monday (on Tuesday) #193

  1. filmschrott schreibt:

    Ich wollte das Buch zu Cloud Atlas ja eigentlich irgendwann mal lesen, aber jetzt bin ich doch eher abgeneigt, wenn die Geschichten einfach nach und nach erzählt werden. Gerade diese Sprünge fand ich so interessant im Film.

    Broadchurch hab ich auch vor Kurzem angefangen und finde es ebenfalls hervorragend. Zum Glück hab ich nicht den Fehler gemacht, vorher Gracepoint zu gucken, was ich ursprünglich mal vorhatte, bis ich dann im letzten Moment gelesen habe, dass das nur ein Remake von Broadchurch ist.

    • singendelehrerin schreibt:

      Zum Buch: Es fängt mit der ältesten Geschichte an, die aber jeweils nicht bis zum Ende erzählt wird, und dann geht es – nach der jüngsten (also derjenigen, die am entferntesten in der Zukunft spielt) – wieder zurück, und es werden in umgekehrter Reihenfolge die angefangenen Geschichten zu Ende erzählt. Bäh, ich kann das gerade nicht gut erklären…

      Argh, ein Remake in Kalifornien, aber auch mit David Tennant! Wie blöd ist das denn…

      • filmschrott schreibt:

        Okay, scheint zwar nicht direkt chronologisch zu sein, aber klingt nicht wirklich gut. Bleib ich lieber beim Film.

        Ja, ich dachte auch nur „Was solld er Quatsch denn?“, als ich das gelesen habe. Ich hatte auch mal mit jemandem (Viola von Mind Palace glaube ich) drüber diskutiert. Die hat das Remake angeguckt und meinte, dass es tatsächlich einfach 1 zu 1 übernommen wurde. Gleiche Handlung, gleiche Dialoge und auch noch Tenant in der selben Rolle. Ist doch völlig hirnlos.

  2. pimalrquadrat schreibt:

    Ich hatte ja zuerst das Buch auf Englisch gelesen und richtiggehend verschlungen, aht mir sehr gut gefallen. Als ich dann den Film sah, fand ich den auch sehr gut umgesetzt (natürlich mit einigen Veränderungen, aber gut), habe aber gemerkt, wie meine Eltern, die das Buch nicht kannten, Schwierigkeiten mit der Handlung hatten. Vermutlich wird der Film durch mehrfaches Sehen noch einmal besser.

  3. Libertarian Anonymous schreibt:

    Das mit den Kostümen von ST:TNG verstehe ich nicht… mir haben die Outfits von Deanna Troi immer ganz gut gefallen. 😉

  4. bullion schreibt:

    Hehe, das war ja klar, dass du die berühmtesten „Buffy“-Folgen nennst. Toll! Alle drei auf ihre Art und Weise großartig. „The Body“ hatte mich damals so bewegt, wie wohl selten eine TV-Episode danach.

    Patrick Stewart ist auch toll! Schönes Bild! 🙂

    • singendelehrerin schreibt:

      „Buffy“: Musste sein! 🙂 Die haben einfach Ferhsehgeschichte geschrieben.

      Patrick Stewart: Ja, ein toller Mann – ich hätte ihm stundenlang bei Erzählen auf der Bühne zuhören können!

  5. Schlopsi schreibt:

    „Broadchurch“ steht noch aus, aber bisher liest man nur großartiges von der Serie! Hach, wenn ich bald wieder Zeit habe, wird’s in Angriff genommen.

    • singendelehrerin schreibt:

      Kann ich wirklich nur empfehlen! 🙂 Aber ich weiß ja selbst: es gibt einfach zu viele gute Serien…

      • Schlopsi schreibt:

        Ja… letzte Woche fing plötzlich „Masters of Sex“ auf ZDF Neo an. Und schon wieder hat mich eine Serie in ihren Klauen… Wenn ich mal überlege wo die Serienlandschaft vor 10 Jahren stand und wo sie heute ist… Der (Alb)Traum eines jeden Serienjunkies, der unter chronischem Zeitmangel leidet.

  6. An schreibt:

    Bei 5. ging es mir genauso… 😉

    Und dass dir „Broadchurch“ so gut gefällt, freut mich – weil als ich das erste Mal davon gehört habe, dachte ich – muss ich gucken, weil David Tennant!, dann habe ich aber nur zwei, drei negative Reaktionen darauf mitbekommen… aber dann werde ich wohl doch mal reinschauen, falls ich irgendwann zeitlich dazu komme. 🙂

  7. Miss Booleana schreibt:

    Mensch, ich hätte auch um ein Haar Cloud Atlas genannt. Es gibt zwar viele Leute, die das Buch besser fanden und es gerade im Fall der koreanischen „Serviererin“ (Name entfallen!) für eine ziemliche Beschönigung halten, aber ich mochte es wie sie das Thema Wiedergeburt und Karma in die Handlung eingeflochten haben. Das ist wieder so ein Film, der einen größeren Erfolg an den Kassen sehr verdient hätte.

    • singendelehrerin schreibt:

      Ich muss ja gestehen, dass ich den Film auch nicht im Kino gesehen habe, sondern erst später auf DVD. Schade, denn auf großer Leinwand wäre das bestimmt auch schön gewesen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s